Paulus Naheerwartung Jesu

Themen des Neuen Testaments
R.F.
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Re: Paulus Naheerwartung Jesu

Beitrag von R.F. » Fr 23. Aug 2019, 17:25

ProfDrVonUndZu hat geschrieben:
Do 22. Aug 2019, 23:08
R.F. hat geschrieben:
Do 22. Aug 2019, 20:09
Welche politischen Entwicklungen Jesu Machtantritt vorhergehen, ist deutlich genug vorhergesagt. Ich frage mich oft, warum angeblich biblisch orientierte Christen sich diesen Vorhersagen verschließen. Sind es persönliche Gründe?
1. Ich verschließe mich nicht.
2. Meine Gründe für die Kritik an deiner Methode ist, dass Jesu Vorhersagen sich spätestens seit der Konstantinischen Wende anwenden lassen.
Konstantin festigte die Position der in Offenbarung 17 beschriebenen Kurtisane. Über das Urteil dieser Dame steht u.a. im 18. Kapitel der Offenbarung geschrieben.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben:
Do 22. Aug 2019, 23:08
Dann sagt Jesus als Höhepunkt, auch wenn es nicht seine letzte Aussage ist, dass das Ende erst kommt, wenn das Evangelium der ganzen Welt gepredigt wird. Dummerweise bestätigt Paulus schon mehrmals, dass dies bereits getan wird.
Aber keineswegs getan ist. Die originale Botschaft lautet anders als die von Kirchen und Gemeinschaften vertretene.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben:
Do 22. Aug 2019, 23:08
Ich gehe nicht davon aus, dass Jesus mit diesem Ende die Parusie meint, sondern den Beginn der letzten Epoche, die in ihrer ganzen Phase das Ende ist. Das würde dann auch damit zusammen passen, dass Jesus die Große Drangsal zeitlich direkt nach der Zerstörung Jerusalems ansetzt. Mit Zerstlörung Jerusalems und Verkündigung in aller Welt ist der Anfang der letzten Phase gemeint. Die Zeiten der Nationen, währenddessen die Heilige Stadt zertreten wird.
Die "große Drangsal" wird durch den in Offenbarung 6,1-8 vorhergesagten Weltkrieg ausgelöst, unter dem nicht zuletzt die Nachfahren der Stämme Israels zu leiden haben. Zu diesem Krieg kommt es innerhalb der letzten dreieinhalb Jahren der gegenwärtigen Weltzeit.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben:
Do 22. Aug 2019, 23:08
R.F. hat geschrieben:
Do 22. Aug 2019, 20:09
Doch an Offenbarung 17,12 - ff. gibt es nicht viel “geistlich” zu deuten. Da ist von knallharter Machtpolitik die Rede. Zwar ist der führende Kopf Europas noch nicht auf die Weltbühne getreten, doch das Verlangen nach diesem Messias wird zunehmend vernehmbarer.
Das Verlangen nach einem Messias tritt immer wieder auf. Die Geschichte wiederholt sich. An den jetzigen Zuständen ist nicht mehr erkennbar, als es das in den vergangen Jahrhunderten war. Jede Sorte theatraler Endzeitprediger meint immer, die Weltgeschichte begann mit ihnen und sie würde mit ihnen auch enden.
Vorweg: Ich gehöre keiner Gemeinschaft an, bin nur ein Leser der Schrift und von Kommentaren.

Ich weiß selbstverständlich um die Irrtümer jener Gruppen, die im Laufe der vergangenen Jahrhunderte das Ende der gegenwärtigen Verhältnisse erwarteten. Es trifft auch zu, dass das in Daniel 2,40-43 vorhergesagte Bemühen, die Ende des fünften Jahrhundert verloren gegangene Einheit des Römischen Reichs wieder herzustellen, mehrmals versucht wurde, fast durchweg mit Gewalt übrigens.

Auf den ersten Blick scheinen die Voraussetzungen für das in Offenbarung 17 vorhergesagte Bündnis nicht besser als in der Vergangenheit zu sein. Der Urheber der Offenbarung wusste offenbar vor zweitausend Jahren schon um diesen Unwillen. Wie Offenbarung 17,17 zeigt, wird der Souverän selbst für die Einheit sorgen.

Trotz zunehmend deutlicher für die Einheit sprechenden Gründe weigern sich einige der in Frage kommenden Länder, auf Teile ihrer Souveränität zugunsten einer europäischen Zentralregierung zu verzichten. Aber sie werden müssen. Dies könnte in den kommenden 7 - 8 Monaten der Fall sein. Die Europa drohenden Gefahren werden auch die Völker von der Notwendigkeit einer schnellen Einigung überzeugen. Natürlich spielt auch die Tatsache eine entscheidende Rolle, dass sich die Welt der biblischen Zeitrechnung zufolge nahe am “Tag des Herrn” befindet, an der Wende sechstes/ siebtes Jahrtausend. Nur nebenbei: Ich kenne keine glaubwürdige Überlieferung, die gegen die Annahme spricht.

Nur von wenigen politischen Beobachtern wird die vor der Shanghai-Organisation ausgehenden Gefahren nicht nur wirtschaftlicher Art erkannt. Leser der Schrift indes wissen um die Bedeutung der Euphrat-Line.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben:
Do 22. Aug 2019, 23:08
R.F. hat geschrieben:
Do 22. Aug 2019, 20:09
Weitaus mehr als Ungläubige ihren "Messias" sollten Christen die baldige Rückkehr des wahren Messias erwarten.
Warum sollten Christen die baldige Rückkehr erwarten ? Sie haben den Messias doch gar nicht nötig.
Wie Jesus vorhersagte, würde die Menschheit ohne den göttlichen Eingriff nicht überleben. Nach den Vorhersagen wird ca. die Hälfte der Menschen durch zwei Schwerstkriege ihr Leben verlieren. Der rettende Eingriff erfolgt durch den Messias. Auf Ihn weisen übrigens die zwei in Offenbarung 11 vorgestellten während dreieinhalb Jahren wirkenden Seher hin.
Keineswegs nur für die Christen ist die Rückkehr Jesu zum Überleben nötig.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben:
Do 22. Aug 2019, 23:08
Letztens hab ich mir mal wieder einen neuen Vortag von Lothar Gassmann gegeben. Der ist vielleicht nicht so ganz konform, aber auch er hat scheinbar keine anderen Sorgen, als auf Homosexuelle und Horoskop Leser rum zu hacken.
Lothar Gassmann beruft sich zu Recht auf eine ganze Reihe von Schriftstellen, um vor den Folgen von sexuellem Fehlverhalten zu warnen. Die Städte Sodom und Gomorra hatten die "Ehe für alle" offenbar legalisiert. Was mit den Bewohnern dieser Städte geschah, ist in 1. Mose 19 nachzulesen.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben:
Do 22. Aug 2019, 23:08
Und super, dass er weder Handy noch TV besitzt oder benutzt, aber auch er hat einen Laptop und er profitiert auch davon ohne die Technik selbst im Haus zu haben. Solange die Christenheit in ihrem Denken noch nicht weiter ist, kann Jesus noch lange lange nicht kommen.
Du meinst also, Technik geht auf Erfindungen durch Nicht-Christen zurück?

Otto
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Re: Paulus Naheerwartung Jesu

Beitrag von Otto » Fr 23. Aug 2019, 20:49

ProfDrVonUndZu hat geschrieben:
Fr 23. Aug 2019, 16:24
Otto hat geschrieben:
Fr 23. Aug 2019, 01:28
In 2 Thessalonicher wollte Paulus nicht sich selbst korrigieren sondern er wollte die Versammlung zu Recht weisen. Aus den Worten, mit denen er die Thessalonicher ermahnte, ersehen wir, dass einige in der Versammlung behaupteten, die Gegenwart des Herrn stehe nahe bevor, dass diese Spekulanten ihre Theorie eifrig predigten und dadurch nicht wenig Unruhe in der Versammlung hervorriefen.

Allem Anschein nach benutzten einige dies sogar als Entschuldigung dafür, dass sie nicht arbeiteten, um für ihren Unterhalt zu sorgen
2.Thess.2,11 hat geschrieben:Wir hören nämlich, dass etliche von euch unordentlich wandeln und nicht arbeiten, sondern unnütze Dinge treiben.
Ein Zusammenhang mit dem "unordentlichen Wandel" und der eschatologischen Verwirrung aus 2. Thessalonicher 2,2 stellt aber Paulus nicht her.
Nein, macht er nicht war meine Theorie.Deswegen schrieb ich ja "Allem Anschein nach.." ich möchte mich kurz Entschuldigen hatte außerdem falschen Vers zitiert (war doch zu spät als ich es schrieb) es ist nicht 2Thess.2,11 sondern
2 Thess. 3,11 hat geschrieben:Wir hören nämlich, dass etliche von euch unordentlich wandeln und nicht arbeiten, sondern unnütze Dinge treiben
LGrüße von Otto

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Re: Paulus Naheerwartung Jesu

Beitrag von ProfDrVonUndZu » Sa 24. Aug 2019, 11:39

R.F. hat geschrieben:
Fr 23. Aug 2019, 17:25
Die "große Drangsal" wird durch den in Offenbarung 6,1-8 vorhergesagten Weltkrieg ausgelöst, unter dem nicht zuletzt die Nachfahren der Stämme Israels zu leiden haben. Zu diesem Krieg kommt es innerhalb der letzten dreieinhalb Jahren der gegenwärtigen Weltzeit.
Zu der Großen Drangsal kommt es zeitlich zusammenhängend nach der Zerstörung Jerusalems. Das sagt Jesus in Matthäus 24,15-21 und Lukas 21,20-24 ganz deutlich.
Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Jede andere Deutung ist völlig indiskutabel.
R.F. hat geschrieben:
Fr 23. Aug 2019, 17:25
Auf den ersten Blick scheinen die Voraussetzungen für das in Offenbarung 17 vorhergesagte Bündnis nicht besser als in der Vergangenheit zu sein.
Wir haben doch schon längst ein verbündetes Europa. Worauf soll man noch warten ? Von einem idealisierten Bündnis der 10 Könige steht weder in Daniel 2, noch Offenbarung 17, noch sonst irgendwo geschrieben. Die Diademe auf den Hörnern deuten auf rein wirtschafts-politische Bündnisse, wie das eben immer so ist mit Politik und Wirtschaft. Die da oben treiben ihr eigenes Spiel. Mit Völkerverständigung und gemeinsamer Volksidentität hat das nicht das Geringste zu tun. Deswegen kann das ja auch nicht funktionieren, wie uns deine Stelle bei Daniel recht deutlich macht. Eisen und Ton kann nicht einander haften.

Das reale Problem dahinter ist das wirtschafts-politische System, was sich nicht entscheiden kann, ob es nun Wettbewerb oder Kooperation sein will. Die Nationen haben nur ein gemeinsames Ziel, nämlich Wachstum. Den gibt es aber immer nur auf Kosten von anderen. Die Herrschaft des großen Tieres ist eine Art sozialdarwinistischer Ökofaschismus, der alle zum mitmachen zwingt. Die totalitäre Ökonomisierung des Lebens. Das ist das ideologisch-religiöse Herrschaftsprinzip seit Babylon. Dessen imperialistische Vorgehensweise hat sich über alle 4 in der Prophetie erwähnten Tiere bis heute fort gesetzt. Es spielt gar keine Rolle, ob die Historiker Rom irgendwie als untergegangen bezeichnen. Auch wenn die Reiche ihre Vormachtstellung nacheinander verloren, so existieren sie doch durch ihre Kultur weiter, wie übrigens in Daniel 7,12 bestätigt wird.
R.F. hat geschrieben:
Fr 23. Aug 2019, 17:25
Nur von wenigen politischen Beobachtern wird die vor der Shanghai-Organisation ausgehenden Gefahren nicht nur wirtschaftlicher Art erkannt. Leser der Schrift indes wissen um die Bedeutung der Euphrat-Line.
Falls du damit auf die Könige vom Aufgang der Sonne anspielst, die werden ja außer in Offenbarung 16,12 nicht mehr erwähnt. Dass sie irgendeine Gefahr für irgendwen sind, wird nicht gesagt. Da steht auch nicht, dass sie ins Abendland vordringen. Da steht nur, dass ihnen der Weg bereitet wird. Welcher Weg ? Ihr Wirtschaftlicher Aufstieg oder Freifahrt für die christlichen Missionare ? Erwähnt werden sollte da noch der Engel vom Aufgang der Sonne aus Offenbarung 7,2. Dass es dort eine große geistige Erweckung geben werde, kann man wohl in Anbetracht des von Paulus erwähnten großen Abfalls eher ausschließen. Mehr kann und will ich dazu nicht sagen.
R.F. hat geschrieben:
Fr 23. Aug 2019, 17:25
Lothar Gassmann beruft sich zu Recht auf eine ganze Reihe von Schriftstellen, um vor den Folgen von sexuellem Fehlverhalten zu warnen.
Das sind nur eine handvoll Stellen, die auch nur mit viel Mutwillen und durch jahrhunderte- und jahrtausende lange Konditionierung entsprechend ausgelegt werden. Aber selbst wenn... andere Warnungen sind sehr viel dringlicher. Wenn jemandem die Erkenntnis über die Bedeutung der Stellen nicht gegeben ist, so kann man aber mit Leichtigkeit die Prioritäten erkennen.
R.F. hat geschrieben:
Fr 23. Aug 2019, 17:25
Du meinst also, Technik geht auf Erfindungen durch Nicht-Christen zurück?
Nein. Das ist mir völlig egal auf wen irgendwas zurück geht. Mir geht es einzig um eine aus Nicht-Hinsehen-Wollen und Nicht-Wahrhaben-Wollen resultierende überhebliche Doppelmoral, nicht um konsequentes oder inkonsequentes Handeln. Der Unterschied steht in Lukas 18,10-14.
"Viele, die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben? Dann sei auch nicht so rasch mit einem Todesurteil bei der Hand." - Gandalf in J.R.R Tolkien - Herr der Ringe, Band 1

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Re: Paulus Naheerwartung Jesu

Beitrag von ProfDrVonUndZu » Sa 24. Aug 2019, 11:49

Otto hat geschrieben:
Fr 23. Aug 2019, 20:49
Nein, macht er nicht war meine Theorie.Deswegen schrieb ich ja "Allem Anschein nach.."
Die Theorie geht laut Wolfgang Trillings Kommentar zum zweiten Brief an die Thessalonicher von 1980, auf Ferdinand Christian Baur etwa Mitte 19. Jahrhundert zurück. Genauere Angaben liegen mir leider nicht vor.
Otto hat geschrieben:
Fr 23. Aug 2019, 20:49
ich möchte mich kurz Entschuldigen hatte außerdem falschen Vers zitiert (war doch zu spät als ich es schrieb) es ist nicht 2Thess.2,11 sondern
2 Thess. 3,11 hat geschrieben:Wir hören nämlich, dass etliche von euch unordentlich wandeln und nicht arbeiten, sondern unnütze Dinge treiben
War mir klar ;)
"Viele, die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben? Dann sei auch nicht so rasch mit einem Todesurteil bei der Hand." - Gandalf in J.R.R Tolkien - Herr der Ringe, Band 1

R.F.
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Re: Paulus Naheerwartung Jesu

Beitrag von R.F. » Sa 24. Aug 2019, 15:53

ProfDrVonUndZu hat geschrieben:
Sa 24. Aug 2019, 11:39
R.F. hat geschrieben:
Fr 23. Aug 2019, 17:25
Die "große Drangsal" wird durch den in Offenbarung 6,1-8 vorhergesagten Weltkrieg ausgelöst, unter dem nicht zuletzt die Nachfahren der Stämme Israels zu leiden haben. Zu diesem Krieg kommt es innerhalb der letzten dreieinhalb Jahren der gegenwärtigen Weltzeit.
Zu der Großen Drangsal kommt es zeitlich zusammenhängend nach der Zerstörung Jerusalems. Das sagt Jesus in Matthäus 24,15-21 und Lukas 21,20-24 ganz deutlich.
Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Jede andere Deutung ist völlig indiskutabel.
Jesus unterschied mehrmals nicht zwischen der Zeit vor dem Jahr 70 und der Wende sechstes/ siebtes Jahrtausend. Zum Beispiel sind in Matthäus 24,29 kosmische Unruhen vorhergesagt, zu denen es bisher nicht kam.

Erst in der Offenbarung ist der Verlauf der Geschichte zeitlich geordnet. Das ist ja das Besondere an dieser Schrift, daher ist sie zum Verständnis der Vorhersagen in den Schriften des Alten wie des Neuen Bundes höchst notwendig.

Man stößt auf endlose Widersprüche in den Vorhersagen, wenn man nicht davon ausgeht, dass sowohl die durch die sieben Siegel wie auch sechs der sieben Posaunen symbolisierten Ereignisse innerhalb der dreieinhalb Jahre ablaufen. Zur Zeit der siebten Posaune übernimmt der sich bereits in Erdnähe befindliche Messias die Macht über die Erde. Vor Einsetzen der Schalengerichte werden die drei in Offenbarung 17,14 genannten Gruppe für kurze Zeit evakuiert.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben:
Sa 24. Aug 2019, 11:39
R.F. hat geschrieben:
Fr 23. Aug 2019, 17:25
Auf den ersten Blick scheinen die Voraussetzungen für das in Offenbarung 17 vorhergesagte Bündnis nicht besser als in der Vergangenheit zu sein.
Wir haben doch schon längst ein verbündetes Europa. Worauf soll man noch warten ? Von einem idealisierten Bündnis der 10 Könige steht weder in Daniel 2, noch Offenbarung 17, noch sonst irgendwo geschrieben. Die Diademe auf den Hörnern deuten auf rein wirtschafts-politische Bündnisse, wie das eben immer so ist mit Politik und Wirtschaft. Die da oben treiben ihr eigenes Spiel. Mit Völkerverständigung und gemeinsamer Volksidentität hat das nicht das Geringste zu tun. Deswegen kann das ja auch nicht funktionieren, wie uns deine Stelle bei Daniel recht deutlich macht. Eisen und Ton kann nicht einander haften.
Wie bereits geschrieben, versuchten die Länder des zerfallenen 4. Reiches mehrmals die ehemalige Einheit wieder zu erlangen. Das steht recht deutlich in Daniel 2,40-43 geschrieben. Zum Beispiel versuchte Karl der Große die verloren gegangene Einheit wieder herzustellen, wie auch Napoleon Bonaparte und Adolf Hitler. Alle mit militärischer Gewalt.

Der letzte Einigungsversuch wird erfolgreich sein, da der Souverän sich selbst darum kümmert (Offenbarung 17,14).

Dass das in Offenbarung 17,12 genannte Bündnis ein militärisches sein wird, ergibt aus einer ganzen Reihe weiterer Schriftstellen. Und dass mehrere europäische Staaten bereit sind, auf Bereiche ihrer Souveränität zugunsten einer europäischen Zentralmacht zu verzichten, war schon vor Jahren im Presseclub erwähnt worden. Die sich ständig verschlechternden Bedingungen um Europa schreien buchstäblich nach dieser Einheit. Da mag sich die Frau Dr. Merkel noch so bedeckt halten.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben:
Sa 24. Aug 2019, 11:39
Das reale Problem dahinter ist das wirtschafts-politische System, was sich nicht entscheiden kann, ob es nun Wettbewerb oder Kooperation sein will. Die Nationen haben nur ein gemeinsames Ziel, nämlich Wachstum. Den gibt es aber immer nur auf Kosten von anderen. Die Herrschaft des großen Tieres ist eine Art sozialdarwinistischer Ökofaschismus, der alle zum mitmachen zwingt. Die totalitäre Ökonomisierung des Lebens. Das ist das ideologisch-religiöse Herrschaftsprinzip seit Babylon. Dessen imperialistische Vorgehensweise hat sich über alle 4 in der Prophetie erwähnten Tiere bis heute fort gesetzt. Es spielt gar keine Rolle, ob die Historiker Rom irgendwie als untergegangen bezeichnen. Auch wenn die Reiche ihre Vormachtstellung nacheinander verloren, so existieren sie doch durch ihre Kultur weiter, wie übrigens in Daniel 7,12 bestätigt wird.
Dass der vorhergesagte dritte Weltkrieg nicht zumindest auch ökonomische Interessen Ursachen hat, habe ich immer angenommen. Wer auch eine geringe Ahnung der finanziellen Engagements Deutscher etwa in den USA hat, weiß um den Frontverlauf im kommenden Krieg.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben:
Sa 24. Aug 2019, 11:39
R.F. hat geschrieben:
Fr 23. Aug 2019, 17:25
Nur von wenigen politischen Beobachtern wird die vor der Shanghai-Organisation ausgehenden Gefahren nicht nur wirtschaftlicher Art erkannt. Leser der Schrift indes wissen um die Bedeutung der Euphrat-Line.
Falls du damit auf die Könige vom Aufgang der Sonne anspielst, die werden ja außer in Offenbarung 16,12 nicht mehr erwähnt. Dass sie irgendeine Gefahr für irgendwen sind, wird nicht gesagt. Da steht auch nicht, dass sie ins Abendland vordringen. Da steht nur, dass ihnen der Weg bereitet wird. Welcher Weg ? Ihr Wirtschaftlicher Aufstieg oder Freifahrt für die christlichen Missionare ?
Diese und andere sind mit Offenbarung 16,12-5 gemeint. Sies werden u.a. von den beiden europäischen Führern zum Kampf gegen die längst gesichtete messianischen Streitkräfte überredet. Sie sind die Überlebenden der in Offenbarung 9 beschriebenen Invasions-Armee, die selbstverständlich auch an der Schlacht von Harmagedon teilnehmen und in einem Blutbad enden werden (Offenbarung 19,17-21).

Doch aktuell bereitet nicht nur das wirtschaftliche Erstarken Chinas - der stärkste Staat der Schanghai Organisation - dem Westen Sorge. Selbst die Türkei öffnet sich nach den von Europa zugefügten Demütigungen der Schanghai Organisation.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben:
Sa 24. Aug 2019, 11:39
Erwähnt werden sollte da noch der Engel vom Aufgang der Sonne aus Offenbarung 7,2. Dass es dort eine große geistige Erweckung geben werde, kann man wohl in Anbetracht des von Paulus erwähnten großen Abfalls eher ausschließen. Mehr kann und will ich dazu nicht sagen.
In Offenbarung 7,2 geht es keineswegs um Geistiges, sondern um das physische Überleben jener, die den dritten Weltkrieg überstanden haben.

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Re: Paulus Naheerwartung Jesu

Beitrag von ProfDrVonUndZu » So 25. Aug 2019, 10:46

R.F. hat geschrieben:
Sa 24. Aug 2019, 15:53
Jesus unterschied mehrmals nicht zwischen der Zeit vor dem Jahr 70 und der Wende sechstes/ siebtes Jahrtausend.
Du meinst, er springt zwischen dem 1. Jahrhundert und dem 21. Jahrhundert hin und her und lässt ein Dazwischen außen vor ?
R.F. hat geschrieben:
Sa 24. Aug 2019, 15:53
Zum Beispiel sind in Matthäus 24,29 kosmische Unruhen vorhergesagt, zu denen es bisher nicht kam.
Diese "kosmischen Unruhen" werden auch schon mehrfach im AT vorher gesagt. Eine davon betraf die Zeit um Pfingsten herum, wie Petrus dann in Apg. 2 den Propheten Joel zitierend bestätigt. Petrus nennt dies "in den letzten Tagen"
R.F. hat geschrieben:
Sa 24. Aug 2019, 15:53
Erst in der Offenbarung ist der Verlauf der Geschichte zeitlich geordnet. Das ist ja das Besondere an dieser Schrift, daher ist sie zum Verständnis der Vorhersagen in den Schriften des Alten wie des Neuen Bundes höchst notwendig.
Es ist umgekehrt. Die Offenbarung ist ohne das AT nicht zu verstehen. Auch Jesus ist ohne das AT größtenteils nicht zu verstehen. Den Fehler hat die Kirche schon recht früh begannen, die griechischen Schriften der Bibel im Lichte griechischer Sprache und Philosophie verstehen zu wollen.
R.F. hat geschrieben:
Sa 24. Aug 2019, 15:53
Man stößt auf endlose Widersprüche in den Vorhersagen, wenn man nicht davon ausgeht, dass sowohl die durch die sieben Siegel wie auch sechs der sieben Posaunen symbolisierten Ereignisse innerhalb der dreieinhalb Jahre ablaufen. Zur Zeit der siebten Posaune übernimmt der sich bereits in Erdnähe befindliche Messias die Macht über die Erde. Vor Einsetzen der Schalengerichte werden die drei in Offenbarung 17,14 genannten Gruppe für kurze Zeit evakuiert.
Ich verstehe, was du meinst. Die Entrückung wäre zu früh. Da geb ich dir Recht. Aber vergleich die Siegel, Posaunen und Schalen mal inhaltlich miteinander. Da gibt es deutlich erkennbare Parallelen. Bei den Posaunen und Schalen ist das jedenfalls mehr als offensichtlich. Sie beschreiben alle den selben Zeitbereich, nur unter anderer Perspektive.
R.F. hat geschrieben:
Sa 24. Aug 2019, 15:53
Wie bereits geschrieben, versuchten die Länder des zerfallenen 4. Reiches mehrmals die ehemalige Einheit wieder zu erlangen. Das steht recht deutlich in Daniel 2,40-43 geschrieben. Zum Beispiel versuchte Karl der Große die verloren gegangene Einheit wieder herzustellen, wie auch Napoleon Bonaparte und Adolf Hitler. Alle mit militärischer Gewalt.

Der letzte Einigungsversuch wird erfolgreich sein, da der Souverän sich selbst darum kümmert (Offenbarung 17,14).
Das hat nichts mit erfolgreicher Einigung zu tun, nur weil sie das gleiche Ziel haben. Das ist Wettbewerb. Würdest du sagen, dass bei einer Fußballmeisterschaft, wo jede Mannschaft versucht Meister zu werden, sie sich miteinander verbünden ?
R.F. hat geschrieben:
Sa 24. Aug 2019, 15:53
Dass das in Offenbarung 17,12 genannte Bündnis ein militärisches sein wird, ergibt aus einer ganzen Reihe weiterer Schriftstellen. Und dass mehrere europäische Staaten bereit sind, auf Bereiche ihrer Souveränität zugunsten einer europäischen Zentralmacht zu verzichten, war schon vor Jahren im Presseclub erwähnt worden. Die sich ständig verschlechternden Bedingungen um Europa schreien buchstäblich nach dieser Einheit. Da mag sich die Frau Dr. Merkel noch so bedeckt halten.
Sie buhlen alle um die Gunst der Kurtisane, wie du sie nennst. Sie sind alle mit ihr verbunden, aber nicht untereinander. Dass die Könige gleichzusetzen sind mit Nationalstaaten, ist nicht gesagt. Es können alle Arten von global agierende Organisationen sein. Am offensichtlichsten ist nach Offenbarung 18 wohl der Welthandel. Handel, Militär und politische Legitimation gehen Hand in Hand, denn es geht ja zentral um die Ausbeutung von Rohstoffen und Arbeitskraft.
R.F. hat geschrieben:
Sa 24. Aug 2019, 15:53
Dass der vorhergesagte dritte Weltkrieg nicht zumindest auch ökonomische Interessen Ursachen hat, habe ich immer angenommen. Wer auch eine geringe Ahnung der finanziellen Engagements Deutscher etwa in den USA hat, weiß um den Frontverlauf im kommenden Krieg.
Das Malzeichen des Tieres bestimmt den Zugang zum Handel. Ich bezweifel aber, dass es hier primär um den Zugang zu Konsumgütern geht, die natürlich auch betroffen wären, aber in erster Linie wird es hier um Handelslizenzen gehen. Niemand darf einfach so ein Geschäft aufmachen. Im Mittelalter wurde den Juden die Ausübung von Handwerk verboten, weil man 1. Mitglied einer Zunft sein musste und 2. die Zünfte christlich waren. Heute gibt es andere, noch viel strengere Reglementierungen des Arbeitsmarktes und letztlich auch des Handels. Von wegen freie Marktwirtschaft. Die großen Handelsmächte haben gar kein Interesse an dieser Freiheit, weil sie sich damit ja selber nur Konkurrenz schaffen würden. Ein System, das sich als System der Qualitätssicherung verkauft, ist letztlich eine mit Hilfe der Bildungseinrichtungen funktionierende Aussortierungsmaschinerie, die Menschen dem Elend, der Obdachlosigkeit oder bestens der Sozialhilfe preis gibt und sich im letzteren Fall dann auch noch als Wohltäter aufspielt.

R.F. hat geschrieben:
Sa 24. Aug 2019, 15:53
Diese und andere sind mit Offenbarung 16,12-5 gemeint. Sies werden u.a. von den beiden europäischen Führern zum Kampf gegen die längst gesichtete messianischen Streitkräfte überredet. Sie sind die Überlebenden der in Offenbarung 9 beschriebenen Invasions-Armee, die selbstverständlich auch an der Schlacht von Harmagedon teilnehmen und in einem Blutbad enden werden (Offenbarung 19,17-21).
Die Armee aus Offenbarung 9 kommt aus dem Abgrund. Da sind keine 2 verschiedenen Armeen. Abgrund und vom Aufgang der Sonne sind verschiedene Herkunftsorte. Ich wüsste nicht, wie man die beiden zusammen kriegen sollte. Im AT hängt der Abgrund (Tehom) oft mit der Weisheit Gottes zusammen. Die Weisheit Gottes ist unergründlich. Aber mit dem Abgrund (Abyss) aus Offenbarung 9 ist das Gegenteil von Gottes Weisheit gemeint, die Weisheit der Welt (thematisiert in Kapitel 1-3 des 1. Korintherbriefes). Deren Dummheit ist genau so unergründlich.

Anmerkung : Byssos bedeutet nämlich Leinen. Damit ist eine Faser oder ein Garn gemeint, etwas Nachvollziehbares, was einer Linie folgt. Das Gegenteil davon ist, wenn sich die Spur verliert oder außerhalb der Wahrnehmung und des Erkentnishorizontes liegt.

Diese Invasion aus Offenbarung 9, was immer das sein soll, ist eine Konsequenz menschlichen Wahnsinns, der ihnen dann zurück auf den Kopf fällt (eine Redewendung aus dem AT).
R.F. hat geschrieben:
Sa 24. Aug 2019, 15:53
Doch aktuell bereitet nicht nur das wirtschaftliche Erstarken Chinas - der stärkste Staat der Schanghai Organisation - dem Westen Sorge. Selbst die Türkei öffnet sich nach den von Europa zugefügten Demütigungen der Schanghai Organisation.
Mir bereitet das keine Sorgen.
R.F. hat geschrieben:
Sa 24. Aug 2019, 15:53
In Offenbarung 7,2 geht es keineswegs um Geistiges, sondern um das physische Überleben jener, die den dritten Weltkrieg überstanden haben.
Damit sagst du gleichzeitig, dass die physische Erde, das physische Meer und die physischen Bäume bisher nicht beschädigt wurden. Da wäre Greta Thunberg aber anderer Ansicht. Und dann noch ein Weltkrieg herkömmlicher militärischer Art, der die Umwelt nicht zerstört ? Es gibt wohl Waffen, die anorganisches Material verschonen, aber welche die zwischen Natur und Mensch und dann noch zwischen ganz bestimmte Menschen unterscheiden, wären mir nicht bekannt.
"Viele, die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben? Dann sei auch nicht so rasch mit einem Todesurteil bei der Hand." - Gandalf in J.R.R Tolkien - Herr der Ringe, Band 1

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