Warum?

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closs
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Re: Warum?

Beitrag von closs » Fr 2. Nov 2018, 17:53

sven23 hat geschrieben:Es gibt aber keinen Grund, menschliches Leid zu relativieren.
Aus Deinem Mund klingt "relativieren" wie "verharmlosen" - nein, dafür gibt es keinen Grund, und das tut auch keiner.
Lena hat geschrieben:Danke noch für Deine Auflistung. Gerne gelesen.
Aus Deinem Mund freut mich das sehr. :Herz:

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Lena
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Re: Warum?

Beitrag von Lena » Sa 3. Nov 2018, 16:34

closs hat geschrieben:Aus Deinem Mund freut mich das sehr. :Herz:
Oh danke closs :) !

Mein Mund war nicht beteiligt. Hirn, Hand und Gefühle haben ihre Arbeit getan. Ist das nicht lustig, dass Du das so formuliert hast?! Wären wir uns gegenüber gesessen hätte es sogar gestummen.

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closs
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Re: Warum?

Beitrag von closs » Sa 3. Nov 2018, 16:39

Lena hat geschrieben:Wären wir uns gegenüber gesessen hätte es sogar gestummen.
Da wir dies aber nicht taten, tutete es NICHT. :geek:

Spice
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Re: Warum?

Beitrag von Spice » Do 8. Nov 2018, 13:43

Gibt´s nicht mehr dazu zu sagen?

LG,
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ThomasM
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Re: Warum?

Beitrag von ThomasM » Fr 9. Nov 2018, 08:46

traydor hat geschrieben:
Wie kann man die Frage ausblenden, dass Gott das Problem gleich hätte lösen können es aber erst Generationen später tut und das LEID DER VIELEN wissentlich in Kauf nimmt?
Wie sieht es denn auf der anderen Seite aus, wenn man annimmt, dass es keinen Gott gibt, der handelt, um den Menschen Heil zu bringen?

Warum müssen wir leiden?
Warum müssen wir sterben?
Warum gibt es keine Zukunft? (Ein Spiegel Artikel hat die Überschrift "Wann stirbt die Menschheit aus", wann, nicht wenn)

Das Theodizee Problem lässt sich nicht beantworten, aber zumindest gibt es einige Denkansätze, wie eine Antwort aussehen könnte.
Doch in atheistischer Denke gibt es nicht nicht einmal grundsätzlich einen Ansatz, in welcher Richtung es überhaupt Antworten gibt.

Die anderen Missverständnisse, in denen Traydor zeigt, dass er nicht weiß, was christlicher Glaube ist, lasse ich mal links liegen.
Gott würfelt nicht, meinte Einstein. Aber er irrte. Gott nutzt den Zufall - jeden Tag.

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Re: Warum?

Beitrag von janosch » Fr 9. Nov 2018, 09:53

SilverBullet hat geschrieben:
traydor hat geschrieben:Wie kann man mit diesem Gottesbild, dass die Bibel vermittelt ernsthaft leben?
Es ist nicht so einfach eine Prägung zu überwinden, vor allem wenn man denkt, dass sie toll ist.

Unter dem Deckmäntelchen der „Religionsfreiheit“ findet ein „freudiges Stopfen“ von antiken Gesellschaftsvorstellungen in die Köpfe junger Menschen statt.
Von jungen Jahren an wird trainiert.

Ein Widerstand, ein Ablehnen solch eingefahrener „Ideen“ ist oftmals verbunden mit der Aufgabe einer Gemeinschaft, was für Gruppentiere (verständlicherweise) nicht so einfach ist.

Religionen (egal ob „gross“ oder „klein“) setzen explizit auf das Gemeinschaftsprinzip und den "Zusammenhalt der Herde".
Man kann das leicht an dem Verhalten der „Gläubigen“ ablesen, wenn es tatsächlich mal zu Aussteigern kommt. Diese werden viel schlechter behandelt, als Leute, die erst gar nicht mitmachen wollen.

Wenn man diese Abhängigkeiten und die Strategien zu deren Aufbau, mit der Idee von Religionsfreiheit abgleichen möchte, dann stimmt da etwas gewaltig nicht.

„Die Religionen“ waren stark und sie haben übelst agiert.
traydor hat geschrieben:Wie kann man diese Fragen verdrängen?
Wegen den Konsequenzen, wobei es (wie gesagt) nicht nur um die eingebildeten Konsequenzen geht, sondern die Konsequenzen innerhalb der sozialen Kontakte.
„Hier und jetzt“ würde alles zusammenbrechen.

„Soziale Kontakte“ ist eines der stärksten Lockmittel von Religionen.
Später ist es eines der stärksten Bindemittel.
traydor hat geschrieben:Wie kann man nicht zugrunde gehen, wenn man daran denkt, dass ein nahestehender Mensch nur durch das Vorgehen Gottes für immer gefoltert wird (Gott wusste es und hat es in Kauf genommen)?
Es geht bei Religionen um das Mitmachen, nicht um das Kritisieren oder gar das Aussteigen.
Die „Gläubigen“ merken (hoffentlich) selbst, dass da vieles nicht stimmen kann, aber sie machen dennoch mit, weil das Gegen-den-Strom-schwimmen eine enorme Aufgabe darstellt.

Es gibt oft Situationen, in denen Gequälte nicht weglaufen.
Frauen, die von ihren Ehemännern geschlagen werden, bleiben wohl häufig treu daheim und halten es unter der Decke. Frauen stellen in den „Liebes“-Religionen die eigentliche Basis dar (auf der man wunderbar herumtreten kann).

Hier spielt es vermutlich eine Rolle, dass Religionen einen Liebes- und Harmlosigkeits-Singsang auflegen und so die üblen Zwangsauflagen kaschieren. „Gläubige“ sind dann hin und her gerissen.

Grundsätzlich würde ich sagen:
der „Gläubige“ ist selbst das erste Opfer seiner Sportart.
traydor hat geschrieben:Wie kann man als Christ damit umgehen, dass der Teufel gewinnt?
Ich vermute:
=> Nicht zuviel über diesen dümmlichen Käse nachdenken, sich nicht anmerken lassen, dass man sich nicht damit beschäftigt und vor allem: bei der Predigt bloss nicht einschlafen -> "die Nachbarschaftsüberwachung schlägt sonst zu"
Du hast sehr gut die Haupt Problemen die Religionen auf dem Punkt gebracht !

Es ist leider oft Brutaler als das...wenn du diese GötzenKult mit oder durch Kriege, Mord und Hass, Millionen unschuldige GEOPFERTen rechtfertigen willst, Name ein Fiktives (oder nicht existierende) Gott, dann schaut das ganze, wirklich Hässlich aus! :cry:

Davon aber kein einzige Religion oder Denomintionen ein Ausnahmen sind!

Darüber Wissen wir bereit zu viel, ob die Katholisch , Jüdisch, Evangelisch, Frei oder Islam.....das ist Egal. Wir könne einfach nicht verharmlosen.

Interessant ist, für sie Alle derselbe Kriegerische Gott zuständig, oder ihre Gottesbild verantwortlich ist, für diese Leid.

Aber die Frage ist... was nun??? Soll diese Elend, durch Groß-Kirchen und Religionen unverändert so weiter laufen, wie nicht gewesen Wäre?

Was sollte tun, das nicht so bleibt?? :roll:

Ein Name Gottes (nicht Religion gebunden) und auch darauf berufen, kann nur dann, wenn Frieden und Liebe Bringen, dann würdigt man IHM auch, als GOTT!

Der Rest gehört zu den Teufel, wenn man so sagen darf.

PS. Hier sollte langsam die Antiken auch vergessen...zB, in zeit Christus, die Römer mit Ihre Recht und auch Bürger „Gerechtigkeit" als Heiden, sehr weit voraus wahren..deutlich BESSER gestellt waren, als die JUDEN mit ihre JHWH!!!

Die Griechen auch, mit ihre Kultur...Sprache...usw. Was Fehlte noch? Antiken Götzen Bilder, die nur für Strafe Kriegen und ungerechte Gesetzen zuständig wahren! Wie zB. JHWH?? Die Juden wussten selbst nicht, was Töten bedeutet! Ich, mit Sicherheit sagen kann, bis heute nicht wissen diese Religiöse Fanatiker, was Töten bedeutet!

Ich denke, sollte Christus und sein Botschaft von der Liebe, vollkommen genug sein diese Welt weiter zu bringen! ;)

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Re: Warum?

Beitrag von janosch » Fr 9. Nov 2018, 10:18

ThomasM hat geschrieben:
traydor hat geschrieben:
Wie kann man die Frage ausblenden, dass Gott das Problem gleich hätte lösen können es aber erst Generationen später tut und das LEID DER VIELEN wissentlich in Kauf nimmt?
Wie sieht es denn auf der anderen Seite aus, wenn man annimmt, dass es keinen Gott gibt, der handelt, um den Menschen Heil zu bringen?

Warum müssen wir leiden?
Warum müssen wir sterben?
Warum gibt es keine Zukunft? (Ein Spiegel Artikel hat die Überschrift "Wann stirbt die Menschheit aus", wann, nicht wenn)

Das Theodizee Problem lässt sich nicht beantworten, aber zumindest gibt es einige Denkansätze, wie eine Antwort aussehen könnte.
Doch in atheistischer Denke gibt es nicht nicht einmal grundsätzlich einen Ansatz, in welcher Richtung es überhaupt Antworten gibt.
Und ich finde das Oft besser, als Falsche Götzen zu dienen...Hier könnte sogar ein Chans bestehen was richtig zu erkennen... Das bedeutet er sucht...meiste Christen aber sind sie „FETT", SATT...wollen nicht mehr...wie ein Schwein zu schlachten bereit... :silent:

Kennst du diese ausage den HERRn? " Kalt ist besser als Lauwarm „ Dann halte daran!
Die anderen Missverständnisse, in denen Traydor zeigt, dass er nicht weiß, was christlicher Glaube ist, lasse ich mal links liegen.
Das hat Missverständnisse wenig zutun, Gegenteil, er will was „Verstehen" was kein Mensch verstehen kann, oder dürfte! ;)

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Re: Warum?

Beitrag von Munro » Fr 9. Nov 2018, 10:19

traydor hat geschrieben: .
WARUM erklärst du nicht im Titel, worum es hier gehen soll?
Ich finde solche aussage-losen Thread-Titel nicht gut.
Denn wir kämpfen nicht für Ruhm, nicht für Reichtümer oder Ehren, sondern wir kämpfen einzig für die Freiheit, die kein ehrenhafter Mann aufgibt, wenn nicht zugleich mit seinem Leben.

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Re: Warum?

Beitrag von Pluto » Fr 9. Nov 2018, 10:31

closs hat geschrieben:1) Der Mensch - egal, ob er Adam oder Traydor heißt - kommt arglos auf die Welt und weiß erstmal nichts.
Einverstanden.
closs hat geschrieben:2) Der Mensch soll lernen (spirituell) zu erkennen.
3) Dies geht nur, indem er nicht in Gott ist, sondern in einem Abstand zu Gott ist - andernfalls kann er keinen Blick auf Gott nehmen.
Wozu "soll"?
closs hat geschrieben:4) Dieser Abstand ist "Trennung von Gott und Mensch" (alias "Sündenfall").
Das ist von Christen so erfunden.
closs hat geschrieben:5) Seit diesem "Sündenfall" schwankt der Mensch zwischen Gott-Orientierung und Ich-Orientierung.
Nicht notwendig, denn der Mensch ist in seinen Gedanken immer ICH-orientiert. Er kann gar nicht anders wil das Bewusstsein so funktioniert.
closs hat geschrieben:6) Der Mensch soll BEWUSST (spirituell) erkennen, dass er die Ich-Orientierung überwinden muss, um SELBST erkennen zu können, wer oder was "Gott" ist.
Warum "soll"?
closs hat geschrieben:8) "Leid" ist die Friktion zwischen "Heil" ("Gott") und "Unheil" (Dualismus aus gut und böse im Dasein).
Ebenfalls eine Erfindung der Christen.
closs hat geschrieben:9) Wir sind im Dasein, also gibt es Leid.
Warum gib es Erdbeben die undiskriminierend tausende Menschen töten? — Gute und Böse.
closs hat geschrieben:11) Leid führt zu Erkennen, weil es Abstand bringt zum Dasein (viele Menschen, die echt gelitten haben, haben ein distanziertes Verhältnis zum Dasein - man lebt es, hängt aber nicht dran).
12) Es kann keiner von außen entscheiden, ob jemand, der anscheinend im Leben leiden musste, am Ende des Lebens subjektiv mehr oder weniger gelitten hat, als jemand, der anscheinend offensichtlich gelitten hat. - Das ist ein Geheimnis, das der Mensch nicht lüften kann.
Wieder Erfindungen, bzw. ge-offenbarte Wahrheiten, die leider ungeprüft bleiben.
closs hat geschrieben:13) Das (irdische) Leben ist (christlich gesehen) NICHT gemeint als säkulare Selbstverwirklichungs-Veranstaltung, sondern als Erkenntnis-Weg (= "Arbeit").
Woher weißt du das? Wenn es nur deine persönliche Vermutung ist, warum sagst du es dann nicht?
closs hat geschrieben:Dass wir heute in einer Zeit leben, die seit über 70 Jahren Frieden hat, und in einer Gegend leben, in der es gute medizinische Versorgung gibt und keiner verhungert und man sogar noch in Urlaub fahren kann, ist purer Zufall - historisch wäre etwas anderes die Regel - und das kann sehr schnell wieder kommen.
Sehe ich auch so. Obwohl wir es heute geschafft haben so viel Handel mit anderen Ländern zu erreichen, dass es im erneuten Kriegsfall nur noch Verlierer geben wird. Aber vielleicht nimmt das Jemand in kauf.
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

Spice
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Re: Warum?

Beitrag von Spice » Fr 9. Nov 2018, 11:04

ThomasM hat geschrieben:
traydor hat geschrieben:
Wie kann man die Frage ausblenden, dass Gott das Problem gleich hätte lösen können es aber erst Generationen später tut und das LEID DER VIELEN wissentlich in Kauf nimmt?
Das Theodizee Problem lässt sich nicht beantworten, aber zumindest gibt es einige Denkansätze, wie eine Antwort aussehen könnte.
Wie kommst Du darauf?
Die anderen Missverständnisse, in denen Traydor zeigt, dass er nicht weiß, was christlicher Glaube ist, lasse ich mal links liegen.
Hier, die gleiche Frage.

LG,
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