Ist Matth. 1 und 2 göttlich inspiriert?

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Helmuth
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Ist Matth. 1 und 2 göttlich inspiriert?

Beitrag von Helmuth » Mi 27. Dez 2017, 10:12

Liebe Bibelfreunde,

Ich eröffne hier ein Thema, das mir schon seit Jahren unter der Haut brennt. Vielleicht musste ich auch von bibel.com erst vertrieben werden, um es hier anzusprechen, denn dort wäre es nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Ich habe es auch auf BibelCenter.de eröffnet, dort allerdings ist die Beteiligung recht mager.


Zur Sache:

Aus heutiger Sicht spreche ich den ersten beiden Kapiteln des Matthäus Evangeliums gottliche Wahrheit ab. Nicht, dass ich das nun beweisen will und anderen dogmatisch überstülpen möchte, sondern sie überzeugen mich einfach nicht. Ich glaube jedes göttliche Wort unseres himmlischen Vaters JHWH und seines Sohnes Jesus Christus an uns. Aber hier habe ich halt Zweifel.

Ab dem 3. Kapitel fügt sich das Evangelium in den göttlichen Kanon perfekt ein. Ich lasse den Einleitungspost einmal so stehen, um das Interesse an der Diskussion zu erkunden und werde dann, wenn selbiges entsprechend vorliegt, nach und nach die mir bislang aufgefallenen Ungereimtheiten ansprechen.


Dazu noch eine Anmerkung in eigener Angelegenheit:

Dieses Thema werde ich bevorzugt mit überzeugten Christen diskutieren. Das Forum grenzt keine User aus, daher mache ich das auch nicht. Dennoch kann und will ich mich hier nur mit denen ernsthaft auseinandersetzen, die echtes Interesse an der Wahrheit zeigen und auch keine persönlichen Animositäten austragen. Das gelte für Christen wie Nichtchristen gleichermaßen.

Wie aber soll ich es mit konsequenten Leugnern von Jesus Christus oder der göttlchen Inspiration des Wort Gotes an sich diskutieren, welche Jesus und Bibel von vornherein jede göttliche Berechtigung absprechen? Man habe daher Nachsicht, dass ich gedenke nicht auf jede Beteiligung Rücksicht zu nehmen.
Herzliche Grüße
Helmuth

jsc
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Re: Ist Matth. 1 und 2 göttlich inspiriert?

Beitrag von jsc » Mi 27. Dez 2017, 15:08

Ich glaube jedes göttliche Wort unseres himmlischen Vaters JHWH und seines Sohnes Jesus Christus an uns. Aber hier habe ich halt Zweifel.
Müsste dieser Satz von dir dann nicht eher bei "jedes" ein Sternchen haben, dass dann die Einschränkung deutlich macht:
* solange du es verstehst
* solange du es für sinnvoll erachtest
* solange es konform mit deiner Meinung geht...
Usw.

Normalerweise geht es doch eher danach, ob das Wort in den Schriften drin ist oder nicht...hast du diesbezüglich Belege?

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Lena
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Re: Ist Matth. 1 und 2 göttlich inspiriert?

Beitrag von Lena » Mi 27. Dez 2017, 15:58

Diese Art an die Bibel heranzugehen ist nicht so inspirierend :).
Von allen Religionen: Christus ist das Beste.

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NIS
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Re: Ist Matth. 1 und 2 göttlich inspiriert?

Beitrag von NIS » Mi 27. Dez 2017, 16:21

GOTT IST DER NAME GOTTES!
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ARMEEN, ARMEEN, ARMEEN.
† † †
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Pluto
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Re: Ist Matth. 1 und 2 göttlich inspiriert?

Beitrag von Pluto » Mi 27. Dez 2017, 16:41

Lena hat geschrieben:Diese Art an die Bibel heranzugehen ist nicht so inspirierend :).
Was ist denn die bessere Herangehensweise?
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

SilverBullet
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Re: Ist Matth. 1 und 2 göttlich inspiriert?

Beitrag von SilverBullet » Mi 27. Dez 2017, 17:19

Helmuth hat geschrieben: Dazu noch eine Anmerkung in eigener Angelegenheit:

Dieses Thema werde ich bevorzugt mit überzeugten Christen diskutieren. Das Forum grenzt keine User aus, daher mache ich das auch nicht. Dennoch kann und will ich mich hier nur mit denen ernsthaft auseinandersetzen, die echtes Interesse an der Wahrheit zeigen und auch keine persönlichen Animositäten austragen. Das gelte für Christen wie Nichtchristen gleichermaßen.

Wie aber soll ich es mit konsequenten Leugnern von Jesus Christus oder der göttlchen Inspiration des Wort Gotes an sich diskutieren, welche Jesus und Bibel von vornherein jede göttliche Berechtigung absprechen? Man habe daher Nachsicht, dass ich gedenke nicht auf jede Beteiligung Rücksicht zu nehmen.
Hübsche Ansprache.

Ich frage mich dabei nur ein wenig, inwiefern du „ein Leugner der göttlichen Inspiration“ bist, wenn du gar nicht sagen kannst, was „Gott“ sein soll.

Du möchtest ein Urteil in eine „Richtung“ abgeben, in der dir nichts zur Verfügung steht, noch nicht einmal, ob es überhaupt eine Richtung ist.

Ich habe dir die Frage gestellt „was soll Gott sein?“ – gekommen ist nix
-> Totalversagen deinerseits.

Dein Motiv, dich nicht damit zu beschäftigen, dass du keinerlei Fundament vorlegen kannst, verstehe ich ausserordenlich gut.
Es ist der übliche 0815-Vorgang in den Religionen, dass man festlegt:
„es darf nur auf Basis unserer Behauptung diskutiert werden.“
(in einem anderen Thread beklagst du dich selbst darüber – in Bezug auf ein anderes Forum)

Möchtest du also erst mal eine Grundlage für „Gott“ liefern oder dich lieber dem Theaterstück widmen, ob man zusammen mit anderen „Gläubigen“ so tun kann, als gäbe es eine Urteilsgrundlage für die Einordnung von antiken Texten als „aus dem nirgendwo inspiriert“?

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Helmuth
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Re: Ist Matth. 1 und 2 göttlich inspiriert?

Beitrag von Helmuth » Mi 27. Dez 2017, 17:46

jsc hat geschrieben: Normalerweise geht es doch eher danach, ob das Wort in den Schriften drin ist oder nicht...hast du diesbezüglich Belege?
Die Schrift selbst sagt, dass man alles prüfen soll, das Gute behalten, das Böse verwerfen soll. Das schließt die Schrift somit ein. Die Schrift wie es oft so schön heißt ist ja eine Zusammensrellung, die durch Kanonisierung entstanden ist. Sie existierte nicht im 1.Jh. als „Die Schrift“. Sie musste erarbeitet werden. Und es und war immer schon eine Sammlung von Texten, nie ein homogenes Ganzes.

Es war auch der Kanon des AT eine jahrhundertelange Arbeit, und heute noch gibt es Unterschiede zwischen den Ausgaben. Es wäre also denkbar, dass auch das NT als Schriftsammlng niemals verabsolutiert werden sollte. Einen sog, Urtext des NT gibt es nicht. Ebenso wie die Forschung unentwegt von einer „Logienquelle“ spricht, nirgendwo aber eine konkret angeben kann.

Ich glaube, dass es immer legitim ist im Sinne der Wahrheitsfindung diese Frage zu stellen. Nach mehreren Jahren als Christ und Bibelstudium komme ich zum Ergrbnis, an diesen ersten beiden Kapiten des Mt-Evangeliums nagt der Wurm, der nicht stirbt, und der Heilige Stuhl gelehrter Dogmenvertreter nährt ihn heute, anstelle sich die Arbeit zu machen, den Kanon zu vervollkommnen.

So kam man selbst noch im 19.Jh. durch Funde zu neuen Ergebnissen, sodass man diverse Übersetzungen danach überarbeitet hatte. Ich denke, das ist ein fortwährender Prozess. Was man hat, an dem hält man fest, aber worüber keine Einigkeit besteht, darüber kann man nicht über mich den Dogmenhammer schwingen. Das funktioniert nicht. Ich akzeptiere das nicht. Und andere akzeptieren das auch nicht, und es gab sogar Fälle, die mussten ihr Leben um der Wahrheit Willen schon lassen.
Herzliche Grüße
Helmuth

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Lena
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Re: Ist Matth. 1 und 2 göttlich inspiriert?

Beitrag von Lena » Mi 27. Dez 2017, 19:09

Pluto hat geschrieben:Was ist denn die bessere Herangehensweise?
Das gute aus den Schriften herauszulesen und danach zu leben?!
Den Kern der Geschichte zu erfassen und sich daran zu freuen?!

Das neue Geo nennt die Bibel: Tagebuch der Menschheit. Vielleicht sogar besser so, als sich gegenseitig das Gläubig sein abzusprechen, wegen falschem Verständnis von Schriften, die als Gottes Wort gelten.
Von allen Religionen: Christus ist das Beste.

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Helmuth
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Re: Ist Matth. 1 und 2 göttlich inspiriert?

Beitrag von Helmuth » Mi 27. Dez 2017, 20:58

Lena hat geschrieben: Das neue Geo nennt die Bibel: Tagebuch der Menschheit. Vielleicht sogar besser so, als sich gegenseitig das Gläubig sein abzusprechen, wegen falschem Verständnis von Schriften, die als Gottes Wort gelten.
Das machen viele, ich weiß, liebe Lena. Doch darum geht es mir hier nicht. Es geht um eine saubere Auseinadersetzung mit dem, was man uns bislang beigebracht hat, was als unfehlbares Wort Gottes zu gelten hat.

Es geht nicht darum jemanden, der an Mt. 1 und 2 festhält, seinen Glauben abzusprechen, da hast du mich einfach noch nicht richtig kennengelenert, wenn du das befürchtest. Denn dagegen kämpfe ich doch ständig an. Wenn andere das machen, nun, dann spiele ich deren game einfach nicht mit.

Mir ist nur schleierhaft wie man die Ungereimtheiten, die Mt 1 und 2 bieten einfach frißt, weil man entweder nicht bereit ist tiefer zu graben oder auch Angst davor hat, dass dich jemand als gotteslästerlich abkanzelt. Diese Angst habe ich Gott sein Dank nicht, oder sagen wir so, ich habe sie weniger als andere.

Komme ich zum Ergebnis, ich habe mich geirrt, na blendend, dann habe ich endlich die totale Gewissheit "Alle Schrift, ..." Aber so weit bin ich noch nicht. Ich bin nur ehrlich, dass ich nicht meine alles zu verstehen. Seien wir froh in einem freien Land zu leben, das uns einen freien Austausch zu Gottes Wort erlaubt.

Ich habe gerade erlebt, das sei nicht überall so Usus. :mrgreen:
Herzliche Grüße
Helmuth

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Verlorener_Sohn
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Re: Ist Matth. 1 und 2 göttlich inspiriert?

Beitrag von Verlorener_Sohn » Do 28. Dez 2017, 04:13

Die koptische Kirche, die sich unabhängig von der römisch-katholischen Kirche entwickelt hat, bestätigt diese Gegebenheiten.

Es ist also unnötig vom "Heiligen Stuhl als Dogmenvertreter" zu sprechen.
Hier haben wir zwei von einander unabhängige Kirchenlinien.
Ich bin römisch-katholisch.

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