Homöopathie III

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Scrypt0n
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Homöopathie III

Beitrag von Scrypt0n » So 22. Feb 2015, 20:01

Wegen Überlänge abgetrennt aus Homöopathie II


closs hat geschrieben:
Scrypt0n hat geschrieben:Darum ist es absurd, zu behaupten, HP würde zu Heilung führen!
Das tut seit Aber-Dutzenden Seiten keiner. - Es geht um den Umgang mit dem, was man selber nicht weiss.
Was weiß man denn nicht?
Dass Krankheiten selbst abklingen weiß man nämlich - und das tun sie auch dann noch, wenn man Globuli einwirft!

closs hat geschrieben:Ihnen reicht, dass sie nicht schlechter abschneiden als Kollegen mit schulmedizinischen Mitteln und nehmen dies pragmatisch zur Kenntnis.
Bis es eben etwas ist, wo weder Globuli noch Gummibärchen helfen können; z.B. eine bakterielle Infektion im Darm.
Dann muss eben doch wieder zu Antibiotika gegriffen werden.

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closs
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Re: Homöopathie II

Beitrag von closs » So 22. Feb 2015, 20:06

Scrypt0n hat geschrieben:Dann muss eben doch wieder zu Antibiotika gegriffen werden.
Du scheinst wenig Ahnung zu haben - Ostitis bspw. wird in der HP NICHT mit Antibiotika versorgt - bakterielle Darm-Infektionen vermutlich auch nicht (weiss ich nicht mehr).

Scrypt0n hat geschrieben:Was weiß man denn nicht?
Ob es einen kausalen Zusammenhang zwischen HP und Heilung gibt.

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Scrypt0n
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Re: Homöopathie II

Beitrag von Scrypt0n » So 22. Feb 2015, 20:13

closs hat geschrieben:bakterielle Darm-Infektionen vermutlich auch nicht (weiss ich nicht mehr)
Quark; Bakterien lassen sich nur damit bekämpfen/abtöten.
Solche lassen sich durch HP nicht behandeln - kannst du hinnehmen, kannst du aber natürlich auch einfach wegignorieren.

closs hat geschrieben:
Scrypt0n hat geschrieben:Was weiß man denn nicht?
Ob es einen kausalen Zusammenhang zwischen HP und Heilung gibt.
Das weiß man ebenso wenig, wie zwischen dem täglichen Zähneputzen und der Heilung einen kausalen Zusammenhang zu postulieren - oder mit dem/den täglichen Klogang. Es gibt jedoch keinen Grund, das eine oder das andere anzunehmen, weil schlicht unsinnig.
Zuletzt geändert von Scrypt0n am So 22. Feb 2015, 23:07, insgesamt 1-mal geändert.

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Janina
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Re: Homöopathie II

Beitrag von Janina » So 22. Feb 2015, 22:04

closs hat geschrieben:
Pluto hat geschrieben:So wie du es darstellst, könnten also Globuli irgendwelche unbekannten "magischen Kräfte" besitzen, die wir nicht kennen.
Wieso "magisch"? - Das wäre doch schon wieder eine Wertung.
"Magisch" ist definiert als eine uns unbekannte Technologie.

closs hat geschrieben:Es ist nicht ausgeschlossen, dass die HP-Leute recht haben.
Doch, ist es. Die Reaktionsmechanismen sind bekannt, und schließen den postulierten HP-Mechanismus aus. Das war kein Scherz eben, als ich sagte, dass Nichtwissen Voraussetzung ist, um auf den Mist reinzufallen.

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closs
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Re: Homöopathie II

Beitrag von closs » So 22. Feb 2015, 22:39

Janina hat geschrieben:"Magisch" ist definiert als eine uns unbekannte Technologie.
"Magisch" kenne ich nur im Zusammenhang mit "übernatürlich".

Janina hat geschrieben: Die Reaktionsmechanismen sind bekannt
Wenn wir uns drauf einigen können, dass es mir (nach wie vor) nicht darum geht, die HP "durchzudrücken", mal eine Frage Richtung Wissenschaft:

Du magst wissen, dass die HP unter "Wirkung" versteht, dass sich die Krankheits-Symptome erst mal verschlimmern, um dann auf mittlere und lange Sicht Rezidive zu vermeiden - die Krankheit soll sich also "ausleben" soll und nicht unterdrückt werden soll. - Die schulmedizinischen Wirkung ist dagegen eher kurzfristig angelegt: Ostitis - Penicillin - nach zwei Tagen Besserung - super.

Wenn man nun je 100 Ostitits-Leuten Pencillin oder HP geben würde, müsste sich nach jeweiliger Logik bei den Pencillin-Leuten eine Wirkung logischerweise schneller einfinden als bei den HP-Leuten. - Wäre das aus wissenschaftlicher Sicht bereits ein Hinweis auf eine bessere Wirkung von Penecillin? - Oder würde die Wissenschaft erkennen dürfen, dass es gar nicht anders sein kann, weil die HP ja eine ganz andere Wirkungs-Philosophie hat.

Nach HP-Lesart wäre es relevant, wenn man nach (meinetwegen) 10 Jahren nachforschen würde, wie oft die betroffenen Leute seitdem Ostitis hatten. - Gäbe es diesbezüglich auffällige Unterschiede zugunsten von HP, würde die HP dies als Hinweis auf eigene Wirkung interpretieren. - Unabhängig davon, ob dies hinreichend wäre: Kommt bei Dir das eigentliche Problem der völlig verschiedenen Auffassung rüber, was "Gesundung" ist? Mit allen Folgen für Wirkungs-Tests.

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Re: Homöopathie II

Beitrag von Scrypt0n » So 22. Feb 2015, 22:48

closs hat geschrieben:
Janina hat geschrieben:"Magisch" ist definiert als eine uns unbekannte Technologie.
"Magisch" kenne ich nur im Zusammenhang mit "übernatürlich".
... Clarkesche Gesetze ...
„Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.“


closs hat geschrieben:Wenn man nun je 100 Ostitits-Leuten Pencillin oder HP geben würde, müsste sich nach jeweiliger Logik bei den Pencillin-Leuten eine Wirkung logischerweise schneller einfinden als bei den HP-Leuten. - Wäre das aus wissenschaftlicher Sicht bereits ein Hinweis auf eine bessere Wirkung von Penecillin?
Ja.

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Re: Homöopathie II

Beitrag von Pluto » So 22. Feb 2015, 22:53

closs hat geschrieben:
Janina hat geschrieben:"Magisch" ist definiert als eine uns unbekannte Technologie.
"Magisch" kenne ich nur im Zusammenhang mit "übernatürlich".
Aha!?

closs hat geschrieben:Du magst wissen, dass die HP unter "Wirkung" versteht, dass sich die Krankheits-Symptome erst mal verschlimmern, um dann auf mittlere und lange Sicht Rezidive zu vermeiden - die Krankheit soll sich also "ausleben" soll und nicht unterdrückt werden soll.
Wenn du mir sagen kannst, wer so einen Unsinn sagt, dann lasse ich das als Argument gelten.

Wenn man nun je 100 Ostitis-Leuten Pencillin oder HP geben würde, müsste sich nach jeweiliger Logik bei den Pencillin-Leuten eine Wirkung logischerweise schneller einfinden als bei den HP-Leuten.[/quote] Wenn du damit eine bakterielle Knocheninfektion meinst, dann wäre eine antibiotische Behamdlung auf jeden Fall besser.

closs hat geschrieben:weil die HP ja eine ganz andere Wirkungs-Philosophie hat.
Diese wäre?

closs hat geschrieben:Gäbe es diesbezüglich auffällige Unterschiede zugunsten von HP, würde die HP dies als Hinweis auf eigene Wirkung interpretieren. - Unabhängig davon, ob dies hinreichend wäre: Kommt bei Dir das eigentliche Problem der völlig verschiedenen Auffassung rüber, was "Gesundung" ist?
Man sollte hier die Verabreichung von Placebos nicht außer Acht lassen. Erst mit einer solchen "Blindstudie" erreicht man statistisch signifikante Ergebnisse. Auf gut Deutsch, der Vergleich zwischen klassischer, HP- und Placebo-behandlung sollte Teil der Tests sein.

Übrigens, bei einer bakteriellen Infektion wie Ostitis, gehört die Behandlung mit Antbiotika heutzutage zum Standard.
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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Re: Homöopathie II

Beitrag von closs » So 22. Feb 2015, 23:05

Pluto hat geschrieben:Wenn du mir sagen kannst, wer so einen Unsinn sagt, dann lasse ich das als Argument gelten.
Das ist eine Kernaussage der HP (Erstverschlimmerung) - ruf mal einen beliebigen HP-Arzt an. - Eine weitere Kernaussage ist: Entgiftung statt Unterdrückung. - Google mal.

Pluto hat geschrieben:Übrigens, bei einer bakteriellen Infektion wie Ostitis, gehört die Behandlung mit Antbiotika heutzutage zum Standard.
Das ist bekannt - was willst Du damit sagen? - HP macht's halt (unter ärztlicher Aufsicht) anders.

Pluto hat geschrieben:Man sollte hier die Verabreichung von Placebos nicht außer Acht lassen.
Kein Problem. - Es geht jedoch in der Hauptsache darum, dass HP seine Wirkung erst im langfristigen Feldversuch bestätigt sieht (s.o.) - Wie löst man so etwas test-technisch?

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Re: Homöopathie II

Beitrag von Scrypt0n » So 22. Feb 2015, 23:07

closs hat geschrieben:bakterielle Darm-Infektionen vermutlich auch nicht (weiss ich nicht mehr)
Quark; Bakterien lassen sich nur damit bekämpfen/abtöten.
Solche lassen sich durch HP nicht behandeln - kannst du hinnehmen, kannst du aber natürlich auch einfach wegignorieren.

closs hat geschrieben:
Scrypt0n hat geschrieben:Was weiß man denn nicht?
Ob es einen kausalen Zusammenhang zwischen HP und Heilung gibt.
Das weiß man ebenso wenig, wie zwischen dem täglichen Zähneputzen und der Heilung einen kausalen Zusammenhang zu postulieren - oder mit dem/den täglichen Klogang. Es gibt jedoch keinen Grund, das eine oder das andere anzunehmen, weil schlicht unsinnig.

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Re: Homöopathie II

Beitrag von Pluto » Mo 23. Feb 2015, 00:22

closs hat geschrieben:Es geht jedoch in der Hauptsache darum, dass HP seine Wirkung erst im langfristigen Feldversuch bestätigt sieht (s.o.) - Wie löst man so etwas test-technisch?
Man führt eine kontrollierte klinische Studie durch, um Unsicherheiten auszuschließen.
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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