Bluttransfusionen

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Hemul
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Bluttransfusionen

Beitragvon Hemul » Di 6. Dez 2016, 20:26

Thema abgetrennt aus: Was ist die Bibel?


Tyrion hat geschrieben:ich habe festgestellt, dass bei vielen Menschen, die sich ihrer Aussage nach "wirklich" den Lehren Jesu ausrichten, äußerst selbstgefällig sind, sich in einem unglaublich gutem Licht darstellen, zeitgleich aber auch schlecht machen (Erbsünde etc.), aber in der Tat nach außen hin freundlich und friedliebend sind. Allerdings fällt mir auf, dass diese Menschen ihre Moralvorstellungen gerne als die einzig wahren ansehen (sonst würden sie nicht so radikal glauben) und diese anderen, Unbeteiligten überstülpen wollen.Das Beispiel der Kinder, die sterben mussten, weil die Eltern die Behandlung untersagten, fält irgendwie auch darunter. Kinder sind beeinflusbar, sie sind "formbar". Werden sie von kleinauf indoktriniert, folgen sie brav dem extremen Glauben und wollen vielleichtg selbst lieber sterben, als dass sie sich hlefen lassen wollen. Und die Eltern entscheiden für die Kinder - aufgrund ihres Glaubens. Einige Kinder sind so dank der ZJ gestorben. Das nenne ich Leid verursachen.
Und gehen wir wieder weg von den ZJ .......

Nein bleiben wir bei den ZJ und gehen wir erneut auf deine lügnerische o. Verleumdung näher ein. Auch wenn die Eltern von ZJ bei ihrem Kind eine Bluttransfusion ablehnen die Gesetzgebung entmündigt in diesem Fall die Eltern u. setzt hier dann einen Vormund ein:
https://books.google.de/books?id=q349fJ ... en&f=false
Gerade weil die ZJ diese staatliche Maßnahme hier nicht unterlaufen konnte ihnen hier gem. Gerichtsurteil nichts nachteiliges nachgesagt werden. Das Bundesverwaltungsgericht hat nach jahrelanger intensiver Prüfung nämlich festgestellt, dass ZJ ihre Kinder nicht "verrecken" lassen:
http://www.bverwg.de/entscheidungen/ent ... ign=entrss
Nach den Feststellungen, die der Senat auf der Grundlage des ihm von den Beteiligten unterbreiteten Erkenntnismaterials und unter Ausschöpfung aller ihm sonst zugänglichen Informationsquellen getroffen habe, lasse sich der Vortrag des Beklagten nicht verifizieren, die Klägerin unterlaufe den staatlichen Schutz Minderjähriger im Falle der Zustimmungsverweigerung der Eltern zu lebenserhaltenden Bluttransfusionen, wirke im Falle des Austritts oder Ausschlusses eines Mitglieds aktiv auf die Trennung von Ehepartnern oder Familien hin und gefährde durch für ihre Mitglieder verbindliche Erziehungsvorgaben das Kindeswohl. Auch sonst bestünden keine greifbaren Anhaltspunkte dafür, dass sich die Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas, die ihren Glauben in Deutschland seit 1897 praktiziere, in der Vergangenheit nicht rechtstreu verhalten habe, insbesondere die staatlichem Schutz anvertrauten Grundrechte oder die in Art. 79 Abs. 3 GG umschriebenen fundamentalen Grundprinzipien des Religions- und Staatskirchenrechts verletzt oder gefährdet habe.

Es ist mir aber nicht bekannt, dass die staatlichen Instanzen für die negativen Folgen einer erzwungenen Bluttransfusion aufkommen müssen. Ich bin aber sehr gespannt wie viele Giftpfeile du noch in deinem Köcher hast werter Tyrion.

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Re: Was ist die Bibel?

Beitragvon Tyrion » Di 6. Dez 2016, 23:07

Ich bin aber sehr gespannt wie viele Giftpfeile du noch in deinem Köcher hast werter Tyrion.


Eigentlich gar keine.

Ich habe dich nicht direkt beleidigt. Ich habe Kritik an den ZJ geübt, ja. Und du hast die Kritik persönlich genommen, hast aber leider nicht die Eier, dich als ZJ zu outen (wo ist das Problem?). Oder bist du keiner, aber jemand, der aus Gerechtigkeitssin heraus für den Leumund der ZJ kämpft? Wäre aller Ehre wert.

Nur fällt es mir schwer, abzuschätzen, ob ich dich direkt und persönlich getroffen habe oder nicht, wenn du selbst da schweigst. Ich habe auch nicht jeden einzelnen Zeugen angegriffen. Ich hoffe sehr, dass nicht jeder alle Doktrinen so eng sieht - und die "Reformbewegung", die im anderen Thread zitiert wurde, beruhigt mich da sehr.

Du hingegen hast (nicht nur mich) direkt und persönlich beleidigt. Ich steh immer noch drüber, obwohl du mehrfach beleidigt hast (und nicht nur mich).

Ich zitiere mal quer von drüben nach hierüben:

Worüber Tyrion schwadroniert, ist hier nicht wichtig.
Tatsache ist, dass du eine sehr verletzende Beleidigung ausgesprochen hast.
Wenn du die zurücknimmst, nehme ich auch meine Anschuldigung zurück. Für einen - O-Ton Ziska - friedliebenden Menschen sollte das doch kein Problem sein.

Warum sollte ich darüber nachdenken? Deine Gesinnungsgefährte Tyrion schwadroniert doch (in einem anderen Thread) weiterhin die ZJ würden ihre Kinder ......... lassen u. somit viel Leid verursachen.


Nehmen wir an, du empfindest meine zugegeben harte Aussage als Unrecht. Nehmen wir ferner an, dass auch dir bekannt ist, dass persönliche Beleidigung Unrecht ist. Wie kommst du dann auf dei Idee, das gegeneinander aufzurechnen.

Ich erwarte von dir keine Entschuldigung. Aber sie hätte gezeigt, dass du nach einem ersten Affekt, der den verbalen Ausfall bewirkt hat, dann doch dein Unrecht einsiehst und dich entschuldigst. Das würde nichts an meinem möglichen Unrecht ändern.

Zudem habe ich Argumente gebracht - so beispielsweise den von anderer Seite recherchierten Wachtturm und seinen Inhalt. Leider gehst du auf dieses Argument nicht ein, erklärst nicht, dass das ja ganz etwas anderes war, ein Missverständnis. Wenn du also selbst nicht entkräften kannst, dass manche ZJ aufgrund ihres Glaubens ihre Kinder lieber tot sehen als durch Blutkonserven lebend, dann musst du doch diese Aussage als richtig ansehen.

Insofern wäre es nur eine Diskussion, ob das Wort "verrecken" angemessen ist oder nicht. Am Inhalt ändert das aber nichts. Es sei denn, du zeigst mir das Gegenteil.

Und as nun zum wievielten Male(?) gepostete Gerichtsdingens kannst du dir sparen. Zeugen gibt es auf der ganzen Welt, nicht nur in Deutschland. Und dass hierzulande die Behörden zwangsweise entgegen dem Glauben der Eltern die Kinder retten, ist ja kein Verdienst der Zeugen. Nach dem Motto: "Wenn uns der Staat zwingt, die Kinder leben zu lassen, indem wir auf Zeit entmündigt werden, tun wir nichts dagegen, was ein gerichtsurteil bestätigt hat" - das macht den Grundglauben ja nicht besser. Da kann man nur sagen, dass hierzulande zum Glück der Staat halbwegs säkular ist.

In anderen Ländern sieht das anders aus.

Vorschlag zur Güte:
Erkläre mir bitte, wie die Zeugen das in ihrem Wachtturm meinten, in dem der Tod der Kinder gefeiert wurde. Dann musst du dich nicht entschuldigen und ich ziehe das Wort "verrecken" zurück und ersetze es entweder mit "sterben lassen" oder lasse es ganz fallen, wenn du mir zeigen kannst, dass der Wwachtturm da selbst gelogen hat und die ganze Story falsch ist.

Nur eines kannst du mir nicht weismachen: dass du friedlich/friedliebend bist - und Nächstenliebe ist offenbar auch nicht deine Stärke, oder?

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Re: Was ist die Bibel?

Beitragvon Ziska » Mi 7. Dez 2016, 08:31

Hallo!
Du beziehst die ich immer auf diese Zeitschrift aus dem Jahre 1994. Hast du diese Ausgabe der Zeitschrift "Erwachet"?
Wo steht, dass die Kinder einen Märtyrertod gestorben sind?

Ich habe sie hier vor mir:
Seite 2
Jugendliche, die Gott den Vorrang geben 3—15
In alter Zeit waren Tausende von Jugendlichen bereit zu sterben, weil sie Gott den Vorrang gegeben haben. Heute ist es nicht anders, nur spielt sich das Drama in Krankenhäusern und Gerichtssälen ab — es geht um Bluttransfusionen.


Er ‘gedachte seines Schöpfers in den Tagen seines Jünglingsalters’
ADRIAN hielt uns ganz schön auf Trab“, sagt sein Vater. „Mit vier Jahren fuhr er unser Auto an einen Baum, so daß wir alle zu spät zur Zusammenkunft kamen. Als er fünf war, fing er Dutzende von Fröschen ein und brachte sie mit ins Haus. Es dauerte Tage, bis wir alle wieder los waren. Wir kamen uns vor wie eine ägyptische Familie zur Zeit der in der Bibel erwähnten Froschplage.
Im Alter von elf Jahren entdeckte Adrian neben der Hauptstraße drei junge Waschbären; er steckte sie in seine Büchertasche und nahm sie mit zur Schule. Als die Lehrerin ins Klassenzimmer kam, waren die Schüler in Aufruhr — sie drängten sich um Adrians Tasche und riefen aufgeregt durcheinander. Die Lehrerin schaute in die Tasche und fuhr dann gemeinsam mit Adrian und seinen Lieblingen in ein Tierheim. Adrian weinte, weil er die Kleinen nicht hergeben wollte, aber nachdem er sich das Heim angesehen und sich davon überzeugt hatte, daß kleine Füchse und andere Waisen es dort gut hatten, trennte er sich von seinen Waschbären.“
Sein Vater berichtet weiter: „Adrian war kein schlechter Junge. Er war nur eben sehr aufgeweckt. Er hatte eine blühende Phantasie, die das Leben mit ihm nie langweilig werden ließ.“
Adrians Mutter schildert eine andere Seite ihres Sohnes — er war familienorientiert, häuslich und ein wirklich lieber Kerl. Sie erzählt: „Die Kinder in der Schule sagten, er hätte niemandem etwas zuleide getan. Ein Mädchen aus seiner Klasse war geistig zwar nicht zurückgeblieben, jedoch nicht ganz so rege. Sie fuhr mit dem gleichen Schulbus wie Adrian. Die anderen Kinder machten sich über sie lustig, doch ihre Mutter berichtete uns, daß Adrian ihre Tochter stets respektvoll und besonders zuvorkommend behandelt habe. Das war seine ernsthafte Seite — er war ein sehr nachdenklicher Junge, der seine tiefen Gefühle selten zeigte. Aber wenn er sie zeigte, dann waren wir über seine Äußerungen überrascht, da sie immer genau den Kern trafen.“
Sie schließt die Beschreibung ihres Sohnes mit den Worten ab: „Durch seine Krankheit nahm er schnell an Reife zu, und sein Geistiggesinntsein wurde vertieft.“
Er war unnachgiebig — Kein Blut!
Seine Krankheit? Ja, alles fing im März 1993 an, als Adrian 14 Jahre alt war. In seinem Magen wurde ein schnell wachsender Tumor festgestellt. Die Ärzte wollten gern eine Biopsie durchführen, da sie jedoch schlimme Blutungen befürchteten, meinten sie, daß eventuell eine Bluttransfusion nötig ist. Adrian lehnte die Transfusion ab. Er war unnachgiebig. Mit Tränen in den Augen sagte er: „Wenn ich Blut bekomme, habe ich einfach keine Selbstachtung mehr.“ Adrian war — wie seine Eltern heute noch — ein Zeuge Jehovas, und Jehovas Zeugen lehnen Bluttransfusionen aus den in 3. Mose 17:10-12 und Apostelgeschichte 15:28, 29 erwähnten Gründen ab.
Während Adrian im Dr.-Charles-A.-Janeway-Ärztezentrum für Kinderheilkunde (St. John’s, Neufundland) auf die Biopsie wartete — sie sollte ohne die Verabreichung von Blut durchgeführt werden —, befragte ihn der Onkologe Dr. Lawrence Jardine über seine persönliche Meinung zum Thema Blut.
„Sehen Sie“, sagte Adrian, „es spielt überhaupt keine Rolle, ob meine Eltern Zeugen Jehovas sind oder nicht. Ich würde mir so oder so kein Blut geben lassen.“
Dr. Jardine fragte: „Ist dir eigentlich klar, daß du sterben kannst, wenn du eine Bluttransfusion ablehnst? “
„Ja.“
„Und dazu bist du bereit? “
„Ja, wenn es sein muß.“
Seine Mutter, die ebenfalls anwesend war, fragte ihn daraufhin: „Wieso nimmst du diese Haltung ein? “
Adrian erwiderte: „Mutti, was wäre das denn für ein Tausch! Heute bin ich Gott ungehorsam, um mein Leben für ein paar Jahre zu verlängern, und später würde ich wegen meines Ungehorsams nicht auferweckt werden und dürfte nicht ewig in Gottes irdischem Paradies leben — ich wäre doch schön dumm! “ (Psalm 37:10, 11; Sprüche 2:21, 22).
Am 18. März wurde die Biopsie durchgeführt. Adrian litt an einem großen Lymphom. Die darauf folgende Knochenmarkentnahme bestätigte die Befürchtung — er hatte Leukämie. Dr. Jardine erklärte, Adrians einzige Überlebenschance würde in einer aggressiven Chemotherapie in Kombination mit Blutübertragungen bestehen. Adrian aber weigerte sich nach wie vor, Blut zu akzeptieren. Er begann mit der Chemotherapie, jedoch ohne Bluttransfusionen.
In diesem kritischen Behandlungsstadium befürchteten Adrian und seine Eltern, daß sich die Jugendhilfe einschalten könnte und den Eltern durch eine gerichtliche Verfügung das Sorgerecht entziehen und eine Anordnung für Bluttransfusionen erwirken würde. Laut Landesgesetz darf jeder Mensch im Alter von 16 Jahren und darüber über die Art der Behandlung selbst bestimmen. Wer jünger als 16 ist, besitzt dieses Recht nur, wenn er als reifer Minderjähriger eingestuft wird.
...

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Re: Was ist die Bibel?

Beitragvon Ziska » Mi 7. Dez 2016, 08:32

Vor dem höchsten Berufungsgericht Neufundlands
Am Sonntag, dem 18. Juli, klagte die Leiterin der Jugendhilfe morgens bei Gericht das Sorgerecht ein. Unverzüglich wurde David C. Day aus St. John’s (Neufundland), ein hervorragender und hochgeachteter Anwalt der Krone, als Adrians Anwalt verpflichtet. Um 15.30 Uhr am Nachmittag des gleichen Tages trat das höchste Berufungsgericht Neufundlands unter dem Vorsitz von Richter Robert Wells zusammen.
In jener Sitzung betonte Dr. Jardine dem Richter gegenüber, er betrachte Adrian als reifen Minderjährigen, der fest davon überzeugt sei, daß die Verwendung von Blut verkehrt ist, und er, Dr. Jardine, habe Adrian versprochen, daß jede von ihm durchgeführte Behandlungsform Bluttransfusionen ausschließen wird. Richter Wells fragte den Arzt, ob er Blut geben würde, falls das Gericht dies anordnete. Dr. Jardine antwortete: „Nein, ich persönlich würde es nicht tun.“ Er erwähnte, daß Adrian seine biblisch begründete Hoffnung auf ewiges Leben bedroht sieht. Die aufrichtige Aussage dieses herausragenden Arztes war sowohl überraschend als auch bewegend und trieb Adrians Eltern Freudentränen in die Augen.
„Bitte respektieren Sie mich und meine Wünsche“
Als das Gericht am Montag, dem 19. Juli, zum zweiten Mal zusammentrat, legte David Day Kopien einer eidlichen Erklärung vor, die Adrian — dem es zu schlecht ging, um selbst vor Gericht zu erscheinen — vorbereitet und unterschrieben hatte und in der er seine Wünsche hinsichtlich einer Krebstherapie ohne Blut oder Blutprodukte zum Ausdruck brachte. Sie lautete:
„Wenn man krank ist, denkt man über vieles nach, und wenn man krebskrank ist, weiß man, daß man vielleicht sterben muß, und das beschäftigt einen. . . . Ich werde einer Blutübertragung auf keinen Fall zustimmen noch sie zulassen. Ich weiß, daß ich vielleicht sterben werde, wenn mir kein Blut gegeben wird. Aber das ist meine eigene Entscheidung. Niemand hat mich dazu überredet. Ich habe großes Vertrauen zu Dr. Jardine. Ich denke, er ist ein Mann, der zu seinem Wort steht. Er sagt, ich müsse mich einer aggressiven Therapie unterziehen, bei der er zu keinem Zeitpunkt Blut verwenden werde. Dr. Jardine hat mit mir auch über die Risiken gesprochen, daher weiß ich, wie es schlimmstenfalls ausgehen kann. . . . Wenn mir in irgendeiner Form Blut gegeben würde, würde ich das wie eine Vergewaltigung oder Belästigung meines Körpers empfinden. In einem solchen Fall würde ich meinen Körper nicht mehr mögen. Damit könnte ich nicht leben. Ich lehne jegliche Behandlung ab, die die Verwendung von Blut, ja auch nur eine mögliche Verwendung von Blut einschließt. Ich werde mich gegen eine Blutübertragung wehren.“ Adrians Erklärung endete mit der dringenden Bitte: „Bitte respektieren Sie mich und meine Wünsche.“
Adrian konnte der Verhandlung nicht beiwohnen, weil er im Krankenhaus bleiben mußte; daher besuchte ihn Richter Wells freundlicherweise in Begleitung von David Day. Dieser berichtete später davon, auf welch fesselnde Art Adrian mit dem Richter über das spezielle Thema Blut sprach. Unter anderem sagte Adrian: „Ich weiß, daß ich sehr krank bin und vielleicht sterben muß. Einige hier im Krankenhaus sagen, Bluttransfusionen würden helfen. Das glaube ich aber nicht, denn ich habe gelesen, welche Gefahren es mit sich bringt. Aber ob Blut nun helfen würde oder nicht, eine Bluttransfusion ist mit meinen Glaubensansichten unvereinbar. Wenn Sie meinen Glauben respektieren, dann respektieren Sie damit auch mich. Respektieren Sie meinen Glauben nicht, käme das einer Vergewaltigung meines Körpers gleich. Sollten Sie meinen Glauben jedoch achten, kann ich mit Würde gegen meine Krankheit ankämpfen. Mein Glaube ist das Wichtigste für mich, und in meiner jetzigen Lage ist er das bedeutendste Mittel im Kampf gegen meine Krankheit.“
David Day machte noch einige persönliche Bemerkungen über Adrian: „Er war ein Mandant, der es schaffte, seine schwere Krankheit geduldig, aufrecht und tapfer zu tragen. Aus seinen Augen sprach Entschlossenheit, seine Äußerungen ließen ein gesundes Selbstvertrauen erkennen, und er handelte mutig. Besonders bemerkenswert aber war sein standhafter Glaube, der durch das, was er sagte, und durch seine Körpersprache deutlich wurde. Dieser Glaube machte ihn so einzigartig. Seine unbarmherzige Krankheit zwang ihn, zwischen den Träumen eines Jugendlichen und der Realität der Erwachsenenwelt eine Brücke zu schlagen. Sein Glaube half ihm dabei. . . . Adrian war offen und ehrlich und meines Erachtens wahrheitsliebend. . . . Ich war mir durchaus bewußt, daß seine Eltern ihm ihre ablehnende Haltung in bezug auf eine Behandlung, die die Verwendung von Blut einschließt, . . . [hätten] aufzwingen können. . . . Wie ich mich jedoch überzeugen konnte, . . . [ließ] er uns seine eigene Meinung wissen, als er seine Bitte um eine Behandlung ohne Blut äußerte.“
Bei einer anderen Gelegenheit sagte Rechtsanwalt Day, daß der Glaube für Adrian „wichtiger ist als sein Leben“; dann fügte er hinzu: „Dieser standhafte junge Mann, der sich solch großen Schwierigkeiten gegenübersieht, gibt mir das Gefühl, daß jeglicher Kummer in meinem Leben bedeutungslos ist. Ich werde Adrian nie vergessen. Er ist ein reifer Minderjähriger, der sich durch bewundernswerten Mut, durch Einsicht und durch Intelligenz auszeichnet.“


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Re: Was ist die Bibel?

Beitragvon Ziska » Mi 7. Dez 2016, 08:33

Das Urteil — Adrian ist ein reifer Minderjähriger
Am Montag, dem 19. Juli, wurde die Verhandlung abgeschlossen, und Richter Wells fällte das Urteil, das später im Human Rights Law Journal (30. September 1993) abgedruckt wurde. Es folgen einige Auszüge:
„Aufgrund der angeführten Gründe wird der Antrag der Leiterin der Jugendhilfe abgewiesen; das Gericht hält das Kind nicht für schutzbedürftig; die Verwendung von Blut oder von Blutprodukten zum Zwecke einer Bluttransfusion oder einer Injektion hat sich als nicht notwendig herausgestellt und könnte sich angesichts der besonderen Umstände dieses Falles als schädlich erweisen.
Solange sich die Situation nicht verändert und damit keine weitere gerichtliche Anordnung erforderlich ist, ist eine Therapie, bei der Blut oder Blutprodukte zum Einsatz kommen, untersagt; das Gericht erklärt den Jungen zu einem reifen Minderjährigen, dessen Wunsch nach einer Behandlung ohne Blut oder Blutprodukte zu respektieren ist. . . .
Zweifelsohne ist dieser ‚Jugendliche‘ sehr mutig. Ich denke, er genießt die liebevolle Unterstützung und Zuwendung seiner Eltern, und er stellt sich seiner Krankheit heldenhaft. Gemäß seiner religiösen Überzeugung ist es unter anderem verkehrt, dem Körper Blutprodukte zuzuführen, zu welchem Zweck auch immer . . . Gestern konnte ich eine von A. verfaßte eidliche Erklärung lesen, ich konnte die Aussage seiner Mutter hören, und ich konnte mit A. persönlich sprechen.
Wie ich mich überzeugen konnte, glaubt er fest daran, daß die Verwendung von Blut verkehrt ist und daß unter den hier erwähnten Umständen eine aufgezwungene Bluttransfusion eine Verletzung seines Körpers, einen Eingriff in seine Intimsphäre und einen Eingriff in sein gesamtes Wesen darstellen würde, was seine Kraft und Fähigkeit, mit der schrecklichen Tortur, die er gegenwärtig durchmacht, fertig zu werden, in hohem Maße beeinträchtigen würde, ganz gleich, welchen Ausgang es nehmen mag.
Ich stimme mit der absolut vernünftigen Aussage des Arztes überein, daß nur dann echte Heilungsaussichten bestehen, wenn der Patient — was die Chemotherapie oder eine andere Krebstherapie angeht — in einer kooperativen und positiven Gemütsverfassung ist, und daß ein Patient, dem etwas aufgezwungen wird, was seiner tiefen religiösen Überzeugung zuwiderläuft, auf eine Behandlung wesentlich schlechter ansprechen wird. . . .
Durch seinen jetzigen Zustand hat A. einen Reifegrad erlangt, der für einen Fünfzehnjährigen, der nicht mit einer Krankheit wie A. leben und sich ihr nicht wie A. stellen muß, undenkbar wäre. Meiner Meinung nach macht er so ziemlich das Schlimmste durch, was jemand durchmachen kann, und vermutlich hält ihn und seine Eltern unter anderem ihr Glaube aufrecht. Seine durch das Erlebte erlangte Reife geht weit über die Reife hinaus, die man im allgemeinen von einem Fünfzehnjährigen erwartet. Der Junge, mit dem ich heute morgen gesprochen habe, unterscheidet sich infolge seiner tragischen Situation erheblich von einem normalen Fünfzehnjährigen.
Ich denke, er ist reif genug, seinen Standpunkt überzeugend darzulegen, und das hat er mir gegenüber getan . . . Außerdem bin ich davon überzeugt, daß es passend ist, . . . seinen Wünschen zu entsprechen, und das tue ich auch. Adrian lehnt Blutprodukte ab, und sollte der Krankenhausdirektor durch eine gerichtliche Verfügung diesen Wunsch auf irgendeine Weise unberücksichtigt lassen, dann würde es sich meiner Überzeugung nach ganz deutlich erkennbar negativ auf das Wohl des Patienten auswirken. . . . Sollte er seiner Krankheit tatsächlich zum Opfer fallen — was durchaus möglich ist —, dann würde er in Anbetracht seiner Glaubensansichten einen sehr traurigen und sehr unglücklichen Tod sterben, was wir ihm ganz und gar nicht wünschen. All diese Faktoren ziehe ich in Betracht. . . .
Unter Würdigung aller Umstände des Falles halte ich es für richtig, den Antrag auf Verwendung von Blutprodukten bei der Behandlung von A. abzulehnen.“
Adrians Botschaft an Richter Wells
Es war eine bemerkenswert gut durchdachte Botschaft, die Adrian, der wußte, daß er sterben würde, Richter Wells durch seinen Anwalt David Day übermitteln ließ, der folgendes sagte: „Es wäre ein Versäumnis, wenn ich Ihnen nicht im Namen meines Mandanten Adrian, den ich heute nach Ihrem Besuch im Krankenhaus kurz gesprochen habe, ein von Herzen kommendes Dankeschön ausspreche — und Adrian hat wirklich ein weites Herz —, und zwar dafür, daß Sie seinen Fall unverzüglich, feinfühlig und absolut fair behandelt haben. Sie können sich nicht vorstellen, wie dankbar er Ihnen ist, und ich würde es begrüßen, wenn das protokollarisch festgehalten würde. Haben Sie vielen Dank.“
Adrians Mutter berichtet, wie es mit ihrem Sohn weiterging.
„Nachdem das Gerichtsurteil feststand, fragte Adrian Dr. Jardine, wieviel Zeit ihm noch bleibe. Die Antwort lautete: ‚Ein oder zwei Wochen.‘ Mein Sohn schloß die Augen ganz fest, und ich sah, daß eine Träne das Gesicht hinunterkullerte. Ich wollte ihn in den Arm nehmen, doch er sagte: ‚Nicht, Mutti. Ich bete gerade.‘ Einige Augenblicke später fragte ich ihn: ‚Und, Adrian, wie fühlst du dich?‘ Er antwortete: ‚Ach Mutti, ich werde sowieso leben, selbst wenn ich bald sterbe. Und wenn mir nur noch zwei Wochen bleiben, dann will ich sie genießen. Also laß den Kopf nicht hängen! ‘
Er wollte sich gern das Zweigbüro der Watch Tower Society in Georgetown [Kanada] anschauen. Das tat er auch. Er ging dort mit einem seiner Freunde ins Schwimmbad. Außerdem besuchte er ein Spiel der Blue Jays, einer Baseballmannschaft, und einige der Spieler ließen sich zusammen mit ihm fotografieren. Am bedeutendsten war jedoch, daß er sich in seinem Herzen Jehova Gott hingegeben hatte, und das wollte er gern durch die Wassertaufe symbolisieren. Da sich sein Zustand mittlerweile verschlechtert hatte, mußte er wieder ins Krankenhaus und konnte es nicht mehr verlassen. Die Krankenschwestern sorgten freundlicherweise dafür, daß wir eins der Wasserbecken aus Edelstahl im Raum für Heilgymnastik benutzen konnten. Adrian wurde dort am 12. September getauft, und am darauffolgenden Tag, dem 13. September, ist er gestorben.
Seine Begräbnisfeier war die größte, die jemals in der Leichenhalle stattgefunden hatte; Krankenschwestern, Ärzte, Eltern von Patienten, Klassenkameraden, Nachbarn und viele Glaubensbrüder und -schwestern aus Adrians Versammlung sowie aus anderen Versammlungen waren anwesend. Erst als Adrian so viel durchmachen mußte, wurde uns als Eltern bewußt, durch welche hervorragenden Eigenschaften sich unser Sohn auszeichnete und daß Freundlichkeit und Nachdenklichkeit Teil seiner sich heranbildenden christlichen Persönlichkeit waren. Der Psalmist schrieb unter Inspiration: ‚Söhne sind ein Erbe von Jehova.‘ Dieser Sohn war es bestimmt, und wir freuen uns darauf, Adrian in Jehovas gerechter neuer Welt wiederzusehen, die bald auf einer paradiesischen Erde erstehen wird“ (Psalm 127:3; Jakobus 1:2, 3).
Mögen wir alle der Zeit entgegensehen, in der sich Jesu Verheißung aus Johannes 5:28, 29 auch an Adrian erfüllen wird: „Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben, zu einer Auferstehung des Lebens, die, welche Schlechtes getrieben haben, zu einer Auferstehung des Gerichts.“
Adrian Yeatts lehnte Bluttransfusionen ab, durch die sein Leben möglicherweise verlängert worden wäre, und bewies dadurch, daß er zu den vielen jungen Menschen gehört, die Gott den Vorrang geben.
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Re: Was ist die Bibel?

Beitragvon Ziska » Mi 7. Dez 2016, 08:35

[Kasten auf Seite 5]
‘Das Leben ist im Blut’
Blut ist eine unbeschreiblich komplexe Flüssigkeit, die jede Körperzelle erreicht. In einem einzigen Blutstropfen schwimmen 250 000 000 rote Blutkörperchen, die auf ihrem Weg durch den Körper Kohlendioxid gegen Sauerstoff austauschen; 400 000 weiße Blutkörperchen pro Tropfen Blut sind auf der Suche nach unwillkommenen Eindringlingen und zerstören diese; entsteht irgendwo eine Wunde, sammeln sich dort sofort die Blutplättchen — in jedem Tropfen Blut sind 15 000 000 — und fangen mit dem Verstopfen und Verschließen der Öffnung an. Alle diese Zellen schwimmen in dem klaren, elfenbeinfarbenen Plasma, das sich wiederum aus Hunderten von Bestandteilen zusammensetzt, die eine äußerst wichtige Rolle bei den zahlreichen Aufgaben des Blutes spielen. Wissenschaftler sind nicht in der Lage, alle Funktionen des Blutes zu verstehen.
Kein Wunder also, daß Jehova Gott, der Schöpfer dieser erstaunlichen Flüssigkeit, erklärt: ‘Das Leben ist im Blut’ (3. Mose 17:11, 14, Pattloch-Bibel).
[Kasten auf Seite 7]
Herzverpflanzung ohne Bluttransfusion
Im Oktober letzten Jahres wurde die dreijährige Chandra Sharp in ein Krankenhaus in Cleveland (Ohio, USA) eingeliefert, weil sie nicht nur an einer Herzvergrößerung, sondern auch an Herzversagen litt. Mit einem Gewicht von nur 9 Kilogramm galt sie als unterernährt, und ihr Wachstum war zum Stillstand gekommen — sie benötigte eine Herztransplantation. Sie hatte nur noch wenige Wochen zu leben. Ihre Eltern stimmten einer Herzverpflanzung zu, lehnten aber Bluttransfusionen ab. Sie sind Zeugen Jehovas.
Mit dem Chirurgen Dr. Charles Fraser gab es in dieser Hinsicht keinerlei Probleme. Das in Michigan erscheinende Flint Journal berichtete am 1. Dezember 1993: „Dr. Fraser zufolge wird man in dem betreffenden Krankenhaus in Cleveland und in anderen medizinischen Einrichtungen immer erfahrener darin, viele operative Eingriffe — einschließlich Transplantationen — ohne Bluttransfusion durchzuführen. ‚Wir haben mehr darüber gelernt, wie sich der Blutverlust einschränken läßt und mit welchen anderen Flüssigkeiten außer Blut die Herz-Lungen-Maschine aufgefüllt werden kann‘, sagte Fraser.“ „In einigen Fachkliniken werden größere Herzoperationen schon seit Jahrzehnten ohne Bluttransfusion durchgeführt. . . . Wir versuchen stets, ohne (transfundiertes) Blut zu operieren“, fügte er noch hinzu.
Am 29. Oktober pflanzte er Chandra ein anderes Herz ein. Einen Monat später wurde berichtet, es gehe ihr gut.
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Re: Was ist die Bibel?

Beitragvon Ziska » Mi 7. Dez 2016, 08:41

Es ist sehr viel zu lesen.

Hier noch drei Film-Beiträge. Mediziner kommen hier zu Wort.
https://www.jw.org/de/publikationen/vid ... /#?insight[search_id]=710597a1-954b-412f-883c-ccbacfcc1276&insight[search_result_index]=0
Weitere werden dort auf der Website aufgeführt.

Ich bitte dich inständig, lieber Tyron, dich hier zu informieren.

Natürlich darfst du dir deine Wissens-Quellen selber aussuchen... :)
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Re: Was ist die Bibel?

Beitragvon Ziska » Mi 7. Dez 2016, 08:42

Dann noch weitere Seiten aus dem Artikel, den du als Beweis angeführt hast:
Jugendliche, die Kraft besitzen, die „über das Normale hinausgeht“
DU BIST jung. Erst zwölf Jahre alt. Du liebst deine Eltern. Du hast nette Schulkameraden. Du bist ab und zu am Strand oder machst Bergtouren. Die funkelnden Sterne am Nachthimmel bringen dich immer wieder zum Staunen. Dein ganzes Leben liegt noch vor dir.
Und jetzt heißt es, du hättest Krebs. Für einen Sechzigjährigen ist solch eine Nachricht ein Schicksalsschlag. Für jemanden, der erst zwölf ist, ist sie die absolute Katastrophe.
Lenae Martinez
So erging es der 12jährigen Lenae Martinez. Sie hatte die Hoffnung, für immer auf einer paradiesischen Erde zu leben. Diese Hoffnung stützte sich auf die biblische Unterweisung, die sie von ihren Eltern, Zeugen Jehovas, erhalten hatte. Hatte sie nicht selbst in der Bibel gelesen, daß die Erde für immer bestehen wird, daß sie geschaffen wurde, damit sie auch bewohnt werde, und daß die Sanftmütigen sie für immer erben werden? (Prediger 1:4; Jesaja 45:18; Matthäus 5:5).
Und nun befand sie sich im Valley-Kinderkrankenhaus in Fresno (Kalifornien, USA). Sie war dort mit Verdacht auf eine Nierenentzündung eingeliefert worden. Untersuchungen ergaben jedoch, daß sie an Leukämie litt. Die behandelnden Ärzte beschlossen, ein Erythrozyten- und ein Thrombozytenkonzentrat zu transfundieren und unverzüglich mit einer Chemotherapie zu beginnen.
Lenae aber verweigerte Blut und Blutprodukte und erklärte, sie sei gelehrt worden, daß Gott dies verbiete, wie die Bibelbücher 3. Mose und Apostelgeschichte zeigen. „Denn der heilige Geist und wir selbst haben es für gut befunden, euch keine weitere Bürde aufzuerlegen als folgende notwendigen Dinge: euch von Dingen zu enthalten, die Götzen geopfert wurden, sowie von Blut und von Erwürgtem und von Hurerei“ (Apostelgeschichte 15:28, 29). Lenaes Eltern unterstützten sie zwar in ihrer Haltung, doch Lenae betonte, es sei ihre eigene Entscheidung, an der ihr sehr viel liege.
Die Ärzte unterhielten sich mehrmals mit Lenae und ihren Eltern. Dennoch kamen sie noch einmal an einem Nachmittag. Über diese Visite berichtete Lenae: „Ich war wegen der schlimmen Schmerzen total geschwächt und hatte ziemlich viel Blut gespuckt. Die Ärzte stellten mir dieselben Fragen, nur anders verpackt. Und ich antwortete ihnen zum wiederholten Mal: ‚Ich möchte kein Blut und keine Blutprodukte. Eher würde ich sterben, wenn es sein müßte, als mein Versprechen, das ich Jehova Gott gegeben habe, nämlich seinen Willen zu tun, zu brechen.‘ “
Lenae erzählte weiter: „Am nächsten Morgen waren sie wieder da. Die Zahl der Thrombozyten sank, und ich hatte immer noch hohes Fieber. Diesmal hörte mir der Arzt länger zu. Obwohl sie mit meiner Haltung nicht einverstanden waren, sagten sie, ich sei für meine zwölf Jahre ein wirklich reifes Mädchen. Später kam mein Kinderarzt herein und meinte, es würde ihm zwar leid tun, aber in meinem Fall helfe nur noch eine Chemotherapie zusammen mit Bluttransfusionen. Er sagte, er werde später wiederkommen, und ging.
Nachdem er hinausgegangen war, mußte ich schrecklich weinen, denn er hatte sich um mich gekümmert, solange ich denken kann, und nun kam ich mir wie verraten vor. Als er später wiederkam, beschrieb ich ihm, wie ich mich fühlte: im Stich gelassen. Er war überrascht und sagte, es tue ihm leid. Es sei nicht seine Absicht gewesen, mich zu kränken. Er schaute mich an und meinte: ‚Nun, Lenae, wenn es so sein soll, dann werden wir uns im Himmel wiedersehen.‘ Er nahm seine Brille ab, sagte mir mit Tränen in den Augen, daß er mich liebhat, und drückte mich ganz fest. Ich habe mich bedankt und gesagt: ‚Das ist nett von Ihnen. Ich mag Sie auch, Doktor Gillespie, doch ich hoffe, nach meiner Auferstehung auf einer paradiesischen Erde zu leben.‘ “
Dann kamen ein Arzt, eine Ärztin und ein Rechtsanwalt, sagten zu Lenaes Eltern, sie würden sich gern allein mit ihrer Tochter unterhalten, und baten sie, aus dem Zimmer zu gehen, was die Eltern auch taten. Die Ärzte gingen während des ganzen Gesprächs sehr taktvoll und freundlich mit Lenae um, und sie waren von ihrer Redegewandtheit und von ihrer tiefen Überzeugung beeindruckt.
Sie erklärten ihr, daß sie an der Leukämie sterben wird, und fügten hinzu: „Durch Bluttransfusionen können wir dein Leben verlängern. Wenn du allerdings Blut ablehnst, wirst du in wenigen Tagen tot sein.“
„Wenn ich einverstanden wäre“, fragte Lenae, „wie lange würde ich dann noch leben? “
„Etwa drei bis sechs Monate“, lautete die Antwort.
„Und was könnte ich in diesen sechs Monaten tun? “
„Du würdest wieder zu Kräften kommen. Du könntest viel unternehmen. Du könntest Disney World besuchen. Und du könntest dir noch viele andere Orte ansehen.“
Lenae überlegte kurz und erwiderte: „Solange ich lebe, zwölf Jahre lang, habe ich Jehova gedient. Er hat mir ewiges Leben in einem Paradies versprochen, wenn ich ihm gehorche. Ich werde ihm doch jetzt nicht wegen sechs Monaten Leben den Rücken kehren! Ich möchte ihm bis in den Tod treu bleiben. Dann wird er mich zu seiner bestimmten Zeit auferwecken und mir ewiges Leben schenken. Und wenn es soweit ist, werde ich genug Zeit haben, all das zu tun, wozu ich Lust habe.“
Die Ärzte und der Rechtsanwalt waren sichtlich beeindruckt. Sie lobten Lenae, gingen hinaus und sagten zu ihren Eltern, daß ihre Tochter wie eine Erwachsene rede und denke und in der Lage sei, eigene Entscheidungen zu treffen. Sie legten der Ethikkommission des Valley-Kinderkrankenhauses nahe, Lenae als reife Minderjährige anzuerkennen. Die Kommission — sie setzte sich aus Ärzten und anderen Vertretern der Gesundheitsfürsorge zusammen — und ein Professor für Ethik von der Universität Fresno entschieden, daß Lenae ihre eigene Entscheidung in Verbindung mit der Behandlung treffen dürfe. Sie hielten Lenae für eine reife Minderjährige. Man strebte keine gerichtliche Verfügung an.
Am 22. September 1993 um 6.30 Uhr — nach einer langen, schweren Nacht — starb Lenae in den Armen ihrer Mutter. Diejenigen, die in jener Nacht bei Lenae waren, werden nicht vergessen, mit welcher Gelassenheit und Würde Lenae alles ertrug. Ihrer Beerdigung wohnten 482 Personen bei, unter anderem auch Ärzte, Krankenschwestern und Lehrer, die von Lenaes Glauben und Lauterkeit beeindruckt waren.
Die Eltern und die Freunde Lenaes waren den Ärzten, den Krankenschwestern und der Krankenhausverwaltung des Valley-Kinderkrankenhauses von Herzen dankbar, daß sie die Reife dieser Minderjährigen erkannt hatten und es daher nicht nötig geworden war, den Fall vor Gericht zu bringen, um zu dieser Überzeugung zu gelangen.
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Re: Was ist die Bibel?

Beitragvon Ziska » Mi 7. Dez 2016, 08:42

Crystal Moore
Die 17jährige Crystal Moore, die im Columbia Presbyterian Medical Center (New York City) aufgenommen wurde, wurde nicht so rücksichtsvoll behandelt. Sie litt an einer entzündlichen Darmerkrankung. Bei ihrer Aufnahme ins Krankenhaus betonten Crystal und ihre Eltern immer wieder, daß sie Blut ablehnten. Crystal wollte nicht sterben; sie wünschte sich vielmehr eine medizinische Behandlung, die in Übereinstimmung mit dem biblischen Gebot ist, sich des Blutes zu enthalten (Apostelgeschichte 15:28, 29).
Das Ärzteteam, das sich um Crystal kümmerte, war davon überzeugt, daß ihr Zustand eine Bluttransfusion erforderlich machte. Ein Arzt meinte schroff: „Wenn Crystal nicht bis Donnerstag, den 15. Juni, eine Bluttransfusion erhält, wird sie am Freitag, den 16. Juni tot sein! “ Am 16. Juni lebte Crystal immer noch, und das Krankenhaus wandte sich an das zuständige Gericht des Staates New York, um eine Bluttransfusion zu erzwingen.
Bei der Verhandlung, die unverzüglich am Morgen des 16. Juni im Krankenhaus anberaumt wurde, erklärte einer der Mediziner, Crystal benötige sofort zwei Blutkonserven und später wahrscheinlich noch mindestens zehn zusätzliche. Außerdem sagte er, daß er Crystals Arme und Beine am Bett festbinden würde, falls sie sich der Transfusion widersetzen sollte. Crystal sagte den Ärzten, sie würde Zeter und Mordio schreien, sollte man versuchen, ihr Blut zu transfundieren; eine aufgezwungene Bluttransfusion sei für sie als Zeugin Jehovas so widerwärtig wie eine Vergewaltigung.
Obwohl Crystals Anwalt während der Verhandlung mehrmals darum gebeten hatte, wurde ihr nicht erlaubt, ihren Standpunkt selbst darzulegen und das Gericht so von ihrer Entscheidungsfähigkeit zu überzeugen. Crystal hatte kurz zuvor in einem Talentwettbewerb für ihre herausragenden schulischen Leistungen an der High-School einen Preis erhalten, dennoch untersagte ihr das Gericht der ersten Instanz, zu Protokoll zu geben, warum sie Blut verweigere. Das lief auf eine Absage an Crystals Rechte hinaus — das Recht auf ein ordentliches Gerichtsverfahren, auf körperliche Unversehrtheit, auf Achtung der Privatsphäre und das Recht auf Religionsfreiheit.
Das Gericht der ersten Instanz ließ Crystal ihre Aussage zwar nicht zu Protokoll geben, sprach aber etwa zwanzig Minuten lang mit ihr allein in einem Krankenzimmer. Nach diesem Gespräch sagte die Richterin, Crystal sei „offensichtlich sehr intelligent“ und „ziemlich redegewandt“; sie erklärte, Crystal sei „ganz gewiß zurechnungsfähig“ und „in der Lage, sich klar und verständlich auszudrücken“. Trotz dieser Beobachtungen weigerte sich das erstinstanzliche Gericht hartnäckig, Crystal die Entscheidung über die medizinische Behandlung selbst zu überlassen.
Am Sonntag, dem 18. Juni, wurde morgens eine Notoperation erforderlich, der Crystal auch zustimmte, doch sie weigerte sich nach wie vor, Blut zu akzeptieren. Bei der Operation verlor sie nur 90 Kubikzentimeter Blut. Trotzdem behaupteten die Mediziner, daß eventuell eine postoperative Bluttransfusion gegeben werden müßte. Ein anderer Arzt vertrat die Meinung, daß eine Transfusion unnötig sei. Er hatte in den vergangenen dreizehn Jahren immer wieder ähnliche Fälle ohne Bluttransfusionen behandelt, und in keinem Fall war eine postoperative Transfusion nötig geworden.
Am 22. Juni 1989 wurde dem Krankenhaus vorübergehend das Sorgerecht für Crystal zugesprochen, so daß Bluttransfusionen angeordnet werden konnten, jedoch nur, „wenn dies zum Schutz und zur Rettung ihres Lebens unerläßlich ist“. Die Vormundschaft endete, als Crystal aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Sie benötigte zu keinem Zeitpunkt Blut, daher wurde ihr auch keines übertragen, doch es ist schockierend, auf welche Weise sie vom Gericht behandelt wurde.
Nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus bestand Crystal die Abschlußprüfung an der High-School mit Auszeichnung. Kurze Zeit später wurde sie eine Vollzeitdienerin der Zeugen Jehovas. Sie machte Führungen in der Kongreßhalle der Zeugen in Jersey City und gehörte einem Team an, das beim Neu- und Umbau von Königreichssälen mithilft.
Die Ärzte im Columbia Presbyterian Medical Center hatten jedoch behauptet, daß Crystal, erhalte sie nicht am 15. Juni eine Bluttransfusion, am 16. Juni tot sein werde; und sollte sie sich gegen eine Bluttransfusion wehren, würde man ihre Arme und Beine am Bett festbinden. Sollten Ärzte somit eine gerichtliche Anordnung für eine Bluttransfusion erwirken wollen und unverfroren erklären, daß der Patient sterben wird, falls das Gericht ihrem Antrag nicht sofort entspricht, dann sollte man ihnen von Crystal Moore erzählen.
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Re: Was ist die Bibel?

Beitragvon Ziska » Mi 7. Dez 2016, 08:43

Lisa Kosack
Die erste Nacht, die Lisa in der Torontoer Kinderklinik verbrachte, war schlimmer als ein Alptraum. Sie war um 4 Uhr nachmittags eingeliefert und sofort einer Reihe Tests unterzogen worden. Erst um 23.15 Uhr wurde sie in ihr Krankenzimmer geschoben. Lisa berichtete, was sich dann um Mitternacht ereignete. „Um Mitternacht kam eine Krankenschwester herein und sagte: ‚Ich muß dir jetzt etwas Blut geben.‘ Ich rief: ‚Ich will kein Blut haben, ich bin eine Zeugin Jehovas! Das wissen Sie doch wohl hoffentlich! ‘ ‚Ja, das weiß ich‘, antwortete sie, zog unvermittelt die Kanüle aus Lisas Arm und stieß die andere hinein, durch die das Blut übertragen wurde. Ich schrie und wurde hysterisch.“
Wie herzlos und brutal dieses kranke, verängstigte 12jährige Mädchen mitten in der Nacht in einer fremden Umgebung behandelt wurde! Lisas Eltern hatten ihre Tochter in der Hoffnung in die Torontoer Kinderklinik gebracht, freundliche und kooperative Ärzte vorzufinden. Statt dessen wurde Lisa auf gemeinste Weise um Mitternacht eine Bluttransfusion aufgezwungen, obwohl sie und ihre Eltern der Überzeugung waren, daß die Übertragung von Blut oder von Blutprodukten eine Verletzung des göttlichen Gesetzes darstellt und daher zu meiden ist (Apostelgeschichte 15:28, 29).
Am nächsten Morgen versuchte das Krankenhaus, eine gerichtliche Anordnung zu erwirken, um Lisa Bluttransfusionen aufzwingen zu können. Die Verhandlung dauerte fünf Tage, und Richter David R. Main hatte den Vorsitz. Das Gericht kam in einem Krankenhaussaal zusammen, und Lisa war alle fünf Tage anwesend. Sie litt an einer akuten myeloischen Leukämie, ein Zustand, der gewöhnlich zum Tod führt, auch wenn die Ärzte sagten, in 30 Prozent der Fälle sei eine Heilung möglich. Sie verordneten eine aggressive Chemotherapie und mehrfache Bluttransfusionen — eine Therapie, die mit großen Schmerzen und entkräftenden Nebenwirkungen einhergeht.
Am vierten Verhandlungstag machte Lisa ihre Aussage. Eine der Fragen lautete, was sie bei der aufgezwungenen mitternächtlichen Bluttransfusion empfunden habe. Sie erklärte, sie habe sich wie ein Hund gefühlt, der für ein Experiment gebraucht werde, es sei ihr wie eine Vergewaltigung vorgekommen; nur weil sie minderjährig sei, würden einige Leute meinen, sie könnten mit ihr machen, was sie wollten. Es sei ihr zuwider gewesen, das Blut von jemand anders zu erhalten, und sie habe sich gefragt, ob sie Aids, Hepatitis oder eine andere Infektion bekommen würde. Vor allem jedoch habe sie sich Sorgen gemacht, wie Jehova wohl über sie denke, da sie sein Gesetz übertreten habe, das untersage, Blut einer anderen Person in den eigenen Körper aufzunehmen. Sollte so etwas jemals wieder geschehen, würde sie sich „mit aller Macht dagegen wehren, den Ständer mit der Blutkonserve umwerfen, die Kanüle aus dem Arm reißen, ganz gleich, wie schmerzhaft das ist, und Löcher in die Blutkonserve machen“.
Lisas Anwältin fragte: „Wie findest du es, daß die Children’s Aid Society deinen Eltern das Sorgerecht entziehen und es selbst zugesprochen bekommen möchte? “
„Nun, das macht mich sehr, sehr wütend. Das ist wirklich herzlos, denn meine Eltern haben mich noch nie geschlagen; sie lieben mich, und ich liebe sie, und wenn ich eine Angina, eine Erkältung oder sonst irgend etwas hatte, haben sie sich immer um mich gekümmert. Ihr ganzes Leben dreht sich um mich, und nur weil jetzt irgend jemand daherkommt und anderer Meinung ist, will man mich ihnen einfach wegnehmen, ich finde das ganz gemein und ganz unmöglich.“
„Willst du sterben? “
„Nein, wer möchte schon sterben! Aber ich habe keine Angst, wenn es so sein sollte, weil ich die Hoffnung habe, einmal ewig auf einer paradiesischen Erde zu leben.“
Kaum ein Auge blieb trocken, als Lisa mutig über ihren nahe bevorstehenden Tod sprach, über ihren Glauben an Jehova und über ihre Entschlossenheit, seinem Gesetz über die Heiligkeit des Blutes zu gehorchen.
Ihre Anwältin fragte weiter: „Lisa, würde es etwas an deiner Einstellung ändern, wenn du wüßtest, daß das Gericht dich anweisen würde, Bluttransfusionen zu nehmen? “
„Nein, ich würde dann trotzdem meinem Gott treu bleiben und auf seine Gebote hören, denn Gott ist viel höher als jedes Gericht und jeder Mensch.“
„Lisa, welches Urteil würdest du dir in deinem Fall von dem Richter wünschen? “
„Also, ich wünsche mir, daß er mich einfach zu meinen Eltern zurückschickt und daß sie wieder das Sorgerecht bekommen, dann werde ich auch wieder glücklich sein, darf nach Hause zurück und bin in einer Umgebung, in der ich mich wohl fühle.“
Und genau das entschied Richter Main. Hier einige Auszüge aus dem Urteil:
„L. hat dem Gericht deutlich und glaubhaft versichert, daß sie sich, sofern man versuche, ihr eine Bluttransfusion aufzuzwingen, mit aller ihr zu Gebote stehenden Kraft gegen diese Transfusion zur Wehr setzen würde. Sie hat gesagt, und ich glaube ihr, sie würde schreien und kämpfen und die Kanüle aus dem Arm herausreißen und versuchen, die Blutkonserve über ihrem Bett unbrauchbar zu machen. Ich lehne es ab, irgendeine Anordnung zu treffen, zufolge deren das Kind diese Qualen durchmachen müßte.“
Über die um Mitternacht aufgezwungene Transfusion sagte er:
„Ich muß feststellen, daß sie aufgrund ihrer Religion und ihres Alters gemäß Unterabsatz 15 Ziffer 1 diskriminierend behandelt worden ist. Unter diesen Umständen ist dadurch, daß man ihr eine Bluttransfusion gab, ihr Recht auf Unversehrtheit der eigenen Person gemäß Paragraph 7 verletzt worden.“
Es ist interessant, welchen persönlichen Eindruck der Richter von Lisa gewonnen hatte:
„Lisa ist ein reizendes, äußerst intelligentes, redegewandtes, höfliches, empfindsames und vor allem mutiges Mädchen. Sie besitzt Weisheit und Reife weit über ihr Alter hinaus, und ich denke, man kann mit Sicherheit sagen, daß sie all die positiven Eigenschaften hat, die sich Eltern von ihrem Kind wünschen würden. Sie hat einen gut durchdachten und festen Glauben. Nach meiner Ansicht würde jeglicher Rat, von welcher Seite er auch immer käme, oder Druck von seiten ihrer Eltern oder sonst irgend jemandes, einschließlich einer Anordnung dieses Gerichts, ihre Glaubensansichten nicht im geringsten erschüttern oder ändern. Meiner Meinung nach sollte Lisa K. die Gelegenheit erhalten, gegen diese Krankheit mit Würde und innerem Frieden anzukämpfen.“
„Antrag abgewiesen.“
Lisa und ihre Eltern verließen am selben Tag das Krankenhaus. Lisa hat in der Tat mit Würde und innerem Frieden gegen ihre Krankheit angekämpft. Sie starb friedlich zu Hause in den Armen ihrer liebevollen Eltern. Durch ihr Verhalten schloß sie sich den vielen anderen jungen Zeugen Jehovas an, die Gott den Vorrang geben. Infolgedessen wird sie zusammen mit ihnen erleben, wie sich die Verheißung Jesu erfüllen wird: „Wer sein Leben verliert um meinetwillen, wird es finden“ (Matthäus 10:39, Fußnote).
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