Das Geschäft mit dem Tod

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AlTheKingBundy
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Re: Das Geschäft mit dem Tod

Beitragvon AlTheKingBundy » Mi 15. Mär 2017, 05:22

Helmuth hat geschrieben:Zumindest von Christ zu Christ will ich dir sagen, dass man Gott in keiner Lebenslage aus dem Spiel lassen darf. Wenn Pluto damit nichts anfängt kann ich das noch verstehen, bei dir weniger. Also wenn der Glaube im Krankheitsfall keine Rolle mehr spielt, ehrlich, genau dann scheiß ich drauf, denn wenn er nur für die Sonnenseiten des Lebens etwas bewirkt, dann gute Nacht Jesus.


Und doch verstehe ich nicht, was das mit dem Thema zu tun hat. Willst Du damit sagen, dass man nie einen Arzt aufsuchen soll und nur noch beten soll? Ich meine: beides. Augen auf, selber informieren, dass man nicht an der Nase herumgeführt wird. Wenn man einen guten Arzt gefunden hat (gibt es auch, aber sehr selten), dann bleib bei ihm. Und zusätzlich beten, habe nie etwas anderes behauptet.
Beste Grüße, Al

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.
(Albert Einstein, 1879–1955)

1Johannes4
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Re: Das Geschäft mit dem Tod

Beitragvon 1Johannes4 » Mi 15. Mär 2017, 05:42

Hallo Al,

nur so aus Neugierde - und was meinst Du, woran ein Laie einen "guten Arzt" erkennen kann?

Grüße,
Daniel.

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Helmuth
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Re: Das Geschäft mit dem Tod

Beitragvon Helmuth » Mi 15. Mär 2017, 05:50

AlTheKingBundy hat geschrieben:Und doch verstehe ich nicht, was das mit dem Thema zu tun hat. Willst Du damit sagen, dass man nie einen Arzt aufsuchen soll und nur noch beten soll? Ich meine: beides. Augen auf, selber informieren, dass man nicht an der Nase herumgeführt wird. Wenn man einen guten Arzt gefunden hat (gibt es auch, aber sehr selten), dann bleib bei ihm. Und zusätzlich beten, habe nie etwas anderes behauptet.

Bin beruhigt, dass der Glaube auch zählt. Aber jetzt gib bitte nicht die andere Schlagseite und kippe um in "never Ärzte". Es geht einfach darum wen man den Vorrang gibt. Wenn ich bewusst- oder willenlos bin, z.B. aufgrund eines Anfalles, Unfalles etc. dann entscheiden ohnehin andere was mit mir passiert, Rettung, Sanitäter, Notarzt. Und ich für mich betrachte mich dabei in Gottes Hand, selbst wenn ein dämlicher Notarzt mir die Aorta zerfetzt.

Und was das Geld anbelangt, es ist mir völlig schnuppe, was andere irgendwie verdienen, es ist nicht meine Sache und in einem politischen Gremium, hier Gerechtigkeit herbeizuführen sitze ich nicht. Du etwa? Also kann man höchstens sich darüber das Maul zerreissen, ändern wird es nichts. Hast du eine entsprechende Befugnis? Wenn ja, dann nutze sie.

Jetzt zurück zu meiner Argumentation:

Bin ich handlungsfähig würde ich zuerst immer Gott anflehen, bevor ich mich Ärzten ausliefere. Und für den Fall, dass es mit mir zu Ende geht, bete ich heute schon dafür, wie es erfolgen soll. Soweit geht nämlich mein Glaube, dass ich erst gar nicht erwarte in Demenz oder Argonie zu verfallen. Sollten wir nicht an Verheißungen glauben? Ich kann nicht erwarten, dass mir kein Unheil widerfährt, aber wenn, dann ein solches, dass ich sogar dadurch mit Lob und Preis hinüberstehe und nicht in Hoffnungslosigkeit versinke.

Meinst du man hätte darauf keine Einfluss? Dass jedes Leben so enden muss, wie Gottlose enden? Mit Morphiumbehandlung, damit es endlich bald vorbei ist? Oder ist das das Los derer, die gottlos leben? Ich behaupte jetzt vorerst nichts, ich stelle es mal nur in den Diskussionsraum. Ich will darüber einfach nur Klarheit.

Hier mein Wunschtod, für den ich heute schon bete:
1Mo 49, 33 hat geschrieben:Als aber Jakob seine Befehle an seine Söhne vollendet hatte, zog er seine Füße aufs Bett zurück, verschied und wurde zu seinem Volk versammelt.

Möge das der Herr mir und euch zuteil werden lassen. Da war am Ende kein Schmerz und kein Leid, das hatte Jakob schon zu Lebzeiten gehabt solange er irrtümlich glaubte, dass sein Sohn Josef tot sei, was ihm genug Herzeleid bereitet hatte. Aber Gott ließ ihn aber am Ende den Plan all dessen erfahren.

Sollten wir daraus nicht für uns lernen? Wozu steht der Bericht in der Schrift? Oder was ist mit z.B. mit Römer 8.28? Welche Art Vater haben wir denn? Was glauben wir ihm, was halten wir von ihm und was trauen wir ihm zu?

All das sind m.E. die entscheidenen Fragen und es sind Glaubensfragen. Das Geld spielt dabei sowas von eine untergeordnete Rolle.
Herzliche Grüße
Helmuth

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AlTheKingBundy
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Re: Das Geschäft mit dem Tod

Beitragvon AlTheKingBundy » Mi 15. Mär 2017, 13:30

1Johannes4 hat geschrieben:nur so aus Neugierde - und was meinst Du, woran ein Laie einen "guten Arzt" erkennen kann?


Hallo Daniel,

eine sehr gute Frage. Nicht einfach. Man muss als Laie erst einmal dazu bereit sein, Zeit zu investieren, d.h. sich, so gut es geht, bezüglich der eigenen Krankheit informieren. Habe ich z.B. bei meiner letzten Leistenbruchoperation gemacht (Operationsmethoden -> welche ist die richtige...). Die Ärzte fragten mich, ob ich Medizin studiert habe :-) Nein, ernsthaft, ich konnte feststellen, dass die vorgeschlagene Methode sinnvoll ist. Auch merkt man im Laufe der Zeit schon, ob ein Arzt etwas kann oder nicht, mal früher, mal später. Z.B., wenn einem ständig überflüssige IGL-Leistungen aufgeschwatzt werden oder "merkwürdige" Behandlungen vorgenommen werden. Was ich auch mal hatte als ehemaliger Privatversicherter: da wurde eine Urinpobe abgerechnet, obwohl ich niemals einen Becher abgegeben habe. man muss sich dann die Rechnung halt mal genauer anschauen. Kurzum: medizinisch-mündig werden.
Beste Grüße, Al

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Pluto
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Re: Das Geschäft mit dem Tod

Beitragvon Pluto » Mi 15. Mär 2017, 14:49

Gute Ärzte empfehlen auch keine homöopathischen Präparate.
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

Mimi
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Re: Das Geschäft mit dem Tod

Beitragvon Mimi » Mi 15. Mär 2017, 15:38

Hallo,
ALTheKingBundy:
Ich meine: beides. Augen auf, selber informieren, dass man nicht an der Nase herumgeführt wird. Wenn man einen guten Arzt gefunden hat (gibt es auch, aber sehr selten), dann bleib bei ihm. Und zusätzlich beten, habe nie etwas anderes behauptet.

So in etwa verhalte ich mich.
1.Johannes4
nur so aus Neugierde - und was meinst Du, woran ein Laie einen "guten Arzt" erkennen kann?

Zum einen habe ich sehr scheußliche Erfahrungen mit Ärzten gemacht - spottet zum Teil jeder Beschreibung!
Inzwischen habe ich „meinen“ Doc gefunden. In 4 Jahren hat er mich noch niemals zu
Igel-Leistungen genötigt. Ich kann nicht sagen, ob er „medizinisch gesehen“ der Allerbeste ist, aber der Ehrlichste, der mir jemals begegnet ist!
Bei einer schwereren Erkrankung, die mit den Untersuchungen in seiner Praxis nicht
zu erklären war, stellte er sich vor mich hin: „Ich weiß nicht, was Du hast! Ich weiß einfach nicht, was ich mit Dir machen soll“. Worauf er mich zu weiterführenden Untersuchungen an andere Orte weiterleitete und dafür sorgte, dass sie zur selben Stunde durchgeführt wurden. (Ergab sofortigen Aufenthalt Spezialklinik, anschließend 6 Wo REHA).
Ein anderes Mal: „Diese Erkrankung habe ich nun wirklich schon oft gesehen. Aber noch niemals in diesem Ausmaß, das verunsichert mich jetzt schon – sofort ab zum Spezialist“!
Und Humor hat er auch…als ich wieder mit „was Neuem“ recht Schmerzhaftem ankam:
„Oh man, was hasch‘ Dir denn jetzt wieder ausg‘sucht…“
Bei einer kleinen Meinungsverschiedenheit über, meines Erachtens zu hohe Dosierung eines Medikaments, verdonnerte er mich zu 3 x tägl. Messens von RR und Pulswerten für einen gewissen Zeitraum. Danach: „Richtig, wir müssen die Dosierung herabsetzen“.
Mit so einem Arzt kann ich umgehen, der mich als Mensch wahrnimmt und nicht alles erstmal anzweifelt und alles ausnutzt.
In meiner Stadt gibt es z.B. einen Augenarzt, den man unter vorgehaltener Hand „den Glaukom-Psychopathen“ nennt. Jedem Pat., der zu ihm kommt, egal mit welchem Problem,macht er grundsätzlich furchtbare Angst vor Glaukom und treibt die so Verunsicherten gleich zu Beginn der Sitzung zu Igel-Leistungen. Die tatsächlichen Erkrankungen dieser Art bewegen sich dann aber in den bisher als üblich erfassten Zahlen.
Warum die Leute da noch hingehen?
Zwischen 3-5 Monaten Wartezeit für Ersttermin bei den niedergelassenen Augenärzten, bei uns jedenfalls. Und in die Uni-Klinik will man (außer akutem Notfall oder größere OP) nicht wirklich… Bei ihm sind die Wartezeiten erheblich kürzer! Warum wohl????
LG
https://www.jenseits-des-jordan.com/

....Im Geist habt ihr angefangen, wollt ihr's denn nun im Fleisch vollenden? (Galater 3,3)

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Pluto
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Re: Das Geschäft mit dem Tod

Beitragvon Pluto » Mi 15. Mär 2017, 17:09

Mimi hat geschrieben:Inzwischen habe ich „meinen“ Doc gefunden. In 4 Jahren hat er mich noch niemals zu Igel-Leistungen genötigt. Ich kann nicht sagen, ob er „medizinisch gesehen“ der Allerbeste ist, aber der Ehrlichste, der mir jemals begegnet ist!
Bei einer schwereren Erkrankung, die mit den Untersuchungen in seiner Praxis nicht
zu erklären war, stellte er sich vor mich hin: „Ich weiß nicht, was Du hast! Ich weiß einfach nicht, was ich mit Dir machen soll“. Worauf er mich zu weiterführenden Untersuchungen an andere Orte weiterleitete und dafür sorgte, dass sie zur selben Stunde durchgeführt wurden. (Ergab sofortigen Aufenthalt Spezialklinik, anschließend 6 Wo REHA).
Ein anderes Mal: „Diese Erkrankung habe ich nun wirklich schon oft gesehen. Aber noch niemals in diesem Ausmaß, das verunsichert mich jetzt schon – sofort ab zum Spezialist“!
Und Humor hat er auch…als ich wieder mit „was Neuem“ recht Schmerzhaftem ankam:
„Oh man, was hasch‘ Dir denn jetzt wieder ausg‘sucht…“
Bei einer kleinen Meinungsverschiedenheit über, meines Erachtens zu hohe Dosierung eines Medikaments, verdonnerte er mich zu 3 x tägl. Messens von RR und Pulswerten für einen gewissen Zeitraum. Danach: „Richtig, wir müssen die Dosierung herabsetzen“.
Mit so einem Arzt kann ich umgehen, der mich als Mensch wahrnimmt und nicht alles erstmal anzweifelt und alles ausnutzt.
Ja. Solche Ärzte sind Mangelware.

In der Schweiz hatte ich auch einen guten Arzt.
Als ich eimal mit stark geschwollenem Knie zu ihm kam, hat er zunächst ein Röntgenbild gemacht. Danach sagte er: "Auf dem Bild sieht alles normal aus. Aber wir behandeln nicht das Bild sondern die Schmerzen". Dann musste ich mich flach legen und er hat das Gelenk punktiert und die fast einen halben Liter Flüssigkeit abgesaugt. Danach konnte ich wieder das Knie bewegen, aber er spritzte dann gleich 2 Ampullen Kortison in das Gelenk. 2 Tage später war ich schmerzfrei und das Problem kam nicht wieder.
Ein anderes Mal klagte ich über geschwollene Achillessehnen. Mit neu gefundenen Wissen, fragte ich, "Wieder Kortison". "Auf keinen Fall! Ich könnte die Sehne verletzten, dann landen Sie im Krankenhaus. Sie machen eine Therapie".

Am meisten beeindruckt hat er mich, als er 4 Monate unbezahlten Urlaub nahm, um für "Ärzte ohne Grenzen" in Afrika zu arbeiten. Die Praxis überließ er seinem Kompagnon und einem jungen Praktikant.
Seither spende ich regelmäßig dieser Organisation.
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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Re: Das Geschäft mit dem Tod

Beitragvon Mimi » Mi 15. Mär 2017, 18:13

Hallo,
Pluto:
Am meisten beeindruckt hat er mich, als er 4 Monate unbezahlten Urlaub nahm, um für "Ärzte ohne Grenzen" in Afrika zu arbeiten. Die Praxis überließ er seinem Kompagnon und einem jungen Praktikant.

Ja. Solche Ärzte sind Mangelware.

Leider.
Danke für Deine selten- erfreulichen Schilderungen:
Aber wir behandeln nicht das Bild sondern die Schmerzen

Außerdem ist mir persönlich deutlich lieber, ein Arzt verbirgt mir Unklarheit in der Diagnose nicht. Irgendwie habe ich dann schon auch das Gefühl, dass er deutlich mehr darüber nachdenkt als so mancher Kollege.
Mein Arzt betreibt eine akademische Lehrpraxis und scheut sich auch keineswegs, wie z. B. in meinem Fall, aufkommende Zweifel oder das momentane Fehlen einer sicheren Diagnose vor seinem Medizin-Studenten völlig frei zu äußern (dessen Gegenwart nur zugelassen wird, wenn es mir genehm ist). Hoffentlich nehmen die „Zukünftigen“ etwas davon an.
LG
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Re: Das Geschäft mit dem Tod

Beitragvon 1Johannes4 » Do 16. Mär 2017, 19:10

Hallo Al,

nach meiner Meinung gibt es keine sinnvolle Möglichkeit um die Qualität von Ärzten zu beurteilen, wenn man selber kein Arzt ist. Für die meisten Leute spielt wohl in erster Linie der Erfolg einer Behandlung die größte Rolle bei der Zufriedenheit mit dem Arzt, naja, und außerdem noch der Eindruck, den ein Arzt vermittelt. Da wird eine "Denker-Pose" oder eine einprägsame Bemerkung vermutlich schon viel bewirken, damit ein Arzt von seinen Patienten eher als kompetent eingeschätzt wird. Überhaupt wird sich jeder Mensch in seinem Beruf einen Satz an Standardphrasen aneignen mit denen man die meisten Situationen relativ gut bewältigen wird - da bilden Ärzte keine Ausnahme.

Um die Qualität eines Arztes beurteilen zu können, sollte man dessen berufsspezifischen Fertigkeiten beurteilen können. Beim Arzt wären das die Diagnosenstellung und die Therapie. Mal angenommen es wäre klar, was ein Patient hat, dann wird ein Arzt in der Regel die Therapie vorschlagen, die für den Patienten einen möglichst großen Vorteil bei möglichst geringem Risiko oder Schaden verspricht. Zum Beispiel bei einer Gelenkspunktion, wie sie von Pluto geschildert wurde, kann trotz Desinfektion der Einstichstelle ein Keim in die Nähe des Gelenkes eingebracht werden, was in der Folge zu einer Entzündung führen könnte - bis hin zur Zerstörung des Gelenks. Ob Pluto auch dann diesen Arzt so gut gefunden hätte?Der Arzt kann aber nicht mehr machen als entsprechend der medizinischen Sorgfalt vorzugehen, kann aber eine solche Komplikation trotzdem nicht ausschließen.

Gibt es Komplikationen wird der Arzt für schlecht erachtet, gibt es keine Komplikationen sind Patienten dem Arzt dankbar und finden diesen gut.Nur hat das in den meisten Fällen nichts mit dessen Fähigkeiten zu tun, sondern nur mit dem Eintritt von allgemein geltenden Wahrscheinlichkeiten. Erst eine übermäßige Häufung von Komplikationen würde Rückschlüsse auf die Qualität des Arztes zulassen.

So ähnlich sieht es übrigens auch bei der Bewertung von anderen Berufsgruppen aus, wie z.B. KFZ-Mechanikern, Verkäufern, Lehrern usw. Welche bzw. wieviele Kenntnisse müsste beispielsweise jemand haben um beurteilen zu können wie gut Du bei Deiner Arbeit bist? Müsste man nicht wenigstens den gleichen Abschluss haben wie Du um Deine Arbeit gerecht beurteilen zu können, um also über einen aussagekräftigen Maßstab zur Bewertung zu verfügen?

Grüße,
Daniel.

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Re: Das Geschäft mit dem Tod

Beitragvon AlTheKingBundy » Do 16. Mär 2017, 19:21

Hallo Daniel,

ich habe ja auch geschrieben, dass die Beurteilung Zeit erfordert.

1. Zeit den Arzt kennenzulernen.

2. Zeit, sich selbst zu informieren.

Dass man selbst ein Akademiker vom Fach sein muss, glaube ich nicht. Sicher, der Erfolg einer Behandlung ist auch maßgebend. Ich hatte mal einen (sehr guten) Arzt, bei dem war ich wegen einer Sache jahrelang in Behandlung, d.h. der Erfolg stellte sich nicht sofort ein. Oberflächlich gesehen, hätte man sich also einen anderen suchen können. Ich wusste aber, dass er sein Bestes gab und nach einigen Jahren war der Erfolg da.

Ich will Dir mal ein anderes Beispiel geben. Ich habe letztens, wie jedes Jahr meinen Unterricht durch meine Schüler (anonym) evaluieren lassen. Sie sind meine "Experten". Wie gesagt, das kostet Zeit.
Beste Grüße, Al

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.
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