Impfung -- JA oder NEIN? Teil II

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sven23
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Re: Impfung -- JA oder NEIN? Teil II

Beitrag von sven23 » Di 1. Mai 2018, 17:28

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Nur sollte man für eine These auch Anhaltspunkte vorbringen können, die in irgend einer Form substantiell sind.
Sind sie doch - hör halt mal hin.
Nein, sind sie nicht.
Ich könnte ebenso behaupten, weil closs an seinem 3. Osterfest Rote Beete gegessen hat, hat das gravierende gesundheitliche Langzeitfolgen im Alter.
Es ist banal und kaum zu belegen, aber Hauptsache, man behauptet mal irgendwas. :roll:
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Ich gehe mal davon aus, dass die Impfgegner auch hier nichts vorzuweisen haben.
Natürlich nicht - solche Studien sind doch nicht zu stemmen. - Das sind Befürchtungen auf Basis eines medizinisches Verständnisses von Krankheit und möglicherweise Praxiserfahrungen.
Welcher Artzt begleitet denn in seinem Berufsleben einen Patienten von der Wiege bis zur Bahre? Nicht unmöglich, aber sicher nicht die Regel.
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Wenn Ideologie ins Spiel kommt, ist die Vernunft das erste Opfer.
Da hast Du recht UND steckst bis zum Hals drin - ich allenfalls bis zu den Knöcheln. :lol:
Im Grunde gilt das für alle sog. "Alternative Medizin" mit esorterischem Einschlag.
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Das klingt jetzt wieder nach Verschwörungstheorie.
Überhaupt nicht - das ist ganz normales Business. - Solche Studien wären dann interessant, wenn es irgendeinen Durchbruch gäbe, aus dem man ablesen könnte, dass es sich lohnt zu investieren.
Offensichtlich lohnt es sich nicht, weder aus medizinischer noch aus ökonomischer Sicht.
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
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closs
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Re: Impfung -- JA oder NEIN? Teil II

Beitrag von closs » Di 1. Mai 2018, 18:09

sven23 hat geschrieben:Welcher Artzt begleitet denn in seinem Berufsleben einen Patienten von der Wiege bis zur Bahre? Nicht unmöglich, aber sicher nicht die Regel.
Der klassische Hausarzt hat das früher gemacht - das ist in der Tat heute nicht mehr so. - Davon abgesehen: Letztes Jahr war mal ein ausführliches Dossier zum Thema "Immunsystem", in dem Impfen AUCH eine Rolle spielte. - Da gab es sehr heftige Kritik am medizinischen Aktionismus, dieses Immunsystem zur Spielwiese von Eingriffen jeglicher Art zu machen - mit der Begründung, dass dieses System derart kompliziert und vernetzt sei, dass man so gut wie nichts darüber wisse. - Man könne punktuelle Nachweise führen, die aber nicht über dieses Punktuelle hinausgingen.

Es wurde in diesem Dossier NICHT gegen Masern-Impfung argumentiert, aber ein BLick aufs Ganze gelenkt. - In der Praxis heißt dies: Natürlich sollte man gegen echt lebensgefährliche Krankheiten wie Polio und Tetanus impfen, aber das Feld der Kann-impfungen größer definieren. - Da kann man natürlich drüber streiten - aber das wäre wenigstens mal was. - Die Überlegenheit, mit denen Punktuell-Fetischisten meinen, die Wahrheit für sich gepachtet zu haben, ist aus meiner Sicht sicherlich nicht der königsweg.
sven23 hat geschrieben:Im Grunde gilt das für alle sog. "Alternative Medizin" mit esorterischem Einschlag.
Genau -alles, was Punktuelles überschreitet, ist "esoterisch". - Und der Indiander kann nicht klettern, wie Karl May mal schreibt.
sven23 hat geschrieben:Offensichtlich lohnt es sich nicht, weder aus medizinischer noch aus ökonomischer Sicht.
Aus etablierter Sicht vollkommen richtig.

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Janina
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Re: Impfung -- JA oder NEIN? Teil II

Beitrag von Janina » Di 1. Mai 2018, 20:46

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Welcher Artzt begleitet denn in seinem Berufsleben einen Patienten von der Wiege bis zur Bahre? Nicht unmöglich, aber sicher nicht die Regel.
Der klassische Hausarzt hat das früher gemacht - das ist in der Tat heute nicht mehr so.
Ja, heute wird geimpft, da dauert das dann etwas länger.

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sven23
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Re: Impfung -- JA oder NEIN? Teil II

Beitrag von sven23 » Fr 4. Mai 2018, 17:12

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Welcher Artzt begleitet denn in seinem Berufsleben einen Patienten von der Wiege bis zur Bahre? Nicht unmöglich, aber sicher nicht die Regel.
Der klassische Hausarzt hat das früher gemacht - das ist in der Tat heute nicht mehr so. - Davon abgesehen: Letztes Jahr war mal ein ausführliches Dossier zum Thema "Immunsystem", in dem Impfen AUCH eine Rolle spielte. - Da gab es sehr heftige Kritik am medizinischen Aktionismus, dieses Immunsystem zur Spielwiese von Eingriffen jeglicher Art zu machen - mit der Begründung, dass dieses System derart kompliziert und vernetzt sei, dass man so gut wie nichts darüber wisse. - Man könne punktuelle Nachweise führen, die aber nicht über dieses Punktuelle hinausgingen.
Wir wissen genug, um den Vorteil des Impfens einschätzen zu können. Impfen ist schlicht und ergreifend alternativlos.
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Im Grunde gilt das für alle sog. "Alternative Medizin" mit esorterischem Einschlag.
Genau -alles, was Punktuelles überschreitet, ist "esoterisch". - Und der Indiander kann nicht klettern, wie Karl May mal schreibt.
Karl May war ein verurteilter Hochstapler. Er gab vor, alles über fremde Kulturen zu wissen, ohne sie je gesehen zu haben. Erinnert einen irgendwie an Dogmatiker, die alles über Gott zu wissen vorgeben, ohne ihn je gesehen zu haben. :lol:
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
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closs
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Re: Impfung -- JA oder NEIN? Teil II

Beitrag von closs » Fr 4. Mai 2018, 18:42

sven23 hat geschrieben:Impfen ist schlicht und ergreifend alternativlos.
Im Rahmen dessen, was man als untersuchungswürdig versteht, hast Du ganz sicher recht.
sven23 hat geschrieben:Karl May war ein verurteilter Hochstapler. Er gab vor, alles über fremde Kulturen zu wissen, ohne sie je gesehen zu haben.
Kritisch-rational ist es genau umgekehrt: "Wo ich noch nicht war, kann es nicht geben".

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