Homöopathie V

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sven23
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Homöopathie V

Beitragvon sven23 » Mo 30. Apr 2018, 13:33

Link zum Ende des vorigen Teils: Betreff: Homöopathie IV
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closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Nein, haben sie nicht. Ihre Behauptung, Gobuli hätten eine Wirkung oberhalb des Placeboeffektes, ist durch unzählige Studien falsifiziert.

Die Wirkungslosigkeit von Globuli wird auch dadurch verdeutlicht, dass sich niemand durch Überdosierung vergiften kann.
Es sei denn, er ist Diabetiker und schluckt kiloweise Zuckerkügelchen.
Wieder mal Deine bewährten 2 Böcke:

1) Studien beweisen, dass etwas im Sinne der Studie "so" ist.

Eben.

closs hat geschrieben:2) Wer HP über das Argument :silent: der Überdosis aushebeln will, hat von Grund auf gar nichts verstanden.

Wieso nicht? Die Homöopathen betonen doch selber die enorme Wirksamkeit von "Hochpotenzen".

closs hat geschrieben:Und immer wieder: Natürlich KANN es sein, dass HP nur Placebo-Effekte produzieren kann

Das kann nicht nur so sein, sondern das ist so.

closs hat geschrieben:- aber sicherlich ist es mit SOLCHEN Argumenten nicht begründbar.

Unter anderem, aber hauptsächlich durch Studien.
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
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closs
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Re: Homöopathie IV

Beitragvon closs » Mo 30. Apr 2018, 15:19

sven23 hat geschrieben: Die Homöopathen betonen doch selber die enorme Wirksamkeit von "Hochpotenzen".
Aber doch in der pharmakologischen Logik. - Du redest hier bei HP mit und scheinst nicht den geringsten SChimmer zu haben (ich erkläre es Dir nicht nochmal).

sven23 hat geschrieben:Das kann nicht nur so sein, sondern das ist so.
Altes Lied: Du machst aus methodischen Ergebnissen ontische Ergebnisse. - Das KANN übereinstimmen, muss aber nicht.

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sven23
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Re: Homöopathie IV

Beitragvon sven23 » Mo 30. Apr 2018, 18:11

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben: Die Homöopathen betonen doch selber die enorme Wirksamkeit von "Hochpotenzen".
Aber doch in der pharmakologischen Logik. -

Egal, in welcher Logik die HP-Ideologen eine Wirkung behaupten. Sie ist ganz einfach nicht vorhanden. Also eine Vergiftung ist gar nicht möglich, egal in welcher Verdünnung.
Wenn noch Moleküle nachweisbar sind, dann kann es allerdings zu allergischen Reaktionen kommen, was aber bei Quecksilber und Hundekot nicht weiter verwundern kann.

closs hat geschrieben:Du redest hier bei HP mit und scheinst nicht den geringsten SChimmer zu haben (ich erkläre es Dir nicht nochmal).

Erklärt hast du noch nie etwas. Du hast höchstens das pseusowissenschaftliche Zeug der HP nachgeplappert.

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Das kann nicht nur so sein, sondern das ist so.
Altes Lied: Du machst aus methodischen Ergebnissen ontische Ergebnisse. - Das KANN übereinstimmen, muss aber nicht.

Nach der Studienlage ist es aber so.
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

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Re: Homöopathie IV

Beitragvon closs » Mo 30. Apr 2018, 20:21

sven23 hat geschrieben:Egal, in welcher Logik die HP-Ideologen eine Wirkung behaupten. Sie ist ganz einfach nicht vorhanden.
Altes Thema: Du ontifizierst ein methodisches Ergebnis.

sven23 hat geschrieben:Erklärt hast du noch nie etwas.
Doch - aber es hatte innerhalb Deiner Scheuklappen keinen Platz. :lol:

sven23 hat geschrieben:Nach der Studienlage ist es aber so.
Richtig - methodisch hast Du recht.

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Re: Homöopathie IV

Beitragvon sven23 » Di 1. Mai 2018, 07:00

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Egal, in welcher Logik die HP-Ideologen eine Wirkung behaupten. Sie ist ganz einfach nicht vorhanden.
Altes Thema: Du ontifizierst ein methodisches Ergebnis.

Das muss nichts "ontifiziert" werden. Es ist ganz einfach so, dass Globuli nichts anderes als Placebos sind. Das bekommt man auch mit orwellscher Sprachverwirrung nicht aus der Welt geschafft.

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Erklärt hast du noch nie etwas.
Doch - aber es hatte innerhalb Deiner Scheuklappen keinen Platz. :lol:

Nein, das Nachplappern von Pseudowissenschaft ist keine Erklärung, sondern ein Armutszeugnis.

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Nach der Studienlage ist es aber so.
Richtig - methodisch hast Du recht.

Da die Methode der Wahrheitsfindung dient, ist das auch im wirklichen Leben so.
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
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Re: Homöopathie IV

Beitragvon closs » Di 1. Mai 2018, 09:30

sven23 hat geschrieben:Das muss nichts "ontifiziert" werden. Es ist ganz einfach so
Das IST Ontifizierung. :lol:

sven23 hat geschrieben:Da die Methode der Wahrheitsfindung dient, ist das auch im wirklichen Leben so.
Nein - Du hast den Unteschied zwischen Modell und Wirklichkeit nicht verstanden - deshalb vermanschst Du es auch ständig.

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Re: Homöopathie IV

Beitragvon sven23 » Di 1. Mai 2018, 15:59

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Das muss nichts "ontifiziert" werden. Es ist ganz einfach so
Das IST Ontifizierung. :lol:

So wie 1+1=2 ontisch richtig ist. :lol:

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Da die Methode der Wahrheitsfindung dient, ist das auch im wirklichen Leben so.
Nein - Du hast den Unteschied zwischen Modell und Wirklichkeit nicht verstanden - deshalb vermanschst Du es auch ständig.

Nein, du verwechselst Modell mit einem simplen Testverfahren.
Wenn closs behauptet, er könne im Kopf innerhalb einer Minute aus 5 dreißigstelligen Zahlen die 7 Wurzel ziehen, dann läßt sich das mit einem einfachen Test überprüfen.
Wenn closs den Test nicht besteht, ist das nicht Schuld des Tests, sondern die Schuld von closs, der den Mund zu voll genommen hat. Der Test hat lediglich clossens Behauptung als Angeberei entlarvt.
Genauso verhält es sich mit Doppelblindstudien. Sie sind als Testverfahren nicht Schuld am Placebocharakter eines Stoffes, sondern sie entlarven ihn lediglich als ein Placebo.
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
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Re: Homöopathie IV

Beitragvon closs » Di 1. Mai 2018, 17:24

sven23 hat geschrieben:Genauso verhält es sich mit Doppelblindstudien. Sie sind als Testverfahren nicht Schuld am Placebocharakter eines Stoffes, sondern sie entlarven ihn lediglich als ein Placebo.
Du überspringst wieder das Entscheidende: Wenn man die Voraussetzungen, unter denen etwas heilen soll, ignoriert und stattdessen pharmakologische Logik unterlegt, bestätigt man etwas unter falschen Vorausssetzungen. - Das hatten wir hier mehrfach - siehe "Homöopathie IV". - Ich werde es nicht noch einmal erklären.

Einig sind wir uns, dass die erwähnten Studien in ihrem Sinne korrekt durchgeführt wurden, also keine handwerkliche Schlamperei vorliegt, so dass die ERgebnisse nach gängigen Standards korrekt sind.

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Re: Homöopathie IV

Beitragvon sven23 » Di 1. Mai 2018, 17:30

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Genauso verhält es sich mit Doppelblindstudien. Sie sind als Testverfahren nicht Schuld am Placebocharakter eines Stoffes, sondern sie entlarven ihn lediglich als ein Placebo.
Du überspringst wieder das Entscheidende: Wenn man die Voraussetzungen, unter denen etwas heilen soll, ignoriert und stattdessen pharmakologische Logik unterlegt, bestätigt man etwas unter falschen Vorausssetzungen. - Das hatten wir hier mehrfach - siehe "Homöopathie IV". - Ich werde es nicht noch einmal erklären.

Warum führt die Carstens-Stiftung dann regelmäßig Studien durch?
Und wer ignoriert welche Voraussetungen? Das sind doch nur dumme Ablenkungsmanöver.

closs hat geschrieben:Einig sind wir uns, dass die erwähnten Studien in ihrem Sinne korrekt durchgeführt wurden, also keine handwerkliche Schlamperei vorliegt, so dass die ERgebnisse nach gängigen Standards korrekt sind.

Eben, sie spiegeln wider, was der Fall ist.
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Re: Homöopathie IV

Beitragvon closs » Di 1. Mai 2018, 18:19

sven23 hat geschrieben:Warum führt die Carstens-Stiftung dann regelmäßig Studien durch?
Um dann folgendes schreiben zu können:

"Homöopathische Behandlung ist unter ärztlichen Alltagsbedingungen (Praxis) klinisch nützlich (Perspektive Versorgungsforschung).

Auch hochwertige randomisierte klinische Studien zeigen spezifische Effekte, in denen Homöopathie dem Placebo überlegen ist (Perspektive Randomisierte Klinische Studien).

Vier von fünf Metaanalysen zeigen eine statistische Überlegenheit der homöopathischen Arznei im Vergleich zu Placebo. Die Anzahl hochwertiger Studien wird von den Autoren jeweils unterschiedlich bewertet. Die verbleibende Arbeit mit negativem Ergebnis ist aus methodologisch-wissenschaftlicher Sicht fragwürdig zu nennen (Perspektive Metaanalysen).

Auch in Experimenten mit Zellkulturen, Tieren und Pflanzen gibt es mittlerweile stabil reproduzierbare, Effekte, die eine spezifische Wirkung von Hochpotenzen zeigen (Perspektive Grundlagenforschung).

Eine zusammenfassende Betrachtung klinischer Forschungsdaten belegt hinreichend einen therapeutischen Nutzen (effectiveness) der homöopathischen Behandlung. Die Ergebnisse zahlreicher placebokontrollierter Studien sowie Experimente aus der Grundlagenforschung sprechen darüber hinaus für eine spezifische Wirkung (efficacy) potenzierter Arzneimittel"
(home).

sven23 hat geschrieben:Eben, sie spiegeln wider, was der Fall ist.
Sie werfen, wie jeder, einen perspektivischen Blick auf das, was der Fall ist.


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