Homöopathie VI

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sven23
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Re: Homöopathie VI

Beitrag von sven23 » Fr 9. Nov 2018, 16:48

Janina hat geschrieben:
closs hat geschrieben:
Janina hat geschrieben:Erstmal lesen. Dann meinen rosa Elefanten satteln und davonfliegen.
Darf ich mit? :engel:
Es gibt Schriften, die nicht gelesen werden, die ungeprüft in den Müll wandern, weil sie gesicherten Erkenntnissen widersprechen. Patentanträge auf ein Perpetuum mobile gehören dazu. Geometrische Konstruktionen zur Quadratur des Kreises, Meldungen über innere Widersprüche der Relativitätstheorie oder der Evolutionstheorie auch. Und eben auch Meldungen über Erfolge der HP.
Ich denke, des Rätsels Lösung auf die Spur gekommen zu sein.
Hahnemann sprach ja von "geistartiger" Wirkung. Sicher hat clossens HP-Guru Müller ihm was davon erzählt. Und wie wir closs inzwischen ja kennen, ist er nicht mehr zu halten, wenn er was von "geistig" hört. :roll:
Gegen Ideologie kommt man auch mit Vernunft nicht an.
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

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closs
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Re: Homöopathie VI

Beitrag von closs » Fr 9. Nov 2018, 17:23

sven23 hat geschrieben:Das kann jeder beurteilen, der den Mut hat, sich des eigenen Verstandes zu bedienen.
Hahaha - das sagen die HP-ler auch. :lol:
sven23 hat geschrieben:"Draußen" findet die Verwechselung von Kausalität und Koinzidenz statt
Draußen finden Ergebnisse statt.
sven23 hat geschrieben:Dass sie besser als die Schulmedizin sind, ist ja gerade die Anekdote.
Klar - das ist die Müllabfuhr für alles, was systemisch nicht passt.
sven23 hat geschrieben: Es sind doch die Esoteriker, die behaupten, Hochpotenzen seien so stark wirksam
Weiß ich nicht. - ich kenne lediglich aus der HP, dass dort Hochpotenzen sehr stark wirken können, FALLS das ausgewählte Mittel und eine extrem aufwändig gestaltete Anamnese und Typisierung exakt zusammenpassen - es gilt also jeweils nur für EINE person.
sven23 hat geschrieben:Gegen Ideologie kommt man auch mit Vernunft nicht an.
Wem sagst Du das. :D

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sven23
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Re: Homöopathie VI

Beitrag von sven23 » Sa 10. Nov 2018, 07:26

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Das kann jeder beurteilen, der den Mut hat, sich des eigenen Verstandes zu bedienen.
Hahaha - das sagen die HP-ler auch. :lol:
Sie können es aber nicht vernünftig begründen.
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:"Draußen" findet die Verwechselung von Kausalität und Koinzidenz statt
Draußen finden Ergebnisse statt.
Die auf der Verwechselung von Kausalität und Konizidenz beruhen.
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Dass sie besser als die Schulmedizin sind, ist ja gerade die Anekdote.
Klar - das ist die Müllabfuhr für alles, was systemisch nicht passt.
HP gehört in den Müll. :thumbup:
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben: Es sind doch die Esoteriker, die behaupten, Hochpotenzen seien so stark wirksam
Weiß ich nicht. - ich kenne lediglich aus der HP, dass dort Hochpotenzen sehr stark wirken können, FALLS das ausgewählte Mittel und eine extrem aufwändig gestaltete Anamnese und Typisierung exakt zusammenpassen - es gilt also jeweils nur für EINE person.
Und in der clossschen HP-Logik könnte sich dann diese eine Person vergiften, richtig?
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Gegen Ideologie kommt man auch mit Vernunft nicht an.
Wem sagst Du das. :D
Den HP-Ideologen.
Nebenbei: mit der geistartigen Wirkung hat dich Dr. Müller angetriggert, richtig?
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closs
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Re: Homöopathie VI

Beitrag von closs » Sa 10. Nov 2018, 09:14

sven23 hat geschrieben:Nebenbei: mit der geistartigen Wirkung hat dich Dr. Müller angetriggert, richtig?
Nee - nach meiner Erinnerung war er philosophisch/theologisch nicht sehr engagiert. - Er war ein PRagmatiker: "Da ist eine Patientin - ich schaue sie mir an - ich sehe, wann ich ihr helfen kann - dies ist ein solcher Fall - Prognose ist folgende". - Nächster Patient.
sven23 hat geschrieben:Verwechselung von Kausalität und Konizidenz
Immer wieder: Ob man ein für Fachleute einschätzbares Geschehen methodisch begründen kann ("kausal") oder nicht ("zufällig"), ändert nichts daran, ob eine Prognose eintritt oder nicht. - Leute wie Müller können erfolgreich Prognosen erstellen, selbst wenn sie nicht methodisch begründen können ("kausal"), warum es funktioniert.

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sven23
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Re: Homöopathie VI

Beitrag von sven23 » Sa 10. Nov 2018, 09:32

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Nebenbei: mit der geistartigen Wirkung hat dich Dr. Müller angetriggert, richtig?
Nee - nach meiner Erinnerung war er philosophisch/theologisch nicht sehr engagiert. - Er war ein PRagmatiker: "Da ist eine Patientin - ich schaue sie mir an - ich sehe, wann ich ihr helfen kann - dies ist ein solcher Fall - Prognose ist folgende". - Nächster Patient.
Dann war er wohl relativ simpel gestrickt. Sein Pragmatismus begründet sich eben auf der Verwechselung von Kausalität und Koinzidenz, ohne dass er dies reflekiert hätte. Da fehlt es einfach an den Grundlagen.

https://www.mediberlin.de/mitl1.pdf
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Verwechselung von Kausalität und Konizidenz
Immer wieder: Ob man ein für Fachleute einschätzbares Geschehen methodisch begründen kann ("kausal") oder nicht ("zufällig"), ändert nichts daran, ob eine Prognose eintritt oder nicht.
Jeder kann prognostizieren, dass ein Schnupfen zu 99% wieder geheilt wird. Das ist nichts besonderes.
closs hat geschrieben: - Leute wie Müller können erfolgreich Prognosen erstellen, selbst wenn sie nicht methodisch begründen können ("kausal"), warum es funktioniert.
Dazu bedarf es keiner Dr. Müllers. Solche "Prognosen" kann jeder abgeben. Das ist doch der Gag an der Sache.
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
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Re: Homöopathie VI

Beitrag von closs » Sa 10. Nov 2018, 09:39

sven23 hat geschrieben:Sein Pragmatismus begründet sich eben auf der Verwechselung von Kausalität und Koinzidenz, ohne dass er dies reflekiert hätte.
Nein - er beruht auf Ergebnis-Fakten. - Wie gesagt: Dein Verständnis von "Kausalität und Koinzidenz" ist eine Falle für Dich, weil Du damit fälschlich meinst, Zufälliges (= kausal nicht Erkanntes) würde nicht wirken.

Nun ist mir wohl bewusst, dass "Wirkung" wissenschaftlich definiert ist nach "Was wir kausal als Wirkung erkennen können" - aber darum kümmert sich die Realität nicht. - In der Realität gilt das, was zu Realität führt, egal ob man es mit zur Verfügung stehenden Mitteln kausal begründen kann oder nicht.
sven23 hat geschrieben:Jeder kann prognostizieren, dass ein Schnupfen zu 99% wieder geheilt wird. Das ist nichts besonderes.
Stimmt - aber das geht nicht so einfach bei schulmedizinisch austherapierten Fällen, die plötzlich per HP erfolgreich therapierbar werden.
sven23 hat geschrieben:Solche "Prognosen" kann jeder abgeben. Das ist doch der Gag an der Sache.
Eben NICHT. - Es sind eben nur wenige, die bei solchen Fällen überhaupt eine Prognose abgeben können - dazu gehört viel Sachverstand.

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Pluto
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Re: Homöopathie VI

Beitrag von Pluto » Sa 10. Nov 2018, 09:51

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Sein Pragmatismus begründet sich eben auf der Verwechselung von Kausalität und Koinzidenz, ohne dass er dies reflekiert hätte.
Nein - er beruht auf Ergebnis-Fakten.
Glaube bzw. Vermutung sind keine Fakten.
closs hat geschrieben:Wie gesagt: Dein Verständnis von "Kausalität und Koinzidenz" ist eine Falle für Dich, weil Du damit fälschlich meinst, Zufälliges (= kausal nicht Erkanntes) würde nicht wirken.
Leider scheinst du eine Blockade für diesen Unterschiedzu haben. :(
closs hat geschrieben:Nun ist mir wohl bewusst, dass "Wirkung" wissenschaftlich definiert ist nach "Was wir kausal als Wirkung erkennen können" - aber darum kümmert sich die Realität nicht.
Oh doch. Genau daru kümmert sie sich.
closs hat geschrieben:In der Realität gilt das, was zu Realität führt, egal ob man es mit zur Verfügung stehenden Mitteln kausal begründen kann oder nicht.
Du scheinst eine sehr merkwürdige, verdrehte Beziehung zur Realität zu haben, lieber closs.
Der Naturwissenschaftler geht davon aus, dass die Welt (Realität) erforschbar ist.
closs hat geschrieben:aber das geht nicht so einfach bei schulmedizinisch austherapierten Fällen, die plötzlich per HP erfolgreich therapierbar werden.
Das ist nicht nachvollziehbar — konkret, bei welchen sog. austherapierten Fällen wirkt denn HP?
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Solche "Prognosen" kann jeder abgeben. Das ist doch der Gag an der Sache.
Eben NICHT. - Es sind eben nur wenige, die bei solchen Fällen überhaupt eine Prognose abgeben können - dazu gehört viel Sachverstand.
Unsinn. Es gehört wirklich kein Sachverstand dazu, um irgendetwas zu behaupten was danach Niemand nachvollziehen kann.
Ein Esoteriker kann in 5 Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler sein ganzes Leben lang widerlegen kann. [Vince Ebert]
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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sven23
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Re: Homöopathie VI

Beitrag von sven23 » Sa 10. Nov 2018, 09:59

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Sein Pragmatismus begründet sich eben auf der Verwechselung von Kausalität und Koinzidenz, ohne dass er dies reflekiert hätte.
Nein - er beruht auf Ergebnis-Fakten. - Wie gesagt: Dein Verständnis von "Kausalität und Koinzidenz" ist eine Falle für Dich, weil Du damit fälschlich meinst, Zufälliges (= kausal nicht Erkanntes) würde nicht wirken.
Nein, das ist nur für Esoteriker eine Falle, die auf tragischer Verwechselung beruht.

https://www.mediberlin.de/mitl1.pdf
closs hat geschrieben: Nun ist mir wohl bewusst, dass "Wirkung" wissenschaftlich definiert ist nach "Was wir kausal als Wirkung erkennen können" - aber darum kümmert sich die Realität nicht.
Genauer gesagt: darum kümmern sich Esoteriker nicht, und Laien, die ihnen auf den Leim gehen.
closs hat geschrieben: - In der Realität gilt das, was zu Realität führt, egal ob man es mit zur Verfügung stehenden Mitteln kausal begründen kann oder nicht.
Wenn man es nicht kausal begründen kann, ist es nur Koinzidenz.
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Jeder kann prognostizieren, dass ein Schnupfen zu 99% wieder geheilt wird. Das ist nichts besonderes.
Stimmt - aber das geht nicht so einfach bei schulmedizinisch austherapierten Fällen, die plötzlich per HP erfolgreich therapierbar werden.
Das sind clossche Anekdoten, für die es keinerlei empirische Daten gibt.
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Solche "Prognosen" kann jeder abgeben. Das ist doch der Gag an der Sache.
Eben NICHT. - Es sind eben nur wenige, die bei solchen Fällen überhaupt eine Prognose abgeben können - dazu gehört viel Sachverstand.
Nee, dazu gehört viel Zeit (laut closs bis zu einem Jahr). Man muss also nur lange genug warten, bis eine gewisse Besserung eintritt und verbucht das dann als Erfolg für die HP, indem man Koinzidenz mit Kausalität verwechselt.
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
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Re: Homöopathie VI

Beitrag von closs » Sa 10. Nov 2018, 10:35

Pluto hat geschrieben: Vermutung sind keine Fakten.
Mich interessieren menschliche Einordnungen nicht, sondern nur der Ergebnisse. - Von einem Chef habe ich vor vielen Jahren mal den Satz gelernt: "Closs, wollen Sie Recht haben oder Erfolg?"
Pluto hat geschrieben:Leider scheinst du eine Blockade für diesen Unterschiedzu haben.
Gar nicht - aus meiner Sicht ist dieser Unterschied falsch definiert. - Gemeint sein müsste: "Kausal begründbare und kausal nicht-begründbare Ereignisse (= Koinzidenzen)" - gemacht wird daraus: "Dieses Ereignis ist keines, weil wir es nicht begründen können". - Typisch anthropozentrisch.
Pluto hat geschrieben:Der Naturwissenschaftler geht davon aus, dass die Welt (Realität) erforschbar ist.
hermeneutische Vorannahmen sind doch nicht das Problem der Wirklichkeit.
Pluto hat geschrieben:Das ist nicht nachvollziehbar — konkret, bei welchen sog. austherapierten Fällen wirkt denn HP?
Bei dem genannten Arzt waren es psychotische Störungen.
Pluto hat geschrieben: Es gehört wirklich kein Sachverstand dazu, um irgendetwas zu behaupten was danach Niemand nachvollziehen kann.
Heißt das, dass es reicht, wenn man etwas nicht versteht, dass der derjenige, den man nicht versteht, deshalb disqualifiziert ist?
sven23 hat geschrieben:Wenn man es nicht kausal begründen kann, ist es nur Koinzidenz.
Was kann ein Ereignis dafür, ob ein Mensch es kausal begründen kann oder nicht?
sven23 hat geschrieben:Man muss also nur lange genug warten, bis eine gewisse Besserung eintritt und verbucht das dann als Erfolg für die HP, indem man Koinzidenz mit Kausalität verwechselt.
Ein klassisch unverständige Verschwörungs-Theorie.

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Re: Homöopathie VI

Beitrag von sven23 » Sa 10. Nov 2018, 11:29

closs hat geschrieben:
Pluto hat geschrieben: Vermutung sind keine Fakten.
Mich interessieren menschliche Einordnungen nicht, sondern nur der Ergebnisse. - Von einem Chef habe ich vor vielen Jahren mal den Satz gelernt: "Closs, wollen Sie Recht haben oder Erfolg?"
Das mag für die Werbewirtschaft gelten, nicht für die Wissenschaft.
closs hat geschrieben:
Pluto hat geschrieben:Leider scheinst du eine Blockade für diesen Unterschiedzu haben.
Gar nicht - aus meiner Sicht ist dieser Unterschied falsch definiert. - Gemeint sein müsste: "Kausal begründbare und kausal nicht-begründbare Ereignisse (= Koinzidenzen)" - gemacht wird daraus: "Dieses Ereignis ist keines, weil wir es nicht begründen können". - Typisch anthropozentrisch.
Nee, typisch Wissenschaft, aber atypisch für Esoteriker.

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Wenn man es nicht kausal begründen kann, ist es nur Koinzidenz.
Was kann ein Ereignis dafür, ob ein Mensch es kausal begründen kann oder nicht?
Nichts, aber dann stehen Globuli auch in keinem kausalen Zusammenhang mit Heilung.
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Man muss also nur lange genug warten, bis eine gewisse Besserung eintritt und verbucht das dann als Erfolg für die HP, indem man Koinzidenz mit Kausalität verwechselt.
Ein klassisch unverständige Verschwörungs-Theorie.
Nee, das Ergebnis von laienhafter Datenreduktion.
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
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