Sittenwächter gesucht!

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closs
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Re: Sittenwächter gesucht!

Beitragvon closs » Di 9. Sep 2014, 00:47

Pluto hat geschrieben:Ist das die einzige Rechtfertigung für das Sein?
Es GIBT keine Notwendigkeit für das Sein, gerechtfertigt zu werden. - Es "ist" oder es "ist nicht" - was wir davon wahrnehmen, ist erfreulich, aber nicht entscheidend.

Pluto hat geschrieben:Wir erkennen nichts, gehen aberdavon aus, dass da was ist.
Natürlich erkennt man vieles im Geist - aber es ist per definitionem im Dasein nicht falsifizierbar.

Pluto hat geschrieben:Für den Tiefseefisch gibt es aber nur Wasser.
Und für Materialisten gibt es nur Falsifizierbares - also von seiner Wahrnehmung abhängiges Sein. - Wo ist der Unterschied zum Tiefseefisch?

Scrypt0n hat geschrieben:In allen - außer jenen der eigenen subjektiven Fantasie - ist es das.
Nein - in allen - außer geistigen Dinge - ist es so.

Aber lass jetzt mal Religionen weg: "Ist" ein Phänomen heute DESHALB nicht, weil es erst in 1000 Jahren wahrgenommen wird?

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Pluto
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Re: Sittenwächter gesucht!

Beitragvon Pluto » Di 9. Sep 2014, 01:00

closs hat geschrieben:- Es "ist" oder es "ist nicht" -
Der nächste Schritt ist wohl: "Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit bei 50%"?
closs hat geschrieben:was wir davon wahrnehmen, ist erfreulich, aber nicht entscheidend.
Was nehemen WIR davon wahr?
closs hat geschrieben:Natürlich erkennt man vieles im Geist - aber es ist per definitionem im Dasein nicht falsifizierbar.
Was genau erkennst du denn?
closs hat geschrieben:Wo ist der Unterschied zum Tiefseefisch?
Keiner. Beide sind Realisten.
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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Magdalena61
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Re: Sittenwächter gesucht!

Beitragvon Magdalena61 » Di 9. Sep 2014, 02:16

Simplicius hat geschrieben:
Magda hat geschrieben: Wenn es nicht gerade Salafisten wären, könnte man fast meinen, da waren christliche Fundamentalisten unterwegs...
ich mache inzwischen auch keinen Unterschied mehr zwischen Fundamentalisten, ob die sich nun christlich, islamisch, ultraorthodox, links, rechts, liberal, vegan oder sonstwie bezeichnen, die kommen alle aus derselben Ecke Angst und versuchen, mit strammen Regeln diese Angst zu vertreiben.
Ich mache durchaus einen Unterschied: Zwischen Fundamentalisten und Terroristen.

Unter Christen gibt es (mindestens) zwei Sorten von "Fundamentalisten".
Wer wirklich "Fundi" ist, für den sind die Verhaltensnormen der Bibel verbindlich; er lebt das, was Jesus sagt (Abel).
Dann gibt es aber leider "Pseudo- Fundis". Ihr Leben stimmt nicht mit ihrem Glaubensbekenntnis überein.
Sie verteidigen nicht die Interessen GOTTES, sondern ihre eigenen (Kain).

Auch in den Ländern, die vom Islam dominiert werden gibt es "Kains" und "Abels".

Die SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi hat es auf den Punkt gebracht:
Die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) sollte in der öffentlichen Debatte nicht als „radikal-islamisch“ bezeichnet werden. Das forderte Fahimi am Montag nach einer Sitzung der Parteispitze in Berlin. Wer diese Terroristen als Vertreter der islamischen Religion darstelle, beleidige die Muslime, warnte sie.

Die Politikerin sagte: „Dies ist eine Zuweisung, die die Muslime hier in Deutschland in ihrer Ehre berührt.“
pro- medienmagazin.de


Simplicius hat geschrieben:
Magda hat geschrieben: Einerseits skrupellos und äußerst brutal, andererseits gewinnen diese Extremisten Anhänger- warum? Was ist an ihrem Angebot so attraktiv?
Vielleicht ist das gar nicht attraktiv, sondern einfach nur der letzte Strohhalm
Weiß nicht.... :roll:

Kennst du das hier? :
Die Sanftmut des Bösen
---
Simplicius hat geschrieben:Was hätte ich im Nationalsozialismus gemacht? Ich hätte mich freilich irgendwie arrangiert, weil mir meine Familie und Freunde und alles wichtiger sind als die Politik.
So eine Art Vogel- Strauß- Politik? Ich glaube nicht, dass es ein wahrheitsliebender Mensch, der über ein gut entwickeltes soziales Verantwortungsbewußtsein verfügt, damit auf Dauer aushält. Aber wenn man Familie hat und die finanziellen Mittel nicht da sind, auch keine Perspektiven, die man verwirklichen könnte, dann ist es total schwierig, sich über die Landesgrenzen hinweg zu verändern.
Simplicius hat geschrieben:
Magda hat geschrieben: Irgendjemand muß den Reichtum ja auch erarbeiten...

Richtig, und das sind die, die sich den Buckel krumm schuften für ihre Familien oder damit sie selbst über die Runden kommen einigermaßen und ganz gewiß nicht jene, die beim Fußball in der VIP-Lounge bei Schampus und Zigarrren Poker spielen um Arbeitsplätze und ganze Unternehmen outsourcen oder an den Börsen spekulieren. Wie seltsam, daß ein Glückstreffer an der Börse im Koks-Rausch reicher machen kann, als ein Leben lang Kranke zu pflegen oder Container zu entladen, bis alle Knochen morsch sind.
An der Börse gibt's nicht nur Gewinner :) .

Eine Verinnerlichung des Gebots: "Du sollst nicht begehren"... kann dazu beitragen, die Ungerechtigkeit bezüglich der Entlohnung mehr oder weniger zu ignorieren und mit dem zufrieden zu sein, das Gott einem zuteilt. Verhungern muß hier keiner. Wirklich wichtig ist doch nur, dass man irgendwo eine Burg hat, in die man sich zurückziehen und sich selbst sein kann... und, dass man sich jeden Morgen im Spiegel anschauen mag und vor Gott nichts verstecken muß.
Wer mehr Geld hat, der hat auch mehr Verantwortung, es sinnvoll einzusetzen. Eines Tages wird jeder vor Gott Rechenschaft ablegen müssen darüber, was er mit dem Material gemacht hat, das durch seine Hände ging.

Der Reiche... der Verwöhnte... hatte vielleicht ein bißchen mehr Spaß im Leben gehabt und weniger Sorgen. Doch die tiefe Zufriedenheit, die der schlecht bezahlte Arbeiter empfindet, wenn er, der Namenlose, sein redlich verdientes Geld verwaltet und die notwendigen Anschaffungen machen kann, die lernte der Reiche niemals kennen.
Und am Ende.... sind alle gleich weit.
LG

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Re: Sittenwächter gesucht!

Beitragvon closs » Di 9. Sep 2014, 08:38

Pluto hat geschrieben:Der nächste Schritt ist wohl: "Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit bei 50%"?
Der Begriff "Wahrscheinlichkeit" macht nur einen Sinn, wenn er sich an etwas bemisst - "wahrscheinlich" in Bezug worauf?

In Bezug auf Falsifizierung ist die Wahrscheinlichkeit Gottes gleich Null. - In Bezug auf geistiges Empfinden und intellektuell-geistige Kombination ist die Wahrscheinlichkeit Gottes nahe 100%. - Wie hätten Sie es gerne?

Pluto hat geschrieben:Was nehmen WIR davon wahr? ... Was genau erkennst du denn?
Da würden geistig aktivierte Menschen unterschiedliche Antworten geben. - Vorab: Jede davon könnte wahrscheinlich materialistisch erklärt werden (= psychologisch oder gar psychotisch erklärbar sein).

Ein unintellektueller (authentischer) Christ könnte sagen: "Ich spüre das einfach in mir - ich spüre etwas, was mich frei macht von Ängsten und von gesellschaftlichen Zwängen - ich fühle mich aufgehoben über den Tod hinaus - ich fühle, dass Gott mir nahe ist". - Dann gibt es noch Christen, die sagen: "Ich spüre Jesus in mir - das Große, das über mir steht".

Persönlich kann ich bestätigen, dass (authentisches) Christsein wirklich frei macht. Würde heute ein Los fallen, ob ich morgen Milliardär wäre oder ins Gefängnis käme, würde es zwar spannend sein, mich aber nicht beunruhigen - ich würde gespannt sein, welcher Weg für mich sein soll. - Dass es dann trotzdem Krisen geben könnte, ist damit nicht ausgeschlossen - aber selbst diese Krisen stünden auf einem unerschütterlichen Grund - selbst wenn man irgendwann in größter Verzweiflung sagen würde: "Mein Gott, warum hast Du mich verlassen". - Man hat keine Angst vor dem Tod, ist aber nicht frei vor Angst vor dem, was bis dahin passieren könnte.

Ein intellektueller (authentischer) Christ könnte mit viel Logik, Dialektik, Ontologie und weiß der Kuckuck was ein geschlossenes Denk-System präsentieren, das die Existenz Gottes plausibel ist.

Allerdings muss man AUCH sagen: Für viele Christen ist Christentum/Jesus eine gesellschaftliche Veranstaltung, um Innehalten und geistige Gebundenheit zu simulieren - oft tritt auch eine rein humanistische Haltung unter der Chiffre "Christentum/Jesus" auf (A: "Warum hilfst Du Armen?" - B: "Um dem Herrn zu dienen" B könnte auch sagen: "Um gesellschaftlich als großzügig zu erscheinen"). - Also auch hier gilt: Es gibt nichts, was nicht satanisch unterminiert sein kann.

Habe übrigens gestern mit einer Freundin unseres Hauses gesprochen, die scharf-äugige Instinkt-Christin ist - sie hat weit über ihr intellektuelles Vermögen hinaus ein paar Erkenntnis-Hämmer losgelassen, als hätte sie Plato, Descartes oder Kant gelesen (hat sie als Zahnarzthelferin natürlich nicht). - Aber da habe ich wieder mal gemerkt, dass Plato, Descartes, Kant, etc. kein Philosphie-Erfinder sind, sondern etwas, was "ist", systematisch ausdrücken. - Man könnte diese Reihe mühelos erweitern mit Shakespeare und Goethe.

Pluto hat geschrieben:Keiner. Beide sind Realisten.
Davon abgesehen, dass Du damit dem Wort "Realist" die genau gegenteilige Bedeutung dessen gibst, was "Realist" im Mittelalter bedeutet, hast Du recht. - Man richtet sich in dem ein, was man um sich herum an Falsifizierbarem wahrnimmt. - Aber es gibt halt Menschen, die mehr spüren und sehen, ohne nach Falsifizierbarem und Nicht-Falsifizierbarem zu bemessen.

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Re: Sittenwächter gesucht!

Beitragvon Simplicius » Di 9. Sep 2014, 09:30

Hallo Magda,

Magda hat geschrieben: Ich mache durchaus einen Unterschied: Zwischen Fundamentalisten und Terroristen.


so wie das Begehren schon Ehebruch ist und das böse Wort schon Mord, so ist der Fundamentalist auch schon ein Fanatiker und Terrorist. Im Herzen sind sie schon ausgebildet, nicht aber in der Tat, die zumindest äußerlich noch einen Unterschied macht.

Magda hat geschrieben: Wer wirklich "Fundi" ist, für den sind die Verhaltensnormen der Bibel verbindlich; er lebt das, was Jesus sagt (Abel). Dann gibt es aber leider "Pseudo- Fundis". Ihr Leben stimmt nicht mit ihrem Glaubensbekenntnis überein.
Sie verteidigen nicht die Interessen GOTTES, sondern ihre eigenen (Kain).


Wer lebt, was Jesus sagt, ist ein Christ; natürlich gibt es aber viele, die die Bibel zu einem Abgott gemacht haben und allein "an die Bibel glauben". Das sind keine Christen, sondern "Biblizisten", "Bibeltreue", "Bibliolatristen", meinetwegen aber auch Fundamentalisten nach der Definition der Generalkonferenz der presbyterianischen Kirche von 1910, aber auch diese fünf "Fundamentals" haben einen derart gewaltigen Auslegungsspielraum, daß man gar nicht von Fundamenten sprechen kann, ohne dabei ins Schlingern zu geraten.

Magda hat geschrieben: Die SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi hat es auf den Punkt gebracht...


Ja, der Islam wird von vielen hier lebenden Muslimen gerne als Religion des Friedens gepredigt, allerdings sieht man wenig bis gar nichts davon. Die gegenwärtige Empörung ist schon nicht mehr ernstzunehmen, das ist reine Beschwichtigungspolitik nach der Schläfertaktik Mohammeds, leere Worthülsen, bis die Muslime stark genug sind, um zuzuschlagen. Wo sind die Demonstrationen gegen die IS seitens deutscher Muslime? Eben noch haben sie in den Innenstädten gegen Israel demonstriert und randaliert. Und nun? Alle im Gefängnis?

Sobald wieder eine Mohammed-Karikatur erscheint, brennen überall wieder die westlichen Flaggen und die Muslime sind wieder allesamt Genossen im Kampf gegen den großen Satan. Die Äußerungen westlicher Muslime sind darum zu vernachlässigen, wichtiger scheint mir die Haltung der islamischen Länder... Gibt es da Hoffnung, daß Mord und Haß als Basis des Islams mal abgelöst werden?

Magda hat geschrieben: So eine Art Vogel- Strauß- Politik? Ich glaube nicht, dass es ein wahrheitsliebender Mensch, der über ein gut entwickeltes soziales Verantwortungsbewußtsein verfügt, damit auf Dauer aushält.


Was "die da oben" treiben, war mir schon immer egal, ich halte viele Politiker für reine Kriminelle und Lügner fern der Realität und den Rest für zumindest machtbesessen. Was mich interessiert, ist mein Ort, mein Haus, meine Familie, mein Weinstock und mein Feigenbaum. Politik auf Kreis-, Länder- und Bundesebene, ist mir schon viel zu viel und undurchsichtig. Wir sollten zurück zur Sippe und zum Stamm...

:lol:

Magda hat geschrieben: An der Börse gibt's nicht nur Gewinner .


Klar, auch da greift das Naturgesetz: Wer einen Fehler macht, muß schlimmstenfalls sterben.

Magda hat geschrieben: Der Reiche... der Verwöhnte... hatte vielleicht ein bißchen mehr Spaß im Leben gehabt und weniger Sorgen. Doch die tiefe Zufriedenheit, die der schlecht bezahlte Arbeiter empfindet, wenn er, der Namenlose, sein redlich verdientes Geld verwaltet und die notwendigen Anschaffungen machen kann, die lernte der Reiche niemals kennen. Und am Ende.... sind alle gleich weit.


Das ist ein großes Stück Weisheit!

Liebe Grüße, Simplicius.
Zuletzt geändert von Simplicius am Di 9. Sep 2014, 09:34, insgesamt 2-mal geändert.
"Manni Flanke, ich Kopf, Tor!" (Horst Hrubesch).

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Re: Sittenwächter gesucht!

Beitragvon Janina » Di 9. Sep 2014, 09:32

closs hat geschrieben:
Pluto hat geschrieben:Dies wurde ja später auf Grund von physikalischen Messungen und Beobahchtungen bestätigt (ist falsifizierbar).
Es könnte also ein Inertialsystem gefunden werden, das "c" als Konstante falsifizert. --?!?---
Richtig. Und nur weil man dieses nicht gefunden hat, wurde die Konstante überhaupt erwägt.

closs hat geschrieben:
Pluto hat geschrieben:Wenn du eins fndest würde ich dich für den Nobelpreis vorschlagen.
Danke vorab. - Mir geht es darum, dass es offensichtlich grundsätzlich nicht ausgeschlossen ist.
Das gilt grundsätzlich. Eine Aussage, die nicht falsifizierbar ist, hat in der Physik nichts zu suchen.

Pluto hat geschrieben:2011 haben Wissenschaftler des CERN gedacht, Neutrinos könnten auf Überlichtgeschwindigkeit beschleunigt werden. War die SRT falsifiziert?
Das wäre sie, wenn es sich nicht um einen Messfehler gehandelt hätte.

Aber was hat das mit der Scharia-Polzei zu tun?

Nochmal: Ich plädiere dafür, jedes Plädoyer für die Scharia als Volksverhetzung strafrechtlich zu ahnden.
Das muss so verboten sein, wie das Zeigen des Hakenkreuzes.
Was aussieht wie Dummheit, ist vielleicht keine. Möglicherweise profitiert jemand davon, nur du bist nicht dabei.
http://www.4religion.de/viewtopic.php?p=161626#p161626
http://www.4religion.de/viewtopic.php?p=242349#p242349

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Re: Sittenwächter gesucht!

Beitragvon sven23 » Di 9. Sep 2014, 09:34

Die Sittenwächter und letzlich alle radikalen religiösen Gruppierungen wie die Isis sind von der Wahnvorstellung beseelt, anderen vorschreiben zu wollen, was sie zu glauben haben und und wie sie zu leben haben.
Darin unterscheiden sie sich aber nur wenig von der katholischen Kirche des Mittelalters. Nur daß diese den Wahnsinn mit der Inquisition in instutionalisierte Bahnen lenken wollte.
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

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Re: Sittenwächter gesucht!

Beitragvon closs » Di 9. Sep 2014, 09:48

Janina hat geschrieben:Aber was hat das mit der Scharia-Polzei zu tun?
Nichts - wir kamen darauf, weil wir diskutiert haben, ob "das Böse" ein relativer oder ein absoluter Begriff ist (und plötzlich waren wir in der Nähe der Relativitäts-Theorie). - Meine These: "Gut" und "böse" sind wahrnehmungs-mäßig relative, aber seins-mäßig absolute Größen.

Janina hat geschrieben: Ich plädiere dafür, jedes Plädoyer für die Scharia als Volksverhetzung strafrechtlich zu ahnden.
Zustimmungsfähig, WEIL die Wahrnehmung unserer Verfassung im Gegensatz dazu steht. - Es sagt NICHTS darüber aus, ob Scharia "gut" oder "böse" oder unsere Verfassung "gut" oder "böse" ist, sondern sagt etwas über UNSER wahrnehmungs-mäßiges Koordinaten-System aus. - Solche nüchterner Analysen müssten Dir doch eigentlich gefallen, liebe Janina - oder nicht?

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Re: Sittenwächter gesucht!

Beitragvon closs » Di 9. Sep 2014, 09:52

sven23 hat geschrieben:Die Sittenwächter und letzlich alle radikalen religiösen Gruppierungen wie die Isis sind von der Wahnvorstellung beseelt, anderen vorschreiben zu wollen, was sie zu glauben haben und und wie sie zu leben haben.
Darin unterscheiden sie sich aber nur wenig von der katholischen Kirche des Mittelalters.
Es ist auch heute nicht anders.

Wenn Du Dir unsere weitgehende Medien-Gleichschaltung anschaust oder die gesellschaftlichen Liturgien ("dos and donts") anschaust, wirst Du zu ähnlichen Ergebnissen kommen können. - Der Unterschied ist, dass wir friedliche Zeiten haben und deshalb diese Dinge nicht virulent werden.

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Re: Sittenwächter gesucht!

Beitragvon Scrypt0n » Di 9. Sep 2014, 09:54

closs hat geschrieben:Meine These: "Gut" und "böse" sind wahrnehmungs-mäßig relative, aber seins-mäßig absolute Größen.
These nicht haltbar... :)


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