Libertär-Konservativ - ein aktraktives Modell?

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Tree of life
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Re: Libertär-Konservativ - ein aktraktives Modell?

Beitrag von Tree of life » Do 20. Jul 2017, 11:34

Halman hat geschrieben:Informiere Dich einfach mal etwas besser.
Bei wem?

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Halman
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Re: Libertär-Konservativ - ein aktraktives Modell?

Beitrag von Halman » Do 20. Jul 2017, 11:40

Tree of life hat geschrieben:
Halman hat geschrieben:Informiere Dich einfach mal etwas besser.
Bei wem?
Bei Scholl-Latour.

Dann empfehle ich die Lektüre von Quran und Sunná.

Und Ex-Muslime sind meiner Meinung nach auch eine gute Adresse. Da empfehle ich Hamed Abdel-Samad, Sabatina James und Barino Barsoum.

In vielen meiner Beiträge kannst Du auch informative Links finden.
Tja, ein Proton müsste man sein: Dann würde man die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf und hätte eine nahezu unendliche Lebenszeit:-) - Silvia Arroyo Camejo

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Tree of life
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Re: Libertär-Konservativ - ein aktraktives Modell?

Beitrag von Tree of life » Do 20. Jul 2017, 11:40

Andreas hat geschrieben: Diese käme aber besonders den deutschen Muslimen zu gute und würde deren Geburtenrate ja noch mehr in die Höhe treiben als die der Deutschen Christen
Das klingt irgendwie so, als würde Deutschlands Bevölkerung nur aus Moslems und Christen bestehn.

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Halman
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Re: Libertär-Konservativ - ein aktraktives Modell?

Beitrag von Halman » Do 20. Jul 2017, 11:41

Tree of life hat geschrieben:
Andreas hat geschrieben: Diese käme aber besonders den deutschen Muslimen zu gute und würde deren Geburtenrate ja noch mehr in die Höhe treiben als die der Deutschen Christen
Das klingt irgendwie so, als würde Deutschlands Bevölkerung nur aus Moslems und Christen bestehn.
Mehrheitlich besteht sie aus säkularisierten Menschen und U-Boot-Christen für die Statistik.
Tja, ein Proton müsste man sein: Dann würde man die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf und hätte eine nahezu unendliche Lebenszeit:-) - Silvia Arroyo Camejo

Andreas
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Re: Libertär-Konservativ - ein aktraktives Modell?

Beitrag von Andreas » Do 20. Jul 2017, 11:58

Tree of life hat geschrieben:
Andreas hat geschrieben: Diese käme aber besonders den deutschen Muslimen zu gute und würde deren Geburtenrate ja noch mehr in die Höhe treiben als die der Deutschen Christen
Das klingt irgendwie so, als würde Deutschlands Bevölkerung nur aus Moslems und Christen bestehn.
Bei Halman klingt das so, weil seine Islamkritik nun mal Religion zum Inhalt hat und er "unsere" Kultur = Deutschland vom Islam bedroht sieht. Diese religiöse Einseitigkeit seiner Sichtweise, soll alle anderen demographischen Faktoren in die Bedeutungslosigkeit wegdrücken. Ich spiele sein Spielchen nur deshalb mit, um ihm klar zu machen, dass alle seine politischen Lösungsansätze sich gleichermaßen sowohl auf Juden, Christen und Moslems auswirken und daher sinnlos sind. Politische Lösungsansätze hätten nur dann einen nachvollziehbaren Sinn, wenn sie christlichen Deutschen gegenüber moslemischen Deutschen Vorteile verschaffen würden. Aber das wäre wohl nicht mit dem GG vereinbar, wenn eine Religion zu Diskriminierung führen würde.

Vielleicht kommt von Halman ja noch ein Vorschlag der auch umsetzbar und vor allem auch christlich wäre. Da habe ich aber noch nichts von ihm in dieser Richtung gehört. Er ergeht sich in "Analysen über Analysen" - Lösungen sehe ich bei ihm keine.

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Re: Libertär-Konservativ - ein aktraktives Modell?

Beitrag von Halman » Do 20. Jul 2017, 12:19

Andreas hat geschrieben:
Halman hat geschrieben:Viele Türken mit deutscher Staatsangehörigkeit fühlen sich als Türken und nicht als Deutsche. Sie wählen hier rot-grün und wählen zu zwei Drittel Erdogan.
Das ist halt die andere Seite der Medaille.
Halman hat geschrieben:Informiere Dich einfach mal etwas besser.
Wie kommst du darauf, dass ich das nicht getan hätte?
Deine Verharmlosung der demograhischen Entwicklung und des Islams spricht dafür.
Andreas hat geschrieben:
Halman hat geschrieben:Du könntest damit anfangen, etwas aus meinen Beiträgen zu lernen.
Hab ich doch. Dein Blickwinkel ist mir aber zu einseitig um zu deinen Schlussfolgerungen zu kommen. Außerdem sind deine Lösungsansätze nicht nachvollziehbar. Du setzt auf bessere Familienpolitik. Diese käme aber besonders den deutschen Muslimen zu gute und würde deren Geburtenrate ja noch mehr in die Höhe treiben als die der Deutschen Christen. Logisch - oder? Ich kann nicht erkennen, dass dieser Lösungsvorschlag in deinem Sinne vernünftig wäre. Was soll ich denn deiner Meinung nach von diesem Lösungsvorschlag lernen?
Das ist doch ein Trick. Natürlich bin ich kein Gremium oder Experten-Ausschuss. Ich muss keine Lösungen für komplexe gesellschaftliche Probleme entwickeln. Erstmal ist es notwendig ein Problem auch zu realiseren, um überhaupt Handlungsbedarf zu sehen.
Die muslimischen Bürger*innen mit Migrationshintergrund bekommen ohnehin sehr viele Kinder, dies kann ich schon in den Akten sehen, die ich fünf Tage die Woche in den Händen halte. Eine familienfreundlichere Familienpolitik würde Anreize bei Deutschen für mehr Kinder schaffen. Die Wirkung fällt da meiner Einschätzung nach bei bei Migranten weniger ins Gewicht, die bekommen auch heute schon viele Kinder. Dann lass die Deutschen von mir aus anstatt ein Kind künftig zwei bis drei Kinder bekommen und die Migranten anstatt fünf Kinder eben sieben. Da es mehr Deutsche sind, dürfte es sich trotzdem günstig für die Demographie auswirken, wenn man unter "günstig" versteht, dass der Migrationsanteil nicht zur Mehrheit werden soll.

Und NEIN, ich bin NICHT ausänderfeindlich. In bin begründet Islamophob und dabei ist mit die Ethnie völlig egal. (Soll ich Dir sagen, was ein drusischer Flüchtling über die Muslime sagte, obwohl er selbst zum Islam gehört? Ja, ein Flüchtling, den einer meiner christlichen Freunde kennt - ist also für Dich aus dritter Hand, überliefungskette: Druse, Freund und ich.) Meiner Meinung nach würde eine Forsetzung der Masseneinwanderung zur weiteren Polarisierung der Gesellschaft beitragen. Diese muss meiner Meinung nach drastisch reduziert werden. Zudem sollten wir die Extremisten konzequent ausweisen, also die Nafris usw. Z.B. der Nafri, der in meiner Stadt einen Syrer ermordete - nein, solche Leute will ich hier nicht. Oder der "integrierte" syrische Frieseurmeister, der seiner deutschen Chefin zeigte, wie gut er mit der Klinge umzugehen weißt. Vielleicht suche ich mal die Zeitungsartikel raus (falls sie noch im Web sind).
Andreas hat geschrieben:
(Ach-ja, dies ist ja ausgeschlossen, warum auch immer.)
Es ist nicht ausgeschlossen, aber einen Grund habe ich dir eben genannt, warum mir das schwerfällt.
Weil Du von mir erwartest, wie ein Soziologe komplexe Lösungen präsentieren zu können. Unser Diskussionsproblem fängt aber viel früher an: Du verkennst, dass ich ein reales gesellschaftliches Problem schildere.

Schaue doch mal den ZERBESTER auf YouTube. - Oder vielleicht lieber doch nicht, seine Sprache ist - naja, unchristlich. Aber er liefert Fakten. Das ist auch eine Perpektive.

Und um Dir mal eine andere Perspektive zu zeigen, hier mal zwei persönliche Erfahrungen von mir mit Flüchtlingen, bei denen ich vermute, dass es sich um Syrer handelte: Eine offenkundig muslimische Familie und in einer anderen Stadt ein junger Mann.
In meinem sozialen Umfeld half ich bei einem Umzug und eine muslime Familie kam des Weges. Ein freundlicher junger Mann dieser Familie begann spontan uns zu helfen, vermutlich, weil er sah, dass wir echt viel zu viel zu tragen hatten. Er arbeitete zwei bis dreimal so gut wie ich. Am Ende lehnte er zunächst die Euros ab, die wir ihm gaben - er war gar nicht auf Geld aus. Seine Familienangehörigen warteten ohne einen Muks. Sowas erlebt man nicht alle Tage.
Ich fahre häufig mit dem Bus und warte dann auf der Sitzbank. Eines Tages setzte sich ein junger Mann neben mich, vermutlich ein Syrer, und fragte mich freundlich, ob er eine Rauchen dürfte. Ich bejahte dies natürlich.
Hast Du sowas schon mal erlebt, dass Dich ein junger Mann fragt, der in der Öffentlichkeit neben Dir sitzt, ob er rauchen dürfe? Das war ein Highlight, dies habe ich noch NIE erlebt.

Aber ich weiß auch von Christenverfolgung im Flüchtlingsheim in meiner Stadt vom Pastor. Von der Massenschlägerei, der Vergewaltigung und einer weiteren "Kulturbereicherung" und dem Mord.

Menschen sind sehr vielfähltig, vielfähltiger als Ideologien und Glaubenssyteme, besonders, wenn sie aus so vielen verschiedenen Ländern kommen. Gesamtgesellschaftlich wirkt sich eine Zunahme des islamischen Bevölkerungsnteils aber negativ aus, davon bin ich begründet überzeugt.
Tja, ein Proton müsste man sein: Dann würde man die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf und hätte eine nahezu unendliche Lebenszeit:-) - Silvia Arroyo Camejo

Novas
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Re: Libertär-Konservativ - ein aktraktives Modell?

Beitrag von Novas » Do 20. Jul 2017, 18:15

Tree of life hat geschrieben:
Halman hat geschrieben:Informiere Dich einfach mal etwas besser.
Bei wem?
Zum Beispiel reformorientierte Muslime, wie Mouhanad Khorchide (sein theologischer Ansatz geht von der Idee aus, dass Islam praktizierte Barmherzigkeit ist) oder Yasar Nuri Öztürk, ein hervorragender türkischer Theologe, der eher liberale Positionen vertritt. Von ihm gibt es in deutscher Sprache drei übersetzte Bücher:

Der verfälschte Islam: Eine Kritik der Geschichte islamischen Denkens
400 Fragen zum Islam - 400 Antworten

und das hier ist etwas für Genießer mit mystischen Neigungen:

Rumi und die islamische Mystik: Über das Menschenbild im Islam

Ich sage es immer so: wer über den Islam reden möchte, der darf Rumi nicht verschweigen. Halman spricht sehr viel über den Islam, aber Rumi - den wohl größten Mystiker des Islam - und Ibn Arabi - den großen Denker - hat er nie erwähnt ;) es spricht nichts dagegen sich die persönliche Meinung von Hamed Abdel-Samad, Sabatina James und Barino Barsoum anzuhören, aber das alleine reicht sicher nicht, um zu einem differenzierten Verständnis zu kommen.
Halman hat geschrieben:
Andreas hat geschrieben:
Halman hat geschrieben:Viele Türken mit deutscher Staatsangehörigkeit fühlen sich als Türken und nicht als Deutsche. Sie wählen hier rot-grün und wählen zu zwei Drittel Erdogan.
Das ist halt die andere Seite der Medaille.
Halman hat geschrieben:Informiere Dich einfach mal etwas besser.
Wie kommst du darauf, dass ich das nicht getan hätte?
Deine Verharmlosung der demograhischen Entwicklung und des Islams spricht dafür
Die demographische Entwicklung gilt es (so wie den Klimawandel, die Flüchtlingskrise und ähnliche Herausforderungen) zu akzeptieren, sodass wir das Beste daraus machen. Dabei ist die Angst niemals ein guter Ratgeber. Weshalb lässt Du dich so sehr von Angst leiten, wenn Du ein gläubiger Mensch bist?
Zuletzt geändert von Novas am Do 20. Jul 2017, 18:42, insgesamt 2-mal geändert.

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Ska'ara
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Re: Libertär-Konservativ - ein aktraktives Modell?

Beitrag von Ska'ara » Do 20. Jul 2017, 18:39

Novalis hat geschrieben: Wenn etwas eine Gefahr für die Demokratie ist, dann mangelnde Bildung und soziale Ungerechtigkeit, aber mit Sicherheit nicht der Islam. Denn wie bereits gesagt: Gebildete Muslime sind imstande ihren Glauben auf der Höhe der Zeit auszulegen.
Gebildete ... vielleicht ja. Sind alle gebildet?

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Re: Libertär-Konservativ - ein aktraktives Modell?

Beitrag von Ska'ara » Do 20. Jul 2017, 18:45

Andreas hat geschrieben:
Ska'ara hat geschrieben:Es gibt nicht mehr so viele Christen, die wirklich an Gott glauben, und der Islam ist eine Konkurrenz für unsere Demokratie.
Viele Moslems wollen doch in der Demokratie leben und sind deshalb Deutsche geworden.
Sie wollen Geld verdienen, und die Demokratie interessiert nur peripher.

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Ska'ara
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Re: Libertär-Konservativ - ein aktraktives Modell?

Beitrag von Ska'ara » Do 20. Jul 2017, 18:47

Pluto hat geschrieben: Der Islam wird in 50 Jahren zur größten Religion werden. Wenn dann die Mehrheit die Scharia mit samt ihren drakonischen Strafen einführen will, wird das ein Leichtes sein.
So kann es kommen.
Andreas hat geschrieben:
Pluto hat geschrieben:Ich habe immer noch die Hoffnung, dass unsere westlich geprägte humanistische Gesellschaftsordnung die Moslems bis dahin überzeugen wird. Wenn nicht, dann ist die Welt "verloren".
Soll das etwa heißen, dass die Naturwissenschaft dem Islam zu wenig entgegen zu setzen hat? Du sagst doch immer, dass man mit Wissenschaft Zivilisationen baut.
Die Wissenschaft interessiert die Fanatiker nicht, es sei denn, es ginge um Waffen.

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