Die Gretchenfrage des Säkularismus

Säkularismus
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Helmuth
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Re: Die Gretchenfrage des Säkularismus

Beitragvon Helmuth » Fr 9. Feb 2018, 10:18

Rilke hat geschrieben:Meinst du, dass die damalige Gesellschaft ebenso abergläubisch und ungläubig war wie heute?

Ich denke ja, bloß die Formen ändern sich.

Rilke hat geschrieben:Immerhin gab es in den letzten Jahrhunderten viele sehr fromme Gemeinden, Menschen, die Besitz und Familie für den Glauben aufgaben, manche sogar ihr Leben. Davon ist heute nichts mehr zu sehen und die Zahl derer, die das Wort tatsächlich in ihr Herz aufgenommen haben, sinkt immer mehr, fürchte ich.

Ich habe natürlich keine statistischen Unterlagen so etwas zu untermaueren. Wie denn auch, in das wahre Wesen des Menschen kann auch nur Gott sehen. Da gibt es Heuchler und Scheinheilige, damals wie heute und es gibt wahre Brüder und Schwestern, damals wie heute.

Ich kenne aber mindestens zwei Männer Gottes, die ihre Existenz verloren haben, ins Ausland gehen mussten und so großartige Diener des Wortes geworden sind. Einer davon will mich nun in seinen Dienst stellen. Hier warte ich die weitere Entwicklung ab, sprich ich lasse mich führen unter Gottes Geist, aber ich bin zuversichtlich. Die Gandengaben die Gott einem verleiht, die gereuen ihm nicht. Und sie gehören wieder aktiviert.

Ich sehe es heute immer mehr so:
Philipper 3.13-14 hat geschrieben:Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, es ergriffen zu haben; eines aber tue ich: Vergessend was dahinten, und mich ausstreckend nach dem, was vorn ist, jage ich, das Ziel anschauend, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christo Jesu.

Auf gut Wienerisch: Sch... drauf Oida wos woa, wos g'schehn is is g'schehn, ändern kaunnst as net, besser mochn a net, auwa Gott kaunn's
und er wird's a tuan. Und söbst so a Weh wi mi kaunn ER, da Lewendiche brauch'n. Haund aufs Herz, so is! :Herz: :Herz:
Herzliche Grüße
Helmuth

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piscator
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Re: Die Gretchenfrage des Säkularismus

Beitragvon piscator » Fr 9. Feb 2018, 12:54

Rilke hat geschrieben:Ich finde es toll, dass du in deiner Gemeinde tief verankert zu sein scheinst, gleichzeitig glaube ich aber, dass du dadurch den Blick für die Realität verlierst. Die Zahlen der Gläubigen gehen im Westen immer weiter zurück, der Islam ist die am stärksten wachsende Religion, sodass er die christlichen Rückgänge im Westen sogar aufholt.
Da muss ich dich enttäuschen, ich bin zwar nach wie vor Mitglied der evangelischen Kirche, aber nicht gläubig.
Ich freue mich für dich, dass du in einer so schönen Gemeinde leben kannst, aber sieh dich einmal um und erkenne, dass der Großteil ein ganz anderes Leben lebt.
Der Großteil der Menschen interessiert sich einfach nicht für Religion, das ist alles. Ich weiß , dass dies für einen überzeugten Gläubigen kaum oder nicht zu verstehen ist.
Wahrscheinlich gehen unsere Meinungen hier auseinander. Du lässt viele Faktoren außen vor und denkst nicht an die demografischen Wandel, die sich mit Migration und Globalisierung in nächster Zeit ergeben werden.
Doch, das weiß ich schon und die einzige Möglichkeit zu verhindern, das wir hier einen christlichen oder muslimischen Gottesstaat bekommen, ist unsere Verfassung und die Aufklärung und Förderung der Bildung.

Du machst aus meiner Sicht den Fehler, das Desinteresse vieler Menschen für Religion als Ablehnung der Religion zu sehen. Desinteresse ist keine Religionsfeindlichkeit und das Belächeln unverständlicher Riten und Dogmen ist noch lange keine Christenverfolgung.
Als Gott mich schuf wollte er angeben!

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Re: Die Gretchenfrage des Säkularismus

Beitragvon Novas » Fr 9. Feb 2018, 13:48

Rilke hat geschrieben:Ja, das denke ich ebenso: Religion als Selbstfindungszweck ist "cool" und wird akzeptiert. Wer beispielsweise ein paar Monate in ein buddhistisches Kloster zieht, kann das frei herumerzählen. Hatte ich erst letztlich bei einer Kollegin, die erzählte, dass sie nun buddhistische Sitzübungen mache, im selben Atemzug zog sie über das Christentum und Gott her


Wenn der spirituelle Durst der Menschen im Christentum nicht gestillt, ihre Lebensfragen nicht ausreichend beantwortet werden, der Glaube nicht auf der Höhe der Zeit durchdacht und präsentiert wird, dann gehen sie woanders hin. Wie kommt es, dass deine Kollegin buddhistische Meditation praktizieren möchte, aber zum Christentum keinen Zugang findet, obwohl es auch Christliche Meditation & Kontemplation gibt? Beispielsweise Thomas Merton: Christliche Kontemplation. Ein radikaler Weg der Gottsuche. Offenbar hat das Christentum ein Image- und Kommunikationsproblem.

Hinduismus und Voodoo und alles "exotische", was eben zur Ausschmückung des eigenen Individualismus verwendet werden kann, wird toleriert


Das ist zu einfach. Sehr viele Menschen praktizieren Yoga und Zen mit einem großen Gewinn, studieren und praktizieren es sehr diszipliniert und ernsthaft. Dazu zähle ich mich. Richtig ist aber, dass man nicht unbedingt nach Tibet reisen muss, um Erleuchtung zu finden. Eine jesuanische geprägte Spiritualität kann ebenfalls erleuchten :) ein Beispiel dafür ist Willigis Jäger, der selbst Benediktinerpater und Zen-Meister ist und sich als „Brückenbauer“ zwischen den Religionen betätigt, als Vertreter einer transkonfessionellen Spiritualität:

Kontemplation, was ist das?

Es wohnt eine tiefe Sehnsucht im Menschen, die das Göttliche selber ist. Gott drängt in uns zur Entfaltung und zum Erwachen. In uns Menschen stellt sich das Erwachen des Göttlichen dar als Verlangen nach Geborgenheit, Sicherheit und Heimat. Es ist die Sehnsucht, heim zu kommen, den Platz zu finden, wo alles gut ist, wo man geliebt und angenommen ist. Der Mensch erfährt aber sehr bald im Leben, daß kein Mensch dem Menschen diese letzte Sicherheit geben kann, auch nicht der liebste.
Es bleibt diese unüberbrückbare Trennung, diese Heimatlosigkeit, bis er sein wahres Selbst gefunden hat, besser, bis sein wahres Selbst durch alle Verkrustungen und Fehlentwicklungen hindurchbrechen kann.

Menschen machen sich also auf den Weg zu Gott,
weil sie diese tiefste Sehnsucht in sich tragen, die letztlich die Sehnsucht Gottes nach sich selber ist. Die Religionen haben uns Wege gezeigt, um in diese Erfahrung zu gelangen. In der christlichen Tradition ist es die Kontemplation. Ein Weg, der in die tieferen Schichten unseres Bewußtseins führt.Jesus nannte diesen Ort Reich Gottes oder Leben Gottes. Der mystische Weg der Kontemplation möchte uns dorthin führen.

~ Pater Willigis Jäger

http://www.der-innere-weg.de/
https://www.benediktushof-holzkirchen.de




piscator hat geschrieben:Doch, das weiß ich schon und die einzige Möglichkeit zu verhindern, das wir hier einen christlichen oder muslimischen Gottesstaat bekommen, ist unsere Verfassung und die Aufklärung und Förderung der Bildung


Wie Du sicher selbst weißt, haben auch schon „säkulare“ Staaten elementare Menschen- und Bürgerrechte missachtet und selbst Dr. Michael Schmidt-Salomon spricht offen von einer Kriminalgeschichte des Atheismus. Halten wir also fest: es gibt eine Religionsfreiheit, welche Freiheit von Religion, aber ebenso Freiheit zur Religion sein kann. Ich würde jedoch noch hinzufügen, dass uns diese Freiheit nicht nur von einem Staat gegeben wird, denn es ist eine „gottgegebene“ Freiheit.

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Re: Die Gretchenfrage des Säkularismus

Beitragvon Catholic » Fr 9. Feb 2018, 15:39

Novalis hat geschrieben:...
Sehr viele Menschen praktizieren Yoga und Zen mit einem großen Gewinn, studieren und praktizieren es sehr diszipliniert und ernsthaft. Dazu zähle ich mich. Richtig ist aber, dass man nicht unbedingt nach Tibet reisen muss, um Erleuchtung zu finden. Eine jesuanische geprägte Spiritualität kann ebenfalls erleuchten :) ein Beispiel dafür ist Willigis Jäger, der selbst Benediktinerpater und Zen-Meister ist und sich als „Brückenbauer“ zwischen den Religionen betätigt, als Vertreter einer transkonfessionellen Spiritualität:
...


Nun ist es aber ein Unterschied ob ich als Christ bestimmte Methoden aus anderen Religionen/Kulturen übernehme weil sie für mich gut sind,mich z.B. in Bezug auf innere Ruhe weiterbringen,ich mir aber bewusst bin,dass ich nicht die entsprechende Religion praktiziere oder ob ich z.B. Zen-Meditation praktiziere und argumentiere ich wäre Buddhist.

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Re: Die Gretchenfrage des Säkularismus

Beitragvon piscator » Fr 9. Feb 2018, 15:54

Novalis hat geschrieben:Wie Du sicher selbst weißt, haben auch schon „säkulare“ Staaten elementare Menschen- und Bürgerrechte missachtet und selbst Dr. Michael Schmidt-Salomon spricht offen von einer Kriminalgeschichte des Atheismus.
Das ist mir natürlich bewusst, aber spielt hier keine Rolle, da ich Rilke so verstehe, das sie zu Zustände im heutigen Deutschland meint.
Halten wir also fest: es gibt eine Religionsfreiheit, welche Freiheit von Religion, aber ebenso Freiheit zur Religion sein kann. Ich würde jedoch noch hinzufügen, dass uns diese Freiheit nicht nur von einem Staat gegeben wird, denn es ist eine „gottgegebene“ Freiheit.
Da bin ich mit dir völlig einer Meinung, diese "Freiheit" ist m.E. im Menschen verankert und macht das Menschsein mit aus.
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Re: Die Gretchenfrage des Säkularismus

Beitragvon Novas » Fr 9. Feb 2018, 16:22

Catholic hat geschrieben:
Novalis hat geschrieben:Sehr viele Menschen praktizieren Yoga und Zen mit einem großen Gewinn, studieren und praktizieren es sehr diszipliniert und ernsthaft. Dazu zähle ich mich. Richtig ist aber, dass man nicht unbedingt nach Tibet reisen muss, um Erleuchtung zu finden. Eine jesuanische geprägte Spiritualität kann ebenfalls erleuchten :) ein Beispiel dafür ist Willigis Jäger, der selbst Benediktinerpater und Zen-Meister ist und sich als „Brückenbauer“ zwischen den Religionen betätigt, als Vertreter einer transkonfessionellen Spiritualität: ...
Nun ist es aber ein Unterschied ob ich als Christ bestimmte Methoden aus anderen Religionen/Kulturen übernehme weil sie für mich gut sind,mich z.B. in Bezug auf innere Ruhe weiterbringen,ich mir aber bewusst bin,dass ich nicht die entsprechende Religion praktiziere oder ob ich z.B. Zen-Meditation praktiziere und argumentiere ich wäre Buddhist.


Ja, es gibt sowohl Gemeinsamkeiten, als auch Unterschiede in den spirituellen Lehren. Um ein Beispiel zu geben: der Weg eines orthodoxen Christen kennt insgesamt 3 Schritte. Die Purification (Reinigung), die Illumination (Erleuchtung) und die Theosis (Vergöttlichung des Menschen). Der Buddhist geht im Grunde die ersten zwei Schritte (die ersten zwei Schritte sind für Buddhisten und Christen identisch!), aber nicht den dritten Schritt. Was nicht erstaunlich ist, denn der Buddha lebte vor Christus (und die Lehre der Vergöttlichung kommt von ihm ;) ) das ist im Grunde das, was Paulus hier sagt:

„Ist jemand in CHRISTUS, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden“ (2. Korinther 5,17)


Dieses „in CHRISTUS sein“ ist wohl der entscheidende Unterschied zwischen dem Buddhismus und dem Christentum. Doch das muss jeder durch seinen eigene spirituellen Weg selbstständig entdecken. Es bringt nichts, wenn man den Menschen irgendetwas von außen diktiert, was nicht mit ihrem inneren Leben und authentischen Sein übereinstimmt. Spirituelles Wissen (der griechische Begriff dafür ist γνῶσις gnō̂sis „[Er-]Kenntnis“) benötigt Freiheit, um sich entfalten und atmen zu können. Ich werde jede Religion ablehnen, wenn sie mir diese Freiheit nehmen möchte. Wenn es sein muss, dann lehne ich auch ein unreifes Christentum ab, denn um Christus nachfolgen zu können, braucht man nicht unbedingt Mitglied in irgendeiner Religion zu sein. Schon Bonhoeffer hat darüber nachgedacht:

Bonhoeffer ging von der Frage aus, wie das Evangelium in einer durch die Aufklärung mündig gewordenen Welt so an den autonomen Menschen verkündigt werden könne, dass dieser intellektuell redlich im christlichen Glauben leben kann: „Was mich unablässig bewegt, ist die Frage, was das Christentum oder auch wer Christus heute für uns eigentlich ist.“ (Brief vom 30. April 1944, DBW 8, S. 402.)

Wikipedia

Diese Frage muss gestellt werden. In einer „durch die Aufklärung mündig gewordenen Welt“, braucht es auch ein reif gewordenes und erwachsenes Christentum. Ein kindliches Christentum ist für Kinderseelen genau richtig, denen möge man den religiösen Babybrei servieren, mit Kinderspielzeug unterhalten und in den Schlaf wiegen, aber Erwachsene brauchen etwas mehr. Vielleicht ist es an der Zeit, dass sich die Christen aus dem religiösen Kokon befreien und wieder auf den Weg machen? Jesus hat eine Bewusstwerdung in Gang gesetzt und dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Willigis Jäger hat es wirklich passend formuliert:

Es wohnt eine tiefe Sehnsucht im Menschen, die das Göttliche selber ist. Gott drängt in uns zur Entfaltung und zum Erwachen.


Das Neue entsteht schon: in der realen Begegnung der Menschen, die das Vergangene transzendiert. Übrigens auch dann, wenn wir nicht damit einverstanden sind, denn die Zukunft ereignet und entfaltet sich einfach. Christen haben, so wie alle anderen Menschen, die Wahl ob sie aktiv daran teilnehmen oder nur passive Zuschauer sein möchten.

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Ein christlicher Mystiker und sein buddhistischer Freund :Herz:

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Rilke
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Re: Die Gretchenfrage des Säkularismus

Beitragvon Rilke » Sa 10. Feb 2018, 09:22

Novalis hat geschrieben:Dieses „in CHRISTUS sein“ ist wohl der entscheidende Unterschied zwischen dem Buddhismus und dem Christentum. Doch das muss jeder durch seinen eigene spirituellen Weg selbstständig entdecken. Es bringt nichts, wenn man den Menschen irgendetwas von außen diktiert, was nicht mit ihrem inneren Leben und authentischen Sein übereinstimmt. Spirituelles Wissen (der griechische Begriff dafür ist γνῶσις gnō̂sis „[Er-]Kenntnis“) benötigt Freiheit, um sich entfalten und atmen zu können.

Das ist interessant!
Aber ich stelle mir da dann die Frage, warum Buddhisten meditieren und nach einer Erleuchtung streben. Sofern ich verstanden habe, ist mit der Erleuchtung die buddhistische Idee der Wiedergeburt abgeschlossen - man gelangt somit ins Nirvana und ist vom ewigen Rad des Leids befreit. Buddhisten und Christen unterscheiden sich grundsätzlich in der Vorstellung "Wiedergeburt contra Auferstehung" und auch die Frage nach Gott wird unterschiedlich beantwortet.
Also das sind meine persönlichen Punkte, die mich von einer buddhistischen Praktik abschrecken, oder anders gesagt: Warum sollte ich mit jemandem meditieren, der ganz andere Vorstellungen hat und meine verwirft?
Aber natürlich gibt es eine Anzahl an verschiedenen Strömungen im Buddhismus und man kann nicht alle in einen Topf werfen - manche beten auch verschiedene Götter an, usw.

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Kingdom
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Re: Die Gretchenfrage des Säkularismus

Beitragvon Kingdom » Sa 10. Feb 2018, 12:12

Rilke hat geschrieben:
Ja, das denke ich ebenso: Religion als Selbstfindungszweck ist "cool" und wird akzeptiert. Wer beispielsweise ein paar Monate in ein buddhistisches Kloster zieht, kann das frei herumerzählen. Hatte ich erst letztlich bei einer Kollegin, die erzählte, dass sie nun buddhistische Sitzübungen mache, im selben Atemzug zog sie über das Christentum und Gott her.
Hinduismus und Voodoo und alles "exotische", was eben zur Ausschmückung des eigenen Individualismus verwendet werden kann, wird toleriert. Aber wer der Bibel Glauben schenkt, der wird nicht mehr ernst genommen in heutigen Tagen und das erlebe ich sowohl im engeren Bekannten-, und Familienkreis sowie in den Medien und in der allg. Öffentlichkeit.


Hallo Rilke

Das ist genau der Punkt. Da unser Kampf nicht gegen Fleisch und Blut ist, wissen wir aber was da abläuft. Wenn sich alle Religionen am Ende gegen Gott und sein Volk versammeln wird, dann werden viele auf dem breiten Weg stehen und wenige auf dem schmalen. Der schmale Weg führt aber zum ewigen Leben, der breite Weg ins Verderben.

Im Westen ist es der Sakulärusmus, der dem Glauben an den Messias einen Maulkorb verpasst. Wir können aber wirklich sagen, lieber noch so als eben dort wo der Islam oder eine Kommunistische Partei es tut. Da aber der Sakuläre Staat mit dem Islam zusammenarbeitet, wird die Freiheit immer mehr vom Diktat des Mächtigeren beherrscht werden. Zudem kann man davon ausgehen das es den rein Sakulären Staat gar nicht gibt, nie gegeben hat und nie geben wird, weil auch die Ideologischen "Think Tanks" eine Religion repräsentieren und Ihren Göttern huldigen.

Ich muss aber sagen, dass einige Christen daran Mitschuld tragen - teilweise ist ihre Missionsmethode sehr lästig, nicht mehr zeitgemäß oder wirklich weltfremd. Ich glaube man muss an der Seriosität der Christengemeinden arbeiten.
Wer ein gutes Beispiel zur Anschauung haben möchte: Dieses Video veranschaulicht, was ich meine.


Da hast Du recht. Im Ansatz vielleicht gut gemeint aber eben in der Autentizität durchgefallen. Man kann nicht mit Menschlichen Methoden, Menschen für die Wahrheit gewinnen und das ist ja auch nicht unsere Aufgabe.

Wir sollen einfach schlicht für Christus zeugen und das tun wir sicherlich nicht wenn wir peinliche Videos drehen, sondern nur wenn wir dem Messias Raum geben, das er mit seiner Persönlichkeit die Menschen erreichen kann.

Wenn Gott Freude, Friede, Humor und alles erschaffen hat, kommt diese am besten zum Ausdruck, wenn wir Ihn wirken lassen. Jesus hat den Vater wirken lassen und es zeigte sich, beim Volk hat er viel Gunst, bei den Oberen eckte er an.

Trotzdem wissen wir selbst der verpönte Zöllner realisierte plötzlich sein Unrecht und wollte alles gut machen, weil er die Wahrheit des Vaters in Christus erkannte. Nicht mehr müssten wir heute tun, den Vater und Sohn wirken lassen.

Ein Daniel war nicht erfolgreich, weil er er sich überlegte wie kann ich Erfolg haben. Er hatte Gunst weil er demütig vor Gott nach seinem Willen suchte/fragte und mit der Fülle Gottes auch denen diente, welche Israel in der Unterdrückung hielten. Die Kraft Gottes wirkte, was Daniel nicht tun konnte. Daniel tat aber auch Busse für sein Volk bei Gott und er wusste ohne Sünde, wird die Unterdrückung für sein Volk ein Ende nehmen.

Die ganze Welt ist so voll von Sünde, das die Unterdrückung und das Leid keine Ende nehmen wird. Dort wo aber Menschen umkehren von dieser Sünde, da fängt das Licht an hell zu strahlen und die Erkenntnis Gottes erhellt die Finsternis.

Beten wir, das die Welt erkennt, das sie nicht am Klimawandel zugrunde gehen wird, sondern am Mangel der Erkenntiss Gottes. Das Korsett des Sakulärismus, kann nur so durchbrochen werden und ja nur so könnten wir dann auch den Physischen Herausforderungen erfolgreich entgegen treten.

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Re: Die Gretchenfrage des Säkularismus

Beitragvon Kingdom » Sa 10. Feb 2018, 12:34

piscator hat geschrieben:Der Großteil der Menschen interessiert sich einfach nicht für Religion, das ist alles. Ich weiß , dass dies für einen überzeugten Gläubigen kaum oder nicht zu verstehen ist.


Das stimmt eben so nicht. Jeder Mensch hat es in sich, nach dem woher und wohin zu fragen.

Wenn aber eben Sakuläre Staaten, Religiöse Regime gleich welcher Couleur und Diktatorische Staaten welche ja alle zusammen die Mehrheit bilden in dieser Welt, dem Menschen eben vorgeben was sie gefälligst zu denken und Glauben haben, ist es eben nicht verwunderlich das der ganz "Natürliche von Gott in den Menschen gelegte Instinkt" nach Ihm zu fragen eben mit Gewalt und Desinformation gezielt einer Attacke ausgesetzt ist.

Wo bleibt aber da eben die Freiheit des Menschen eine Meinung zu bilden?

Ja auch Kirchen haben sich aus falschem Glauben und fehlender Erkenntnis daran beteiligt, leider.

Wenn Du als Kind immer ein falsches und einseitiges Bild vermittelt bekamst, so ist dir eben die Freiheit genommen worden noch eine andere Seite kennen zu lernen und ja dies führt oft zur Flucht in den Atheismus oder was auch immer. Diese Flucht ist aber nicht die Freiheit von der Christus sprach, welche er den Menschen schenken möchte.

Meine Vorstellungen über Christus welches ich mir in meiner Jugend bildete, änderte sich erst dann als ich ihn traf. Wenn aber denn Menschen diese Freiheit immer genommen wird, wird die Welt dadurch nicht freier.

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Re: Die Gretchenfrage des Säkularismus

Beitragvon piscator » Sa 10. Feb 2018, 14:41

Kingdom hat geschrieben:Jeder Mensch hat es in sich, nach dem woher und wohin zu fragen.
Das ist unbestritten. Allerdings ist die Antwort darauf nicht automatisch Religion
.
Wenn aber eben Sakuläre Staaten, Religiöse Regime gleich welcher Couleur und Diktatorische Staaten welche ja alle zusammen die Mehrheit bilden in dieser Welt, dem Menschen eben vorgeben was sie gefälligst zu denken und Glauben haben, ist es eben nicht verwunderlich das der ganz "Natürliche von Gott in den Menschen gelegte Instinkt" nach Ihm zu fragen eben mit Gewalt und Desinformation gezielt einer Attacke ausgesetzt ist.
Du bist gläubig und da folgerst du automatisch, dass Gott die Ursache alles Seins ist. Wer nicht gläubig ist, kommt durchaus zu anderen Schlüssen.
Wo bleibt aber da eben die Freiheit des Menschen eine Meinung zu bilden?
Wenn die Meinung auf den christlichen Gott hinauslaufen ist, ist es keine Freiheit.
Wenn Du als Kind immer ein falsches und einseitiges Bild vermittelt bekamst, so ist dir eben die Freiheit genommen worden noch eine andere Seite kennen zu lernen und ja dies führt oft zur Flucht in den Atheismus oder was auch immer.
Nun ja, man lernt wenn man älter und reifer wird. Das ist bei vielen Menschen so.
Diese Flucht ist aber nicht die Freiheit von der Christus sprach, welche er den Menschen schenken möchte.
Meine Vorstellungen über Christus welches ich mir in meiner Jugend bildete, änderte sich erst dann als ich ihn traf. Wenn aber denn Menschen diese Freiheit immer genommen wird, wird die Welt dadurch nicht freier.
Bei mir war es ähnlich. Allerdings bin ich zu einem anderen Schluss gekommen. Ich wusste schon als Kind instinktiv, dass an dem mir vermittelten Bild des Christentums etwas nicht stimmen konnte. An meine Taufe kann ich mich natürlich nicht erinnern, aber an den Religionsunterricht und die Konfirmation. Rückwirkend gesehen, hat mir das nichts bedeutet, es waren Worte für mich ohne Bedeutung. Erst mein Studium und damit verbundene Art des Denkens und die Beschäftigung (als interessierter Laie) mit den Naturwissenschaften hat mir gezeigt, dass unsere Welt weit größer und wunderbarer ist als die Schilderungen und Versprechen der verschiedenen Religionen. Ich bin nach wie vor evangelisch, allerdings aus Gründen die du nicht verstehen würdest.
Ich habe erkannt, dass ich nach meinem Tod da sein werde, wo ich vor meiner Geburt war. Der Tod macht mir keine Angst, denn ich war für einen extrem kurzen Zeitraum in der Geschichte, ein winziger Teil des riesigen Universums in dem wir leben.
Als Gott mich schuf wollte er angeben!


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