Versagt die Evolutionstheorie? III

Evolution vs. Schöpfung Debatte, Alter der Erde
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Travis
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Re: Versagt die Evolutionstheorie? III

Beitrag von Travis » Fr 8. Nov 2019, 07:15

Rembremerding hat geschrieben:
Fr 8. Nov 2019, 07:12
Richtig, es ist kein zweiter Schöpfungsbericht, aber der ältere.
Selbst darüber könnte man noch einiges ausführen. Aber ich will nicht "kleinlich" erscheinen. :lol:
aus 1Kor 4,13 "πάντων περίψημα"
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AlfvonMelmac
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Re: Versagt die Evolutionstheorie? III

Beitrag von AlfvonMelmac » Fr 8. Nov 2019, 17:29

Münek hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 14:58
Travis hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 06:17
Münek hat geschrieben:
Di 5. Nov 2019, 23:56
Natürlich wird auch im 2. Schöpfungsbericht die Erschaffung der Tiere geschildert - und zwar NACH der Erschaffung des Menschen - Gen. 2:19 :
Wo steht denn da, dass die Tiere erst nach dem Mernschen erschaffen wurde?
Ich habe doch die entsprechende Bibelstelle zitiert - Gen. 2:19:

"Und Gott der Herr bildete aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und brachte sie
zu dem Menschen."

Eine klare, nicht misszuverstehende Aussage. Der Grund für die Erschaffung der Tiere wird auch genannt - Gen. 2:18:

"Und Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe schaffen als sein Gegenüber." Der folgende Vers 19 schildert dann die Erschaffung der Tiere.
Widerspruch euer Ehren , diese Verse 19 lässt sich ganz anders interpretieren. Denn anders wäre es auch nicht möglich. Siehe den letzten Absatz, " und brachte sie den Menschen", heisst nicht, dass die Tiere nach dem Menschen erschaffen worden , sondern dass die vorhandenen Tiere gebracht wurden in Form von Haustiere. Ich bezweifle doch ganz stark dass es Menschen bereits vor 500 Millionen Jahren gab.

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Magdalena61
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Re: Versagt die Evolutionstheorie? III

Beitrag von Magdalena61 » Sa 9. Nov 2019, 02:12

Nach langer Suche habe ich endlich eine Wort- für- Wort- Übersetzung aus dem Hebräischen gefunden.

Wenn das wirklich original ist, dann muß man sagen: "Und Gott, der HERR, bildete aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels, und er brachte sie zu dem Menschen" (ELB), was ja so klingt, als habe Gott zuerst den Menschen und dann die Tiere erschaffen, ist sehr phantasievoll übersetzt und darf hinterfragt werden.

Die Interlinearübersetzung würde auch eine in der Vergangenheit liegende Erschaffung der Tiere zulassen, so ist mein Eindruck.
Gegenstück als Hilfe eine für ihn machen will ich sei allein Adam er dass es ist gut nicht Elohim HERR der sprach und 18 sie brachte und Himmel der Vögel alle und Feldes des Tiere alle Erdboden dem aus Elohim HERR der bildete und 19 Name sein er so lebendige Seele Adam der würde nennen er die alle und würde nennen er wie sehen zu um Adam dem zu Adam für Aber Feldes des Tieren allen und Himmel der Vögeln dem und Vieh allem Namen Adam der nannte.
Quelle
Den Text kann man auch anhören. Das ist ein Youtube- Video. Die relevanten Verse beginnen bei Minute 7.48
LG
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Re: Versagt die Evolutionstheorie? III

Beitrag von Magdalena61 » Sa 9. Nov 2019, 02:20

Rembremerding hat geschrieben:
Fr 8. Nov 2019, 07:12
es ist kein zweiter Schöpfungsbericht, aber der ältere.
Du meinst: Die Menschen hatten den 2. Schöpfungsbericht zuerst aufgeschrieben, und danach den Ersten? Wie kommt man darauf?
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Menschen können die Erschaffung der Welt ja nicht beobachtet haben, denn als die Erde mitsamt Meeren, Pflanzen und Tieren "eingerichtet" wurde, war noch kein einziger davon da.
Also können die Infos nur aus der unsichtbaren Welt stammen; von Gott oder von Engeln, und wurden dem Menschen mitgeteilt.

Wenn es so ist, dann ist jede Auslegung, die 1. Mose 1 und 2 auf die menschliche Perspektive reduzieren und aus dieser heraus erklären will, zweifelhaft.
LG
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Münek
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Re: Versagt die Evolutionstheorie? III

Beitrag von Münek » Sa 9. Nov 2019, 07:08

Hätte Gott die Tiere vor dem Menschen erschaffen, wären sie mangels Pflanzen verhungert - Gen. 2:5 u.6:

"Es war aber noch kein Strauch des Feldes gewachsen auf der Erde, noch irgend ein Kraut auf dem Feld; denn Gott
der Herr hatte es noch nicht regnen lassen auf der Erde, und es war kein Mensch da, um das Land zu bebauen. Aber
ein Dunst stieg beständig von der Erde auf und bewässerte die ganze Fläche des Erdbodens."

Unmittelbar danach bildete Gott aus dem Staub der Erde den Menschen. Von der Erschaffung der Tiere ist erst später die Rede. Diesen standen dann auch im Garten Eden Pflanzen als Nahrung zur Verfügung, die es vorher
noch nicht gab.

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Re: Versagt die Evolutionstheorie? III

Beitrag von Rembremerding » Sa 9. Nov 2019, 08:43

Magdalena61 hat geschrieben:
Sa 9. Nov 2019, 02:20
Du meinst: Die Menschen hatten den 2. Schöpfungsbericht zuerst aufgeschrieben, und danach den Ersten? Wie kommt man darauf?
1./2. Schöpfungsbericht heißt es deshalb, weil es in der Bibel so als Reihenfolge steht. Der Kanon der Bibel ist jedoch nicht chronologisch. Es können auch spätere von Gott inspirierte Texte in der Reihenfolge vor zeitlich früher entstandenen Texten stehen.
In den beiden Schöpfungsberichten wird Gott unterschiedlich mit Jahwe und dann mit Elohim bezeichnet. Dies und der unterschiedliche Aufbau der Texte im Vergleich zu anderen, führt dazu, dass man den 1. Bericht zur sog. älteren Priesterschrift zählt, den 2. jedoch zur früher entstandenen "Jahwistenschrift".
Der göttlichen Inspiriertheit der Texte wird dadurch keinerlei Abbruch geleistet und die Möglichkeit eines mehrstufigen Entstehungsprozesses der Bibel ist keineswegs "unbiblisch".
Ausschlaggebend ist, dass sich beide Texte, unabhängig von ihrer zeitlich verschiedenen Entstehungsgeschichte, aufeinander beziehen und deshalb nicht als widersprüchliche Berichte betrachtet werden dürfen. Sie ergänzen sich auf wunderbare Weise.

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Re: Versagt die Evolutionstheorie? III

Beitrag von Rembremerding » Do 12. Dez 2019, 10:00

Ein interessanter Beitrag, der die Forschungsergebnisse wiedergibt, dass sich die Evolution des Gehirns unabhängig vom Schädel vollzog:
https://www.archaeologie-online.de/nach ... 61A9LWSrqQ

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Münek
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Re: Versagt die Evolutionstheorie? III

Beitrag von Münek » Di 17. Dez 2019, 12:39

Rembremerding hat geschrieben:
Sa 9. Nov 2019, 08:43
Ausschlaggebend ist, dass sich beide Texte, unabhängig von ihrer zeitlich verschiedenen Entstehungsgeschichte, aufeinander beziehen und deshalb nicht als widersprüchliche Berichte betrachtet werden dürfen.
Ein jüngerer Text kann sich auf einen älteren beziehen. Umgekehrt ist das logischerweise nicht möglich.

Und natürlich kann man sich durch gewaltsame Interpretation der Texte einreden, dass Widersprüche zwischen den beiden Schöpfungsberichten nicht vorliegen (Erschaffung der Pflanzen und der Tiere vor oder nach der Erschaffung des Menschen).

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