Versagt die Evolutionstheorie? II

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Pluto
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Re: Versagt die Evolutionstheorie? II

Beitragvon Pluto » Fr 12. Okt 2018, 17:38

closs hat geschrieben:
Pluto hat geschrieben:Das sind alles Märchen, die aus einer Zeit stammen, in der die Menschen von Biologie keine Ahnung hatten.
Das hat nichts mit Biologie zu tun. - Biologie steht zu Geist wie Instrumentenbauer zu Interpret.
Die heutige Biologie ist alles andere als ein Interpret. Es ist Fakt. Sie geht davon aus, dass die Trennung der Geschlechter sehr viel früher statt fand als das Märchen von Adams Rippe aus der Eva gefort wurde.

closs hat geschrieben:
Pluto hat geschrieben:Hier wirst du geholfen
Wie gesagt: Wenn die Theologie sagt, dass der Mensch von Gott getrennt ist (es sei denn, es ist situativ gemeint - aber hier klingt es ja nach grundsätzlich), ist das etwas anderes, als wenn es Gott sagt.
Glaube ich nicht. Aber das Urteil überlasse ich dir.

closs hat geschrieben:
Pluto hat geschrieben:Deshalb ist auch in der weltlichen Justiz, die Vergewaltigung strafbar.
Richtig - weil hier eine andere Peson betroffen ist. - In der Theologie geht es auch um die eigene Person.
Ja, weiß ich. Aber hier irrt die Theologie. Wichtig für die strafrechtliche Verfolgung ist nun mal ob Dritte dabei Schaden nehmen.

closs hat geschrieben:
Pluto hat geschrieben: closs hat geschrieben:
Seitens der Theologie wird Abtreibung als krank verstanden ...

Ach so, also keine Sünde?
Guck nochmal nach, ob dieser Satz von mir stammt - ich meine, nein.
Doch! Der Satz war von dir.
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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sven23
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Re: Versagt die Evolutionstheorie? II

Beitragvon sven23 » Fr 12. Okt 2018, 17:47

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Nein, sie sind als falsch widerlegt worden.
Das sind stereotype Wiederholungen, die nicht in die Tiefe gehen. - Zur Erinnerung:

1) Wenn man einen schwarzen Schwan findet, ist die Behauptung "Es gibt keine schwarzen Schwäne" ein für allemal widerlegt - das ist Deine Version, die für solche Fälle richtig ist.

2) Wenn man einen schwarzen Schwan NICHT findet, ist die Behauptung "Es gibt schwarze Schwäne" NICHT widerlegt - diese Version verstehst Du offenbar nicht, weil Du anscheinend 1) und 2) nicht kategorial unterscheidest. - Das wäre aber wichtig, weil wir uns dann ständige Wiederholungen sparen könnten.

Nun vergiß mal deine Schwäne.
Wir reden hier von eindeutig widerlegten Dingen.
Wenn z. B. behauptet wird, dass Stahl bei hohen Temperaturen keinen großen Teil seiner Tragkraft einbüßt, dann ist das widerlegt, bzw. kann jederzeit experimentell belegt werden.
Wenn behauptet wird, dass das WTC niemals hätte eine solche Staubwolke entwickeln können, weil es kein Betonbau war, sondern ein Stahlbau, dann ist das Unfug, weil über 300.000 Kubikmeter Beton im Gebäude verbaut worden sind, von den Gipsbauplatten ganz zu schweigen.
Usw. Es werden ständig die gleichen, widerlegten Behauptungen vorgebracht.
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
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closs
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Re: Versagt die Evolutionstheorie? II

Beitragvon closs » Fr 12. Okt 2018, 19:10

Pluto hat geschrieben:Die heutige Biologie ist alles andere als ein Interpret.
"Biologie" stand in meinem Bild für "Instrumentenbauer".

Pluto hat geschrieben: Sie geht davon aus, dass die Trennung der Geschlechter sehr viel früher statt fand als das Märchen von Adams Rippe aus der Eva gefort wurde.
Du wirst doch nicht ernsthaft Evolution mit geistigen/geistlichen Darstellungen korellieren wollen?!?!

Pluto hat geschrieben:Wichtig für die strafrechtliche Verfolgung ist nun mal ob Dritte dabei Schaden nehmen.
Sage ich doch - das ist der Unterschied zu einer Disziplin, der es um geistige/geistliche Fragen des Einzelnen geht.

Pluto hat geschrieben:Doch! Der Satz war von dir.
Da müsste ich den Kontext kennen - wie auch immer: Wenn man das Sündigen für nicht gesund für den Menschen hält, ist es krank.

sven23 hat geschrieben:Wir reden hier von eindeutig widerlegten Dingen.
Wie gesagt - das gibt es - das ist der Fall 1: "
Closs hat geschrieben:Wenn man einen schwarzen Schwan findet, ist die Behauptung "Es gibt keine schwarzen Schwäne" ein für allemal widerlegt - das ist Deine Version, die für solche Fälle richtig ist.


Wir reden aber auch oft von Dingen der Kategorie 2:
Closs hat geschrieben:Wenn man einen schwarzen Schwan NICHT findet, ist die Behauptung "Es gibt schwarze Schwäne" NICHT widerlegt
Wenn ich behaupte "Du hast eine Geliebte in Düsseldorf" ist diese Behauptung nicht dadurch widerlegt, dass ich keine Geliebte von Dir in Düsseldorf finde. - Meine Behauptung ist "nicht bestätigt", aber nicht "widerlegt".

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Re: Versagt die Evolutionstheorie? II

Beitragvon Claymore » Fr 12. Okt 2018, 21:39

Janina hat geschrieben:Daraus folgt, dass das als Grund für die Beschränkung von Spaß nicht gelten kann.
Ok. Aber ich habe noch keinen katholischen Theologen getroffen, der auf dieser Linie argumentiert hat. Das sind nur closs' heterodoxe Ideen.
Janina hat geschrieben:Das sieht die Kirche anders, wenn die Frau sich unfruchtbar macht.
Ja, weil das eben ihrer Meinung “aktives Vereiteln der natürlichen Zwecks (Telos)” ist.
Janina hat geschrieben:Das heißt nur, dass die Kirche die Biologie nicht verstanden hat. :lol:
Was meinst du damit genau? Dass es einen metaphysischen “Telos” nicht gibt (wg. Darwin) oder dass die Geschlechtsorgane die Fortpflanzung nicht als “Telos” haben?

IMHO funktioniert die katholische Argumentation sogar dann nicht, wenn man die aristotelische(-thomistische) Metaphysik dahinter komplett akzeptiert. Ganz einfach, weil die Unterscheidung zwischen
  1. eine Körperfunktion benutzen und den natürlichen Zweck aktiv vereiteln
  2. eine Körperfunktion auf eine Weise benutzen, so dass der natürlichen Zwecks nicht erreicht werden kann
nicht wirklich existiert. Und 2. war nie sündhaft, sonst wäre es bereits sündhaft mit den Füßen zu malen oder Kaugummi zu kauen.

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sven23
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Re: Versagt die Evolutionstheorie? II

Beitragvon sven23 » Sa 13. Okt 2018, 06:47

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Wir reden hier von eindeutig widerlegten Dingen.
Wie gesagt - das gibt es - das ist der Fall 1: "
Closs hat geschrieben:Wenn man einen schwarzen Schwan findet, ist die Behauptung "Es gibt keine schwarzen Schwäne" ein für allemal widerlegt - das ist Deine Version, die für solche Fälle richtig ist.


Wie gesagt: wir suchen keine Schwäne, sondern nach Behauptungen, die eindeutig widerlegt sind. Verschwörungstheoretiker zeichnen sich ja gerade dadurch aus, dass sie längst Widerlegtes immer wieder vorbringen und sich als extrem erkenntnis- und lernresistent erweisen.
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Re: Versagt die Evolutionstheorie? II

Beitragvon closs » Sa 13. Okt 2018, 09:45

sven23 hat geschrieben:wir suchen keine Schwäne, sondern nach Behauptungen, die eindeutig widerlegt sind.
Du weißt nicht, dass "Schwarzer Schwan" Poppers Bild war, um seine Methodik zu erklären?

sven23 hat geschrieben:erschwörungstheoretiker zeichnen sich ja gerade dadurch aus, dass sie längst Widerlegtes immer wieder vorbringen
Wir sind hier gerade bei den Grundlagen: WAS ist "Widerlegung"? - Deshalb das Beispiel mit dem Schwarzen SChwan.

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Re: Versagt die Evolutionstheorie? II

Beitragvon sven23 » Sa 13. Okt 2018, 11:02

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:wir suchen keine Schwäne, sondern nach Behauptungen, die eindeutig widerlegt sind.
Du weißt nicht, dass "Schwarzer Schwan" Poppers Bild war, um seine Methodik zu erklären?

Natürlich, aber es sind doch gerade die Verschwörungstheoretiker, die schwarze Schwäne am laufenden Band produzieren. Dabei wäre es ihre Aufgabe, ihre Behauptungen nachzuweisen. Aber da kommt bis heute nichts, immer dieselben teilweise eindeutig widerlegten Behauptungen.

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:erschwörungstheoretiker zeichnen sich ja gerade dadurch aus, dass sie längst Widerlegtes immer wieder vorbringen
Wir sind hier gerade bei den Grundlagen: WAS ist "Widerlegung"? - Deshalb das Beispiel mit dem Schwarzen SChwan.

Widerlegtes sind Behauptungen, die widerlegt sind, siehe oben. Was ist daran so schwer zu verstehen? :roll:
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Re: Versagt die Evolutionstheorie? II

Beitragvon closs » Sa 13. Okt 2018, 13:04

sven23 hat geschrieben: Dabei wäre es ihre Aufgabe, ihre Behauptungen nachzuweisen.
Das wäre der einvernehmliche Wunsch.

sven23 hat geschrieben:Aber da kommt bis heute nichts, immer dieselben teilweise eindeutig widerlegten Behauptungen.
Jetzt sind wir wieder an dem Punkt, dass Du anscheinend nicht verstanden hast, dass unter "widerlegen" kategorial unterschiedliche Dinge firmieren. - Es ist ein Unterschied, ob etwas positiv nachgewiesen ist ("Deine Behauptung, dass Aspirin nicht wirkt, ist widerlegt") oder ob etwas nicht bestätigt ist - da kann man höchstens sagen: "Es ist widerlegt, dass eine Wirkung nachweisbar ist". - Das sind grundverschiedene Aussagen - merkst Du das wirklich nicht?

sven23 hat geschrieben:Widerlegtes sind Behauptungen, die widerlegt sind, siehe oben.
Die Behauptung, dass HP-Wirkung nachweisbar ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt widerlegt". - Aber NICHT: "HP-Wirkung ist widerlegt".

Im wissenschaftlichen Betrieb mag man aus pragmatischen Gründen diesen Unterschied nicht machen (was ich schwach fände) - wie auch immer: Sauber gedacht muss man das unterscheiden.

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Re: Versagt die Evolutionstheorie? II

Beitragvon sven23 » Sa 13. Okt 2018, 16:28

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben: Dabei wäre es ihre Aufgabe, ihre Behauptungen nachzuweisen.
Das wäre der einvernehmliche Wunsch.

Eben, aber da kommt ja nichts seitens der Verschwörungstheoretiker.

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Aber da kommt bis heute nichts, immer dieselben teilweise eindeutig widerlegten Behauptungen.
Jetzt sind wir wieder an dem Punkt, dass Du anscheinend nicht verstanden hast, dass unter "widerlegen" kategorial unterschiedliche Dinge firmieren. - Es ist ein Unterschied, ob etwas positiv nachgewiesen ist ("Deine Behauptung, dass Aspirin nicht wirkt, ist widerlegt") oder ob etwas nicht bestätigt ist - da kann man höchstens sagen: "Es ist widerlegt, dass eine Wirkung nachweisbar ist". - Das sind grundverschiedene Aussagen - merkst Du das wirklich nicht?

Ich brachte die Beispiele vom WTC und du kommst jetzt wieder mit Homöopathie. :roll:
Seis drum, auch Globuli unterm Kopfkissen sollen ja nach Meinung einiger "Geist- und Fernheiler" wirken, da schon die Nähe zu ihnen ausreicht, meinen die Esoteriker.

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Widerlegtes sind Behauptungen, die widerlegt sind, siehe oben.
Die Behauptung, dass HP-Wirkung nachweisbar ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt widerlegt". - Aber NICHT: "HP-Wirkung ist widerlegt".[/quote
Eigentlich doch: die behauptete Wirkung oberhalb des Placeboeffektes ist widerlegt und damit Hahnemanns "Modell". Dass Hahnemann seinerzeit auch Erfolge aufweisen konnte, lag an anderen Dingen, die du aus dem Video entnehmen kannst. (Das du aber, wie man dich kennt, sicher nicht angeschaut hast :roll: )
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Re: Versagt die Evolutionstheorie? II

Beitragvon closs » Sa 13. Okt 2018, 18:46

sven23 hat geschrieben:Eben, aber da kommt ja nichts seitens der Verschwörungstheoretiker.
Sie müssten zumindestens zeigen, dass ihre Vermutungen MÖGLICH sind (es kann ja verschiedene Versionen möglich sein).

sven23 hat geschrieben:Ich brachte die Beispiele vom WTC und du kommst jetzt wieder mit Homöopathie.
Ich war gedanklich im falschen Thread. - Wie auch immer: - Es ist ein Unterschied, ob etwas positiv nachgewiesen ist oder ob etwas nicht bestätigt ist - da kann man höchstens sagen: "Es ist widerlegt, dass eine Version nachweisbar ist". - Das sind grundverschiedene Aussagen.


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