Versagt die Evolutionstheorie? II

Evolution vs. Schöpfung Debatte, Alter der Erde
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ThomasM
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Re: Versagt die Evolutionstheorie? II

Beitrag von ThomasM » Di 6. Nov 2018, 15:05

Janina hat geschrieben:
Es reicht aus, wenn die scheinbare Zielorientierung nicht allein durch die Beschränkung der Möglichkeiten zustande kommt.
Wie soll eine Zielorientierung denn sonst zustande kommen, wenn nicht durch Beschränkung der Möglichkeiten?
Wenn ein Mensch ein Ziel erreichen will, dann sorgt er durch seinen Einfluss gerade dafür, dass die Möglichkeiten, ein anderes Ziel zu erreichen, eingeschränkt werden. Gott agiert genauso.
Gott würfelt nicht, meinte Einstein. Aber er irrte. Gott nutzt den Zufall - jeden Tag.

JackSparrow
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Re: Versagt die Evolutionstheorie? II

Beitrag von JackSparrow » Di 6. Nov 2018, 15:26

Claymore hat geschrieben:Der Mund ist auch nicht dafür gemacht eine Taschenlampe zu halten oder Kaugummi zu kauen. Und?
Er ist auch nicht zum Essen gemacht worden. Schließlich sind wir Deuterostomier.

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Janina
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Re: Versagt die Evolutionstheorie? II

Beitrag von Janina » Di 6. Nov 2018, 16:09

ThomasM hat geschrieben:
Janina hat geschrieben:Es reicht aus, wenn die scheinbare Zielorientierung nicht allein durch die Beschränkung der Möglichkeiten zustande kommt.
Wie soll eine Zielorientierung denn sonst zustande kommen, wenn nicht durch Beschränkung der Möglichkeiten?
Durch Zielwahl.

ThomasM
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Re: Versagt die Evolutionstheorie? II

Beitrag von ThomasM » Di 6. Nov 2018, 16:44

Janina hat geschrieben:
ThomasM hat geschrieben:
Janina hat geschrieben:Es reicht aus, wenn die scheinbare Zielorientierung nicht allein durch die Beschränkung der Möglichkeiten zustande kommt.
Wie soll eine Zielorientierung denn sonst zustande kommen, wenn nicht durch Beschränkung der Möglichkeiten?
Durch Zielwahl.
Du kannst Zielwahl nicht messen. Also sind Naturwissenschaften ungeeignet, um das Vorhandensein von Zielen festzustellen.
Gott würfelt nicht, meinte Einstein. Aber er irrte. Gott nutzt den Zufall - jeden Tag.

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closs
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Re: Versagt die Evolutionstheorie? II

Beitrag von closs » Di 6. Nov 2018, 16:55

Claymore hat geschrieben: Kaum ist deine Theorie ad absurdum geführt worden, kommst du mit einer unmotivierten, inhaltslosen “weil halt!”-Erwiderung an.
Das ist eine sophistische Ad-absurdum-Führerei - immer an der Substanz vorbei.
Claymore hat geschrieben:Jajaja, die tiefen “Gewässer”.
Die man scheut wie der Teufel das Weihwasser.
Claymore hat geschrieben:Warum? Weil halt.
Richtig: Auf eine Frage folgt eine Begründung.
Claymore hat geschrieben: Und lustigerweise war Nahrungsaufnahme in der Vergangenheit anscheinend transzendent relevant:
Das hat aber nichts mit der Funktion des Mundes und des Kiefers/der Zähne zu tun.

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Janina
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Re: Versagt die Evolutionstheorie? II

Beitrag von Janina » Mi 7. Nov 2018, 09:41

ThomasM hat geschrieben:
Janina hat geschrieben:
ThomasM hat geschrieben:
Janina hat geschrieben:Es reicht aus, wenn die scheinbare Zielorientierung nicht allein durch die Beschränkung der Möglichkeiten zustande kommt.
Wie soll eine Zielorientierung denn sonst zustande kommen, wenn nicht durch Beschränkung der Möglichkeiten?
Durch Zielwahl.
Du kannst Zielwahl nicht messen.
Ich kann aber die Effektivität der Zielwahl messen (= Abweichung von statistischer Verteilung). So würde ich Leuten, die Homöopathika mit dem Ziel schneller gesund zu werden einnehmen, Null Effektivität dabei bescheinigen. Damit wäre die Qualität der Zielwahl definierbar.

Und ich kann einen prinzipiellen Denkfehler feststellen: Gäbe es eine als "natürlich" angenomme Vorzugsrichtung für den Einsatz von Sperma, müsste niemand einen Kommentar zu einer beabsichtigten Lenkung seines Einsatzes abgeben. Dieser innere Widerspruch ist der Beweis, dass der Versuch einer derartigen Lenkung nur falsch sein kann.

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Detlef
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Re: Versagt die Evolutionstheorie? II

Beitrag von Detlef » Mi 7. Nov 2018, 09:59

Thomas hat geschrieben:Versagt die Ekboluktionsmemory? (Evolutionstheorie) Die Ekboluktiionsmemory (Evolutionstheorie) ist dumm.
:?: :?: :?:
Kleine orale Spasme, wie Olaf Schubert sagen würde?
Die Wahrheit lässt sich pachten, mit dem Glauben an des Gottes Sohn, doch die Thesen sind vergänglich, allen Gläubigen zum Hohn! (Gert Reichelt)

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Re: Versagt die Evolutionstheorie? II

Beitrag von Claymore » Mi 7. Nov 2018, 10:05

Janina hat geschrieben:
Claymore hat geschrieben:
Janina hat geschrieben:
Claymore hat geschrieben:“verschwenderisch” hört sich reichlich anthropomorph an und ergibt nur bei der Annahme eines Telos einen Sinn.
Nein. Verschwendung deutet darauf hin, dass es kein Telos gibt.
Wie das?
viewtopic.php?p=336351#p336351
Ja, da steht das folgende:
Janina hat geschrieben:Eben. Etwas, was den Regeln der Statistik folgt, ereignet sich zufällig und nicht zielgerichtet. Ganz mein Text. :thumbup:
Aber nicht mal das Wort “Verschwendung” taucht hier auf.
Janina hat geschrieben:
Claymore hat geschrieben:Und von einer ineffizienten Verwendung zu sprechen hat nur relativ zu einem Ziel oder Vorhaben einen Sinn.
Ganz mein Text. Wenn ich also Verschwendung (zufällige Verteilung) sehe, bin ich sicher, dass es keine Zielorientierung gibt.
Gibt es für dich einen Unterschied zwischen der 866.000.000 € teuren Elbphilharmonie und Dimmuborgir?
Wikipedia: “Dimmuborgir” hat geschrieben:Die bizarr geformten Steinformationen des Lavafelds erinnern an verfallene Ruinen von Burgen und Türmen. In der isländischen Mythologie wird Dimmuborgir als Unterkunftsort von Elfen und Trollen gesehen.
Auf was würde man gemäß des normalen Sprachgebrauchs das Wort “Verschwendung” anwenden? Auf die Elbphilharmonie oder auf Dimmuborgir?
Janina hat geschrieben:So sagt es die Kirche.
Da die Befruchtung allerdings nur eine der unzähligen Varianten, Spaß zu haben, ist, ist die These, es gäbe eine Orientierung auf ein Ziel, damit widerlegt.
Das ist kein Argument. Auch ein extrem schlechter Bogenschütze will das Ziel treffen.
Janina hat geschrieben:Für die Natur ist es also offenbar ausreichend, wenn die Befruchtung stochastisch mitgetroffen wird. Damit ist die A-Teleologie der Evolution wieder einmal mehr beispielhaft bestätigt.
”Für die Natur ist es also offenbar ausreichend” … was soll das bedeuten? Verfolgt die Natur ein Ziel?

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Janina
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Re: Versagt die Evolutionstheorie? II

Beitrag von Janina » Mi 7. Nov 2018, 11:56

Claymore hat geschrieben:Auch ein extrem schlechter Bogenschütze will das Ziel treffen.
Wenn du mit verbundenen Augen einfach irgendwo hin schießt, ist kein Wille mehr erkennbar. Die Zielorientierung ist = 0.
Alleridngs kannst du erwarten, dass du triffst, wenn du millionen von Pfeilen abschießt. Dann hast du zwar Pfeile verschwendet, aber das Ziel getroffen. So macht die Natur das mit dem Sperma. Zielorientierung wäre erst angesagt, wenn die Pfeile knapp würden.

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Claymore
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Re: Versagt die Evolutionstheorie? II

Beitrag von Claymore » Mi 7. Nov 2018, 20:51

Janina hat geschrieben:
Claymore hat geschrieben:Auch ein extrem schlechter Bogenschütze will das Ziel treffen.
Wenn du mit verbundenen Augen einfach irgendwo hin schießt, ist kein Wille mehr erkennbar. Die Zielorientierung ist = 0.
Alleridngs kannst du erwarten, dass du triffst, wenn du millionen von Pfeilen abschießt. Dann hast du zwar Pfeile verschwendet, aber das Ziel getroffen. So macht die Natur das mit dem Sperma. Zielorientierung wäre erst angesagt, wenn die Pfeile knapp würden.
Du stellst das so dar, als ob die Spermien eine Art Brown'sche Bewegung im Uterus und Eileiter vollziehen würden. Das entspricht aber nicht der Realität. 8-)

Ist aber auch egal. Letztlich ging es mir darum, dass wenn man die ET nach Darwin wirklich ernst nimmt, selbst ein Satz wie “Der Zweck der Lungen ist den Gasaustausch zwischen Luft und Blut herzustellen” nur eine façon de parler ist. Denn alles Leben ist fundamental und durch und durch zweckbefreit.

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Übrigens: Die Verschwendung des Samens … das war einmal die Begründung der RKK.

Irgendwann fiel ihnen nämlich ein, dass ja auch Frauen masturbieren oder Sex mit Frauen haben können. Thomas Cajetan argumentierte dann, dass beim weiblichen Orgasmus etwas ähnliches passiert wie beim männlichen, d.h. die Ausschüttung einer Art “weiblichen Samens” erfolgt. Nachdem das eindeutig wissenschaftlich widerlegt war, kam man dann ab von der “Verschwendung des Samens”-Begründung. Was die RKK sich danach ausgedacht hat, ist allerdings noch weniger überzeugend. Erinnert mich an das Vorgehen von closs.
closs hat geschrieben:Das ist eine sophistische Ad-absurdum-Führerei -
Gibt es denn überhaupt prinzipiell die Möglichkeit, dass du von deiner Meinung hier abrückst? Oder wirst du letztendlich jedes Gegenargument als “sophistisch” ablehnen?
immer an der Substanz vorbei.
Was ist denn die Substanz? Dass man versucht die eigene Engstirnigkeit mit “geistlichen/geistigen” Argumenten zu verbrämen?
closs hat geschrieben:Die man scheut wie der Teufel das Weihwasser.
Das einzige was dir noch als Erwiderung einfällt ist, dass ich sophistisch argumentiere und dass es sich hier um eine “transzendente Angelegenheit” handelt und deswegen sie irgendwie außerhalb der Kritik steht.

Von “tiefen Gewässern” ist hier also nichts zu erkennen.
closs hat geschrieben:Das hat aber nichts mit der Funktion des Mundes und des Kiefers/der Zähne zu tun.
Ja. Und?

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