Allwissenheit-Allmachts-Paradoxon

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closs
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Re: Allwissenheit-Allmachts-Paradoxon

Beitragvon closs » Sa 4. Aug 2018, 11:57

JackSparrow hat geschrieben:Von wie vielen alternativen Wirklichkeiten gehst du denn ungefähr aus?
Insgesamt gibt es EINE - Wirklichkeit ist nicht addierbar.

JackSparrow hat geschrieben:Wie sollten wir also deiner Meinung nach etwas nennen, das völlig unberührt von deinem Glauben existiert?
Wirklichkeit. - Genau DAS ist Wirklichkeit.

Mirjam
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Re: Allwissenheit-Allmachts-Paradoxon

Beitragvon Mirjam » Sa 4. Aug 2018, 11:58

Hemul hat geschrieben:
Mirjam hat geschrieben:Aber das ist nur die bescheidene Meinung von jemandem, der an keinen allmächtigen Gott glaubt.

Das klingt mir aber jetzt sehr paradox was Du o. so erneut wieder von Dir gibst werte Maryam. :roll: Du selbst glaubst an keinen allmächtigen Gott behauptest aber in einem anderen Thread mich zu diesen führen zu können? :shock: Oder habe ich Dich etwa dort nur nicht richtig verstanden? :roll:

Maid Miryam hat geschrieben:Ja mein lieber Hemul :roll: und wie man zum Vater Jesus kommt, der allein wahrer Gott ist, den laut Jesus niemand kannte als er (vorallem nicht Mose, der sich von Schlangenzauberei blenden liess, wie du offenbar auch....?)verheisst Jesus u.a. hier

:wave:


Hemul, es gibt mehrere User mit sehr ähnlichen Namen - Mirjam, Maryam und Maid Miryam sind alles verschiedene Leute.
Entschuldige bitte die Verwirrung...

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closs
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Re: Allwissenheit-Allmachts-Paradoxon

Beitragvon closs » Sa 4. Aug 2018, 11:58

Mirjam hat geschrieben:es gibt mehrere User mit sehr ähnlichen Namen - Mirjam, Maryam und Maid Miryam sind alles verschiedene Leute.
Ein dialektisches Spiel?

Hemul
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Re: Allwissenheit-Allmachts-Paradoxon

Beitragvon Hemul » Sa 4. Aug 2018, 11:59

Mirjam hat geschrieben:Hemul, es gibt mehrere User mit sehr ähnlichen Namen - Mirjam, Maryam und Maid Miryam sind alles verschiedene Leute.
Entschuldige bitte die Verwirrung...

Entschuldigung angenommen. Mit Verlaub-ihr habt aber einen sehr-sehr ähnlichen Schreibstil-gelle? 8-)

JackSparrow
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Re: Allwissenheit-Allmachts-Paradoxon

Beitragvon JackSparrow » Sa 4. Aug 2018, 20:39

closs hat geschrieben:
JackSparrow hat geschrieben:Wie sollten wir also deiner Meinung nach etwas nennen, das völlig unberührt von deinem Glauben existiert?
Wirklichkeit. - Genau DAS ist Wirklichkeit.

Sei A die Menge aller Dinge, die völlig unberührt von deinem Glauben existieren, B die Menge aller Dinge, die du mit deinen Augen siehst und C die Menge aller Dinge, die du dir im Geiste vorstellst, dann können wir sagen: B ist Teilmenge von A, C ist nicht Teilmenge von A, B ist ungleich C und die Dinge, die du mit deinen Augen siehst, sind keine Abbildungen deiner geistigen Vorstellungen.

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closs
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Re: Allwissenheit-Allmachts-Paradoxon

Beitragvon closs » Sa 4. Aug 2018, 20:46

JackSparrow hat geschrieben:dann können wir sagen: B ist Teilmenge von A
Mit Einschränkung richtig.
JackSparrow hat geschrieben:C ist nicht Teilmenge von A
Kann aber trotzdem in Teilen damit koinzidieren - alles ein Teil davon ist Teil von A, ein anderer nicht.

JackSparrow hat geschrieben:B ist ungleich C und die Dinge, die du mit deinen Augen siehst, sind keine Abbildungen deiner geistigen Vorstellungen.
Das wäre ein Thema für sich, da es eigentlich NICHTS gibt, was nicht Abbildung eigener Vorstellung ist - aber das ist eher eine Frage an Neurowissenschaftler.

Stromberg
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Re: Allwissenheit-Allmachts-Paradoxon

Beitragvon Stromberg » Mo 13. Aug 2018, 08:53

closs hat geschrieben:Ein Stein, der schwerer ist, als Gott tragen kann, ist nicht möglich, also ein Nicht-Sein.
Das hatten wir doch alles schon; eine "billige" Ausrede deinerseits, nichts weiter.
Denn erstmal definiert sich dein "Nicht-Sein" - also etwas absolut unmöglich existierendes - ja nur dadurch, dass es von Gott nicht erschaffen werden kann. Denn könnte er es erschaffen, wäre es kein "Nicht-Sein" mehr. Damit schließt du ja nur den Kreis des Arguments, dass Allmacht nicht existieren kann... :lol:

Schon damals konnte das Paradoxon damit nicht von dir aufgelöst werden da ja gerade die "Allmacht" durch dessen postulierte Schöpfungsmacht erst "Etwas" in die Existenz und damit ins "Sein" bringt woraus unweigerlich folgt dass alles, was diese Allmacht nicht in die Existenz bringt (und|oder nicht bringen >>kann<<) immer auch automatisch deinem "Nicht-Sein" entspricht.

Könnte er nämlich einen Stein erschaffen, der so schwer ist, dass er ihn nicht mehr anheben kann, wäre es kein "Nicht-Sein" mehr. Gleichzeitig würde er aber ebenfalls seine Allmacht zunichte machen. Und >darum< kommst du an dieser Stelle auch niemals drum herum -> Allmacht gibt es nicht.

Deine letzten Versuche bezogen sich nun auf das nihil negativum, doch das verändert an der Ausgangslage nichts Wesentliches:
Gerade die "Allmacht" eines angenommenen Schöpfers gibt vor, was "nihil negativum" und was nihil privativum ist. Alles was diese Allmacht mit seiner Macht in die Existenz bringen >>könnte<< entspricht dem nihil privativum und alles was diese Macht >>nicht<< in die Existenz bringen kann (nämlich Paradoxa) entspricht dem nihil negativum.

Kurz: Es ist nur deshalb ein "nihil negativum" (nichts) >>weil<< Gott diesen Stein (oder andere Paradoxa) >>nicht<< schaffen|in die Existenz bringen kann wodurch seine Macht gleichbleibend eingeschränkt ist.

____________________________________________________________________________________

Generell hatten wir das ja alles schon...
Gott als allmächtiges und allwissendes Wesen: Da Allwissenheit das Wissen um die eigenen zukünfigen Handlungen umfasst, führt Allwissenheit zu Statik; die Handlungsfreiheit wird auf genau eine mögliche Zukunft beschränkt. Da Allwissenheit die Handlungsfreiheit beschränkt, schließt Allwissen Allmacht aus; daher kann nichts gleichsam Allwissendes und Allmächtiges existieren.

Gott als allwissendes Wesen ohne Allmacht: Das Wissen eines allwissenden Wesens wird durch nichts beschränkt; ist sein Wissen beschränkt, ist es nicht allwissend. Wissen muss per Definition wahr sein, sonst ist es kein Wissen, sondern Meinung oder Glaube. Wahrheit ist die Übereinstimmung eines Sachverhaltes mit einer Aussage. Wissen erfordert ein Bewustsein, welches den wahren Sachverhalt als Aussage reflektiert. Ein Bewustsein kann nicht statisch sein, es muss sich verändern. Da ein allwissendes Bewustsein keine neuen Erkennisse gewinnen kann, kann sich nicht mehr verändern. Da jedoch Veränderung Grundlage des Bewustseins ist kann nichts allwissendes existieren.

Gott als Schöpfer: Wenn Existenz nur durch Erschaffen möglich wäre, müssten alle existenten Dinge einen Schöpfer haben. Falls Gott existiert, muss er einen Schöpfer haben. Falls er einen Schöpfer hat, kann er nicht "der Schöpfer sein", falls er sich selbst erschaffen könnte, beweist dies nicht seine Existenz, sondern widerlegt die Hypothese, falls er sich nicht selbst erschaffen kann, beweist dies seine nicht-göttlichkeit. Wenn Existenz nur durch Schöpfen möglich wäre, gäbe es folglich keine Existenz, folglich muss Existenz ohne Schöpfen möglich sein. Daher kann und muss Gott (auch ontologisch!) nicht der Schöpfer sein.

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closs
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Re: Allwissenheit-Allmachts-Paradoxon

Beitragvon closs » Mo 13. Aug 2018, 09:35

Stromberg hat geschrieben:Denn erstmal definiert sich dein "Nicht-Sein" - also etwas absolut unmöglich existierendes - ja nur dadurch, dass es von Gott nicht erschaffen werden kann.
Ein Nicht-Sein ist ein dreieckiges Viereck oder eine 30 cm lange Linie, die 4,5 cm lang ist - also etwas, was logisch nicht sein kann. - Frage: Kann aus Deiner Sicht Gott eine 30 cm lange Linie erschaffen, die 4,5 cm lang ist? - Falls nein: Falsifiziert das seine Allmacht?

Stromberg hat geschrieben:Könnte er nämlich einen Stein erschaffen, der so schwer ist, dass er ihn nicht mehr anheben kann, wäre es kein "Nicht-Sein" mehr.
Würde er eine 30 cm lange Linie erschaffen, die 4,5 cm lang ist, wäre es kein "Nicht-Sein" mehr.

Stromberg hat geschrieben:Alles was diese Allmacht mit seiner Macht in die Existenz bringen >>könnte<< entspricht dem nihil privativum und alles was diese Macht >>nicht<< in die Existenz bringen kann (nämlich Paradoxa) entspricht dem nihil negativum.
Gut formuliert. :thumbup:

Stromberg hat geschrieben:Kurz: Es ist nur deshalb ein "nihil negativum" (nichts) >>weil<< Gott diesen Stein (oder andere Paradoxa) >>nicht<< schaffen|in die Existenz bringen kann wodurch seine Macht gleichbleibend eingeschränkt ist.
Dann käme es auf die Begründung an - schafft er es nicht, obwohl es schaffbar wäre, oder geht es an sich nicht. - Insofern scheint mir folgende Frage schon entscheidend zu sein:

Kann aus Deiner Sicht Gott eine 30 cm lange Linie erschaffen, die 4,5 cm lang ist? - Falls nein: Falsifiziert das seine Allmacht?


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