Das Problem Diesel-Abgase, Autohersteller, oder?

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closs
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Re: Das Problem Diesel-Abgase, Autohersteller, oder?

Beitragvon closs » Fr 22. Sep 2017, 10:20

Pluto hat geschrieben:sollten die Abgase um über 90% gegenüber heute reduziert werden.
Naja - das wäre doch dann die Lösung. - Denn in Sachen Schadstoff-Bilanz wäre das doch nicht schlechter als Strom - oder nicht? (Wenn man miteinbezieht, dass auch Strom erstmal erzeugt werden muss, also dabei Schadstoffen anfallen).

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Pluto
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Re: Das Problem Diesel-Abgase, Autohersteller, oder?

Beitragvon Pluto » Fr 22. Sep 2017, 10:43

closs hat geschrieben:
Pluto hat geschrieben:sollten die Abgase um über 90% gegenüber heute reduziert werden.
Naja - das wäre doch dann die Lösung. - Denn in Sachen Schadstoff-Bilanz wäre das doch nicht schlechter als Strom - oder nicht? (Wenn man miteinbezieht, dass auch Strom erstmal erzeugt werden muss, also dabei Schadstoffen anfallen).
Stimmt! Hinzu kommt, dass die heutigen Elektroautos Batterien verwenden, die mit seltenen Erden arbeiten. Diese Stoffe werden unter inakzeptablen Bedingungen in Afrika (Kongo) gewonnen.

Die eigentliche Antwort ist der Brennstoffzellen-Antrieb. Das wäre Strom der aus Wasserstoff gewonnen wird, wo nur noch Wasserdampf entsteht.
Die Serienreife liegt aber vermutlich noch 20-40 Jahre in der Zukunft, weshalb heute unrealistisch.

Außerdem gibt es in ganz Deutschland nur sehr wenige testweise eingeführten H2-Tankstellen. Die ersten 100 sollen bis 2019 kommen.
Quelle: http://h2-mobility.de/h2-stationen/
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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Janina
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Re: Das Problem Diesel-Abgase, Autohersteller, oder?

Beitragvon Janina » Fr 22. Sep 2017, 19:10

closs hat geschrieben:wobei wir wieder bei meinem Lieblingsthema wären "Wissenschaft versus Realität".
Nein, Politiker gegen Realität. Wissenschaftler kennen das Phänomen. Merkel ist Physikerin, was denkst du denn, warum sie sich darüber so gar nicht aufgeregt hat?

closs hat geschrieben:Könnte man den AdBlue-Weg so gehen, dass die Stickoxide (um die geht es doch, gell?) WIRKLICH (so gut wie) weg wären?
Ja, das ist die Software-Lösung. Mehr davon einspritzen. Dann muss man nur öfter tanken. Kostet ja auch 0,50€ / Liter. Man kann auch selber in den Tank pinkeln.
Was aussieht wie Dummheit, ist vielleicht keine. Möglicherweise profitiert jemand davon, nur du bist nicht dabei.
http://www.4religion.de/viewtopic.php?p=161626#p161626
http://www.4religion.de/viewtopic.php?p=242349#p242349

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Janina
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Re: Das Problem Diesel-Abgase, Autohersteller, oder?

Beitragvon Janina » Fr 22. Sep 2017, 19:14

Pluto hat geschrieben:Die eigentliche Antwort ist der Brennstoffzellen-Antrieb. Das wäre Strom der aus Wasserstoff gewonnen wird, wo nur noch Wasserdampf entsteht.
Eure Armut kotzt mich an, was? :lol:
Wasserstoff ist die einzige Energieform, die NOCH teurer ist als Strom. Logisch, Wasserstoff kann ja auch nur mit Strom produziert werden.
Was aussieht wie Dummheit, ist vielleicht keine. Möglicherweise profitiert jemand davon, nur du bist nicht dabei.
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closs
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Re: Das Problem Diesel-Abgase, Autohersteller, oder?

Beitragvon closs » Fr 22. Sep 2017, 19:39

Janina hat geschrieben:Nein, Politiker gegen Realität. Wissenschaftler kennen das Phänomen.
Aber sie vertuschen es. - Was ist davon zu halten, wenn Wissenschaftler Messmethoden auf dem Prüfstand vorschlagen, von denen sie wissen, dass sie in der Praxis falsch sind? - Würdest Du soweit gehen, dass es Wissenschaftler gibt, die so in ihren Prüfstand verliebt sind, dass sie NICHT wissen, dass das in der PRaxis falsch ist?

Janina hat geschrieben:Ja, das ist die Software-Lösung. Mehr davon einspritzen.
Wenn das wirklich alles ist, wären doch AdBlue-Diesel der nächsten Generation mit Diesel- und großem Pinkel-Tank das Mittel der Wahl - oder nicht? - Wo ist dann das Problem? - Ist es wirklich so einfach?

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Janina
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Re: Das Problem Diesel-Abgase, Autohersteller, oder?

Beitragvon Janina » Fr 22. Sep 2017, 23:08

closs hat geschrieben:
Janina hat geschrieben:Nein, Politiker gegen Realität. Wissenschaftler kennen das Phänomen.
Aber sie vertuschen es.
Im Gegenteil. Wir erzählen es jedem, es will nur niemand wissen.

closs hat geschrieben:Was ist davon zu halten, wenn Wissenschaftler Messmethoden auf dem Prüfstand vorschlagen, von denen sie wissen, dass sie in der Praxis falsch sind?
Das tun Politiker und Manager, und Wissenschaftler lachen sich darüber kaputt. Ja, es gibt ein Kommunikationsproblem, schon immer.

closs hat geschrieben:Würdest Du soweit gehen, dass es Wissenschaftler gibt, die so in ihren Prüfstand verliebt sind, dass sie NICHT wissen, dass das in der PRaxis falsch ist?
Wir wissen das, aber wir müssen die Testspezifikation erfüllen.
Sag mal, haben wir das als Jugendliche nicht alle so gemacht? Die Stahlwolle im Auspuff mal eben so festgetüdelt, und nachm TÜV fliegt das Zeug mit Schmackes wieder raus, sobald man nur am Gas dreht. Aber egal, fürn TÜV hat's gehalten. Wir werden von den Vorschriften schikaniert, also richten wir uns in den Vorschriften so ein, dass es trotzdem passt. Das mit der Schummelsoftware ist nichts anderes. In unserer Bürokratur werden wir doch gerade dazu erzogen.

closs hat geschrieben:Wenn das wirklich alles ist, wären doch AdBlue-Diesel der nächsten Generation mit Diesel- und großem Pinkel-Tank das Mittel der Wahl - oder nicht? - Wo ist dann das Problem? - Ist es wirklich so einfach?
Genau genommen verstehe ich das Problem nicht ganz. Um bei einem Diesel die Stickoxide zu reduzieren, hat man die Abgasrückführung eingeführt, aber schon vor Jahrzehnten. Im Grunde haben wir ein Luxusproblem. Die Luft ist so sauber wie seit der Römerzeit nicht mehr. Ich denke, das Diesel"problem" ist wie die AfD. Wenn's uns zu gut geht, machen wir nur noch Scheiße.
Was aussieht wie Dummheit, ist vielleicht keine. Möglicherweise profitiert jemand davon, nur du bist nicht dabei.
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Re: Das Problem Diesel-Abgase, Autohersteller, oder?

Beitragvon closs » Fr 22. Sep 2017, 23:58

Janina hat geschrieben:Die Luft ist so sauber wie seit der Römerzeit nicht mehr.
Das hieße, dass die Grenzwerte willkürlich niedrig sind?

Janina hat geschrieben:Im Grunde haben wir ein Luxusproblem.
Das sowieso - dazu könnte man 10 Threads gleichzeitig aufmachen. - Lass mal eine wirkliche globale Katastrophe geschehen, und schon haben wir 90% unserer Probleme nicht mehr.

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Re: Das Problem Diesel-Abgase, Autohersteller, oder?

Beitragvon Magdalena61 » Sa 23. Sep 2017, 01:14

Martinus hat geschrieben:
Magdalena61 hat geschrieben:Hinter der Hetzjagd auf Dieselfahrzeuge mit der Aussicht darauf, diese ganz zu verbieten, vermute ich die Absicht, die Konjunktur zu fördern.


Politischer Aktionismus. :thumbdown: Ein sekundäres Problem in den Vordergrund schieben um die Menschen von den wirklichen Problemen in Deutschland abzulenken.
Die sichersten Kernkraftwerke abschalten, die sparsamsten Motoren verbieten. Dumm, Dümmer, Merkel, irgendwas geht halt immer.
:mrgreen:
Da gehen noch ganz andere Sachen...
Deutschland – ein Steuerparadies für Millionäre
95% des Einkommens steuerfrei, das ist doch toll. Gilt natürlich nur für die Superreichen. Über deren Wohlstand die Union schützend die Hände hielt und hält. Damit nichts wegkommt.

Wenn was fehlt, verteilt man die Lasten auf die weniger Reichen. Von denen gibt es zahlenmäßig einfach mehr. In diesem Sinne sehe ich auch diese mit peinlich einseitigen Informationen betriebene Gewaltgeburt eines noch nicht serienreifen Elektromobils.
LG

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Re: Das Problem Diesel-Abgase, Autohersteller, oder?

Beitragvon AlTheKingBundy » Sa 23. Sep 2017, 07:33

Janina hat geschrieben:
Wasserstoff ist die einzige Energieform, die NOCH teurer ist als Strom. Logisch, Wasserstoff kann ja auch nur mit Strom produziert werden.


Wenn man lokal denkt schon, global jedoch nicht. Oft existiert zu viel Strom, der dann verschenkt wird oder die Kraftwerke werden runtergeregelt oder abgeschaltet. Wenn man nun die Überkapazitäten in die Wasserstoffspaltung leiten würde und Sonnenstaaten mit "Wasseranschluss" verstärkt mit Solarzellentechnologie ausstatten würde, könnte Wasserstoff sehr wohl eine Alternative sein. Allerdings sehe ich noch Probleme im Transport.
Beste Grüße, Al

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.
(Albert Einstein, 1879–1955)

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Re: Das Problem Diesel-Abgase, Autohersteller, oder?

Beitragvon 2Lena » Sa 23. Sep 2017, 08:12

Janina hat geschrieben:Wir werden von den Vorschriften schikaniert, also richten wir uns in den Vorschriften so ein, dass es trotzdem passt. Das mit der Schummelsoftware ist nichts anderes. In unserer Bürokratur werden wir doch gerade dazu erzogen.

Diese Wirkung (Vorschriften und Reaktionen darauf) kannte man schon vor über 3000 Jahren. Wie gut, dass du sie wieder erwähnt hast :-)
Ist etwas "hinderlich", so braucht es die Vorschrift. Der richtige Ansatz wäre, die ganze Erfindung zu überdenken und die Folgen, die sie hervorgerufen hat.

Wenn wir über Wasserstoff, Strom, Diesel oder Benzin diskutieren, schaffen wir doch nicht die Folgen ab, die solche Lebensweise in weiten Kreisen Schäden zieht.

An riesigen Krautfeldern fuhr ich gestern vorbei. Keine Heuschrecke kann dort mehr ihr Leben fristen, kein Reh sich verstecken. Armselige Würmer, kaum Käfer, kein Unkraut, das die Tiere ernährt... nichts als Kraut. Dann wundern wir uns über die Meldungen wie Vogelsterben, Nachlassen der Artenvielfalt, und Vieles mehr. Doch diese Riesenfelder werden vom "Markt" gebraucht und entsprechend bestellt. Wir lieben Supermärkte, kutschieren hin, fahren zur Arbeit, knausern mit Geld, müssen es ...
Wer steigt da schon aus und schwimmt gegen den Strom?


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