Vegetarische Ernährung

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Verlorener_Sohn
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Vegetarische Ernährung

Beitragvon Verlorener_Sohn » Di 10. Apr 2018, 12:01

Servus Leute.

Heute wurde ich aus gesundheitlichen Gründen vom Arzt auf vegetarische Ernährung gestellt. Ich brauch es aber nicht radikal machen. D.h. Fisch ist erlaubt. Natürlich in ausgewogener Menge. Also so ein bis zweimal die Woche. Und sollte ich doch mal Fleischgelüste haben, dann nur ein kleines und mageres Stück. Sollte aber die Ausnahme sein.

Hab mir schon das Kochbuch "Gabel statt Skalpell" besorgt, da mir die dortigen Gerichte leicht und schnell machbar scheinen.

Habt ihr Tipps für weitere Bücher?
Vielleicht Thai oder indisch.
Es soll halt leicht machbar sein.
Ich bin römisch-katholisch.
Verloren ist nur noch mein Nick-Name.

In principio erat Verbum, et Verbum erat apud Deum, et Deus erat Verbum.

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Janina
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Re: Vegetarische Ernährung

Beitragvon Janina » Di 10. Apr 2018, 15:37

Verlorener_Sohn hat geschrieben:Heute wurde ich aus gesundheitlichen Gründen vom Arzt auf vegetarische Ernährung gestellt.
Was muss man denn haben, damit Mangelernährung gesund wird? :o
Wie beugst du Eisenmangel vor? Oder Vitamin B12? Was ist mit Vitamin D? Kalzium? Jod? Zink? Glaubst du dass eine Nahrung, die mit einer ganzen Batterie Nahrungsergänzungsmittel (Kunstfleisch) aus der Apotheke gestreckt werden muss, noch gesund sein kann?
Was aussieht wie Dummheit, ist vielleicht keine. Möglicherweise profitiert jemand davon, nur du bist nicht dabei.
http://www.4religion.de/viewtopic.php?p=161626#p161626
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Verlorener_Sohn
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Re: Vegetarische Ernährung

Beitragvon Verlorener_Sohn » Di 10. Apr 2018, 16:47

Sag mal, noch alle Tassen im Stübchen???
Meinen Beitrag überhaupt gelesen???

Vegetarisch, nicht vegan!
Solltest du den Unterschied nicht kennen, dann google.
Und nicht mal das korrekt, da ich Fisch essen darf.

Und Nahrung ohne Fleisch und Wurst nennt sich Gemüse, Salat und Obst. Meine Güte, bist wohl aus der Stadt.
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Ziska
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Re: Vegetarische Ernährung

Beitragvon Ziska » Di 10. Apr 2018, 16:53

Hallo!
Zink liefert Vollkorngetreide, Nüsse, Kürbiskerne.
Vitamin B12 liefert Milchprodukte, Eier
Calcium liefert Gemüse wie Brokkoli, Rosenkohl usw.
Vitamin D3 wird durch Sonneneinstrahlung in der Haut gebildet
Vitamin D2 liefert Fisch , Avocado, Pilze

Du siehst, Janina, als Vegetarier wirst du mit Vitaminen und Mineralstoffen rundum versorgt!
Du wirst sogar gesünder...
Voraussetzung ist aber, du läßt nicht nur Fleisch weg, sondern achtest auf eine ausgewogene Ernährung...

Ich interessiere mich für vegetarische Ernährung und habe selber 2 Jahre vegetarisch gegessen. Mir hat nichts gefehlt.
Ich fühlte mich sogar wohler.
Warum ich wieder Fleisch esse?
Bequemlichkeit... Mein Mann ist Fleischesser... Und mir schmeckt Fleisch...
Aber es kann sich jederzeit ändern!
Liebe Grüße von Ziska :wave:

“Man lebt wesentlich ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß,
nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt“

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Janina
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Re: Vegetarische Ernährung

Beitragvon Janina » Di 10. Apr 2018, 19:44

Verlorener_Sohn hat geschrieben:bist wohl aus der Stadt.
Ganz im Gegenteil, ich habe hier noch nie ein Landei gesehen, das Allergien oder Nahrungsunverträglichkeiten hätte, oder so einen komischen Wohlstandsübersättigungs-Trip fährt. Das muss ne Idee von Stadtkindern sein, dass man statt Tiere viel einträglicher auch Tierfutter anbauen und dann selber essen könnte. :roll:

Ziska hat geschrieben:Voraussetzung ist aber, du läßt nicht nur Fleisch weg, sondern achtest auf eine ausgewogene Ernährung...
Ja, das war der Punkt. Sämtliche Vegetarier in meinem Umfeld haben es alle wieder drangeben müssen. Zu viel Apothekenfraß. Und das Eisen im Spinat war ein Märchen.

Ziska hat geschrieben:Ich interessiere mich für vegetarische Ernährung und habe selber 2 Jahre vegetarisch gegessen. Mir hat nichts gefehlt.
Die Leber kann das Zeug ne Weile bunkern, aber dann gehts an die Substanz. Ein Stadtkind, das nicht wirklich arbeiten muss, kann sich das leisten.
Was aussieht wie Dummheit, ist vielleicht keine. Möglicherweise profitiert jemand davon, nur du bist nicht dabei.
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Lena
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Re: Vegetarische Ernährung

Beitragvon Lena » Di 10. Apr 2018, 20:00

Ist nicht schwer. Wir haben 9 Jahre so gelebt. Einfach das tierische weglassen. Wer genug Früchte und Gemüse, genug Samen und Nüsse und Vollkornsachen isst, kann nicht viel falsch machen.

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ProfDrVonUndZu
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Re: Vegetarische Ernährung

Beitragvon ProfDrVonUndZu » Mi 11. Apr 2018, 02:32

Passend zum Thema

https://www.spektrum.de/news/orthorexie ... rd/1555852

Ich finde den Artikel recht gut, wobei man die vermittelte Botschaft auch kritisch sehen kann : "Verschwende deine Energie nicht, wenn sie deine Funktion als Steuerzahler und möglichst früh abzutretender Rentner beeinträchtigt."

Ich finde vegetarische oder vegane Ernährung gut, solange sie nicht zu sehr das soziale Leben beeinträchtigt und immer wieder Ursache für Streit wird. Man kann ab und zu Ausnahmen machen, ohne befürchten zu müssen, dass man gesundheitliche Beeinträchtigungen bekommt und ohne sich gleich moralisch dafür verdammen zu müssen. Tatsache ist auch, dass Natur und Tier durch jede Form kultivierter Ernährung beeinträchtigt oder zerstört wird. Stichwort Monokulturen. Der Schuldfrage kann man nicht entgehen. Mit einer richtigen Ernährung kann man sich also auch nicht selbst erlösen.
Die Q(uellen)-Hypothese ist keine Lösung für ein Problem, sondern eine Quelle von Problemen, für die es keine Antwort gibt als zusätzliche Hypothesen.“ - Eta Linnemann

JackSparrow
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Re: Vegetarische Ernährung

Beitragvon JackSparrow » Mi 11. Apr 2018, 08:32

ProfDrVonUndZu hat geschrieben:https://www.spektrum.de/news/orthorexie-wenn-gesund-essen-zur-krankheit-wird/1555852

Dass Pflanzen hauptsächlich aus Kohlenhydraten und damit fast komplett aus Zucker bestehen, ist der guten Dame aus der Einleitung glücklicherweise bisher nicht aufgefallen.

Ich finde vegetarische oder vegane Ernährung gut, solange sie nicht zu sehr das soziale Leben beeinträchtigt und immer wieder Ursache für Streit wird.

Vegane Ernährung betrachte ich als eine krankhafte und vor allem für Kinder auch lebensgefährliche Essstörung, die unter ihren Opfern mitlerweise religiöse Züge annimmt und sich dadurch auch bald allen rationalen Argumenten entzogen haben wird, wie es Religionen eben so machen.

kann ab und zu Ausnahmen machen, ohne befürchten zu müssen, dass man gesundheitliche Beeinträchtigungen bekommt und ohne sich gleich moralisch dafür verdammen zu müssen.

Dass der Organismus eines sonst gesunden Erwachsenen eine Zeitlang ohne tierische Nahrung auskommen kann, ist noch lange kein Beleg für gesundheitliche Unbedenklichkeit oder gar für irgendwelche gesundheitlichen Vorteile gegenüber Fleischessern. Mir leuchet auch nicht völlig ein, inwiefern das Töten von Tieren unmoralischer sein sollte, als täglich tonnenweise exotische Früchte über zehntausende Kilometer nach Mitteleuropa zu karren, nur um den veganen Teil der Bevölkerung vorm Hungertod zu bewahren.

Novas
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Re: Vegetarische Ernährung

Beitragvon Novas » Mi 11. Apr 2018, 09:22

An den Beiträgen kann man erkennen, wie relativ unsre Bewertungen von richtig und falsch sind. In Indien leben Millionen von Menschen vegetarisch. Rund 40% der Bevölkerung. Im Falle von Indien ist das mit der Philosophie des Yoga verbunden, der das Prinzip der Gewaltlosigkeit (Ahimsa) zugrunde liegt. Nach der Aufassung des Yoga beeinträchtigt Fleisch die eigene Lebensenergie (Prana) weswegen sich die alten Yogis schon vor tausenden von Jahren für eine vegetarische Lebensweise aussprachen. Verletzt jemand Ahimsa, entstehen im Sinne der Karma-Gesetze, Konsequenzen für das eigene Leben.

Grundprinzipien der Yoga Ernährung: neben dem physischen Körper gibt es den emotionalen und den intellektuellen Körper, welche feinstofflich sind und auf energetischer Ebene wahrgenommen werden. Die Yoga Ernährung beachtet, im Unterschied zu anderen Ernährungssystemen, diese verschiedenen Energiekörper des Menschen. Das höchste Ziel im Yoga ist es, das wahre Selbst zu verwirklichen, welches jenseits von Körper und Geist existiert. Dafür braucht es viel reines Prana, Lebensenergie, um dieses Ziel zu erreichen.
Die vegetarische Yoga Ernährung versorgt den Menschen mit energiespendenden Lebensmitteln und verzichtet auf Nahrung, die das Prana schwächt oder stört. Das wird deutlich, wenn wir nach einem fettreichen und üppigen Essen meditieren wollen. Meistens überfällt uns die Trägheit und Müdigkeit, weil die Nahrung den Geist nicht rein und klar, sondern stumpf und trübe gemacht hat. Frische und gesunde Nahrung hingegen macht wach und klar und erlaubt längere Zustände von entspannter Konzentration (Meditation). Dies wird durch die Yoga Ernährung unterstützt.

Aber auch Menschen, welche nicht so hohe Ideale wie Erleuchtung haben, wissen die Vorzüge dieser Ernährung zu schätzen. Denn neben Asanas, Pranayama und Meditation sorgt die yogische, vegetarische Ernährung für einen gesunden Körper, für Lebensenergie und Harmonie auf geistig-emotionaler Ebene.

Die Yoga Ernährung erfüllt daher folgende Kriterien:


Sie ist gesund und erhöht deine Energie und geistige Wachheit.
Sie entspricht den Anforderungen der Yoga-Schriften (wie Bhagavad Gita, Hatha Yoga Pradipika).
Yoga Ernährung entspricht den auch in den westlichen Ernährungswissenschaften anerkannten Prinzipien der Vollwertkost.
Yoga Ernährung schmeckt ausgezeichnet.
Yoga Ernährung ist einfach und unkompliziert zuzubereiten.

Yoga-Vidya: Vegetarische Yoga Ernährung

Ihrer Philosophie zufolge haben die Yogis die Nahrung in drei Kategorien eingeteilt („Gunas“ = Eigenschaften): sattwig (rein), rajasig (anregend) und tamasig (träge). Spirituellen Menschen wird empfohlen sich möglichst sattwig zu ernähren, in Maßen rajasig und so gut wie gar nicht tamasig. Kaffee ist rajasig, anregend, und manchmal kann man das gebrauchen.

* Sattwige (leichte, reine) Nahrung
* Rajasige (anregende) Nahrung
* Tamasige (schwere, dunkle) Nahrung
Zuletzt geändert von Novas am Mi 11. Apr 2018, 09:35, insgesamt 1-mal geändert.

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Janina
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Re: Vegetarische Ernährung

Beitragvon Janina » Mi 11. Apr 2018, 09:34

JackSparrow hat geschrieben:Vegane Ernährung betrachte ich als eine krankhafte und vor allem für Kinder auch lebensgefährliche Essstörung...
In Italien jetzt strafbar!. :thumbup:
https://www.ksta.de/ratgeber/familie/in ... n-24564960

JackSparrow hat geschrieben:Mir leuchet auch nicht völlig ein, inwiefern das Töten von Tieren unmoralischer sein sollte, als täglich tonnenweise exotische Früchte über zehntausende Kilometer nach Mitteleuropa zu karren, nur um den veganen Teil der Bevölkerung vorm Hungertod zu bewahren.
Stadtkinder :roll:
Hauptsache beim Aldi gibts im Januar Erdbeeren.

Novalis hat geschrieben:In Indien leben Millionen von Menschen vegetarisch. Rund 40% der Bevölkerung. Im Falle von Indien ist das mit der Philosophie des Yoga verbunden
Oder einfach mit Armut.
In Gegenden, die zu karg für Ackerbau sind, gibt es dagegen gar keine andere Möglichkeit als Fleisch zu essen. Frag mal die Eskimos. Oder was willst du in der Tundra anbauen, außer Rentiere? Die Eifel ist klassisch arm, es wächst nur Wald und Gras. Gerste vielleicht noch. Also lebt man von Brennholz, Bier, Kühen, Hühnern und Schweinen (heute natürlich von einem Job in Bonn, Koblenz oder Aachen). Kühe leben von Gras, Hühner und Schweine von Kompost und Essensresten. Da kann ein Mensch noch nichtmal von Tierfutter leben.
Was aussieht wie Dummheit, ist vielleicht keine. Möglicherweise profitiert jemand davon, nur du bist nicht dabei.
http://www.4religion.de/viewtopic.php?p=161626#p161626
http://www.4religion.de/viewtopic.php?p=242349#p242349


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