Die Zensur der Meinungsfreiheit

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piscator
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Re: Die Zensur der Meinungsfreiheit

Beitragvon piscator » Do 24. Mai 2018, 13:16

closs hat geschrieben:
piscator hat geschrieben:Ich persönlich sehe da so: Ich respektiere Soldaten, wie ich jeden anderen Beruf, respektiere aber ich verehre und glorifiziere sie nicht.
Da sind wir uns im wesentlichen einig - allerdings hast Du ein "ver-" reingeschmuggelt, das aus "ehren" "ver-ehren" macht.
Respekt schließt Ehre aus meiner Sicht mit ein.
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Novas
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Re: Die Zensur der Meinungsfreiheit

Beitragvon Novas » Do 24. Mai 2018, 13:30

closs hat geschrieben:
AlTheKingBundy hat geschrieben:Du hast es erkannt, es gibt keine gute Armee.
Aber Menschen, die millionenfach Arme, Beine und Köpfe abgeschossen bekommen - denen kann man schon gedenken.


Den Weg des Kriegers gab es schon immer und ihn wird es, auf die ein oder andere Weise, immer geben ~ und das ist gut so. Im tiefsten Inneren schlummert bei mir einer und das ist eine machtvolle Energie. Sie kann dem Guten und Bösen dienen, je nachdem in welche Bahnen sie gelenkt wird. ;)




„Seine Pflicht erkennen und tun, das ist die Hauptsache.“ ~ Friedrich der Große, König von Preußen

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piscator
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Re: Die Zensur der Meinungsfreiheit

Beitragvon piscator » Do 24. Mai 2018, 13:37

closs hat geschrieben:Die stalinistischen Soldaten waren genauso überzeugt (WENN sie freiwillig im Feld waren), ihrem Land zu helfen, wie die Wehrmacht-Soldaten. - Subjektiv gab es da keine Unterschiede zu einem Soldaten, der die "freiheitliche Grundordnung" vertritt. - Und weggeschossene Unterkiefer gab's auf allen Seiten, wenn der Ernstfall da war.
Ich werde durch Relativierung nicht dazu beitragen, die Schandtaten der Wehrmacht zu verharmlosen.

Ein Zitat aus Wikipedia zur Wehrmacht
Der Angriff auf acht Staaten ohne Kriegserklärung war völkerrechtswidrig, ebenso wie bestimmte Praktiken der Kriegführung und zur Kontrolle der eroberten Gebiete, wie etwa Geiselerschießungen, Racheakte und Vergeltungsmaßnahmen an der Zivilbevölkerung (so genannte „Sühnemaßnahmen“). Im Rahmen der Bekämpfung von Partisanen und anderen Aufständischen (so genannte „Bandenbekämpfung“) war die Wehrmacht vor allem in Osteuropa an vielen Kriegsverbrechen und Übergriffen beteiligt.
Die Wehrmacht verfolgte bei ihren Rückzügen eine „Politik der verbrannten Erde“: In Weißrussland wurden beispielsweise zwischen Juni 1941 und Juli 1944 209 Städte und 9200 Dörfer von der Wehrmacht und der SS ausgelöscht und ihre Einwohner größtenteils ermordet. An der Inhaftierung und Ermordung von Juden und anderen verfolgten Gruppen in den besetzten Gebieten war die Wehrmacht auf der Grundlage der Richtlinien zur Zusammenarbeit des Heeres mit den Einsatzgruppen der SS teilweise involviert und sowohl direkt als auch indirekt beteiligt.[19]
Die Behandlung der osteuropäischen und vor allem sowjetischen Kriegsgefangenen entsprach nicht den internationalen Normen, was eine hohe bis sehr hohe Sterblichkeit zur Folge hatte. Zusätzlich wurden sowjetische Politkommissare auf Grundlage des Kommissarbefehls häufig sofort nach der Gefangennahme erschossen. 1944 wurden die von Sinti und Roma abstammenden deutschen Soldaten der SS übergeben, ohne dass es zu nennenswerten Protesten seitens der Wehrmachtführung kam.

Wie allgemein bekannt sein dürfte, wurden die Soldaten der Wehrmacht ab 1934 bzw. 1935 auf die Person Adolf Hitlers vereidigt, was ein Novum war. Normalerweise werden Soldaten auf die jeweilige Verfassung bzw. das Land vereidigt. So wird ein persönlicher Kodex des einzelnen Soldaten ausgehebelt.
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closs
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Re: Die Zensur der Meinungsfreiheit

Beitragvon closs » Do 24. Mai 2018, 13:54

piscator hat geschrieben:Respekt schließt Ehre aus meiner Sicht mit ein.
Um mehr geht es nicht - es geht hier die ganze Zeit um "Ehren" und nicht "Ver-Ehren".

piscator hat geschrieben:Ich werde durch Relativierung nicht dazu beitragen, die Schandtaten der Wehrmacht zu verharmlosen.
Auch das tut hier keiner. - Es geht um die Frage, ob Menschen, die für ihr Land den Kopf hinhalten (müssen), dafür geehrt (und nicht ver-ehrt) werden sollen.

piscator hat geschrieben:Wie allgemein bekannt sein dürfte, wurden die Soldaten der Wehrmacht ab 1934 bzw. 1935 auf die Person Adolf Hitlers vereidigt, was ein Novum war. Normalerweise werden Soldaten auf die jeweilige Verfassung bzw. das Land vereidigt.
Richtig - aber was ändert das an den Personen, die für ihr Land den Kopf hinhalten (müssen)? - Im 2.WK waren die britischen Soldaten auf den King vereidigt - und Bomber-Harris hat Aber-Hundertausende an Zivilisten zusammengebomben lassen - die Briten sollten also ihre Soldaten nicht ehren?

Verstehst Du: Da kommt man nicht raus. - Entweder man ist Pazifist, ehrt Soldaten grundsätzlich NICHT und steht zu den Folgen des Pazifismus - oder man sieht Soldaten als notwendige Größe im Staatswesen und ehrt sie. - Mit politischen Differenzierungen kommt man um so mehr ins Schleudern, je tiefer man geht - und die Soldaten selber sind eh immer die selben - egal ob sie in der Wehrmacht oder bei den Alliierten gekämpft haben.

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Re: Die Zensur der Meinungsfreiheit

Beitragvon Novas » Do 24. Mai 2018, 14:31

Mimi hat geschrieben:Ich möchte noch etwas hinzu fügen – was nichts mit „Unterschlagung“ der schrecklichen Geschehnisse zu tun hat -
und speziell auf die jetzige Generation gemünzt ist:
Wenn man sich nicht wenigstens ein bisschen vom Nazi-Komplex lösen kann, ist man wohl kaum in der Lage, das breite Weltgeschehen auch nur halbwegs objektiv! zu betrachten.


Viele autochthonen Deutschen haben ein schreckliches Problem mit ihrer eigenen Identität. Die „neuen Deutschen“ werden jedoch in Zukunft ein Wörtchen mitreden, ohne das ganze schwere Gepäck der Vergangenheit im Rücken. Sie werden in Zukunft mit leichtem Gepäck reisen und ganz sicher keinen Nazi-Komplex haben.

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Re: Die Zensur der Meinungsfreiheit

Beitragvon piscator » Do 24. Mai 2018, 15:21

closs hat geschrieben:Verstehst Du: Da kommt man nicht raus. - Entweder man ist Pazifist, ehrt Soldaten grundsätzlich NICHT und steht zu den Folgen des Pazifismus - oder man sieht Soldaten als notwendige Größe im Staatswesen und ehrt sie. - Mit politischen Differenzierungen kommt man um so mehr ins Schleudern, je tiefer man geht - und die Soldaten selber sind eh immer die selben - egal ob sie in der Wehrmacht oder bei den Alliierten gekämpft haben.
Tut mir leid, aber ich mache da nicht mit. Nach 12 Seiten endloser Diskussionen kommt man dann zu dem Schluss, dass Wehrmachtsoldaten "geistig gesehen" wahre Samariter waren.
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Re: Die Zensur der Meinungsfreiheit

Beitragvon piscator » Do 24. Mai 2018, 15:21

closs hat geschrieben:Verstehst Du: Da kommt man nicht raus. - Entweder man ist Pazifist, ehrt Soldaten grundsätzlich NICHT und steht zu den Folgen des Pazifismus - oder man sieht Soldaten als notwendige Größe im Staatswesen und ehrt sie. - Mit politischen Differenzierungen kommt man um so mehr ins Schleudern, je tiefer man geht - und die Soldaten selber sind eh immer die selben - egal ob sie in der Wehrmacht oder bei den Alliierten gekämpft haben.
Tut mir leid, aber ich mache da nicht mit. Nach 12 Seiten endloser Diskussionen kommt man dann zu dem Schluss, dass Wehrmachtsoldaten "geistig gesehen" wahre Samariter waren.
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Re: Die Zensur der Meinungsfreiheit

Beitragvon piscator » Do 24. Mai 2018, 15:22

closs hat geschrieben:Verstehst Du: Da kommt man nicht raus. - Entweder man ist Pazifist, ehrt Soldaten grundsätzlich NICHT und steht zu den Folgen des Pazifismus - oder man sieht Soldaten als notwendige Größe im Staatswesen und ehrt sie. - Mit politischen Differenzierungen kommt man um so mehr ins Schleudern, je tiefer man geht - und die Soldaten selber sind eh immer die selben - egal ob sie in der Wehrmacht oder bei den Alliierten gekämpft haben.
Tut mir leid, aber ich mache da nicht mit. Nach 12 Seiten endloser Diskussionen kommt man dann zu dem Schluss, dass Wehrmachtsoldaten "geistig gesehen" wahre Samariter waren.
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Re: Die Zensur der Meinungsfreiheit

Beitragvon AlTheKingBundy » Do 24. Mai 2018, 18:43

closs hat geschrieben:Aber Menschen, die millionenfach Arme, Beine und Köpfe abgeschossen bekommen - denen kann man schon gedenken.


Sofern diese Opfer einer Armee sind, sicher. Wer sich aber im Auftrag eines Staates als Soldat in eine Kriegssituation begibt, weiß worauf er sich einlässt, hier hält sich mein Mitgefühl stark in Grenzen. Übrigens bin ich nicht der Meinung, dass eine Selbstverteidigung zu verneinen ist. Wenn jemand persönlich angegriffen wird, hat er sicher das Recht sich angemessen mit Gewalt zu verteidigen, auch wenn das den Tod des Angreifers zur Folge hat.
Beste Grüße, Al

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.
(Albert Einstein, 1879–1955)

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Re: Die Zensur der Meinungsfreiheit

Beitragvon closs » Do 24. Mai 2018, 19:17

AlTheKingBundy hat geschrieben:Wer sich aber im Auftrag eines Staates als Soldat in eine Kriegssituation begibt, weiß worauf er sich einlässt
Freiwillige Soldaten gibt es nur im Ausnahmefall - mit anderen Worten: Man wird erst gar nicht gefragt.

AlTheKingBundy hat geschrieben:Wenn jemand persönlich angegriffen wird, hat er sicher das Recht sich angemessen mit Gewalt zu verteidigen, auch wenn das den Tod des Angreifers zur Folge hat.
Du gehst durch die Vorder-Tür raus und kommst wieder durch die Hintertür rein. :D - Denn genau das ist das gängige Argument für Kriege - auch bei Angriffskriegen.


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