Die Zensur der Meinungsfreiheit

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SilverBullet
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Re: Die Zensur der Meinungsfreiheit

Beitrag von SilverBullet » Do 24. Mai 2018, 19:31

Novalis hat geschrieben:Viele autochthonen Deutschen haben ein schreckliches Problem mit ihrer eigenen Identität.
Echt?
Worin besteht das „schreckliche Problem“?
Erfolg, Verkauf, Gewinn, Spitzenreiter, lange Friedenszeit, Gesundheit, Wohlstand?
Novalis hat geschrieben:Die „neuen Deutschen“ werden jedoch in Zukunft ein Wörtchen mitreden, ohne das ganze schwere Gepäck der Vergangenheit im Rücken. Sie werden in Zukunft mit leichtem Gepäck reisen und ganz sicher keinen Nazi-Komplex haben.
Man darf gerne nach Verbesserung streben, aber doch wohl nur wenn man die Situation verstanden hat.

Jemand, der einen Wettlauf bestreitet, sollte nicht danach streben, die Angewohnheiten der Leute hinter ihm zu übernehmen :-)

Wodurch soll sich eine Verbesserung ergeben, wenn man seine Zeit mit „ich bin ja so stolz auf mein Vaterland und ehre meine stolzen Vorfahren, die im Kampf gefallen sind“ vergeudet?

Es ist doch ein Vorteil, wenn die anderen Länder ihre Zeit vergeuden.
Ich würde sie im Gegenteil sogar noch dazu motivieren, ja nicht damit aufzuhören – sie sollen Hymnen singen, Fahnen schwenken und mit lustigen Beinbewegungen marschieren :-)

Hier, wo ich lebe, sollen sich die Staatsvertreter aber in keiner Weise hinter „wir sind ja so stolz aufs Vaterland“ verstecken können, sondern Leistung im Optimieren der Staatsidee bringen müssen.

Das Streben nach Verbesserung gibt es auf „Staatsebene“ niemals umsonst, sondern stellt sich nur ein, wenn es den Beteiligten klar ist, dass sie sich anstrengen müssen.

Gibt man ihnen die Möglichkeit mit wenig Aufwand ein Theater zu spielen, dann verliert man viel zu viel dabei – hast du darüber schon mal nachgedacht?

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closs
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Re: Die Zensur der Meinungsfreiheit

Beitrag von closs » Do 24. Mai 2018, 20:38

piscator hat geschrieben: Nach 12 Seiten endloser Diskussionen kommt man dann zu dem Schluss, dass Wehrmachtsoldaten "geistig gesehen" wahre Samariter waren.
Das wäre ein ziemlich doofes Ergebnis - es wird doch außer dem einen Extrem noch etwas anderes geben als das andere Extrem.

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Magdalena61
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Re: Die Zensur der Meinungsfreiheit

Beitrag von Magdalena61 » Do 24. Mai 2018, 23:02

Novalis hat geschrieben:Warum wird hier die Meinungsfreiheit zensiert? Ich erstelle ein Thema zur Wehrmacht, werde dafür beschimpft und das Thema geschlossen bevor ich eine vernünftige Antwort schreiben kann. :)
Bedanke dich lieber bei Travis, dass er umgehend RICHTIG reagiert hat.

Für diesen Spruch:
...verneigen wir uns auch vor den tapferen Soldaten der deutschen Wehrmacht, des Heeres, der Luftwaffe, der Marine und der Waffen-SS, die bis zum letzten Tag ihrer Pflicht nachgekommen sind.
spiegel.de
gab's 10 Monate auf Bewährung.
Grund: Volksverhetzung.
SO sieht das der freiheitlich- demokratische Staat.
in einer freiheitlichen Demokratie darf es Raum für unterschiedliche Sichtweisen geben. Nur weil ich den Mut und die Tapferkeit der Soldaten der Wehrmacht honoriere bin ich kein Nazi, aber dieser Umgang mit abweichenden Meinungen sagt einiges.
Meinetwegen kannst du in jedes Fenster deiner Wohnung ein Plakat hängen, auf dem du deiner Sichtweise Raum gibst, und die Scheiben deines Autos kannst du auch damit dekorieren.
Das geht dann auf deine Kappe.

Was hier im Forum zu lesen ist, dafür bin derzeit leider ich alleine verantwortlich. Und ich halte das Thema für mehr als brisant.

Was gibt es an einer Armee von Aggressoren, an einer Armee von Verführten und von Unfreiwilligen, die auf Befehl einen Vernichtungskrieg anzetteln und mehr als fünf Jahre lang durchziehen zu "ehren"?
Verbrechen der deutschen Wehrmacht

Einzelne Soldaten mögen tapfer, selbstlos und im Geiste Jesu gehandelt haben. Die Meisten haben das getan, was die Dämonen befahlen. Es gibt keinen vernünftigen Grund für den beabsichtigten und teilweise erfolgreich durchgeführten Genozid an den Juden außer: Diabolos höchstpersönlich wünscht die Ausrottung allen jüdischen Blutes.
Die Wehrmacht hat sich zum Handlanger Satans gemacht oder machen lassen.
Wer sich dem Mainstream widersetzte, wurde verfolgt und ausgelöscht.
Ich habe viele Bücher, in denen Zeitzeugen berichten. Die Bücher sind nun natürlich auch schon etwas älter.
Furchtbar, wie das damals war.


Meine beiden Großväter waren beide Soldaten. Sie überlebten den Krieg.
Viele Deutsche wußten tatsächlich nicht, was hinter den Kulissen abgelaufen war. Es wurden ja nicht nur Juden verfolgt. Als die Bevölkerung und die Heimkehrer erkennen mussten, dass und wie übel sie mißbraucht worden waren...
... war da nur noch Scham. Zusammenbruch aller Ideale. Heimat verloren, Familienmitglieder verloren, und wofür?
Rechtfertigungsversuche, Verdrängung.

Ich habe keine Naziphobie.
Im Gegenteil: Die Handhabung des Themas durch Staat und Behörden finde ich ziemlich daneben. Kollektive Massenhysterie. Man gießt sich einen Sündenbock, der mit der heutigen Zeit aber auch überhaupt nichts zu tun hat, und dann distanziert man sich heuchlerisch davon. Man schüttet sämtliche Kinder mit dem Bad aus, erzieht die Jugend, geht mit ihnen KZs betrachten, als Ausflug... (!) "wir würden SO etwas NIEMALS... , nein, WIR doch nicht... "-- und dabei gedeihten Kastendenken, Ungerechtigkeit, Ausbeutung, Rassismus, Herrenmenschendenken und andere Spezialitäten der Nazis in diesem unserem Lande prächtig, nur halt nicht offensichtlich, sondern versteckt.

Beispiel: Euthanasie: Die Methoden sind kultivierter geworden. Aber praktiziert wird sie immer noch. VOR der Geburt.
LG

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jose77
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Re: Die Zensur der Meinungsfreiheit

Beitrag von jose77 » Do 24. Mai 2018, 23:20

Das Dachau usw. Und was dort passierte nicht allen bekannt war, ok.
Aber die Parolen zu Rassismus, Herrenmenschen etc.
waren allen bekannt.
Also von versteckt Gedeihen kann eher weniger die Rede sein.
Grüsse von Jose

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closs
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Re: Die Zensur der Meinungsfreiheit

Beitrag von closs » Do 24. Mai 2018, 23:22

Magdalena61 hat geschrieben:Für diesen Spruch:

...verneigen wir uns auch vor den tapferen Soldaten der deutschen Wehrmacht, des Heeres, der Luftwaffe, der Marine und der Waffen-SS, die bis zum letzten Tag ihrer Pflicht nachgekommen sind.
spiegel.de

gab's 10 Monate auf Bewährung.
Lieber Novalis - das war wirklich sehr provozierend. - Ich habe diese Provokation allerdings so verstanden, als wolltest Du satirisch auf die Frage hinweisen: "Wie soll man sich denn als Moslem in Deutschland integrieren? So?". - Deshalb habe ich Dich auch gefragt, ob Du wirklich Moslem bist oder ob dies ein Rollenspiel ist, um denen einen Spiegel vorzuhalten, die ständig von "Integration" sprechen bzw. diese vermissen. - Jetzt die Frage: Bist Du Moslem? - War es ein Rollenspiel? - Wolltest Du einen Spiegel vorhalten?
Magdalena61 hat geschrieben:Einzelne Soldaten mögen tapfer, selbstlos und im Geiste Jesu gehandelt haben. Die Meisten haben das getan, was die Dämonen befahlen.
Das sehe ich sehr pragmatisch: Sie taten es aus dem selben Grund, warum es die französischen und britischen Soldaten auch machten: Der Staat rief, und man hatte zu kommen oder wurde erschossen.
Magdalena61 hat geschrieben:Viele Deutsche wußten tatsächlich nicht, was hinter den Kulissen abgelaufen war.
Das ist in der Tat so - von Zeitzeugen, die selber nicht verdächtig waren (also sich nicht verteidigen mussten, weil sie aktive Nazis gewesen wären), habe ich immer dasselbe gehört:
1) Es gab nichts außer gleichgeschalteten Medien.
2) Wir haben natürlich mitgekriegt, dass die Juden "umgesiedelt" wurden (so wurde es kommuniziert). Die einen fanden das gut, die anderen nicht - es war halt so.
3) Als dann der Krieg da war, hatten wir soviel mit uns selber zu tun, dass es geradezu egal war, was aus den Lautsprechern kam - es ging nur noch ums eigene Überleben.

Um es einmal brutal zu sagen: Heute finden die einen Schwangerschaftsunterbrechungen gut, die anderen nicht - es ist halt so. - Bevor jetzt wieder Empörungs-Olympiaden kommen: Das ist keine historische Gleichstellung, sondern eine psychologische Parallele - oder platt: Die Gefühlsregungen der Leute sind in beiden Fällen ähnlich.
Magdalena61 hat geschrieben:Meine beiden Großväter waren beide Soldaten. Sie überlebten den Krieg.
Und für solche Leute wurden in erster Linie die Gedenksteine für die Opfer des 1. und 2. WK aufgestellt. - Als Kind habe ich bei Volkstrauertag oä erwachsene Männer heulen sehen, wenn sie vor diesen Steinen standen, und habe das überhaupt nicht verstanden. - Wegen des Verlustes des 1000jährigen Reichs haben sie jedenfalls NICHT geheult.
Magdalena61 hat geschrieben: und dabei gedeihten Kastendenken, Ungerechtigkeit, Ausbeutung, Rassismus, Herrenmenschendenken und andere Spezialitäten der Nazis in diesem unserem Lande prächtig, nur halt nicht offensichtlich, sondern versteckt.
Zustimmung. - Alles, was der Social Correctness entspricht, gilt als clean - egal, was es ist.

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Magdalena61
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Re: Die Zensur der Meinungsfreiheit

Beitrag von Magdalena61 » Do 24. Mai 2018, 23:46

janosch hat geschrieben:Und ich habe auch meine lebens erfahrung, bezüglich Dachau, und auch Auschwitz wenn um zahlen geht.Und das kann keine leugnen weil „es gibt lebende augenzeuge noch,“ und ich bin eine.
Wo ich noch Dachau 1988 besuchte , wahr erstaunt über diese Nazi verbrechen das allein In dachau 250.000 solche menschen Vergast worden sind. Es war auch schriftlich und Wortwörtlich bestätigt. Sie zeigten uns diese hässlichste Ort, als Brausebad getarnte Gaskammer wo diese Armseligen umgekommen sollten.

Und ganau das hat meine frau erzählt , sie noch in zibzigen (1977) Jahre Auschwitz besuchte, (sie machte auch haufen Fotos) und vergleichen wir heute was presentiert wird, für den öffentlichkeit, ganz anderen Fakten und Zahlen. Was ist das wenn nicht ein Betrug???
Warum sollten die alten Leute lügen?
http://www.spiegel.de/panorama/zeitgesc ... 53874.html
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 81663.html
Du kannst nach Überlebenden der KZ googeln.
Und wissen wir genau heute das in Dachau Keine Gaskammer gewesen, das kannst du Öffentlich zugänglichen Dokumenten du selbst nach lesen.
Ein Außenlager von Dachau, in Kaufbeuren, hatte keine Gaskammer.
https://www.merkur.de/lokales/dachau/au ... 66361.html
und anders wenn um diese Opferzahlen geht, dann wird gelogen bis das zeug hält.
Wahrscheinlich war es nicht ganz einfach, zuverlässige Zahlen zu erhalten. Geheimhaltung, Vertuschung, Vernichtung von Akten, kurz vor dem Untergang überall Durcheinander.
Dass es diese KZ gab, ist unbestritten. Zur Zierde oder als Wellnesseinrichtungen waren sie definitiv nicht gebaut worden.

Nach dem Krieg gab es noch nicht diese "Erinnerungskultur". Diese setzte meines Wissens relativ spät ein, Auslöser war der Film "Holocaust".
Nachdem nach Kriegsende dann auch noch um die 10 Millionen (?) Neuzugänge, bestehend aus Flüchtlingen und den aus Mittel- und Osteuropa vertriebenen Deutschen, in Westdeutschland eine Bleibe suchten, wurden auch auf dem großzügigen Gelände eines ehemaligen KZ, beispielsweise Flossenbürg, Wohnhäuser erbaut.
LG

Novas
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Re: Die Zensur der Meinungsfreiheit

Beitrag von Novas » Fr 25. Mai 2018, 00:28

Je mehr sich eine Gesellschaft von der Wahrheit entfernt, desto mehr wird sie jene hassen, die sie aussprechen.
10 Monate auf Bewährung.
Grund: Volksverhetzung.
SO sieht das der freiheitlich- demokratische Staat.
„Volksverhetzung“ betreibe ich ganz sicher nicht :roll:
closs hat geschrieben:Jetzt die Frage: Bist Du Moslem?
Ja. Im reinen Wortsinne bin ich ein Muslim (= „Gottergebener“) ich studierte alle Weltreligionen über viele Jahre hinweg und kam dabei zu der Schlussfolgerung, dass der Islam eine wahre Religion ist und als mir das bewusst wurde, habe ich ihn angenommen.
Zuletzt geändert von Novas am Fr 25. Mai 2018, 00:57, insgesamt 1-mal geändert.

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Andreas
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Re: Die Zensur der Meinungsfreiheit

Beitrag von Andreas » Fr 25. Mai 2018, 00:57

Lesen ist wahrlich ein schwieriges Unterfangen. Wie lange ist Demian bzw. Novalis jetzt im Forum? Da könnte man doch langsam mitbekommen haben, wie er tickt. Er ist 4religion - mindestens.

Novas
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Re: Die Zensur der Meinungsfreiheit

Beitrag von Novas » Fr 25. Mai 2018, 01:03

Nicht verkehrt, Andreas. Ein Muslim akzeptiert alle Propheten, die von Anbeginn der Zeit an die Menschen gesandt wurden, und damit (in gewisser Weise) die Wahrheit jeder Religion. Letztlich gibt es nur die eine, ewige Religion, der im Laufe der Zeit unterschiedliche Namen gegeben wurden. „Islam“ ist eine mögliche und sehr passende Bezeichnung für den Weg. Mein Verständnis geht in die Richtung von Frithjof Schuons Universalismus.
Magdalena hat geschrieben:Die Wehrmacht hat sich zum Handlanger Satans gemacht oder machen lassen.
Was spricht denn dagegen die deutsche Geschichte weder einseitig zu idealisieren noch zu dämonisieren? :) · Zwischen „Größenwahn und Selbstverleugnung“, Glorifizierung und Verachtung gibt es einen Weg der goldenen Mitte. Irgendwann genügt der historische Masochismus.

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AlTheKingBundy
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Re: Die Zensur der Meinungsfreiheit

Beitrag von AlTheKingBundy » Fr 25. Mai 2018, 06:12

closs hat geschrieben:
AlTheKingBundy hat geschrieben:Wenn jemand persönlich angegriffen wird, hat er sicher das Recht sich angemessen mit Gewalt zu verteidigen, auch wenn das den Tod des Angreifers zur Folge hat.
Du gehst durch die Vorder-Tür raus und kommst wieder durch die Hintertür rein. :D - Denn genau das ist das gängige Argument für Kriege - auch bei Angriffskriegen.
Falsch, bzw. wieder einmal nicht richtig gelesen. Da markiert man schon ein Wort rot und Du liest wieder nur das, was Du hören willst. Ich will Dir es mal in noch einfacherer Sprache erklären:

Wenn einer vor Dir steht und Dir mit einem Knüppel die Rübe polieren will oder anderen in unmittelbarer Nähe, kannst Du Dich dagegen mit Gewalt wehren.
Beste Grüße, Al

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.
(Albert Einstein, 1879–1955)

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