Tanz im Orient-Express – eine feministische Islamkritik

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piscator
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Re: Tanz im Orient-Express – eine feministische Islamkritik

Beitragvon piscator » Sa 30. Jun 2018, 12:31

closs hat geschrieben:Es geht doch nicht darum, dass wir UNSERE kulturellen Gewohnheiten aufgeben, sondern dass wir DEREN kulturellen Gewohnheiten akzeptieren. - Es geht nicht darum, dass UNSERE Frauen Burkini anziehen, sondern dass DEREN Frauen Burkini anziehen dürfen.
....
Richtig - aber man kann SIE nicht nötigen, mit Bikini ins Hallenbad zu gehen. - "Schamgrenzen beachten" heißt doch nicht, dass man ihnen Bikini-Blicke erspart, sondern ihnen Burkini-Kleidung ermöglicht.

Dein Versuch, den Burkini als kulturelle Eigenschaft darzustellen und nicht als religiöses Symbol, hoffentlich keinen Erfolg haben. Wenn man die politische Diskussion in den Medien verfolgt, sieht man, dass die wenigen Politiker, die in ihrer Dummheit Verblendung das befürworten, in der Minderheit sind.
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Re: Tanz im Orient-Express – eine feministische Islamkritik

Beitragvon closs » Sa 30. Jun 2018, 12:45

piscator hat geschrieben:Dein Versuch, den Burkini als kulturelle Eigenschaft darzustellen und nicht als religiöses Symbol, hoffentlich keinen Erfolg haben.
Das kann man doch im Einzelfall gar nicht trennen.

Noch vor 50 Jahren hat man bei Trauerfällen schwarz getragen - bei nächsten Verwandten längere Zeit, bei ferneren Verwandten kürzere Zeit. - Stell Dir mal vor, wie damals eine Frau geguckt hätte, wenn Du sie gefragt hättest, ob das kulturell oder religiös gemeint sei.

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Re: Tanz im Orient-Express – eine feministische Islamkritik

Beitragvon piscator » Sa 30. Jun 2018, 15:11

closs hat geschrieben:
piscator hat geschrieben:Dein Versuch, den Burkini als kulturelle Eigenschaft darzustellen und nicht als religiöses Symbol, hoffentlich keinen Erfolg haben.
Das kann man doch im Einzelfall gar nicht trennen.
Noch vor 50 Jahren hat man bei Trauerfällen schwarz getragen - bei nächsten Verwandten längere Zeit, bei ferneren Verwandten kürzere Zeit. - Stell Dir mal vor, wie damals eine Frau geguckt hätte, wenn Du sie gefragt hättest, ob das kulturell oder religiös gemeint sei.


Lieber Closs, das ist Vergangenheit und hat doch mit der Sache gar nichts zu tun. Sollte der Burkini wirklich keinen religiösen Hintergrund haben, was kein Mensch glaubt, dann wäre er doch das ideale Kleidungsstück für die Frauen in den fundamentalistischen Freikirchen, die aus sittlichen oder sonstigen - für mich exotischen - Gründen auch nicht ins öffentliche Bad gehen.

Da dies aber nicht der Fall ist, bleibt nur der religiöse Beweggrund übrig. Abgesehen davon frage ich mich, was das eigentlich für eine Kultur sein soll, die Frauen animiert, ein Feudel um den Kopf zu schlingen oder einen Burkini zu tragen, während die Männer absolut keinen Beschränkungen unterliegen.
Das hat doch mit Kultur nichts zu tun, dass ist nur eine Lachplatte.

Und jetzt versetze ich mich mal in so eine Frau. Die geht mit Hijab, Leggings und Mantel und meistens einer dunklen Brille aus dem Haus und wenn sie mal ins Hallenbad darf, dann trägt sie einen Burkini. Das ist ein mobiles Gefängnis.

Sie spürt weder den Wind im Haar, noch die Sonne auf dem Armen, selbst das Wasser geht durch den Stoff gefiltert an den Körper, abgesehen davon, dass man mit dem Ding wahrscheinlich eh nicht richtig schwimmen und tauchen kann. Und das ein Leben lang, ab dem 11.Lebensjahr.

Frage: Wie kannst du das mit deinem Gewissen vereinbaren, das für gut zu erachten?
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Re: Tanz im Orient-Express – eine feministische Islamkritik

Beitragvon closs » Sa 30. Jun 2018, 19:41

piscator hat geschrieben: Sollte der Burkini wirklich keinen religiösen Hintergrund haben, was kein Mensch glaubt
Richtig - natürlich ist der Hintergrund ein traditionell religiöser und somit ein kultureller. - Mit anderen Worten: An der Einzelperson ist nicht ablesbar, ob sie streng religiös ist oder nur traditionell-kulturell verankert (wobei ich persönlich beim Burkini - im Gegensatz zum Kopftuch - eher auf streng religiösen Background tippen würde ---- aber das ist mein wirklich irrelevantes Denken).

Zudem: Seit wann darf man in der Öffentlichkeit nicht zeigen, welcher Religion man angehört?

piscator hat geschrieben:Frage: Wie kannst du das mit deinem Gewissen vereinbaren, das für gut zu erachten?
Irrelevant - WÄRE dies die Frage, würde ich es auch nicht mit dem Gewissen vereinbaren können, wenn Sonnenanbeter länger als eine Stunde am Tag in der Sonne liegen (Krebs).

In Bezug auf die Muslima:
Es ist nicht in meinem Befinden zu entscheiden, welches Scham- und Körpergefühl religiöse/kulturell orientierte Muslima haben. - WENN man schon von außen her beurteilt, halte ich Nikab und Burkini für weniger kritisch als Kinder, die 6 Stunden am Tag rumdaddeln, weil sie sozial verwahrlost sind. - BEIDES verbieten?

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Re: Tanz im Orient-Express – eine feministische Islamkritik

Beitragvon piscator » Di 3. Jul 2018, 12:40

closs hat geschrieben:
piscator hat geschrieben:
piscator hat geschrieben:Frage: Wie kannst du das mit deinem Gewissen vereinbaren, das für gut zu erachten?
Irrelevant - WÄRE dies die Frage, würde ich es auch nicht mit dem Gewissen vereinbaren können, wenn Sonnenanbeter länger als eine Stunde am Tag in der Sonne liegen (Krebs).
Du bist In deiner linken Konditionierung gefangen. Moslems sind schützenswert und somit Opfer, Sonnenanbeter sind das nicht.
In Bezug auf die Muslima:
Es ist nicht in meinem Befinden zu entscheiden, welches Scham- und Körpergefühl religiöse/kulturell orientierte Muslima haben. - WENN man schon von außen her beurteilt, halte ich Nikab und Burkini für weniger kritisch als Kinder, die 6 Stunden am Tag rumdaddeln, weil sie sozial verwahrlost sind. - BEIDES verbieten?
Auch hier wieder das Opferschema. Moslems sind gut als Opfer geeignet, da fühlt sich das "linke" Gewissen gut. Kinder aus asozialen Familien weniger, da diese eigentlich "links" orientiert sein müssten. Aber dann wären die ja Teil des linken Spektrums, zudem man selbst gehört und so weit geht die Solidarität dann doch nicht. Und bevor du wieder erzählst, dass du nicht " links" bist, einen "linkeren" jeden Menschen habe ich selten getroffen. :lol:
Wahre Linke nennen sich nicht so, die scheuen Begriffe wie "linke Oberschicht" wie der Teufel das Weihwasser. Der Begriff "Elite" ist genau so bäh , wie die Begriffe "Volk, Heimat und Nation" . :lol: :lol:
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Re: Tanz im Orient-Express – eine feministische Islamkritik

Beitragvon closs » Di 3. Jul 2018, 15:59

piscator hat geschrieben: Und bevor du wieder erzählst, dass du nicht " links" bist, einen "linkeren" jeden Menschen habe ich selten getroffen. :lol:
Das ist echt interessant - DAS wäre also "links"? - Etwas christliches Weltbild, etwas Verfassungstreue, etwas Weltläufigkeit - und schon ist man "links"? - Das ist ein echtes Wort-Missverständnis.

piscator hat geschrieben:Der Begriff "Elite" ist genau so bäh , wie die Begriffe "Volk, Heimat und Nation" .
Das stimmt ebenfalls nicht - gerade in puncto Leistungs-Elite (!) sind "Linke", wie ich sie verstehe, sehr un-bäh - und gerade fürs Volk kämpfen sie doch. - Wir haben hier eine totale Verballhornung des Begriffs "links".

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Re: Tanz im Orient-Express – eine feministische Islamkritik

Beitragvon piscator » Fr 6. Jul 2018, 11:11

closs hat geschrieben:Das ist echt interessant - DAS wäre also "links"? - Etwas christliches Weltbild, etwas Verfassungstreue, etwas Weltläufigkeit - und schon ist man "links"? - Das ist ein echtes Wort-Missverständnis ...

Ich denke mal, du weißt nicht, was "links" eigentlich ist. Nicht nur die Thematisierung von "Jeans und Jazz" als amerikanische "böse" Lebensart. die gleichberechtigt neben einem Unterdrückungsinstrument wie dem "kulturellen" Kopftuch stehen soll.
Linke wollen die Welt verbessern. Da sie sich selbst für die Guten halten, wird Kritik weitgehend ausgeblendet. Man sucht eine Minderheit, die sich bedroht oder verfolgt oder auch nur ausgegrenzt fühlt und diese erklärt man dann zum Opfer. In dieses Schema fallen Moslems. Nicht der normale integrierte Moslem, sondern der Moslem, der etwas anders ist als wir. Das Kopftuch oder der Burkini kommen da grade recht. Hausfrauen, Jäger oder Manager, aber auch Christen sind aus linker Sicht nie Opfer. Auch der kleine Rentner, dem es nicht gut geht, ist kein Opfer, Dazu ist er zu langweilig. Für die Opfer wird gekämpft, auch wenn diese das gar nicht wollen. Das Irre daran ist, dass ganz normale Moslems das nicht verstehen. Sie verstehen nicht, warum die Linken um Kopftuch und Burkini so einen Bohei machen, halten sie Kopftuch etc. doch selbst für rückständig. Aber wenn man ein Opfer hat, fühlt man sich gut. Und die linke Welt ist in Ordnung.
Das stimmt ebenfalls nicht - gerade in puncto Leistungs-Elite (!) sind "Linke", wie ich sie verstehe, sehr un-bäh - und gerade fürs Volk kämpfen sie doch. - Wir haben hier eine totale Verballhornung des Begriffs "links".
Nochmals, du verstehst nicht, was "links" ist. Seit wann kämpfen Linke für das Volk? Das Volk ist unberechenbar und nicht empfänglich für die Spinnereien der Linken. Ohne das störende Volk ginge es den Linken besser.
Beispiel 1:
Die Älteren werden sich an die Spontis vor vielen Jahren erinnern. Zum Beispiel an Joschka Fischer. Der heuerte verdeckt mit anderen Genossen verdeckt bei Opel an, um diese kapitalistische Firma von innen zu destabilisieren. Hat nur nicht funktioniert, die meisten wurden rausgeschmissen, Joschka ging dann selbst, weil er feststellte, das den (linken) sozialistischen Firlefanz bei der Opel-Arbeiterschaft niemand interessiere.
Beispiel 2:
Die Wende in der DDR. Das Volk dort hatte genug von den Wohltaten des Sozialismus und zeigte den Machthabern die rote Karte. Leider haben sie vergessen, die westdeutsche Linke um Rat zu fragen. Die blieb außen vor und faselten noch Monate davon, das ein gemeinsamer deutscher Staat angesichts Dachau und Treblinka nicht denkbar wäre. Die ganze linke Intelligenz war geschockt, die linken Schriftsteller und Philosophen waren tödlich beleidigt, das Volk macht etwas ohne sie :!: . Der einzige Linke, der das kapiert hat, war Rudolf Augstein. Seit damals habe ich Günther Grass und seien Kollegen gefressen, weil sich diese als naive Träumer entpuppt haben. Aber das ist meine persönliche Sicht.
Soweit zum Thema, dass die Linke für das Volk kämpft. Wer etwas für das Volk tut, ist der Kapitalismus. Der Sozialismus kam immer mit hehren Motiven, aber leider stets mit der Waffe in der Hand und der Methode der Unterdrückung. Mangel und Ungerechtigkeit waren stets die Folge.
Aber das Gedächtnis der Linken ist kurz, die kommen immer wieder mit derselben Shice an.
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Re: Tanz im Orient-Express – eine feministische Islamkritik

Beitragvon Janina » Fr 6. Jul 2018, 12:15

piscator hat geschrieben:Linke wollen die Welt verbessern.
Das will doch jeder. Sie sind sich nur nicht einig, was "besser" ist. Für die Rechten ist eine "bessere" Welt eben gehorsam. Nicht autoritär, das will man ja selber sein.

Wer was hat und nichts abgeben will, ist rechts, wer nichts hat und was abhaben will, ist links. Soweit erstmal zum Thema Kompass. 8-)
Was aussieht wie Dummheit, ist vielleicht keine. Möglicherweise profitiert jemand davon, nur du bist nicht dabei.
http://www.4religion.de/viewtopic.php?p=161626#p161626
http://www.4religion.de/viewtopic.php?p=242349#p242349

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Re: Tanz im Orient-Express – eine feministische Islamkritik

Beitragvon closs » Fr 6. Jul 2018, 12:29

piscator hat geschrieben:Ich denke mal, du weißt nicht, was "links" eigentlich ist.
"Eigentlich" ist es eine Bewegung für die Rechte der unteren 50% der Bevölkerung - insofern sind LINKE und SPD zum Teil noch "links".

piscator hat geschrieben:Man sucht eine Minderheit, die sich bedroht oder verfolgt oder auch nur ausgegrenzt fühlt und diese erklärt man dann zum Opfer. In dieses Schema fallen Moslems.
Das ist EIN Aspekt, da Minderheiten dazu neigen, diskriminiert zu werden, also nicht auf der Sonnenseite unsere Gesellschaft stehen. - Das man da leicht in Gewässer kommt, die mainstream-mäßig nicht furchtbar ergiebig sind, ist klar. - Eigentlich sind Linke, wenn sie keine Fehler machen, das, was damals Karl Barth gesagt hat: „Ein Sozialist kann Christ sein, ein Christ muss Sozialist sein“

piscator hat geschrieben:Nicht der normale integrierte Moslem, sondern der Moslem, der etwas anders ist als wir.
Nee - schon der normale Moslem. -

Was DU als "links" bezeichnest, ist etwas ganz anderes - nämlich etwas, was ich als rechts-mittig bezeichnen würde: Leute, die gesellschaftlich liberal, aber wirtschaftlich konservativ sind. - Am besten passt das auf die FDP der Freiburger Thesen. - Und das soll "links" sein? - Mit anderen Worten: Es gibt vollkommen unterschiedliche Bedeutungen dessen, was man heute als "links" bezeichnet.

piscator hat geschrieben:Die Wende in der DDR. Das Volk dort hatte genug von den Wohltaten des Sozialismus und zeigte den Machthabern die rote Karte.
Das war Kommunismus!!! - Das hat überhaupt nichts mit demokratischem Sozialismus zu tun. - Um noch eines drauf zu setzen: Neulich war eine Stimme zu hören, dass der Nationalsozialismus "links" gewesen sei, weil es ein Sozialismus gewesen sei.

Ist der Machthaber von Nordkroea "demokratisch", weil der Staat "DEMOKRATISCHE Republik Korea" heißt? - War der Sozialismus der DDR "demokratisch", weil es "Deutsche DEMOKRATISCHE Republik" hieß? - Sprache ist eine Hure - ich weiß das, ich war mal Linguist. ;)

piscator hat geschrieben:Soweit zum Thema, dass die Linke für das Volk kämpft. Wer etwas für das Volk tut, ist der Kapitalismus.
Es geht nicht ohne Kapitalismus, solange der Mensch nicht edel ist - und weil dies nie so sein wird, wird es immer Kapitalismus geben. - Deshalb hat man seit 70 Jahren die Errungenschaft der SOZIALEN Marktwirtschaft - das Wort "soziale" umschreibt eigentlich sehr gut, was man im allgemeinen als "links" bezeichnet: Staatliche Kontrolle des Kapitals.

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Re: Tanz im Orient-Express – eine feministische Islamkritik

Beitragvon piscator » Fr 6. Jul 2018, 13:04

closs hat geschrieben:"Eigentlich" ist es eine Bewegung für die Rechte der unteren 50% der Bevölkerung
Leider scheinen die unteren 50 % der Bevölkerung das nicht zu verstehen, da sich deren Lage, trotz Regierungsbeteiligung der SPD und der Grünen, nicht wesentlich verbessert hat.
Eigentlich sind Linke, wenn sie keine Fehler machen, das, was damals Karl Barth gesagt hat: „Ein Sozialist kann Christ sein, ein Christ muss Sozialist sein“
Aus meiner Sicht machen Linke keinen Fehler, sie sind selbst der Fehler.

closs hat geschrieben:Nicht der normale integrierte Moslem, sondern der Moslem, der etwas anders ist als wir.
Nee - schon der normale Moslem.
Wieso soll der normale Moslem ein Opfer sein? Wieso sind Zeugen Jehovas aus Sicht der Linken keine Opfer? Oder Baptisten? Oder gar Juden? Frage: Kennst du die politische Haltung der LINKEN zu Israel?
Was DU als "links" bezeichnest, ist etwas ganz anderes - nämlich etwas, was ich als rechts-mittig bezeichnen würde: Leute, die gesellschaftlich liberal, aber wirtschaftlich konservativ sind. - Am besten passt das auf die FDP der Freiburger Thesen. - Und das soll "links" sein? - Mit anderen Worten: Es gibt vollkommen unterschiedliche Bedeutungen dessen, was man heute als "links" bezeichnet.
Ich verstehe nicht, was du damit aussagen willst.
Das war Kommunismus!!! - Das hat überhaupt nichts mit demokratischem Sozialismus zu tun.[/Quote] Die DDR hatte mit Kommunismus nichts zu tun.
Um noch eines drauf zu setzen: Neulich war eine Stimme zu hören, dass der Nationalsozialismus "links" gewesen sei, weil es ein Sozialismus gewesen sei.
Autsch! So eine Argumentation hätte ich jetzt nicht erwartet, das passt doch eher ins Forum von Jo Conrad :D
Es geht nicht ohne Kapitalismus, solange der Mensch nicht edel ist - und weil dies nie so sein wird, wird es immer Kapitalismus geben. - Deshalb hat man seit 70 Jahren die Errungenschaft der SOZIALEN Marktwirtschaft - das Wort "soziale" umschreibt eigentlich sehr gut, was man im allgemeinen als "links" bezeichnet: Staatliche Kontrolle des Kapitals.
Soziale Marktwirtschaft bedeutet aus meiner Sicht, dass der Staat Rahmenbedingungen zu schaffen hat, innerhalb deren die Marktwirtschaft funktioniert. Da ist leider Vergangenheit. Heute haben wir einen ausufernden Sozialstaat, der inzwischen so pervers geworden ist, dass nicht nur Schwachen und Bedürftigen hilft, sondern zusätzlich noch in großem Umfang Abnehmer für die staatlichen Sozialleistungen selbst erschafft.
Schau dir nur die Gleichstellungsbeauftragten an, die Migrationsbeauftragten und die Genderbeauftragten. Nur um ein paar Beispiele zu nennen.

Das Schlimmste ist das Bildungswesen. Es hat nur 2 Generationen linker Politik gebraucht um das weltweit führende deutsche Bildungswesen, basierend auf Humboldt, so herunter zu wirtschaften, dass das Wort "Pisa" Schockmomente hervorruft. Dass gipfelt in den linken Spinnereien der Gesamtschulen, des sinkenden Niveaus quer durch alle Bildungssysteme. Nur Bayern und Baden-Württemberg sind halbwegs erfolgreich, weil sie die ganze linke Idiotie nicht in vollem Umfang umgesetzt haben.
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