Die Spaltung Deutschlands ist gewünscht

Politik und Weltgeschehen
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Detlef
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Re: Die Spaltung Deutschlands ist gewünscht

Beitrag von Detlef » So 28. Okt 2018, 03:04

closs hat geschrieben:
closs hat geschrieben: Du sprichst mit dem Freibrief des Ahnungslosen.
Detlef hat geschrieben:Aha, jetzt schon Selbstgespräche im Netz, @closs!
;) - Und jetzt sind wir vollkommen auf AfD-Niveau angekommen. - Das Gift in unserer Gesellschaft, das auch die AfD maßgeblich hervorgebracht hat, ist dieses Underdog-Kritisieren aus der Position des Nicht-Verantwortlich-Seins. - Früher nannte man das "Stammtisch", heute nennt man es "Ich frage kritisch nach". - Das Niveau ist in der Regel dasselbe.
Du setzt also deine Selbstgespräche fort? Und was ist an dem rot Markierten, welches du bei deinem "Anwurf" wieder mal gekonnt "weggelassen" hast, besser?
Die Wahrheit lässt sich pachten, mit dem Glauben an des Gottes Sohn, doch die Thesen sind vergänglich, allen Gläubigen zum Hohn! (Gert Reichelt)

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sven23
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Re: Die Spaltung Deutschlands ist gewünscht

Beitrag von sven23 » So 28. Okt 2018, 07:00

closs hat geschrieben:
Detlef hat geschrieben:Aha, jetzt schon Selbstgespräche im Netz, @closs!
;) - Und jetzt sind wir vollkommen auf AfD-Niveau angekommen. - Das Gift in unserer Gesellschaft, das auch die AfD maßgeblich hervorgebracht hat, ist dieses Underdog-Kritisieren aus der Position des Nicht-Verantwortlich-Seins. - Früher nannte man das "Stammtisch", heute nennt man es "Ich frage kritisch nach". - Das Niveau ist in der Regel dasselbe.
Es ist schwierig zu verstehen, was der closs uns eigentlich sagen will.
Einerseits stimmt er in die allgemeine Lügenpresse-Vorwürfe von AFD und Pegida ein, andererseits kritisiert er Presse und Medien selbst dann, wenn sie ihren Job gut machen, d. h. wenn sie kritisch und investigativ die Mißstände in Politik und Gesellschaft aufgreifen. Das nennt er dann Stammtisch.
Die obigen Beispiele sind auch Gründe dafür, warum die Volksparteien - und hier besonders die SPD - einen derartigen Abschwung erfahren und es erklärt im Gegenzug den Aufschwung der AFD.
Das Versagen der Politik hat einen viel größeren Einfluß auf den Wandel der Parteienlandschaft als irgendwelche Gendertoiletten, die wirklich keine Sau mehr interessieren.
Also den "Freibrief des Ahnungslosen" hast du dir selbst ausgestellt. :roll:
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
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closs
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Re: Die Spaltung Deutschlands ist gewünscht

Beitrag von closs » So 28. Okt 2018, 09:15

Detlef hat geschrieben:Und was ist an dem rot Markierten, welches du bei deinem "Anwurf" wieder mal gekonnt "weggelassen" hast, besser?
Nichts - deshalb beklage ich es doch.
sven23 hat geschrieben:Einerseits stimmt er in die allgemeine Lügenpresse-Vorwürfe von AFD und Pegida ein, andererseits kritisiert er Presse und Medien selbst dann, wenn sie ihren Job gut machen, d. h. wenn sie kritisch und investigativ die Mißstände in Politik und Gesellschaft aufgreifen. Das nennt er dann Stammtisch.
Eine wunderbare Entstellung, die als solche literarische Weihen empfangen sollte. - Drei Fälschungen:

1) Nein - ich stimme der Pegida NICHT zu, verstehe aber, woher sie ihre Munition holt.
2) Nein - ich kritisiere die Medien NICHT, wenn sie ihre Arbeit gut machen, sondern wenn sie ihre Arbeit schlecht machen.
3) "Stammtisch" nenne ich NICHT, wenn die Medien Mißstände aufgreifen, sondern wenn sie ohne Maß, mit dem Ziel der Destruktion und aus der Position dessen, der keine Verantwortung trägt, Meinung macht.
sven23 hat geschrieben:Das Versagen der Politik hat einen viel größeren Einfluß auf den Wandel der Parteienlandschaft als irgendwelche Gendertoiletten, die wirklich keine Sau mehr interessieren.
Letzteres ist eine Mini-Motiv, das man gut verwenden kann - mehr nicht. - Die Hauptsache ist jedoch, dass die Politik NICHT versagt hat, sondern von ahnungslos-dekadent-kicksüchtigen Medien zu einem Club von Deppen gemacht wurde.

Das geht so weit, dass Politiker heute vor dem Mikrophon fast nur noch gequirlte Null-SCheiße reden, um ja nicht in irgendeinen medialen Strudel reinzukommen - eine komplett künstliche Situation. - Tja - und da hat die AfD jetzt ihren Platz gefunden - dito Trump.
sven23 hat geschrieben:Also den "Freibrief des Ahnungslosen" hast du dir selbst ausgestellt.
Jaja - das ist der typische Spiegelungs-Reflex. - Ich wollte es einmal gesagt haben, damit es verstanden wurde - wir müssen es nicht weiter diskutieren.

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sven23
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Re: Die Spaltung Deutschlands ist gewünscht

Beitrag von sven23 » So 28. Okt 2018, 10:24

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Einerseits stimmt er in die allgemeine Lügenpresse-Vorwürfe von AFD und Pegida ein, andererseits kritisiert er Presse und Medien selbst dann, wenn sie ihren Job gut machen, d. h. wenn sie kritisch und investigativ die Mißstände in Politik und Gesellschaft aufgreifen. Das nennt er dann Stammtisch.
Eine wunderbare Entstellung, die als solche literarische Weihen empfangen sollte. - Drei Fälschungen:

1) Nein - ich stimme der Pegida NICHT zu, verstehe aber, woher sie ihre Munition holt.
Doch wohl offensichtlich aus dem Versagen der etablierten Parteien.
closs hat geschrieben: 2) Nein - ich kritisiere die Medien NICHT, wenn sie ihre Arbeit gut machen, sondern wenn sie ihre Arbeit schlecht machen.
Was ist schlecht daran, Mißstände und Fehlentwicklungen aufzuzeigen? Diese Kontrollfunktion könnten sie sogar noch intensivieren.
closs hat geschrieben: 3) "Stammtisch" nenne ich NICHT, wenn die Medien Mißstände aufgreifen, sondern wenn sie ohne Maß, mit dem Ziel der Destruktion und aus der Position dessen, der keine Verantwortung trägt, Meinung macht.
Warum soll es verantwortungslos sein, die Politik zu kritisieren? Willst du Verhältnisse wie in der Türkei oder Russland? :roll:
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Das Versagen der Politik hat einen viel größeren Einfluß auf den Wandel der Parteienlandschaft als irgendwelche Gendertoiletten, die wirklich keine Sau mehr interessieren.
Letzteres ist eine Mini-Motiv, das man gut verwenden kann
Was du ja mehrmals getan hast.
closs hat geschrieben: Die Hauptsache ist jedoch, dass die Politik NICHT versagt hat, sondern von ahnungslos-dekadent-kicksüchtigen Medien zu einem Club von Deppen gemacht wurde.
Wie jetzt? Finanzkrise und alle damit verbundenen Folgen sind kein Versagen der Politik? Sind die Gesetze etwa vom Himmel gefallen? :roll:
Du selbst hast doch zu Recht beklagt, dass sich die Politik von Lobbyisten die Gesetze in die Feder diktieren läßt. Genau das ist hier (mal wieder) bei Steinbrück passiert. Der Schaden für die Allgemeinheit ist beträchtlich.
Und wie man hört, soll die Abzockmasche auf europäischer Ebene munter weiter laufen.
closs hat geschrieben: Das geht so weit, dass Politiker heute vor dem Mikrophon fast nur noch gequirlte Null-SCheiße reden, um ja nicht in irgendeinen medialen Strudel reinzukommen - eine komplett künstliche Situation. - Tja - und da hat die AfD jetzt ihren Platz gefunden - dito Trump.
Ja und? Dafür sollen jetzt die Medien verantwortlich sein? Irgendwie habe ich den Eindruck, dass du in ihnen den Sündenbock für alles Mögliche ausgemacht hast. Das stehst du Trump in nichts nach.
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Also den "Freibrief des Ahnungslosen" hast du dir selbst ausgestellt.
Jaja - das ist der typische Spiegelungs-Reflex. - Ich wollte es einmal gesagt haben, damit es verstanden wurde - wir müssen es nicht weiter diskutieren.
Doch, das sollten wir, weil wir gerade an einem ganz wichtigen Punkt angekommen sind.
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
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closs
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Re: Die Spaltung Deutschlands ist gewünscht

Beitrag von closs » So 28. Okt 2018, 11:05

sven23 hat geschrieben:Doch wohl offensichtlich aus dem Versagen der etablierten Parteien.
Sicherlich AUCH - aber vielmehr aus einer gesellschaftlichen Reiz-Aufhetzung, die im wesentlich medial verursacht ist. - Natürlich ist auch das multi-kausal (ich sage nicht, dass es NUR die Medien sind).
sven23 hat geschrieben:Was ist schlecht daran, Mißstände und Fehlentwicklungen aufzuzeigen?
Nichts. :lol: - Es darf aber nicht so sein, dass man die gesunde Basis vernachlässigt, auf der etwaige Mißstände geschehen. - Das Volk wird fast nur noch negativ geimpft und vergisst dabei die positivien Errungenschaften unseres Systems - wir haben einen Dekadenz-Zirkel nach unten, der medial angetrieben wird.
sven23 hat geschrieben:Warum soll es verantwortungslos sein, die Politik zu kritisieren?
Du kommst ständig mit Scheinfragen und Ablenkungen in Bereiche, um die es nicht geht. - Entweder Du bist abgrundtief naiv oder denk-versaut.
sven23 hat geschrieben:Was du ja mehrmals getan hast.
Ja - weil es gut als Symbol für das taugt, was die Menschen zur AfD treibt.
sven23 hat geschrieben:Wie jetzt? Finanzkrise und alle damit verbundenen Folgen sind kein Versagen der Politik? Sind die Gesetze etwa vom Himmel gefallen?
Deutschland kann als Einzelstaat nichts Wesentliches dagegen ausrichten. - Und das Wenige, das man hätte tun können (Wagenknecht als Bundeskanzlerin), hätte zu einem medien-erzeugten Aufschrei geführt, der zu Neuwahlen geführt hätte. - Die nachträglichen Korrekturen in Bezug auf das Bankwesen waren nur möglich, weil das Kind in den Brunnen gefallen war.
sven23 hat geschrieben:Du selbst hast doch zu Recht beklagt, dass sich die Politik von Lobbyisten die Gesetze in die Feder diktieren läßt. Genau das ist hier (mal wieder) bei Steinbrück passiert.
Alternative: Politiker wie Manager bezahlen. - Was glaubst Du, wie da die Medien jaulen würden - das kann kein Politiker überleben.
sven23 hat geschrieben: Dafür sollen jetzt die Medien verantwortlich sein?
Sie sind einer der großen Verursacher davon - ja. -- Aber wie gesagt: Es ist multikausal - s.o.
sven23 hat geschrieben:Das stehst du Trump in nichts nach.
Eine erneut extrem undifferenzierte Bemerkung. - Der Unterschied zwischen Trump und mir ist, dass ich Leute wie Trump bekämpfe und er wahrscheinlich nicht. - Aber wieso sollte man sich mit so kleinen Unterschieden aufhalten. :lol:

Tucholsky hat mal gemeint, dass man in Deutschland gerne den, der Scheiße macht, mit dem verwechselt, der sagt, dass es stinkt. Da scheint sich ja nicht viel geändert zu haben. :D

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sven23
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Re: Die Spaltung Deutschlands ist gewünscht

Beitrag von sven23 » So 28. Okt 2018, 12:32

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Doch wohl offensichtlich aus dem Versagen der etablierten Parteien.
Sicherlich AUCH - aber vielmehr aus einer gesellschaftlichen Reiz-Aufhetzung, die im wesentlich medial verursacht ist. - Natürlich ist auch das multi-kausal (ich sage nicht, dass es NUR die Medien sind).
Im Gegenteil. Bei der Deregulierungs- und Liberalisierungsorgien hätte ich mir mehr mediales Reizklima gewünscht. Die Politiker, die damals opponiert haben, sind heute in anderen Parteien oder weg vom Fenster oder inzwischen verstorben.
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Was ist schlecht daran, Mißstände und Fehlentwicklungen aufzuzeigen?
Nichts. :lol: - Es darf aber nicht so sein, dass man die gesunde Basis vernachlässigt, auf der etwaige Mißstände geschehen. - Das Volk wird fast nur noch negativ geimpft und vergisst dabei die positivien Errungenschaften unseres Systems - wir haben einen Dekadenz-Zirkel nach unten, der medial angetrieben wird.
Dann wäre die "Lügenpresse" schuld am Aufstieg der AFD und Pegida. Warum wird sie dann von selbigen als Lügenpresse bezeichnet? Deine Argumentation ist nicht schlüssig.
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Warum soll es verantwortungslos sein, die Politik zu kritisieren?
Du kommst ständig mit Scheinfragen und Ablenkungen in Bereiche, um die es nicht geht. - Entweder Du bist abgrundtief naiv oder denk-versaut.
Warum ist man denk-versaut, wenn man nicht deiner Meinung ist? :roll:
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Was du ja mehrmals getan hast.
Ja - weil es gut als Symbol für das taugt, was die Menschen zur AfD treibt.
Das nennt man Symbolpolitik und ist meist ein Zeichen dafür, dass man inhaltlich nicht viel zu bieten hat.
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Wie jetzt? Finanzkrise und alle damit verbundenen Folgen sind kein Versagen der Politik? Sind die Gesetze etwa vom Himmel gefallen?
Deutschland kann als Einzelstaat nichts Wesentliches dagegen ausrichten.
Das stimmt so nicht und wird auch gerne als Ausrede benutzt.
Man kann die nationale Bankenaufsicht stärken und man kann Gesetze erlassen, die nicht zum Mißbrauch geradezu einladen. Das Gegenteil ist passiert, auch im Bereich Abgaswerte von PKW.
closs hat geschrieben: - Die nachträglichen Korrekturen in Bezug auf das Bankwesen waren nur möglich, weil das Kind in den Brunnen gefallen war.
Die Korrekturen waren nur kosmetischer Art und sind keinesfalls dazu geeignet, die nächste Finanzkrise zu verhindern, die nach Ansicht der Experten schlimmer ausfallen wird, als die letzte.
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Du selbst hast doch zu Recht beklagt, dass sich die Politik von Lobbyisten die Gesetze in die Feder diktieren läßt. Genau das ist hier (mal wieder) bei Steinbrück passiert.
Alternative: Politiker wie Manager bezahlen.
Was hat das jetzt mit der Bezahlung zu tun, wenn Politiker ihre Hausaufgaben machen sollen? Niemand wird gezwungen, in die Politik zu gehen. Was dort gezahlt wird, ist bekannt und die Altervorsorge ist so gut wie nirgendwo sonst.
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben: Dafür sollen jetzt die Medien verantwortlich sein?
Sie sind einer der großen Verursacher davon - ja. -- Aber wie gesagt: Es ist multikausal - s.o.
Das ist eine unsinnige Behauptung. Die Medien machen keine Gesetze.
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Das stehst du Trump in nichts nach.
Eine erneut extrem undifferenzierte Bemerkung.
Wieso? Du machst das gleiche wie Trump, indem du die Medien für sein eigenes Versagen verantwortlich machst. Dabei machen sie nur ihren Job.
closs hat geschrieben: Tucholsky hat mal gemeint, dass man in Deutschland gerne den, der Scheiße macht, mit dem verwechselt, der sagt, dass es stinkt. Da scheint sich ja nicht viel geändert zu haben. :D
Genau das machst du selbst, indem du diejenigen kritisierst und beschuldigst, die die Mißstände aufzeigen, statt diejenigen zu kritisieren, die die Mißstände verursacht haben.
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
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closs
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Re: Die Spaltung Deutschlands ist gewünscht

Beitrag von closs » So 28. Okt 2018, 16:22

sven23 hat geschrieben:Im Gegenteil. Bei der Deregulierungs- und Liberalisierungsorgien hätte ich mir mehr mediales Reizklima gewünscht.
Richtig - aber da gab es auch Reiz-Aufhetzung, in dem jeder, der dagegen anging, als "Sozialist" oder als "ewig gestrig" dargestellt wurde - in Nutzung des damaligen Klimas, dass der kleine Mann Aktionär werden könne - siehe "Telekom-Aktien".
sven23 hat geschrieben:Dann wäre die "Lügenpresse" schuld am Aufstieg der AFD und Pegida.
Die Mainstream-Medien sind maßgeblich mit-verantwortlich - wie gesagt: Die Sache ist multi-kausal.
sven23 hat geschrieben:Warum wird sie dann von selbigen als Lügenpresse bezeichnet? Deine Argumentation ist nicht schlüssig.
Doch - weil die AfD doch davon lebt, dass gegen sie medial ein Reizklima geschaffen wurde. Das will sie natürlich aufrechterhalten.
sven23 hat geschrieben:Warum ist man denk-versaut, wenn man nicht deiner Meinung ist? :roll:
Das ist sicherlich NICHT der Grund.
sven23 hat geschrieben:Das nennt man Symbolpolitik und ist meist ein Zeichen dafür, dass man inhaltlich nicht viel zu bieten hat.
Nee - das ist falsch. - Es ist üblich, dass eine allgemeine Entwicklung in griffigen Einzelbildern zusammengefasst wird, damit es einen Wiedererkennungswert hat.
sven23 hat geschrieben:Man kann die nationale Bankenaufsicht stärken und man kann Gesetze erlassen, die nicht zum Mißbrauch geradezu einladen. Das Gegenteil ist passiert, auch im Bereich Abgaswerte von PKW.
Natürlich hätte man mehr tun können - es liegt mir fern, ein Idealbild unserer Regierungen zu zeichnen. Aber wir haben halt Bundestagswahlen und immer wieder zwischendrin Landtagswahlen - und da versucht man halt dem Volk nach dem Mund zu reden - das medial vorgekocht ist, was Meinungsbildung angeht.

Davon abgesehen: Da ich in meinem ersten Job viel mit der Automobil-Industrie zu tun hatte, wusste ich schon vor 30 (!) Jahren, dass in Prüfverfahren getrickst wurde. - ALLE wussten es - Industrie, Medien, Politik - nur nicht das Volk.
sven23 hat geschrieben:Die Korrekturen waren nur kosmetischer Art und sind keinesfalls dazu geeignet, die nächste Finanzkrise zu verhindern
Das stimmt nicht ganz. - In puncto Bankenstabilität und Einlagesicherung wurde einiges europaweit getan. - Allerdings ist ebenfalls richtig, dass eine weltweite Finanzkrise, die wieder mal von den großen Börsen kommen wird, kaum durch den relativ kleinen Euro ausgebremst werden kann.
sven23 hat geschrieben:Was hat das jetzt mit der Bezahlung zu tun, wenn Politiker ihre Hausaufgaben machen sollen?
So einfach ist es nicht - bei solch komplizierten Fragen brauchst Du Fachleute aus dem Markt, die hohe Gehälter gewohnt sind.
sven23 hat geschrieben:Die Medien machen keine Gesetze.
:roll: :roll: :roll: Aber Medien machen Meinung, und Meinung haben die Leute, und die Leute wählen die Parlamente, und die Parlamente machen Gesetze.
sven23 hat geschrieben:Genau das machst du selbst, indem du diejenigen kritisierst und beschuldigst, die die Mißstände aufzeigen, statt diejenigen zu kritisieren, die die Mißstände verursacht haben.
Wie wir sehen, kann man alles so und umgekehrt sehen. - Wobei wir wieder beim Begriff "hermeneutische Vorannahmen" wären und die Logik, die sich darauf aufbauen läßt.

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sven23
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Re: Die Spaltung Deutschlands ist gewünscht

Beitrag von sven23 » Mi 31. Okt 2018, 15:58

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Im Gegenteil. Bei der Deregulierungs- und Liberalisierungsorgien hätte ich mir mehr mediales Reizklima gewünscht.
Richtig - aber da gab es auch Reiz-Aufhetzung, in dem jeder, der dagegen anging, als "Sozialist" oder als "ewig gestrig" dargestellt wurde - in Nutzung des damaligen Klimas, dass der kleine Mann Aktionär werden könne - siehe "Telekom-Aktien".
Man sollte aber nicht Werbung mit seriöser Berichterstattung verwechseln.
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Dann wäre die "Lügenpresse" schuld am Aufstieg der AFD und Pegida.
Die Mainstream-Medien sind maßgeblich mit-verantwortlich - wie gesagt: Die Sache ist multi-kausal.
Halte ich für völlig abwegig.
Historisch gesehen haben die Populisten immer nach einer Finanz- und Wirtschaftkrise einen Aufschwung erfahren, und zwar hauptsächlich die Rechtspopulisten. Hier scheint ein kausaler Zusammenhang zu bestehen und wie man an der Finanzkrise 2008 sieht, gilt das europaweit.
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Das nennt man Symbolpolitik und ist meist ein Zeichen dafür, dass man inhaltlich nicht viel zu bieten hat.
Nee - das ist falsch. - Es ist üblich, dass eine allgemeine Entwicklung in griffigen Einzelbildern zusammengefasst wird, damit es einen Wiedererkennungswert hat.
Aber wer für seine Politik auf Toiletten angewiesen ist, dessen Programm ist für den Arsch. :lol:
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Man kann die nationale Bankenaufsicht stärken und man kann Gesetze erlassen, die nicht zum Mißbrauch geradezu einladen. Das Gegenteil ist passiert, auch im Bereich Abgaswerte von PKW.
Natürlich hätte man mehr tun können - es liegt mir fern, ein Idealbild unserer Regierungen zu zeichnen. Aber wir haben halt Bundestagswahlen und immer wieder zwischendrin Landtagswahlen - und da versucht man halt dem Volk nach dem Mund zu reden - das medial vorgekocht ist, was Meinungsbildung angeht.
Dann würde die Politik nur das gleiche machen wie die Rechtspopulisten.
closs hat geschrieben: Davon abgesehen: Da ich in meinem ersten Job viel mit der Automobil-Industrie zu tun hatte, wusste ich schon vor 30 (!) Jahren, dass in Prüfverfahren getrickst wurde. - ALLE wussten es - Industrie, Medien, Politik - nur nicht das Volk.
Sag ich doch die ganze Zeit. Wer hier überrascht tut, der heuchelt.
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Die Korrekturen waren nur kosmetischer Art und sind keinesfalls dazu geeignet, die nächste Finanzkrise zu verhindern
Das stimmt nicht ganz. - In puncto Bankenstabilität und Einlagesicherung wurde einiges europaweit getan.
Wer soll denn glauben, dass sich etwas geändert hat, wenn die Deutsche Bank jetzt 4 € Eigenkapital benötigt, statt vorher 2 €, um sich 100 € zu besorgen, mit denen man dann auf den Kapitalmärkten zocken kann. So wird Casinokapitalismus nicht eingedämmt. Von ihren Kunden verlangt die Deutsche Bank übrigens 30% Eigenkapital. An der Schieflage hat sich grundlätzlich nichts geändert.
closs hat geschrieben: - Allerdings ist ebenfalls richtig, dass eine weltweite Finanzkrise, die wieder mal von den großen Börsen kommen wird, kaum durch den relativ kleinen Euro ausgebremst werden kann.
Nicht unbedingt. Italien könnte auch zum Risiko werden.
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Was hat das jetzt mit der Bezahlung zu tun, wenn Politiker ihre Hausaufgaben machen sollen?
So einfach ist es nicht - bei solch komplizierten Fragen brauchst Du Fachleute aus dem Markt, die hohe Gehälter gewohnt sind.
Ähm, die Ministerien sind gut ausgestattet mit Fachbeamten. Und "externen Sachverstand" (O-Ton Schröder) hat man sich eingekauft wie kein anderes Land in Europa. Das Beraterunwesen in Deutschland ist geradezu sprichwörtlich.
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Die Medien machen keine Gesetze.
:roll: :roll: :roll: Aber Medien machen Meinung, und Meinung haben die Leute, und die Leute wählen die Parlamente, und die Parlamente machen Gesetze.
Du verkennst den Einfluss der Medien. Viel gößeren Einfluss auf die Gesetzgebung haben die Lobbyisten und je größer die Kapitalmacht, desto größer der Einfluss.
Maschmeyer hat sich nicht umsonst an Schröder und Wulff rangewanzt. Er wußte, wer Kohle machen will, der muss Einfluss auf die Gesetzgebung haben. Die private Altersvorsorge ist eine Ölquelle, die man nur anzubohren braucht, meint es erschreckend offen. Und wie wir ja wissen, hat es funktioniert. Heute haben wir den ganzen Riester-Scheiß, der nur einem wirklich was gebracht hat: der Versicherungswirtschaft.
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Genau das machst du selbst, indem du diejenigen kritisierst und beschuldigst, die die Mißstände aufzeigen, statt diejenigen zu kritisieren, die die Mißstände verursacht haben.
Wie wir sehen, kann man alles so und umgekehrt sehen. - Wobei wir wieder beim Begriff "hermeneutische Vorannahmen" wären und die Logik, die sich darauf aufbauen läßt.
Ja eben, du läufst ständig mit der falschen Hermeneutik durch die Gegend. :roll:
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Re: Die Spaltung Deutschlands ist gewünscht

Beitrag von closs » Mi 31. Okt 2018, 16:17

sven23 hat geschrieben:Man sollte aber nicht Werbung mit seriöser Berichterstattung verwechseln.
Es war damals auch mediales Thema.
sven23 hat geschrieben:Historisch gesehen haben die Populisten immer nach einer Finanz- und Wirtschaftkrise einen Aufschwung erfahren, und zwar hauptsächlich die Rechtspopulisten. Hier scheint ein kausaler Zusammenhang zu bestehen und wie man an der Finanzkrise 2008 sieht, gilt das europaweit.
Auch das spielt sicherlich mit - eben "multikausal".
sven23 hat geschrieben:Dann würde die Politik nur das gleiche machen wie die Rechtspopulisten.
Auf manchen Feldern ist das so - das passiert, wenn Demokratie auf billige Reize ausgelegt ist und passt in ein gesellschaftliches Klima, das von Reizen geprägt ist. - Man könnte es als allgemeine Dekadenz-Entwicklung bezeichnen.
sven23 hat geschrieben:An der Schieflage hat sich grundlätzlich nichts geändert.
Gefällt mir nach wie vor ebenfalls nicht - aber es wurde trotzdem etwas entgegengewirkt. - Übrigens - letzte ZEIT - sagt dort ein Nobelpreisträger, dass er den internationalen Finanzmarkt als gefährlicher ansieht als die Atombombe.
sven23 hat geschrieben: Italien könnte auch zum Risiko werden.
Richtig - dann könnte es passieren, dass blitzschnell wieder die D-Mark da ist, die ja als Zahlungsmittel nach wie vor nicht abgeschafft ist.
sven23 hat geschrieben:Du verkennst den Einfluss der Medien.
Wenn das alles wahr ist, was Du sagst (vieles spricht dafür): Warum reagieren die MAINSTREAM-Medien nicht aufgeklärt darauf, indem sie aufklären? - Davon hört man außer in linken Mini-Medien nichts.
sven23 hat geschrieben:du läufst ständig mit der falschen Hermeneutik durch die Gegend.
Das meint jeder. - Aber immerhin ist diese Erkenntnis schon mal ein Fortschritt, weil dann jeder weiß, dass JEDE Hermeneutik potentiell auf tönernen Füßen steht.

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Re: Die Spaltung Deutschlands ist gewünscht

Beitrag von Martinus » Do 1. Nov 2018, 07:17

Die Spaltung Deutschlands ist gewünscht und wird mit der Unterzeichnung des "Globalen Pakt für eine sichere, geordnete und reguläre Migration" beschleunigt werden.
JA--für das Recht auf eine eigene Meinung ;)

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