Die Spaltung Deutschlands ist gewünscht

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closs
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Re: Die Spaltung Deutschlands ist gewünscht

Beitrag von closs » Sa 3. Nov 2018, 16:20

sven23 hat geschrieben:Irrelevant. Hier geht es um die Fakten.
Deine Fakten sind immer irgendwie nicht falsch - aber das hat nichts mit Fakten im Sinne eines Entscheider-Umfeldes zu tun. Da kann man sich keine Rosinen rauspicken.
sven23 hat geschrieben:Was hast du denn für eine Vorstellung, was Aufgabe der Medien ist? Was verstehst du unter "avantgardistischer Beinflussung des Wählers"?
Dass sie komplex und abwägend berichten UND zusätzlich eine Gesellschafts-Vorstellung haben, die sie als solche offenlegt:
1) "Wir sind ein Medium, das eher konservativ auf das Beharren des Status Quo pocht, und wollen die Menschen diesbezüglich beeinflussen"
2) Dito "grün orientiert".
3) Dito "säkular-kritisch-rational orientiert".
4) Dito "industrie-nah"
5) etc.

Natürlich wird das nicht oder nur selten offengelegt - man sagt lieber: "Wir sind journalistisch neutral" - was natürlich falsch ist. - Wobei ich immer noch nicht weiß, ob das Verarsche oder Selbst-Verarsche ist.

Ich würde auch nicht auf diesen Beeinflussungs-Auftrag bestehen - "komplex und abwägend" würde schon reichen. - Ist aber in den MAINSTREAM-Medien, also die die Masse beeinflussenden Medien, nur sehr unzureichend der Fall.
sven23 hat geschrieben:Das steht im Gegensatz zu deiner Behauptung, die Medien seien gleichgeschaltet.
Hehe - sie sind gleichgeschaltet in ihrer Schere im Kopf. - Hast Du EIN Medium von Belang erlebt, der über das Chemnitz-19sec-Video halbwegs fair berichtet hat? - Hast Du EIN Medium von Belang erlebt, der über die Bremener BAMF-Sache halbwegs fair berichtet hat? - Oder über die Sache Maaßen?

Nein - da steht die politisch korrekte Empörungs-Wolke über allen Unterschiede unter der Wolkendecke - aber keiner stößt durch die Wolkendecke durch.
sven23 hat geschrieben:Wer außer closs nimmt die Bildzeitung noch ernst?
Hoffentlich viele. - Ein Medium, das Millionen von Menschen beeinflusst (zur Erinnerung: Wir haben Demokratie), muss man ernst nehmen.
sven23 hat geschrieben:Die SPD hat ein ganz anderes Problem. Sie drückt sich bis heute vor einer ehrlichen Aufarbeitung ihrer Agenda-Vergangenheit
Sooo schlecht war die Agenda nun auch wieder nicht - immerhin hat sie der Volkswirtschaft viel gebracht - oder andersrum: Viele, die heute 450-Euro-Jobs haben, würden ohne die Agenda NICHTS haben. - Aber richtig ist: Da fehlt noch was - die fetten Probleme der Zukunft kann man damit nicht lösen.

Nee - damit kann man 5%, aber nicht 20% erklären.

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sven23
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Re: Die Spaltung Deutschlands ist gewünscht

Beitrag von sven23 » Sa 3. Nov 2018, 19:29

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Irrelevant. Hier geht es um die Fakten.
Deine Fakten sind immer irgendwie nicht falsch - aber das hat nichts mit Fakten im Sinne eines Entscheider-Umfeldes zu tun. Da kann man sich keine Rosinen rauspicken.
Welche Rosinen? Ich habe einige Fehlleistungen genannt, die mit zum Niedergang der SPD beigetragen haben können.
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Was hast du denn für eine Vorstellung, was Aufgabe der Medien ist? Was verstehst du unter "avantgardistischer Beinflussung des Wählers"?
Dass sie komplex und abwägend berichten UND zusätzlich eine Gesellschafts-Vorstellung haben, die sie als solche offenlegt:
1) "Wir sind ein Medium, das eher konservativ auf das Beharren des Status Quo pocht, und wollen die Menschen diesbezüglich beeinflussen"
2) Dito "grün orientiert".
3) Dito "säkular-kritisch-rational orientiert".
4) Dito "industrie-nah"
5) etc.
Ja und, dieses Spektrum wird doch breit abgedeckt. Da sollte für jeden was dabei sein. Die gleichgeschalteten Medien sind eine fixe Idee von dir.

closs hat geschrieben: Ich würde auch nicht auf diesen Beeinflussungs-Auftrag bestehen - "komplex und abwägend" würde schon reichen. - Ist aber in den MAINSTREAM-Medien, also die die Masse beeinflussenden Medien, nur sehr unzureichend der Fall.
Ich glaube, du zählst auch zu den Leuten, die sich die Bildzeitung nur kaufen, um sich gepflegt darüber aufregen zu können. :lol:
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Das steht im Gegensatz zu deiner Behauptung, die Medien seien gleichgeschaltet.
Hehe - sie sind gleichgeschaltet in ihrer Schere im Kopf. - Hast Du EIN Medium von Belang erlebt, der über das Chemnitz-19sec-Video halbwegs fair berichtet hat? - Hast Du EIN Medium von Belang erlebt, der über die Bremener BAMF-Sache halbwegs fair berichtet hat? - Oder über die Sache Maaßen?
Es gab zu allen Themen pro und contra. Du hast wirklich ein Bildzeitungsproblem. :roll:

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Wer außer closs nimmt die Bildzeitung noch ernst?
Hoffentlich viele.
Aha, da haben wir es ja. Scheint doch dein Niveau zu sein. :lol:
closs hat geschrieben: - Ein Medium, das Millionen von Menschen beeinflusst (zur Erinnerung: Wir haben Demokratie), muss man ernst nehmen.
Das sollte aber dazu befähigen, zwischen einem Revolverblatt und seriöser Berichterstattung zu differenzieren.
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Die SPD hat ein ganz anderes Problem. Sie drückt sich bis heute vor einer ehrlichen Aufarbeitung ihrer Agenda-Vergangenheit
Sooo schlecht war die Agenda nun auch wieder nicht
Das ist das Mantra der SPD bis heute. Die Quittung dafür hat sie bekommen. Wenn jetzt von Erneuerung geschwafelt wird, muss man auch sagen, worin diese Erneuerung bestehen soll. (siehe Schulz-Desaster)
Alter Wein in neuen Schläuchen ist zu wenig.
closs hat geschrieben: - immerhin hat sie der Volkswirtschaft viel gebracht - oder andersrum:
Das ist die Frage: Wem hat es was gebracht? Die Zahl der Millionäre hat sich in den letzten 15 Jahren verdoppelt, die Zahl der "atypischen" Beschäftigungsverhältnisse liegt angeblich bei 7-8 Millionen. Möglicherweise hängt das eine mit dem anderen zusammen.
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
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closs
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Re: Die Spaltung Deutschlands ist gewünscht

Beitrag von closs » Sa 3. Nov 2018, 22:15

sven23 hat geschrieben:Ich habe einige Fehlleistungen genannt, die mit zum Niedergang der SPD beigetragen haben können.
Diese Formulierung ist ok.
sven23 hat geschrieben:Ja und, dieses Spektrum wird doch breit abgedeckt.
Ja, schon. - Aber darüber wacht der Big Brother der Political/Social Correctness. - Teil dieser inkorrekten Correctness ist zum Beispiel der sogenannte "Leistungs-Gedanke", der vollkommen entstellt auf breiter Front medial infiltriert wird. - Oder die Masche, geringste national-kulturelle Betonung als "unverbesserlich" und "wehret den Anfängen" zu kommentieren. - Inszenierte Empörung gibt es gratis dazu. - Merkst Du das alles nicht?
sven23 hat geschrieben:Ich glaube, du zählst auch zu den Leuten, die sich die Bildzeitung nur kaufen, um sich gepflegt darüber aufregen zu können.
Da möchte ich Genscher zitieren, der mal gesagt hat: "Ich lese BILD, nicht weil ich wissen will, was Deutschland denkt, sondern weil ich wissen will, was Deutschland fühlt". - Guter Spruch.
sven23 hat geschrieben:Es gab zu allen Themen pro und contra.
Nicht annähernd in gleichem Maße. Das sind Feigenblättchen. - Die Mainstream_Schafe sind den üblichen Leithammeln gefolgt.
sven23 hat geschrieben:Aha, da haben wir es ja. Scheint doch dein Niveau zu sein.
Du klingst nicht sehr lebens-gestählt. - Stalin hat mal gemeint: "Wenn der Feind im Schlamm ist, muss man in den Schlamm". - Das gilt übrigens auch für Christen - woraus NICHT folgt, dass Stalin Christ war. :lol:
sven23 hat geschrieben:Das sollte aber dazu befähigen, zwischen einem Revolverblatt und seriöser Berichterstattung zu differenzieren.
Genau das tut man weitgehend NICHT. - Zumal es genug "Revolverblätter" gibt, die seriöse Berichterstattung vortäuschen - bzw: Es gibt seriöse Berichterstatter, die immer wieder mal in das Revolverblatt-Genre wechseln - Wolf im Schafspelz.
sven23 hat geschrieben:Möglicherweise hängt das eine mit dem anderen zusammen.
NAtürlich - aber die Folgen fürs Volk sind trotzdem vermutlich überwiegend positiv: Einfach so 450 Euro steuerfrei auf die Hand. --- Das Problem ist was anderes: Damit kann man keine Rente aufbauen. - Hier wird ein Problemberg aufgebaut wie bei den Beamten-Pensionen vor 30 Jahren.

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sven23
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Re: Die Spaltung Deutschlands ist gewünscht

Beitrag von sven23 » So 4. Nov 2018, 06:14

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Ja und, dieses Spektrum wird doch breit abgedeckt.
Ja, schon. - Aber darüber wacht der Big Brother der Political/Social Correctness.
Sicher kann man es auch mit der Political Correctness übertreiben, aber was passiert, wenn man sie völlig über Bord wirft, sieht man an Trump.
closs hat geschrieben: - Teil dieser inkorrekten Correctness ist zum Beispiel der sogenannte "Leistungs-Gedanke", der vollkommen entstellt auf breiter Front medial infiltriert wird.
Die Perversion des Leistungsgedankens wurde durch Schröders Agendapolitik noch befördert. Einkommen aus Arbeit wird belastet, Einkommen aus Kapital wird entlastet.
closs hat geschrieben: Oder die Masche, geringste national-kulturelle Betonung als "unverbesserlich" und "wehret den Anfängen" zu kommentieren. - Inszenierte Empörung gibt es gratis dazu. - Merkst Du das alles nicht?
Ich merke, dass es auch unverbesserliche Neonazis gibt und eine Pegida und AfD, die auf dieser völkisch-nationalen Klaviatur zu spielen wissen.
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Ich glaube, du zählst auch zu den Leuten, die sich die Bildzeitung nur kaufen, um sich gepflegt darüber aufregen zu können.
Da möchte ich Genscher zitieren, der mal gesagt hat: "Ich lese BILD, nicht weil ich wissen will, was Deutschland denkt, sondern weil ich wissen will, was Deutschland fühlt". - Guter Spruch.
Im Grunde aber nichtssagend.
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Es gab zu allen Themen pro und contra.
Nicht annähernd in gleichem Maße. Das sind Feigenblättchen. - Die Mainstream_Schafe sind den üblichen Leithammeln gefolgt.
Es gab zu Beginn von Schröders Agendapolitik einen gewissen Konsens in der Gesellschaft, auch eine Zurückhaltung/Stillhalten der Gewerkschaften.
Aber die Kritik daran wurde lauter.
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Aha, da haben wir es ja. Scheint doch dein Niveau zu sein.
Du klingst nicht sehr lebens-gestählt. - Stalin hat mal gemeint: "Wenn der Feind im Schlamm ist, muss man in den Schlamm".
Ist Stalin jetzt das Vorbild für die Qualität der Presse? :lol:
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Das sollte aber dazu befähigen, zwischen einem Revolverblatt und seriöser Berichterstattung zu differenzieren.
Genau das tut man weitgehend NICHT.
Wie man an closs sieht.
closs hat geschrieben: - Zumal es genug "Revolverblätter" gibt, die seriöse Berichterstattung vortäuschen - bzw: Es gibt seriöse Berichterstatter, die immer wieder mal in das Revolverblatt-Genre wechseln - Wolf im Schafspelz.
Zum Beispiel?
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Möglicherweise hängt das eine mit dem anderen zusammen.
NAtürlich - aber die Folgen fürs Volk sind trotzdem vermutlich überwiegend positiv: Einfach so 450 Euro steuerfrei auf die Hand. --- Das Problem ist was anderes: Damit kann man keine Rente aufbauen. - Hier wird ein Problemberg aufgebaut wie bei den Beamten-Pensionen vor 30 Jahren.
Das ist doch meine Kritik. Probleme werden nicht gelöst, sondern in die Zukunft verlagert. Die Millionen Mini- , Teilzeit und Aufstockerjobs sind lediglich dazu geeignet, die Arbeitslosenstatistik zu verschönern. Würde man die Arbeitslosen noch so zählen wie vor der Agenda, wäre man nicht weit weg von den damaligen Arbeitslosenzahlen.

Ein Artikel der Zeit sieht die Ursachen sogar schon vor der Agenda 2010 in der Privatisierungswelle der 90er.

https://www.zeit.de/wirtschaft/2017-02/ ... eutschland
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closs
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Re: Die Spaltung Deutschlands ist gewünscht

Beitrag von closs » So 4. Nov 2018, 11:00

sven23 hat geschrieben:Sicher kann man es auch mit der Political Correctness übertreiben, aber was passiert, wenn man sie völlig über Bord wirft, sieht man an Trump.
"Political Correctness" ist an sich ein guter Begriff - wir reden hier von dessen Vereinnahmung.
sven23 hat geschrieben:Die Perversion des Leistungsgedankens wurde durch Schröders Agendapolitik noch befördert. Einkommen aus Arbeit wird belastet, Einkommen aus Kapital wird entlastet.
Stimmt - das ging in die falsche Richtung. - Aber wie gesagt: Wir haben Demokratie und damals war ein Hype namens "Weniger Staat" - da wollte die SPD mal nicht rückständig sein.
sven23 hat geschrieben:Ich merke, dass es auch unverbesserliche Neonazis gibt und eine Pegida und AfD, die auf dieser völkisch-nationalen Klaviatur zu spielen wissen.
Richtig - aber diese zu instrumentalisieren, um damit die Masse der ziemlich arglosen AfD-Anhänger zu diskriminieren, darf einer aufgeklärten Medienlandschaft nicht passieren.
sven23 hat geschrieben: closs hat geschrieben:

sven23 hat geschrieben:
Ich glaube, du zählst auch zu den Leuten, die sich die Bildzeitung nur kaufen, um sich gepflegt darüber aufregen zu können.

Da möchte ich Genscher zitieren, der mal gesagt hat: "Ich lese BILD, nicht weil ich wissen will, was Deutschland denkt, sondern weil ich wissen will, was Deutschland fühlt". - Guter Spruch.


Im Grunde aber nichtssagend.
Ganz und gar nicht - das war sehr klug.
sven23 hat geschrieben:Ist Stalin jetzt das Vorbild für die Qualität der Presse? :lol:
Ein wunderbares Beispiel für Deine Marotte, sich über irgendwelche Entstellungen um eine ernsthafte Diskussion zu drücken.
sven23 hat geschrieben: closs hat geschrieben:

sven23 hat geschrieben:
Das sollte aber dazu befähigen, zwischen einem Revolverblatt und seriöser Berichterstattung zu differenzieren.

Genau das tut man weitgehend NICHT.


Wie man an closs sieht.
Dito.
sven23 hat geschrieben: closs hat geschrieben:
- Zumal es genug "Revolverblätter" gibt, die seriöse Berichterstattung vortäuschen - bzw: Es gibt seriöse Berichterstatter, die immer wieder mal in das Revolverblatt-Genre wechseln - Wolf im Schafspelz.


Zum Beispiel?
Bild, Stern, Spiegel, öffentlich Rechtliche, Fokus, TAZ, etc. ---- Die einzig mir bekannten Blätter oder Sender, die halbwegs oder weitgehend gefeit sind, sind Phönix, FAZ, SZ und ZEIT. - Aber wer guckt/liest so was schon? - Eine bildungs-orientierte Minderheit.
sven23 hat geschrieben:Das ist doch meine Kritik. Probleme werden nicht gelöst, sondern in die Zukunft verlagert. Die Millionen Mini- , Teilzeit und Aufstockerjobs sind lediglich dazu geeignet, die Arbeitslosenstatistik zu verschönern. Würde man die Arbeitslosen noch so zählen wie vor der Agenda, wäre man nicht weit weg von den damaligen Arbeitslosenzahlen.
Stimmt - trotzdem hat es was genutzt. - Und was die Zukunft angeht: Irgendwann wird der Druck so groß, dass wir eine Bürgerversicherung, Vermögenssteuer, ERbschaftssteuer, Börsentransaktionssteuer, etc. haben MÜSSEN, um die Staatsausgaben zu finanzieren.

Die junge Generation soll sich da nicht so ins Hemd machen - SIE ist es, die demokratisch so steuern kann, dass es auch in Zukunft funktioniert. - Denn wir reden hier NICHT von einem Anknabbern der Substanz (es gibt genug Geld in deutschem Besitz), sondern um eine Rücknahme der Vermögensverlagerung nach oben. - Jeder soll "sein Häuschen" und soundsoviel Geld steuerfrei erben - es geht NICHT um den Griff nach hart Er-Leisteten, sondern um die Korrektur zu einer Leistungs-Gesellschaft hin - und diese Korrektur muss oben erfolgen.

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sven23
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Re: Die Spaltung Deutschlands ist gewünscht

Beitrag von sven23 » So 4. Nov 2018, 12:14

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Sicher kann man es auch mit der Political Correctness übertreiben, aber was passiert, wenn man sie völlig über Bord wirft, sieht man an Trump.
"Political Correctness" ist an sich ein guter Begriff - wir reden hier von dessen Vereinnahmung.
Von wem?
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Die Perversion des Leistungsgedankens wurde durch Schröders Agendapolitik noch befördert. Einkommen aus Arbeit wird belastet, Einkommen aus Kapital wird entlastet.
Stimmt - das ging in die falsche Richtung.
Aber eine Richtung, die bis heute nicht korrigiert wurde, weil die SPD die Aufarbeitung bis heute verweigert. Von Marketingsprüchen haben die Leute die Nase voll.
closs hat geschrieben: - Aber wie gesagt: Wir haben Demokratie und damals war ein Hype namens "Weniger Staat" - da wollte die SPD mal nicht rückständig sein.
Wenn es ein Fortschritt sein soll, die Schere zwischen Arm und Reich weiter aufgehen zu lassen, dann war man auf einem guten Weg. :roll:
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Ich merke, dass es auch unverbesserliche Neonazis gibt und eine Pegida und AfD, die auf dieser völkisch-nationalen Klaviatur zu spielen wissen.
Richtig - aber diese zu instrumentalisieren, um damit die Masse der ziemlich arglosen AfD-Anhänger zu diskriminieren, darf einer aufgeklärten Medienlandschaft nicht passieren.
Passiert ja nicht, wie eine weitgehend differenzierte Berichterstattung zeigt.
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben: closs hat geschrieben:
- Zumal es genug "Revolverblätter" gibt, die seriöse Berichterstattung vortäuschen - bzw: Es gibt seriöse Berichterstatter, die immer wieder mal in das Revolverblatt-Genre wechseln - Wolf im Schafspelz.
Zum Beispiel?
Bild, Stern, Spiegel, öffentlich Rechtliche, Fokus, TAZ, etc. ---- Die einzig mir bekannten Blätter oder Sender, die halbwegs oder weitgehend gefeit sind, sind Phönix, FAZ, SZ und ZEIT. - Aber wer guckt/liest so was schon? - Eine bildungs-orientierte Minderheit.
Ähm, Phoenix ist ein öffentlich-rechtliches Programm. :roll:
Daneben gibt es noch 3Sat und Arte. Und im Vergleich zu den privaten Sendern sind ARD und ZDF im großen und ganzen immer noch um Längen besser, es sei denn, man bevorzugt die Nachrichten der überfahrenen Hunde. :lol:
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Das ist doch meine Kritik. Probleme werden nicht gelöst, sondern in die Zukunft verlagert. Die Millionen Mini- , Teilzeit und Aufstockerjobs sind lediglich dazu geeignet, die Arbeitslosenstatistik zu verschönern. Würde man die Arbeitslosen noch so zählen wie vor der Agenda, wäre man nicht weit weg von den damaligen Arbeitslosenzahlen.
Stimmt - trotzdem hat es was genutzt. - Und was die Zukunft angeht: Irgendwann wird der Druck so groß, dass wir eine Bürgerversicherung, Vermögenssteuer, ERbschaftssteuer, Börsentransaktionssteuer, etc. haben MÜSSEN, um die Staatsausgaben zu finanzieren.
Das ist nicht ausgemacht. Wenn Typen wie Merz an die Macht kommen, werden erst mal in der Logik der Neoliberalen die Ausgaben gekürtzt, meistens am unteren Ende der Skala.
closs hat geschrieben: Die junge Generation soll sich da nicht so ins Hemd machen - SIE ist es, die demokratisch so steuern kann, dass es auch in Zukunft funktioniert. - Denn wir reden hier NICHT von einem Anknabbern der Substanz (es gibt genug Geld in deutschem Besitz), sondern um eine Rücknahme der Vermögensverlagerung nach oben. - Jeder soll "sein Häuschen" und soundsoviel Geld steuerfrei erben - es geht NICHT um den Griff nach hart Er-Leisteten, sondern um die Korrektur zu einer Leistungs-Gesellschaft hin - und diese Korrektur muss oben erfolgen.
Tja, und genau davon hört man nichts von der SPD, außer Lippenbekenntnisse vor Wahlen. (Mehr Gerechtigkeit, etc.)
Deshalb halte ich es nicht wie closs für verantwortungslos, wenn die Medien auf Fehlentwicklungen und Schieflagen aufmerksam machen. Veränderungen lassen sich ohne öffentlichen Druck von außen kaum bewerkstelligen.
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Re: Die Spaltung Deutschlands ist gewünscht

Beitrag von closs » So 4. Nov 2018, 13:03

sven23 hat geschrieben:Von wem?
Von der Gesellschaft und denen, die sie "bilden". - Du musst nur mal eine Kommentierung eines Fußballspiels anhören: Die Kommentatoren überschlagen sich fast vor Obrigkeitsgeilheit ("Dieses Foul hätte man nicht pfeifen müssen - da hat der Spieler versagt: Er hätte wissen müssen, dass es gepfiffen werden kann, obwohl es eine Schwalbe war") - früher hätte man gesagt "Der Schiri hat SCheiße gepfiffen".

Das durchdringt die ganze Gesellschaft: "Aufgrund unserer Historie macht es nicht gut, die Inhalte des 19-sek-Videos als Hetzjagd zu bezeichnen. - Das ist politisch sicher, kommt gut an und lässt mich als geschichts-bewusst erscheinen. Empörungs-Stufe 2+ wäre angemessen" - Alles Plastikmüll.
sven23 hat geschrieben:Aber eine Richtung, die bis heute nicht korrigiert wurde, weil die SPD die Aufarbeitung bis heute verweigert. Von Marketingsprüchen haben die Leute die Nase voll.
Stimmt doch nicht - man sieht Pros und Contras und stellt sich nicht klar auf eine Seite. - Und für Marketingsprüche ist die SPD gerade NICHT bekannt, weil sie ihre (nachweisbare) Sacharbeit nicht verkaufen kann.
sven23 hat geschrieben:Passiert ja nicht, wie eine weitgehend differenzierte Berichterstattung zeigt.
ISt doch nicht so. - Natürlich kannst Du irgendwelche Neben-Titel nennen, wo das drinsteht. - Aber wenn der Herausgeber "Kopp-VErlag" ist, gehörst Du zu den ersten, die jeglichen Inhalt ablehnen. - Im Mainstream haben wir KEINE ausreichende Differenzierung - Beispiele dazu habe ich zuhauf gebracht - im Zweifel siegt der Hype.

Was in Russland Putin-Medien sind, sind bei uns Hype-/Reiz-/Social-Correctness-Medien. - Man möchte nicht aufgeklärt ausscheren, sondern ist konform und nennt sich dabei trotzdem aufgeklärt.
sven23 hat geschrieben:Ähm, Phoenix ist ein öffentlich-rechtliches Programm.
Korrekt - von ARD und ZDF. - In Nebenprogrammen ist das Niveau höher.
sven23 hat geschrieben: Wenn Typen wie Merz an die Macht kommen, werden erst mal in der Logik der Neoliberalen die Ausgaben gekürtzt, meistens am unteren Ende der Skala.
Gut möglich - und dann wird das Volk entscheiden - wir haben Demokratie. - Es kann übrigens auch dazu kommen, dass sich ein Darwinismus durchsetzt, wonach gesetzliche Renten ganz einfach mal um 20% gekürzt werden (siehe Griechenland). - Wenn die Demokratie mitmacht, geht so ziemlich alles.
sven23 hat geschrieben:Deshalb halte ich es nicht wie closs für verantwortungslos, wenn die Medien auf Fehlentwicklungen und Schieflagen aufmerksam machen.
Oh Du Mainstream-Gläubiger. - An Dir ist ein Evangelikaler verloren gegangen.

Das tun sie doch unterm Strich gerade NICHT. - Ich kenne kein nennenswertes Medium, das nicht den gleichen Schwachsinn bspw. zum Thema "Leistung" nachplappert - unaufgeklärt bis in die Unterwäsche. - "Wenn eine Frau im Leben versäumt habe zu arbeiten (Frau = 7fache Mutter), seien wir es dem Leistungsgedanken schuldig, dass sie nicht mehr als Grundsicherung bekäme" - nur ein Beispiel.

Da kommt KEIN Aufschrei von irgendeiner FAZ oder SZ (auch nicht von der ZEIT), dass 7-fache Mütter mindestens soviel und solange arbeiten wie ein Typ im Mittel-Management mit 150 00 Euro pa, sondern es kommen unterschiedliche Vorschläge, wie man das ändern könnte. - Auf dieser nachgeordneten Ebene (also nachdem die Hauptsache übergangen ist) gibt es dann "Vielfalt" :devil: - "Vielleicht mehr Schulungen? Mehr Zugangsmöglichkeiten zu Bildung?" - "Was ist eigentlich Bildung?" - fragt keine Sau.

Wie auch immer: Extrem unterirdisches Niveau - man will ja die Grundpfeiler erfolgreich eingetrichterter Socia-Correctness-Behaviors nicht in Frage stellen. - "Aber aufgeklärt sind wir schon".

Und da wunderst Du Dich, dass eine Partei wie die AfD immer größer wird? - Ein ältere Sachse hat mal gesagt: "Wir lehnen diese West-Lügerei ab - uns hat einmal Honegger gereicht".
sven23 hat geschrieben:Veränderungen lassen sich ohne öffentlichen Druck von außen kaum bewerkstelligen.
E-ben. - Wo ist denn dieser Druck außer bei Pipifax? -Wo sind die grundlegend eigenständigen, aufgeklärten Äußerungen von MEdien?

Die jetztige Diesel-Berichterstattung ist es ganz sicher NICHT - denn das wussten die Meden seit über 30 Jahren - wenn sie es wissen wollten. --- Die Medien werden immer weniger ernstgenommen - auch hier eine Parallelität zu Russland, wo Leute gefragt wurden, ob sie nicht wüssten, dass Putin die Medien manipuliere. - Die Reaktion war herzliches Gelächter: Natürlich wisse man das - aber der brauche das halt zum Machterhalt. - Wenn es wirklich ernst werde, würde sich das russische Volk schon melden.

Nein, bei uns werden keine Journalisten eingesperrt, aber sie werden genauso wie Russland auch nicht mehr als "Wahrheitsträger", sondern als "Interessensvertreter" wie eben alle anderen auch angesehen. - Selber schuld.

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sven23
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Re: Die Spaltung Deutschlands ist gewünscht

Beitrag von sven23 » So 4. Nov 2018, 14:56

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Von wem?
Von der Gesellschaft und denen, die sie "bilden". - Du musst nur mal eine Kommentierung eines Fußballspiels anhören: Die Kommentatoren überschlagen sich fast vor Obrigkeitsgeilheit ("Dieses Foul hätte man nicht pfeifen müssen - da hat der Spieler versagt: Er hätte wissen müssen, dass es gepfiffen werden kann, obwohl es eine Schwalbe war") - früher hätte man gesagt "Der Schiri hat SCheiße gepfiffen".
Ach du meine Güte, jetzt muss schon der Fußball als Beweis dafür herhalten, dass die Medien furchtbar versaut sind. :roll:
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Aber eine Richtung, die bis heute nicht korrigiert wurde, weil die SPD die Aufarbeitung bis heute verweigert. Von Marketingsprüchen haben die Leute die Nase voll.
Stimmt doch nicht - man sieht Pros und Contras und stellt sich nicht klar auf eine Seite. - Und für Marketingsprüche ist die SPD gerade NICHT bekannt, weil sie ihre (nachweisbare) Sacharbeit nicht verkaufen kann.
Genau deshalb ist Schulz abgestraft worden. Das ständige Gerechtigkeitsgeschwafel des Agenda 2010 Mannes war am Ende unglaubwürdig, weil er diese Worthülse nicht mit Inhalten füllen wollte. Als er dann noch aus machtpolitischen Erwägungen hin- und hersprang, war seine Glaubwürdigkeit endgültig im Eimer. Gestern noch Messias und Hoffnungsträger, heute der Looser, aber selbst verschuldet.
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Passiert ja nicht, wie eine weitgehend differenzierte Berichterstattung zeigt.
ISt doch nicht so. - Natürlich kannst Du irgendwelche Neben-Titel nennen, wo das drinsteht.
Dann scheinst du hinterm Mond zu leben, oder in Bayern. :lol:
closs hat geschrieben: - Aber wenn der Herausgeber "Kopp-VErlag" ist, gehörst Du zu den ersten, die jeglichen Inhalt ablehnen. -
Ja, ja, der Kopp Verlag ist für seine differenzierte Berichterstattung bekannt. :lol:
closs hat geschrieben: Was in Russland Putin-Medien sind, sind bei uns Hype-/Reiz-/Social-Correctness-Medien. - Man möchte nicht aufgeklärt ausscheren, sondern ist konform und nennt sich dabei trotzdem aufgeklärt.
Ja, wir haben verstanden. Bei Putin ist alles besser. :roll:
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Deshalb halte ich es nicht wie closs für verantwortungslos, wenn die Medien auf Fehlentwicklungen und Schieflagen aufmerksam machen.
Das tun sie doch unterm Strich gerade NICHT.
Doch, das tun sie. Ich habe dir davon berichtet, dass Steinbrück die Cum-Cum und Cum-ex Affären verbockt hat. Detlef hatte entsprechende Beiträge verlinkt.
Darauf closs: Das ist verantwortunglos.

closs hat geschrieben: - Ich kenne kein nennenswertes Medium, das nicht den gleichen Schwachsinn bspw. zum Thema "Leistung" nachplappert - unaufgeklärt bis in die Unterwäsche. -
Dann solltest du deine Lektüre nicht auf die Bildzeitung beschränken. :roll:

https://www.zeit.de/wirtschaft/2017-07/ ... ampf-5vor8
http://www.fr.de/wirtschaft/arbeit-die- ... -a-1313978
https://www.zeit.de/wirtschaft/2017-08/ ... sellschaft
closs hat geschrieben: "Wenn eine Frau im Leben versäumt habe zu arbeiten (Frau = 7fache Mutter), seien wir es dem Leistungsgedanken schuldig, dass sie nicht mehr als Grundsicherung bekäme" - nur ein Beispiel.
Nee, die wird Ministerin und ist bestens abgesichert. :lol:
closs hat geschrieben: Da kommt KEIN Aufschrei von irgendeiner FAZ oder SZ (auch nicht von der ZEIT), dass 7-fache Mütter mindestens soviel und solange arbeiten wie ein Typ im Mittel-Management mit 150 00 Euro pa, sondern es kommen unterschiedliche Vorschläge, wie man das ändern könnte.
Alternativ könnte man ja auch mal über Verhütung nachdenken. :roll:
closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Veränderungen lassen sich ohne öffentlichen Druck von außen kaum bewerkstelligen.
E-ben. - Wo ist denn dieser Druck außer bei Pipifax? -Wo sind die grundlegend eigenständigen, aufgeklärten Äußerungen von MEdien?
In der Bildzeitung jedenfalls nicht. :roll:
closs hat geschrieben: Die jetztige Diesel-Berichterstattung ist es ganz sicher NICHT - denn das wussten die Meden seit über 30 Jahren
Und die Politik ebenfalls. Bei der energetischen Sanierung von Gebäuden weiß jeder, der sich ein wenig auskennt, dass die errechneten Einspar-werte in der Praxis nie erreicht werden. Die Politik kann sich die auf dem Papier errechneten werte für die CO2 Einsparung anrechnen, die Industrie kann mehr Dämmstoffe verkaufen. Eine win-win Situation für beide.
Aber auch darüber wurde schon mehrfach in den Medien berichtet. Man muss es halt auch mal zur Kenntnis nehmen.

closs hat geschrieben: - wenn sie es wissen wollten. --- Die Medien werden immer weniger ernstgenommen - auch hier eine Parallelität zu Russland, wo Leute gefragt wurden, ob sie nicht wüssten, dass Putin die Medien manipuliere. - Die Reaktion war herzliches Gelächter: Natürlich wisse man das - aber der brauche das halt zum Machterhalt. - Wenn es wirklich ernst werde, würde sich das russische Volk schon melden.
Ja, aus dem Gulag. :lol:
closs hat geschrieben: Nein, bei uns werden keine Journalisten eingesperrt, aber sie werden genauso wie Russland auch nicht mehr als "Wahrheitsträger", sondern als "Interessensvertreter" wie eben alle anderen auch angesehen. - Selber schuld.
Richtig, alles Lügenpresse. :lol:
Es kann aber auch sein, dass closs eine ganz selektive Wahrnehmung hat.
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
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Registriert: Fr 19. Apr 2013, 20:39

Re: Die Spaltung Deutschlands ist gewünscht

Beitrag von closs » So 4. Nov 2018, 18:28

sven23 hat geschrieben:Ach du meine Güte, jetzt muss schon der Fußball als Beweis dafür herhalten, dass die Medien furchtbar versaut sind.
Damit Du siehst, dass dies durchgehend so ist und nichts mit Weltanschauungen zu tun hat.
sven23 hat geschrieben:Das ständige Gerechtigkeitsgeschwafel des Agenda 2010 Mannes war am Ende unglaubwürdig, weil er diese Worthülse nicht mit Inhalten füllen wollte.
Viel zu sachlich gedacht - gerade weil er zu sachlich gedacht hat, ist er durchgefallen. - Auch die Demokratie braucht panem et circenses - es hat an Emotionalität gefehlt.
sven23 hat geschrieben:Als er dann noch aus machtpolitischen Erwägungen hin- und hersprang, war seine Glaubwürdigkeit endgültig im Eimer.
Da hat er einen Fehler gemacht.
sven23 hat geschrieben:Ja, ja, der Kopp Verlag ist für seine differenzierte Berichterstattung bekannt.
Aus meiner Sicht NICHT - aber er ist ein gutes Beispiel für ein "Neben-Medium", das nicht dem Mainstream angehört.
sven23 hat geschrieben:Doch, das tun sie. Ich habe dir davon berichtet, dass Steinbrück die Cum-Cum und Cum-ex Affären verbockt hat. Detlef hatte entsprechende Beiträge verlinkt. Darauf closs: Das ist verantwortunglos.
Bestimmt nicht in diesem Kontext - aber mal nebenbei: Deine ganze Art des Wahrheits-Umgangs würde nicht schlecht ins allgemeine Bild passen.
sven23 hat geschrieben:Dann solltest du deine Lektüre nicht auf die Bildzeitung beschränken.
Zwei der Artikel kannte ich schon - und wo stehen sie: In einem Medium, das wichtig ist (sonst hätte ich es nicht abonniert), aber keine gesellschaftlichen Hypes schaffen kann. - Es würde dann Massen-Wirkung haben, Öffentlich-Rechtliche oder BILD oder Stern oder Private darauf genauso aufspringen würden wie bei #me too oder die Asylanten-Problematik - das wird nie passieren.

Es werden akademische Nebenkriegsschauplätze bleiben, die dazu gut sind, dass man solche Artikel in 20 Jahren, wenn es endlich so weit ist, zitieren kann mit "Man hat es damals schon gewusst". - Und dann werden Leute wie Du kommen und alle anderen, die damals in Verantwortung standen, angreifen mit "Warum habt IHR es nicht gewusst?" und die Antwort wird sein "Weil wir damit gegen gesellschaftliche Stimmung und Medien nicht hätten bestehen können". - Und dann wären die Späteren wieder die Schlaueren und würde sagen "Uns wäre das NIIIIIE passiert - denn wir sind aufgeklärt", würden aber gleichzeitg das nicht erkennen, was von ihnen aus gesehen in 20 Jahren ein Hype ist. - Diesen Mechanismus muss man erst mal verstehen.
sven23 hat geschrieben:In der Bildzeitung jedenfalls nicht.
Ist das alles, was es gibt?
sven23 hat geschrieben:Es kann aber auch sein, dass closs eine ganz selektive Wahrnehmung hat.
Wenn meine Wahrnehmung falsch wäre: Nichts lieber als das.

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Martinus
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Re: Die Spaltung Deutschlands ist gewünscht

Beitrag von Martinus » Di 6. Nov 2018, 14:24

Das Christentum gehört zu Deutschland
so ein Spruch wird in 30 Jahren betraft ;)
JA--für das Recht auf eine eigene Meinung ;)

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