Eine AfD-Aussteigerin berichtet

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Nova
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Eine AfD-Aussteigerin berichtet

Beitrag von Nova » Do 25. Okt 2018, 15:59

AfD-Aussteigerin Franziska Schreiber berichtet in ihrem gerade erschienenen Buch „Inside AfD", der rechte Verleger Götz Kubitschek habe zusammen mit AfD-Rechtsaußen Björn Höcke Reden des nationalsozialistischen Propagandaministers Joseph Goebbels analysiert. „Daraus leiteten sie Höcke-Reden mit modifizierten Versatzstücken ab“, ist in Schreibers Buch zu lesen. Rechtsaußen der AfD, so Schreiber, studierten allgemein Bücher, Reden und Lehrmaterialien aus dem Nationalsozialismus mit „heiligem Ernst“, „weil sie die Formel suchen, die in den Dreißigerjahren zum Erfolg geführt hat“.

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Munro
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Re: Eine AfD-Aussteigerin berichtet

Beitrag von Munro » Do 25. Okt 2018, 16:02

Aber aber .... heute wollen doch alle linken Gutmenschen, dass die Wölfe wiederkehren!
Linke Gutmenschen sind doch richtig verliebt in die Wölfe!

Und sehen sie als Kuschelbärchen an ....
Denn wir kämpfen nicht für Ruhm, nicht für Reichtümer oder Ehren, sondern wir kämpfen einzig für die Freiheit, die kein ehrenhafter Mann aufgibt, wenn nicht zugleich mit seinem Leben.

Nova
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Re: Eine AfD-Aussteigerin berichtet

Beitrag von Nova » Do 25. Okt 2018, 16:04

Munro hat geschrieben:Aber aber .... heute wollen doch alle linken Gutmenschen, dass die Wölfe wiederkehren!
Linke Gutmenschen sind doch richtig verliebt in die Wölfe!

Und sehen sie als Kuschelbärchen an ....
Klar, ich wünsche mir das für meine Heimat :) wenn sich die politische Stimmung bei uns weiter zum Negativen verschlechtert, dann werde ich das Land verlassen und mir eine andere Heimat suchen. Ich habe Freunde und Familie in Amerika, das wäre eine naheliegende Alternative. Allerdings gibt es auch in Amerika bedenkliche Entwicklungen, wie der bekannte Journalist Chris Hedges in seinem Buch American Fascists: The Christian Right and the War on America aufzeigt. Faschistoide Entwicklungen gibt es, das ist keineswegs eine „Einbildung von linken Gutmenschen“ oder soetwas.

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Magdalena61
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Re: Eine AfD-Aussteigerin berichtet

Beitrag von Magdalena61 » So 28. Okt 2018, 06:14

Aussteiger berichten nicht unbedingt objektiv- ausgeglichen.

Björn Höcke ist nicht DIE AfD.

Die konservative Politik ist so SCH.... , dass eine Protestpartei absolut notwendig und berechtigt ist.

Die Grünen haben auch mal "unmöglich" angefangen. Heute sind sie links und etabliert.

So lange nicht die Leistungen autonomer Antifagruppen mindestens genauso heftig thematisiert werden wie Vorwürfe gegen "die AfD", liegt meiner Meinung nach ein scheuklappenbehaftetes Politikverständnis zugrunde.
LG

jsc
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Re: Eine AfD-Aussteigerin berichtet

Beitrag von jsc » So 28. Okt 2018, 07:15

Magdalena61 hat geschrieben:Björn Höcke ist nicht DIE AfD.
Aber er ist noch immer *in* der AfD - und bei jedem *Skandal* hat sich der "rechtere" Flügel durchgesetzt. Der "vernünftigere" Teil der AfD hat bis jetzt immer verloren und musste zurück stecken. Wenn man also diesen Teil der AfD unterstützen möchte, hat man über die Zeit immer weniger Gründe für die AfD. Und wenn man sie weiter wählt, unterstützt man genau die "Höcke" Richtung - ob man es wahrhaben möchte oder nicht...

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Martinus
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Re: Eine AfD-Aussteigerin berichtet

Beitrag von Martinus » So 28. Okt 2018, 08:56

Die AFD ist seit fünf Jahren dabei und ist mit Abstand die erfolgreichste Partei. Ab heute Abend in allen 16 Länderparlamenten vertreten, Im Bundestag, im Europaparlament. Das hat so schnell noch keiner geschafft. :clap: Woran könnte das liegen ;)
JA--für das Recht auf eine eigene Meinung ;)

jsc
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Re: Eine AfD-Aussteigerin berichtet

Beitrag von jsc » So 28. Okt 2018, 09:30

McDonald's hat weltweit die meisten Restaurants...
Erfolgreich zu sein hat nicht zwingend etwas mit gut zu tun.

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Martinus
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Re: Eine AfD-Aussteigerin berichtet

Beitrag von Martinus » So 28. Okt 2018, 09:40

jsc hat geschrieben:McDonald's hat weltweit die meisten Restaurants...
Erfolgreich zu sein hat nicht zwingend etwas mit gut zu tun.
Was ist gut? Das was du gut findest? Den Menschen, die bei McDonald essen, scheint es zu schmecken.

Für die anderen gibt es :


JA--für das Recht auf eine eigene Meinung ;)

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Re: Eine AfD-Aussteigerin berichtet

Beitrag von AlTheKingBundy » So 28. Okt 2018, 10:41

Der Eingangsbeitrag ist nicht weniger populistisch als die Populisten selbst.
Beste Grüße, Al

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.
(Albert Einstein, 1879–1955)

Nova
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Re: Eine AfD-Aussteigerin berichtet

Beitrag von Nova » So 28. Okt 2018, 14:35

Magdalena61 hat geschrieben:Aussteiger berichten nicht unbedingt objektiv- ausgeglichen.

Björn Höcke ist nicht DIE AfD.

Die konservative Politik ist so SCH.... , dass eine Protestpartei absolut notwendig und berechtigt ist.

Die Grünen haben auch mal "unmöglich" angefangen. Heute sind sie links und etabliert.

So lange nicht die Leistungen autonomer Antifagruppen mindestens genauso heftig thematisiert werden wie Vorwürfe gegen "die AfD", liegt meiner Meinung nach ein scheuklappenbehaftetes Politikverständnis zugrunde.
LG
Heute wird gerne vergessen, dass alle Faschisten als Protestpartei an die Macht kamen. Das war ihre Marketing-Strategie. Chrysi Avgi (griechisch Χρυσή Αυγή [xriˈsi avˈʝi], „goldene Morgendämmerung“ oder „ goldene Morgenröte“) ist ein Beispiel für eine offen neonazistische Partei in Griechenland. Bei den griechischen Parlamentswahlen im Januar 2015 erzielte die Partei 6,28 % der Stimmen und zog mit 17 Sitzen ins Parlament ein. Es ist kein Zufall, dass kurz darauf bei uns die AfD erfolgreich ist. Wer angesichts solcher Fakten immer noch Beschwichtigungsrhetorik betreibt, ist blind. Nein, Europa hat ernstzunehmende Probleme.
"Wir wollen eine Revolution, eine neue Zivilisation", sagt Koudounas. Zu diesem Zweck sollen "nur noch Menschen rein griechischen Blutes" Wahlrecht haben, wenn eines Tages die "Goldene Morgendämmerung" an die Macht kommt. Bis dahin ist es ein weiter Weg, denn "wir werden mit niemandem koalieren. Wir wollen die absolute Mehrheit - das werden wir bei diesen Wahlen nicht schaffen, aber irgendwann sind wir so weit".
"Wahlrecht nur für reinrassige Griechen"

Wir müssen uns der Realität stellen, dass es sich hier um ein europaweites Phänomen handelt. In Italien sind wieder "Duce"-Rufe zu hören und wird regelmäßig der Jahrestag der Machtergreifung Mussolinis gefeiert.
AlTheKingBundy hat geschrieben:Der Eingangsbeitrag ist nicht weniger populistisch als die Populisten selbst.
Wenn unangenehme Wahrheiten aussprechen mich zum Populisten macht ... dann bin ich es gerne... „Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht“, um Berthold Brecht zu zitieren.

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