Eine AfD-Aussteigerin berichtet

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Pluto
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Re: Eine AfD-Aussteigerin berichtet

Beitrag von Pluto » Fr 9. Nov 2018, 23:22

closs hat geschrieben:Der Grundgedanke sollte klar sein: Veredlung des Individuum in höherer Dimension.
Es gibt keine höhere (unsichtbare) Dimension.
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

Nova
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Re: Eine AfD-Aussteigerin berichtet

Beitrag von Nova » Fr 9. Nov 2018, 23:25

Pluto hat geschrieben:
closs hat geschrieben:Der Grundgedanke sollte klar sein: Veredlung des Individuum in höherer Dimension.
Es gibt keine höhere (unsichtbare) Dimension.
Doch. Sie nennt sich das Bewusstsein. Ist hier aber auch nicht das Thema :) oder doch, in gewisser Weise schon... politische Entwicklungen sind eine Sache des Bewusstseins. Was in der materiellen Welt geschieht ist nur ein Spiegel für das, was in der Welt des Bewusstseins geschieht.

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Magdalena61
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Re: Eine AfD-Aussteigerin berichtet

Beitrag von Magdalena61 » Sa 10. Nov 2018, 00:42

piscator hat geschrieben:
ThomasM hat geschrieben:Es sieht so aus, als wäre kaum noch jemand in Deutschland an Freiheit interessiert, solange es jenseits der eigenen Wünsche liegt.
Es geht doch gar nicht um die Freiheit des Einzelnen, sondern darum, dass die Kleidung mancher Ethnien dazu missbraucht wird, seine eigene Überzeugung als die einzig richtige darzustellen.

Anstatt das Kopftuch nur einfach als Teil des Spektrums verschiedener Kleidungsstile hinzunehmen, wird das Kopftuch als kultureller Bestandteile einer zugewanderter Kultur dargestellt.

Gleichzeitig wird dann mit tiefster Überzeugung verkündet, dass wir Einheimischen gar keine Kultur hätten, in die man sich integrieren kann. Das die das Perfide an der Sache.

Ein Kleidungsstück, das sehr oft für die Unterdrückung der Frau angesehen wird, wird verwendet, um anderen den Spiegel vorzuhalten.
In meiner Kindheit und später gab es in Deutschland auch Migranten türkischer Abstammung. Nicht so viele wie heute, aber doch einige. Das "Kopftuch" war überhaupt kein Problem. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es da so ein Affentheater um Bekleidung gegeben hätte. Und verschleierte Frauen habe ich auch nicht gesehen.

Es waren aber nicht nur Türken, sondern auch andere "Gastarbeiter" im Ländle- aus Italien, Jugoslawien, Spanien und Griechenland. Die Auswahl damals sagte mir mehr zu. :) -- Heute könnte man fast meinen, die Bevölkerungsgruppen mit Migrationshintergrund bestünden ausschließlich aus Muslimen (Arabern), nochmal Muslimen, Moslems und Russen. Diese beiden Gruppen mögen sich übrigens nicht sonderlich.
LG

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Re: Eine AfD-Aussteigerin berichtet

Beitrag von Magdalena61 » Sa 10. Nov 2018, 00:45

Die Gutmenschen üben sich in der Verteidigung des Unternehmens, Menschen ohne zwingenden Grund/ ohne tatsächliche Notwendigkeit zu entwurzeln. Wer tatsächlich Verantwortung für andere übernimmt und das Beste für sie im Auge hat- uneigennützig- der wird nicht wirklich wollen, dass mindestens eine Generation mehr oder weniger den Boden unter den Füßen verliert und nicht mehr weiß, wo sie zu Hause ist.

Meine Oma mütterlicherseits musste gegen Ende des Krieges mit vier kleinen Kindern unter 10 Jahren aus Ostpreußen fliehen. Irgendwann nach Kriegsende fanden sich Oma und ihr Ehemann wieder. Ich meine, das ist in der Zeit im Flüchtlingslager in Schleswig- Holstein gewesen. Da gibt es nämlich ein Familienbild mit Opa in Zivilkleidung.
Sie waren noch jung; Mitte 30, und sie fingen noch einmal von vorne an und bauten sich wieder eine Existenz auf.

Aber das Heimweh blieb. Heimweh nach Ostpreußen, nach ihrem alten Leben. Dabei waren sie nur von Deutschland nach Deutschland geflohen. In Schwaben gehörten sie nie wirklich dazu. Bei ihren Kindern war das anders, die wuchsen in das andere Leben hinein.

Es gibt so etwas wie eine Sprachbarriere. Mit dieser muß ich auch leben, da ich Hochdeutsch spreche... in Schwaben und in Oberfranken. Schwäbisch verstehe ich, fränkisch nur teilweise. O.k., ich bin eh nicht scharf darauf, mich zu "integrieren", da meine Interessen anders gelagert sind als die meiner Umgebung, und die wenigen Menschen, die auf meiner Wellenlänge sind, bemühen sich darum, "hochdeutsch- fränkisch" zu sprechen, wenn wir miteinander reden. Aber ich kann nachfühlen, wie es ist, wenn man von dem, was an Alltagsleben um einen herum abgeht, nur wenig versteht und deshalb nicht mitreden könnte, falls man es denn wollte.

Wie gesagt: Wer Migranten nicht zu Außenseitern machen und damit in eine Rolle stecken will, aus der sie ihr Leben lang nicht mehr herauskommen, der sollte das Recht auf Asyl auf die wirklich lebensbedrohlichen Fluchtursachen beschränken. Und zwar konsequent.

Wer so unzivilisiert um sich schlägt wie derzeit die Elite der Gutmenschen, nach dem Vorbild ihrer Vertreter im Bundestag, der muss schon ziemlich einen an der Waffel haben.
LG

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Re: Eine AfD-Aussteigerin berichtet

Beitrag von Magdalena61 » Sa 10. Nov 2018, 00:53

Hemul hat geschrieben:
Magdalena61 hat geschrieben:
Dass der Staat die Gehälter der Bischöfe nach Besoldungsstufen von Beamten und staatlichen Würdenträgern bezahlt ist absolut NICHT o.k.
Wie bitte? :o Möchtest du etwa, dass katholische Bischöfe am Hungertuch nagen? :shock:
Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.

So lange, wie der Deal schon läuft, sind die Besitztümer der Kirche, für deren Enteignung sie durch die Gehälter der Bischöfe entschädigt werden soll, doch sicher schon längst abbezahlt. (?) Und falls nicht, könnte die Restschuld für einen symbolischen Euro erledigt werden.

Hütet euch vor aller Habgier. Das gilt auch für Bischöfe. Vorbilder sollen sie sein für die Herde!

Wenn das Geld nicht reichen sollte, können sie ja ihre Tabakproduktion wieder aktivieren. :angel:
LG

Den Thread muß man sortieren und teilen.
Irgendwann.

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Re: Eine AfD-Aussteigerin berichtet

Beitrag von Nova » Sa 10. Nov 2018, 01:14

Magdalena61 hat geschrieben:Die Gutmenschen
Selbstverständlich versuche ich ein guter Mensch zu sein. Was denn sonst? :) Ich bin jederzeit lieber ein Gutmensch, als ein Bösmensch. Wir leben in einem neuen Zeitalter und es gibt keinen Weg zurück in die Vergangenheit. Wir leben in einer global vernetzten Welt, die eine neue Denkweise von uns fordert. Ja, auch mehr Mitgefühl, den Willen zur Kooperation, eine eher altruistische Mentalität. Wir brauchen einen weltumfassenden Blick, anstatt nur auf das eigene kleine Ego fixiert zu sein. Wie viel Sinn macht der althergebrachte Nationalismus, nachdem es eine ISS (International Space Station) und das Hubble Telescope gibt? Der Zug ist sowas von abgefahren! Meine Generation ist mit dem Internet groß geworden und wir sind eigentlich schon lange Weltbürger.

Das ist die wirkliche Alternative.





Bewusstseinssprung oder Selbstzerstörung so titelte Eckhart Tolle eines seiner Bücher und er liegt damit vollkommen richtig. Das sind die beiden Alternativen, die uns heute zur Auswahl stehen.

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Re: Eine AfD-Aussteigerin berichtet

Beitrag von SamuelB » Sa 10. Nov 2018, 08:39

closs hat geschrieben:Wenn Du da hängen bleibst, müssen wir halt ein anderes Bild finden. - Der Grundgedanke sollte klar sein: Veredlung des Individuum in höherer Dimension.
Ich finds gar nicht kompliziert. :mrgreen:

Das ergibt schon der Wortsinn. Einheit bedeutet Aufhebung von Grenze. Dann ist klar, dass es das Individuum nicht mehr geben kann, weil es sich über Grenzen, über Unterschiede, definiert.

Mir ist nicht klar, warum ich mir das wünschen sollte.
Viele Grüße
von Sam

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Re: Eine AfD-Aussteigerin berichtet

Beitrag von closs » Sa 10. Nov 2018, 09:16

SamuelB hat geschrieben:Einheit bedeutet Aufhebung von Grenze. Dann ist klar, dass es das Individuum nicht mehr geben kann, weil es sich über Grenzen, über Unterschiede, definiert. Mir ist nicht klar, warum ich mir das wünschen sollte.
Wäre mir auch nicht klar - aber so ist es christlich gerade NICHT gemeint. - Es ist gerade NICHT Nirwana.

Verständnisfrage: Wenn Du extrem verliebt bist ("Das-ist-DIE-einzige-Frau-für-mich") - würdest Du dann von Nicht-Existenz Deines Individuums sprechen?

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Re: Eine AfD-Aussteigerin berichtet

Beitrag von SamuelB » Sa 10. Nov 2018, 11:17

closs hat geschrieben:
SamuelB hat geschrieben:Einheit bedeutet Aufhebung von Grenze. Dann ist klar, dass es das Individuum nicht mehr geben kann, weil es sich über Grenzen, über Unterschiede, definiert. Mir ist nicht klar, warum ich mir das wünschen sollte.
Wäre mir auch nicht klar - aber so ist es christlich gerade NICHT gemeint. - Es ist gerade NICHT Nirwana.
Dann haben wir ein unterschiedliches Verständnis von Einheit. :o
closs hat geschrieben:Verständnisfrage: Wenn Du extrem verliebt bist ("Das-ist-DIE-einzige-Frau-für-mich") - würdest Du dann von Nicht-Existenz Deines Individuums sprechen?
Käme drauf an, wie sich das äußert. Es heißt ja nicht umsonst, dass Liebe blind macht.
Viele Grüße
von Sam

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Re: Eine AfD-Aussteigerin berichtet

Beitrag von closs » Sa 10. Nov 2018, 12:08

SamuelB hat geschrieben:Dann haben wir ein unterschiedliches Verständnis von Einheit.
Möglich - das Beispiel mit Knall-Verliebten, die sich vereinen, kommt möglicherweise am nähesten dran: Man wird zum "wir", ist aber noch "ich".

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