die Nachfolger für Angela Merkel

Politik und Weltgeschehen
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Martinus
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Re: die Nachfolger für Angela Merkel

Beitrag von Martinus » Di 30. Okt 2018, 20:08

luett-matten hat geschrieben:. Mit den Bush's konnte er ja gut, aber mit Trump? :roll:
Er hat Herrn Trump nicht öffentlich als Haßprediger bezeichnet. Im Gegensatz zu anderen deutschen Politikgrößen ist er nicht so dumm gewesen den gewählten Herrn Trump zu beleidigen.
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closs
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Re: die Nachfolger für Angela Merkel

Beitrag von closs » Di 30. Okt 2018, 20:12

piscator hat geschrieben: Linke Parteien haben wir genug im Bundestag, da wäre es sinnvoll, einen - dringend benötigten - konservativen Gegenpart zu bilden.
Stimmt - "links" fängt bei Dir ja schon beim liberalen Flügel der FDP an. :lol:

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piscator
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Re: die Nachfolger für Angela Merkel

Beitrag von piscator » Mi 31. Okt 2018, 10:48

closs hat geschrieben:
piscator hat geschrieben: Linke Parteien haben wir genug im Bundestag, da wäre es sinnvoll, einen - dringend benötigten - konservativen Gegenpart zu bilden.
Stimmt - "links" fängt bei Dir ja schon beim liberalen Flügel der FDP an. :lol:
Naja, zunächst müssten wir klären, was "links sein" eigentlich bedeutet. Und das würde wahrschelich zu endlosen Diskussionen führen .. :lol:
Als Gott mich schuf wollte er angeben!

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closs
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Re: die Nachfolger für Angela Merkel

Beitrag von closs » Mi 31. Okt 2018, 13:04

piscator hat geschrieben:Naja, zunächst müssten wir klären, was "links sein" eigentlich bedeutet.
Stimmt - Deine Verwendung von "links" legt nahe, das Du damit auch die "Freiburger Thesen" der FDP mit einschließt. - MEINE Verwendung fängt links von der SPD an.

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Re: die Nachfolger für Angela Merkel

Beitrag von ProfDrVonUndZu » Mi 31. Okt 2018, 13:15

Linke Politik richtet sich an möglichst viele, ohne auf Kosten von wenigen sein zu wollen, und rechte Politik hat die Absicht der Besitzstandswahrung für wenige auf Kosten von vielen. Und weil bei der linken Politik der progressive Charakter offensichtlicher zu sein scheint, entsteht der falsche Eindruck, dass sie zum Selbstzweck hätte, ständig Umstürze und Revolutionen anzetteln zu wollen.
Die Q(uellen)-Hypothese ist keine Lösung für ein Problem, sondern eine Quelle von Problemen, für die es keine Antwort gibt als zusätzliche Hypothesen.“ - Eta Linnemann

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Martinus
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Re: die Nachfolger für Angela Merkel

Beitrag von Martinus » Mi 31. Okt 2018, 13:45

piscator hat geschrieben:
Naja, zunächst müssten wir klären, was "links sein" eigentlich bedeutet.

" Links" sehen die Welt wie sie sein sollte. "Rechts" sehen die Welt wie sie ist.
JA--für das Recht auf eine eigene Meinung ;)

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Re: die Nachfolger für Angela Merkel

Beitrag von ProfDrVonUndZu » Mi 31. Okt 2018, 13:50

Munro hat geschrieben:Merkel-Nachfolge
Merz kündigt Kandidatur für CDU-Vorsitz an
Friedrich Merz will im Dezember auf dem Parteitag in Hamburg für den CDU-Vorsitz kandidieren. Das teilte der frühere Fraktionschef in einer Pressemitteilung offiziell mit.
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 35895.html
Der Artikel beschreibt Merz Tätigkeit aber sehr euphemistisch als Jurist. Auch wird hier suggeriert, als wäre er in den letzten Jahre nicht politisch aktiv gewesen. Dass er Vorsitzender bei BlackRock ist, wird hier einfach unter den Tisch gekehrt. Weitere Tätigkeiten der letzten Jahre bescheinigen ihm Hyperaktivität für Politik und Hochfinanz.

Mit ihm als Kanzler würde sich für Deutschland garantiert nichts verändern. Aber das will die CDU ja auch nicht. Sie möchte jetzt nur vortäuschen, als käme langsam wieder Bewegung in die Partei, und als könne der Wähler da mit entscheiden und gestalten.
Die Q(uellen)-Hypothese ist keine Lösung für ein Problem, sondern eine Quelle von Problemen, für die es keine Antwort gibt als zusätzliche Hypothesen.“ - Eta Linnemann

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Re: die Nachfolger für Angela Merkel

Beitrag von ProfDrVonUndZu » Mi 31. Okt 2018, 13:59

Martinus hat geschrieben: " Links" sehen die Welt wie sie sein sollte. "Rechts" sehen die Welt wie sie ist.
Ja, nur verkennt der rechte Blick, dass der Status-Quo kein Naturzustand ist, sondern anthropogen. Den Fehler hat schon Hobbes gemacht, mit dem subjektiven Blick auf die Folgen des Dreißigjährigen Krieges. Diese Sichtweise hatte dann Nachwirkungen auf Malthus Bevölkerungstheorie und diese wiederum auf Darwins Idee der Evolution mit dem Kampf aller gegen aller als ihrem treibenden Motor. Durch diesen Blick zementiert die Rechte, was sie als naturgegeben ansieht. Die christlich Rechte sieht den anthropogenen Status-Quo dann als gottgegeben und entsprechend ist auch ihr christliches Menschenbild. Nicht biblisch, sondern traditionell.
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piscator
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Re: die Nachfolger für Angela Merkel

Beitrag von piscator » Mi 31. Okt 2018, 14:15

.. oder überspitzt ausgedrückt: Ein Linker bringt Papi um und geht mit Mami ins Bett. :lol:

Ich definiere den Begriff "links" weniger nach irgendwelchen Papier oder Thesen die von den verschiedenen Parteien in regelmäßigen Abständen veröffentlicht werden, sondern danach nach dem konkreten Umgang mit den Wertebegriff, dem Eigentumsbegriff und vor allen Dingen mit den staatlichen Eingriffen in das Leben der Menschen.

"Links" steht für mich für Sozialromantik, den Drang zur Umverteilung und den Drang zur Zwangsbeglückung. Um den Sozialismus voranzubringen, wird eine Bevormundung bzw. Drangsalierung der Menschen in Kauf genommen. werte, die nicht in das linke Weltbild passen, werden durch die Sprache verändert und somit schrittweise anders definiert. Dass die Menschen das eventuell gar nicht wollen, kann ein Linker nicht verstehen.
Der typische linke Musterbürger entsteht nach Ansicht der Linken automatisch, wenn das Umfeld entsprechend stimmt. Dieses Umfeld zu schaffen, ist ein Kernpunkt linker Thesen, das konzentriert sich auf einen weitgehend gesteuerten Arbeitsmarkts, starke Gewerkschaften, sanfte Lenkung des Konsumverhaltens der Bürger und entsprechende Ausrichtung des Bildungswesens.
Der Mensch ist nach Ansicht der Linken grundsätzlich schlecht und unfähig, er bedarf in allen Lebenslagen der sanften Führung einer Ideologie, die mit der Zeit seine Geisteshaltung prägt.

Hinzu kommt die Neigung der Linken, die Welt in Gut und Böse einzuteilen. Dazu hat man den Begriff des Opfers pervertiert. Wer Opfer ist, wird ausschließlich von den Linken bestimmt. Opfer sind beispielsweise Flüchtlinge. Flüchtlinge sind Opfer und somit unantastbar. Selbst Verbrecher und Mörder unter den Flüchtlingen sind Opfer, denn Schuld an ihren Taten sind immer andere, sprich die Gesellschaft, das sind konkret alle, die weder Opfer noch Linke sind. Ist der Flüchtling außerdem noch Moslem, läuft der Linke zur Hochform auf, denn er kann dadurch kundtun, dass er - obwohl er selbst Atheist ist - grenzenlos tolerant und somit einfach ein guter Mensch ist. Besser als alle anderen. Trifft der Linke auf einen schwulen Flüchtling, der Moslem ist, wähnt er sich im Paradies.

Noch was: Rentner sind aus linker Sicht keine Opfer, Behinderte meistens auch nicht, ebenso wenig wie alleinerziehende Mütter. Obdachlose und Bettler sowieso nicht. Kann ein Normalbürger (ja die gibt es, für Linke sind sie meist unsichtbar und werden mit Worten wie "Volk" oder Masse" bezeichnet) zum Opfer werden? Normalerweise nicht, außer er wird plötzlich schwul oder lesbisch, Radfahrer, Lehrer oder Sozialheinerle im höheren Dienst, Veganer, Moslem, trinkt Bionade und zieht in die Stadt in ein angesagtes Loft. Der Eintritt in die Grünen oder die Linken ist extrem hilfreich. :lol:
Als Gott mich schuf wollte er angeben!

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Re: die Nachfolger für Angela Merkel

Beitrag von R.F. » Mi 31. Okt 2018, 14:25

piscator hat geschrieben: - - -
Mein Wunschkandidat ist Friedrich Merz.
Deine Präferenz überrascht mich nicht. Ich bin von Dir gewohnt, mein lieber Piscator, dass Du im Trüben fischst... :P

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