Das Kopftuch in der Bibel

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Munro
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Re: Das Kopftuch in der Bibel

Beitrag von Munro » Fr 9. Nov 2018, 10:17

sohn.des.paradieses hat geschrieben: Bild
In diesem Bild ist das Haar der Frau noch zu sehen.
Für strenge Islamisten wäre das verbrecherisch - und diese arme Frau müsste sich auf schlimme Strafen gefasst machen.
Denn wir kämpfen nicht für Ruhm, nicht für Reichtümer oder Ehren, sondern wir kämpfen einzig für die Freiheit, die kein ehrenhafter Mann aufgibt, wenn nicht zugleich mit seinem Leben.

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Pluto
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Re: Das Kopftuch in der Bibel

Beitrag von Pluto » Fr 9. Nov 2018, 10:19

Munro hat geschrieben:Vor allem gibt es nirgendwo in der Bibel eine Verpflichtung zum Kopftuch.

Und erst recht nicht zu solchen menschenverachtenden Scheußlichkeiten wie Burka und Nikab.
Mir ist rätselhaft, wie irgendwer diese Scheußlichkeiten gut finden und verteidigen kann.
Sagte ich doch, dass der Islam (Mohammed) die Entwürdigung der Frau aus der Bibel entnahm und fortgeführt hat.
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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piscator
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Re: Das Kopftuch in der Bibel

Beitrag von piscator » Fr 9. Nov 2018, 10:38

sohn.des.paradieses hat geschrieben:In der orthodoxen Kirche haben Frauen und Mädchen seit 2000 Jahren die Tradition, während der Anbetung ihren Kopf zu verhüllen, insbesondere in der Kirche für die Liturgie. In Amerika gibt es ein Head Covering Movement, welches nicht von Muslimen, sondern von konservativen Christen kommt. Welche Ironie, wenn man sich dazu die Debatten rund um dieses Thema bei uns anschaut.
Da steht "während der Anbetung"., d.h. beim Gottesdienst. Nicht den ganzen Tag ein der Öffentlichkeit, wie das muslimische Frauen bei uns zu tun pflegen.
Als Gott mich schuf wollte er angeben!

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Munro
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Re: Das Kopftuch in der Bibel

Beitrag von Munro » Fr 9. Nov 2018, 10:46

Pluto hat geschrieben:
Munro hat geschrieben:Vor allem gibt es nirgendwo in der Bibel eine Verpflichtung zum Kopftuch.

Und erst recht nicht zu solchen menschenverachtenden Scheußlichkeiten wie Burka und Nikab.
Mir ist rätselhaft, wie irgendwer diese Scheußlichkeiten gut finden und verteidigen kann.
Sagte ich doch, dass der Islam (Mohammed) die Entwürdigung der Frau aus der Bibel entnahm und fortgeführt hat.
In der Bibel gibt es doch aber glücklicherweise weder Burka noch Nikab.
Denn wir kämpfen nicht für Ruhm, nicht für Reichtümer oder Ehren, sondern wir kämpfen einzig für die Freiheit, die kein ehrenhafter Mann aufgibt, wenn nicht zugleich mit seinem Leben.

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Munro
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Re: Das Kopftuch in der Bibel

Beitrag von Munro » Fr 9. Nov 2018, 10:46

piscator hat geschrieben:
sohn.des.paradieses hat geschrieben:In der orthodoxen Kirche haben Frauen und Mädchen seit 2000 Jahren die Tradition, während der Anbetung ihren Kopf zu verhüllen, insbesondere in der Kirche für die Liturgie. In Amerika gibt es ein Head Covering Movement, welches nicht von Muslimen, sondern von konservativen Christen kommt. Welche Ironie, wenn man sich dazu die Debatten rund um dieses Thema bei uns anschaut.
Da steht "während der Anbetung"., d.h. beim Gottesdienst. Nicht den ganzen Tag ein der Öffentlichkeit, wie das muslimische Frauen bei uns zu tun pflegen.
Sehr richtig!

Und das ist ein gewaltiger Unterschied!
Denn wir kämpfen nicht für Ruhm, nicht für Reichtümer oder Ehren, sondern wir kämpfen einzig für die Freiheit, die kein ehrenhafter Mann aufgibt, wenn nicht zugleich mit seinem Leben.

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Re: Das Kopftuch in der Bibel

Beitrag von Nova » Fr 9. Nov 2018, 16:54

Munro hat geschrieben:Und erst recht nicht zu solchen menschenverachtenden Scheußlichkeiten wie Burka und Nikab.
Mir ist rätselhaft, wie irgendwer diese Scheußlichkeiten gut finden und verteidigen kann.
Der Sinn dieses Threads ist der Nachweis, dass das Kopftuch keineswegs eine islamische, sondern eine abrahamitische Tradition ist (ganz und gar bibeltreu :) ) Das bedeutet noch lange nicht, dass ich dergleichen gut finde oder verteidige. Die Wahrheit ist: ich lehne das Kopftuch vollkommen ab, aber ich zwinge meine persönliche Sicht der Dinge den muslimischen Frauen nicht auf. Ich habe kein Interesse sie gegen ihren Willen vom Kopftuch zu "befreien", denn dann ist es logischer Weise keine Befreiung mehr. Außerdem halte ich es für eine ganz und gar alberne Idee, dass das christliche Abendland wegen eines Stück Stoffs dem Untergang geweiht ist. Wer so denkt scheint keine besondere hohe Meinung von der großen und edlen abendländischen Zivilisation zu haben. Wenn unsre Prinzipien wirklich so fortschrittlich und überlegen sind, dann werden sie sich doch sicherlich durchsetzen, einfach durch die ihnen selbst innewohnende Überzeugungs- und Anziehungskraft, sowie objektive Wahrheit?
Pluto hat geschrieben:
Munro hat geschrieben:Vor allem gibt es nirgendwo in der Bibel eine Verpflichtung zum Kopftuch. Und erst recht nicht zu solchen menschenverachtenden Scheußlichkeiten wie Burka und Nikab. Mir ist rätselhaft, wie irgendwer diese Scheußlichkeiten gut finden und verteidigen kann.
Sagte ich doch, dass der Islam (Mohammed) die Entwürdigung der Frau aus der Bibel entnahm und fortgeführt hat.
Es ist tatsächlich konsequent, dass Du als Atheist das so interpretierst, ausgehend von deinem eigenen Glaubens- und Denksystem. Doch wer sagt denn, dass eine muslimische Frau sich entwürdigt fühlt? Das ist erst mal nur deine eigene Projektion. Eine historische Tatsache ist es, dass sich die Stellung der Frau durch den Islam deutlich verbessert hat. Informiere dich mal über die Rechte der Frau in der vorislamischen Zeit - es gab keine. Durch Muhammad wurden diese Rechte etabliert und ein Haufen barbarischer, kriegerischer Stämme in eine moralisch denkende Nation geformt. Der Islam war in der Anfangszeit eine sehr progressive Bewegung, die einen enorm positiven - zivilisierenden - Einfluss ausübte.

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Re: Das Kopftuch in der Bibel

Beitrag von ProfDrVonUndZu » Fr 9. Nov 2018, 17:32

sohn.des.paradieses hat geschrieben:
Der Sinn dieses Threads ist der Nachweis, dass das Kopftuch keineswegs eine islamische, sondern eine abrahamitische Tradition ist (ganz und gar bibeltreu :)
Bisher hast du nichts nach gewiesen.
Die Q(uellen)-Hypothese ist keine Lösung für ein Problem, sondern eine Quelle von Problemen, für die es keine Antwort gibt als zusätzliche Hypothesen.“ - Eta Linnemann

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Re: Das Kopftuch in der Bibel

Beitrag von Nova » Fr 9. Nov 2018, 17:34

ProfDrVonUndZu hat geschrieben:
sohn.des.paradieses hat geschrieben:
Der Sinn dieses Threads ist der Nachweis, dass das Kopftuch keineswegs eine islamische, sondern eine abrahamitische Tradition ist (ganz und gar bibeltreu :)
Bisher hast du nichts nach gewiesen.
Dann lese doch mal das Wort, welches Christen das Wort Gottes nennen.

„Rebekka blickte auf und sah Isaak. Sie ließ sich vom Kamel herunter und fragte den Knecht: Wer ist der Mann dort, der uns auf dem Feld entgegenkommt? Der Knecht erwiderte: Das ist mein Herr. Da nahm sie den Schleier und verhüllte sich.

– Bibel: Genesis 24,64–65
Mich interessiert mehr die tiefere spirituelle Botschaft, die dahinter steht. Das menschliche Herz soll verschleiert werden in dem Sinne, dass es sich von allem fernhält, was gegen die göttlichen Prinzipien geht. Dafür ist die äußere Verschleierung des Körpers nur ein Sinnbild.
Zuletzt geändert von Nova am Fr 9. Nov 2018, 17:37, insgesamt 1-mal geändert.

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SamuelB
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Re: Das Kopftuch in der Bibel

Beitrag von SamuelB » Fr 9. Nov 2018, 17:37

sohn.des.paradieses hat geschrieben:
SamuelB hat geschrieben:Was ist damit, dass Frauen nicht lehren sollen in Bezug auf den Glauben, in der Versammlung schweigen und beim Beten ein Kopftuch tragen?
Im heiligen Qurʾān gibt es keine einzige Stelle, wo Frauen befohlen wird, sie müssten ein Kopftuch tragen (und ich kenne selbst muslimische Frauen die aufgrund dieser Einsicht kein Kopftuch mehr tragen :) ). In der Bibel hingegen wird es befohlen. Demnach sind eher die Christen die Erfinder des Kopftuchs. Oder das orthodoxe Judentum, denn ist es heute noch Brauch, dass Frauen im Rahmen der Zniut („Sittsamkeit“) ihr Haar bedecken.
Frauenhaar ist auch wirklich etwas schrecklich Anstößiges, was unbedingt verhüllt werden sollte!! :lol: Meine Güte, was stimmt denn nicht?! :roll:

Kopftücher stören mich nicht, da muss die Frau eben selbst wissen (hoffentlich !), ob sie sich so einen Lappen als Zeichen der Unterwerfung um den Kopf bindet. Aber Burka geht gar nicht. Da würde ich ein Vermummungsverbot für den gesamten öffentlichen Raum begrüßen. Es ist unhöflich, wenn ich ggf. nicht weiß, mit wem ich spreche, sollte der Fall unvermeidlich sein, und auch in Bezug auf die Sicherheit / Strafverfolgung höchst bedenklich.


Ach so, finde ich übrigens erstaunlich, dass dich der eine Satz von mir zu so einem langen Beitrag bzw. einen ganz neuen Thread inspiriert hat. :lol: Dafür wäre mal wieder ein Dankeschön fällig. Auf'm Freitagnachmittag... ;) 8-)
Andererseits ist das Kopftuch hier iwie ein Dauerbrenner geworden. :roll:
Viele Grüße
von Sam

Nova
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Re: Das Kopftuch in der Bibel

Beitrag von Nova » Fr 9. Nov 2018, 17:38

SamuelB hat geschrieben:Frauenhaar ist auch wirklich etwas schrecklich Anstößiges, was unbedingt verhüllt werden sollte!! :lol: Meine Güte, was stimmt denn nicht?! :roll:
Selbstverständlich ist das Haar der Frau unendlich erotisch und kann daher bestimmte Gedanken anstoßen :) wenn eine Frau jede erotisierende Wirkung neutralisieren möchte, dann macht eine solche Kleidung tatsächlich Sinn.
SamuelB hat geschrieben:Kopftücher stören mich nicht, da muss die Frau eben selbst wissen (hoffentlich !), ob sie sich so einen Lappen als Zeichen der Unterwerfung um den Kopf bindet. Aber Burka geht gar nicht. Da würde ich ein Vermummungsverbot für den gesamten öffentlichen Raum begrüßen
Meinst Du denn, dass das Rufen nach Verboten gut für eine freiheitliche und offene Gesellschaft ist? Ich stelle in Frage, dass der Staat eine bestimmte Kleiderordnung festlegen darf. Warum sollte er das dürfen?

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