Ich-Auflösung

Philosophisches zum Nachdenken
Spice
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Re: Ich-Auflösung

Beitrag von Spice » Mi 16. Sep 2020, 07:19

Hiob hat geschrieben:
Di 15. Sep 2020, 18:10
Spice hat geschrieben:
Di 15. Sep 2020, 16:14
Wer im echt christlichen Sinne glaubt erwirbt sich Resilienz gegenüber allen Bedrängnissen des Daseins. Man wird durch und durch gesund.
Das ist mir zu optimistisch. - Gerade echte Christen können an diesen Bedrängnissen scheitern ("Warum hast Du mich verlassen?"). - Es ist eher so, dass echte Christen wissen, dass es Erlösung aus den Abgründen gibt, die der Mensch nicht mehr in der Hand hat - man "darf" also an den Begrängnissen krank werden.
Der Glaube an Christus ist absolut optimistisch. Für Negativität bleibt da nichts übrig. Christen sind auf dem Weg und da können sie natürlich für eine gewisse Zeit aus den verschiedensten Gründen scheitern (mangelnden Glauben, mangelnde Erkenntnis, falsches Wollen usw.). Aber Glaube ist die Kraft, die aus allem Scheitern befreit.

Hiob
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Re: Ich-Auflösung

Beitrag von Hiob » Mi 16. Sep 2020, 08:55

Spice hat geschrieben:
Mi 16. Sep 2020, 07:19
Aber Glaube ist die Kraft, die aus allem Scheitern befreit.
Grundsätzlich sind wir uns da einig - aber ich bin der Typ, der immer auch den Worst Case im Auge hat. Und da gibt es Jesus, der "Mein Gott, warum hast Du mich verlassen" sagt.

Spice
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Re: Ich-Auflösung

Beitrag von Spice » Mi 16. Sep 2020, 08:59

Hiob hat geschrieben:
Mi 16. Sep 2020, 08:55
Spice hat geschrieben:
Mi 16. Sep 2020, 07:19
Aber Glaube ist die Kraft, die aus allem Scheitern befreit.
Grundsätzlich sind wir uns da einig - aber ich bin der Typ, der immer auch den Worst Case im Auge hat. Und da gibt es Jesus, der "Mein Gott, warum hast Du mich verlassen" sagt.
Ja, das hat er aber nicht für uns gesagt, sondern weil er sich mit uns in unserer Gottferne gleichmachen musste. So musste auch Jesus die Verlassenheit erfahren, wie sie der gottlose Mensch erfährt.

Hiob
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Re: Ich-Auflösung

Beitrag von Hiob » Mi 16. Sep 2020, 09:10

Spice hat geschrieben:
Mi 16. Sep 2020, 08:59
Ja, das hat er aber nicht für uns gesagt, sondern weil er sich mit uns in unserer Gottferne gleichmachen musste. So musste auch Jesus die Verlassenheit erfahren, wie sie der gottlose Mensch erfährt.
Ja, das sehe ich vom Ansatz her genauso. - Trotzdem wäre es vermessen zu sagen, dass ein gläubiger Mensch nie in eine solche Situation käme.

Spice
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Re: Ich-Auflösung

Beitrag von Spice » Mi 16. Sep 2020, 11:14

Hiob hat geschrieben:
Mi 16. Sep 2020, 09:10
Spice hat geschrieben:
Mi 16. Sep 2020, 08:59
Ja, das hat er aber nicht für uns gesagt, sondern weil er sich mit uns in unserer Gottferne gleichmachen musste. So musste auch Jesus die Verlassenheit erfahren, wie sie der gottlose Mensch erfährt.
Ja, das sehe ich vom Ansatz her genauso. - Trotzdem wäre es vermessen zu sagen, dass ein gläubiger Mensch nie in eine solche Situation käme.
Das habe ich auch nicht behauptet. Andererseits kommt man zu einem solchen Empfinden nur, solange man nicht um die Einheit von einem selbst und Gott weiß, also Gott nicht getrennt von einem ist. Denn ich bin ja immer und da nie von mir (Gott) verlassen.

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Ich bin Gott?

Beitrag von Anthros » Mo 26. Okt 2020, 09:52

Spice hat geschrieben:
Mi 16. Sep 2020, 11:14
solange man nicht um die Einheit von einem selbst und Gott weiß, also Gott nicht getrennt von einem ist. Denn ich bin ja immer und da nie von mir (Gott) verlassen.
Der letzte Satz stellt "Gott" und sich selbst gleich. - Ist das so?
Der Weise äußert sich vorsichtig, der Narr mit Bestimmtheit über das kommende Wetter.
Wilhelm Busch

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Re: Ich bin Gott?

Beitrag von Spice » Mo 26. Okt 2020, 09:58

Anthros hat geschrieben:
Mo 26. Okt 2020, 09:52
Spice hat geschrieben:
Mi 16. Sep 2020, 11:14
solange man nicht um die Einheit von einem selbst und Gott weiß, also Gott nicht getrennt von einem ist. Denn ich bin ja immer und da nie von mir (Gott) verlassen.
Der letzte Satz stellt "Gott" und sich selbst gleich. - Ist das so?
Ja.

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Re: Ich bin Gott?

Beitrag von Anthros » Di 27. Okt 2020, 09:47

Spice hat geschrieben:
Mo 26. Okt 2020, 09:58
Anthros hat geschrieben:
Mo 26. Okt 2020, 09:52
Spice hat geschrieben:
Mi 16. Sep 2020, 11:14
solange man nicht um die Einheit von einem selbst und Gott weiß, also Gott nicht getrennt von einem ist. Denn ich bin ja immer und da nie von mir (Gott) verlassen.
Der letzte Satz stellt "Gott" und sich selbst gleich. - Ist das so?
Ja.
Andy hat geschrieben:
Di 27. Okt 2020, 09:36
.einzig Gott und sein inspiriertes Wort irrt nicht.
Dann höre auf "Gott", der Spice ist.
Der Weise äußert sich vorsichtig, der Narr mit Bestimmtheit über das kommende Wetter.
Wilhelm Busch

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