Manchester

Novas
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Re: Manchester

Beitragvon Novas » Sa 27. Mai 2017, 00:49

Magdalena61 hat geschrieben:Dass englische Bomben auch auf Kinder und Jugendlich fallen ist allerdings Fakt. Und genauso traurig wie der Tod der englischen Kinder


So werden leider noch mehr Terroristen produziert :cry: Auge um Auge und Zahn um Zahn bedeutet eigentlich nur, dass die Welt irgendwann vollkommen blind und zahnlos geworden ist. Ich befürchte, dass es soweit kommen könnte, auch wenn ich von Natur aus eher ein Optimist bin und ein sehr tiefes Gottvertrauen habe. Doch selbst wenn ich damit ein Rufer in der Wüste bin: der Mann aus Nazareth zeigt einen anderen Weg; und daran halte ich mich.

Es lebe die Vernunft und die Finsternis möge zugrunde gehen!

Das ist mein neuer Schlachtruf :engel:

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closs
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Re: Manchester

Beitragvon closs » Sa 27. Mai 2017, 01:31

Pluto hat geschrieben:Das ist ein ähnlicher Kulturkreis. Wie ist es bei Indern, Chinesen oder Japaner?
Das kann ganz anders sein. - Bei Indern weiß ich gar nichts, während Chinesen und Japaner (die ich kennenglernt habe) durch eine ungeheure Disziplin auffallen.

Pluto hat geschrieben:Was werden könnte, ist reine Spekulation, und ist zurzeit nicht relevant.
Naja - "der kluge Mann baut vor" (ich, glaube ich, von SChiller)

Pluto hat geschrieben:Wenn man Afrikaner oder Syrier fragt, wo sie hin wollen, heißt es unisono, "Germany"!
Weil wir momentan in Sachen Freizügigkeit und Reichtum die erste Adresse sind.

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Re: Manchester

Beitragvon Pluto » Sa 27. Mai 2017, 12:48

closs hat geschrieben:
Pluto hat geschrieben:Das ist ein ähnlicher Kulturkreis. Wie ist es bei Indern, Chinesen oder Japaner?
Das kann ganz anders sein. - Bei Indern weiß ich gar nichts, während Chinesen und Japaner (die ich kennenglernt habe) durch eine ungeheure Disziplin auffallen.
Mit Indern (und Pakistanis) habe in England die Erfahrung gemacht, dass sie sich sehr willig integrieren. Ihre Religion behalten sie, und tragen weiterhin Kopftücher (Mann & Frau) aber sonst sind voll integriert. Wenn ich an die vielen "China-Towns" rund um die Welt denke, dann integrieren sie sich nicht. Dafür sind es außerordentlich fleißige Menschen.

closs hat geschrieben:
Pluto hat geschrieben:Wenn man Afrikaner oder Syrier fragt, wo sie hin wollen, heißt es unisono, "Germany"!
Weil wir momentan in Sachen Freizügigkeit und Reichtum die erste Adresse sind.
Eben. Deutschland = Schlaraffenland.
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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Re: Manchester

Beitragvon Magdalena61 » Mo 5. Jun 2017, 14:55

Das hört ja gar nicht mehr auf in GB.

Drei Anschläge in drei Monaten

Mich würde die geistliche Sicht interessieren. Nicht allgemein "Endzeit", sondern speziell auf GB bezogen.

Sie wollten raus aus der EU, weil sie keine Zwangszuteilung von Flüchtlingen wollten- ist das richtig?

Könnte es sein, dass Gott meint: "Wenn ihr den Armen nicht helfen wollt, dann seht zu, wie ihr alleine klar kommt" ?

Ein Einreiseverbot wird wenig nützen. Wer in GB geboren und somit britischer Staatsbürger ist, muß nicht einreisen.
LG

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Re: Manchester

Beitragvon Rembremerding » Mo 5. Jun 2017, 15:25

Magdalena61 hat geschrieben:Mich würde die geistliche Sicht interessieren. Nicht allgemein "Endzeit", sondern speziell auf GB bezogen.

Sie wollten raus aus der EU, weil sie keine Zwangszuteilung von Flüchtlingen wollten- ist das richtig?

Könnte es sein, dass Gott meint: "Wenn ihr den Armen nicht helfen wollt, dann seht zu, wie ihr alleine klar kommt" ?


Denke bitte nicht so. Vielleicht morgen gibt es einen Anschlag in D oder F und dann? Man sollte Gott nicht so viel unterstellen.
Zunächst erleben wir schlicht den Kampf der Finsternis gegen das Licht. Der wird in der ganzen Welt ausgetragen.
Aber wenn du eine speziell auf Europa sich beziehende geistliche Sicht willst:
In der Apokalypse lesen wir, dass Jesus den Leuchter einer Gemeinde zur Seite rücken kann. Europa begann durch die Kraft des Christentums zu leuchten, wurde zu einem Licht für die ganze Welt. Nun ist diese erste Liebe geschwunden, ja der Hass gegen Gott hat eine Mehrheit, aber es wird woanders ein Licht leuchten.

Die VAE und alle Nachbarstaaten haben ihre diplomatischen Beziehungen zu Qatar abgebrochen, weil sich das Land nicht entschieden gegen den islamistischen Terror stellt. Ist dort ein zarter Lichtschein einer Reform innerhalb des Islam zu sehen?
Wann wird es den Moslems selbst genug, wenn im Namen ihres Gottes Allah solches Unheil verbreitet wird und jede Schranke zur grenzenlosen Grausamkeit bricht?
Denn man darf nicht übersehen: Der islamistische Terror fordert die meisten Opfer unter Moslems.

Servus :wave:
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Re: Manchester

Beitragvon SilverBullet » Mo 5. Jun 2017, 15:40

Magdalena61 hat geschrieben:Sie wollten raus aus der EU, weil sie keine Zwangszuteilung von Flüchtlingen wollten- ist das richtig?

So wie ich das sehe wurden die Wähler in „England“ von politischen Verkäufern zu einem Protestverhalten verführt und haben sich danach tierisch erschrocken, dass tatsächlich so viele protestiert haben – das hat selbst die verantwortlichen Verkäufer überrascht.

Die Verführung funktionierte (aus meiner Sicht) über viele unterschiedliche Themen (mit falschen Zahlen?).

So wie sich die Politiker danach dargestellt haben, war vermutlich allein der Protest gegen die „durchgeknallte politische Klasse“ bereits irgendwie angebracht.

In UK herrscht wohl auch eine grosse Schere zwischen ländlichen und städtischen Gebieten mit dem grossen Finanzzentrum London. Dazu kommt eine Diskrepanz zwischen Jung und Alt. Zugegeben, mein EInblick ist da eher oberflächlich.

Alles zusammen war es wohl etwas zu viel für einen „kleinen Protest“ :-)

Magdalena61 hat geschrieben:Könnte es sein, dass Gott meint: "Wenn ihr den Armen nicht helfen wollt, dann seht zu, wie ihr alleine klar kommt" ?

Nein, ich habe eher den Eindruck, dass gerade ein versuchter religiöser Staat den Bach hinunter geht und sein ganz normales Misthaufenverhalten zeigt (wegen dem er ja auch letztlich nichts geworden ist).

Dass UK ein Ziel von Anschlägen ist, könnte ganz einfach an der Bekämpfung des Misthaufens liegen :-)

Wobei die Anschläge auf mich mehr wie durchgeknallte Verzweiflungstaten wirken, als der geplante Angriffsakt eines „Protostaates“.

In diesem Sinne "an alle IS-Befürworter" (vermutlich sind hier keine unterwegs):
Ihr könnt durchaus ein paar Menschen umbringen, die nicht mit einem Angriff rechnen und gar keine Gelegenheit bekommen, sich zu wehren, aber insgesamt macht ihr euch damit maximal lächerlich, denn Leistung ist „etwas (das keinen Schaden verursacht) aufzubauen“ und nicht „etwas zu zerstören“ – hört auf, ständig zu versagen...

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Re: Manchester

Beitragvon Novas » Mo 5. Jun 2017, 17:41

Rembremerding hat geschrieben:
Magdalena61 hat geschrieben:Mich würde die geistliche Sicht interessieren. Nicht allgemein "Endzeit", sondern speziell auf GB bezogen


Zunächst erleben wir schlicht den Kampf der Finsternis gegen das Licht. Der wird in der ganzen Welt ausgetragen


Ja, das ist ein Kampf, der meistens gar nicht so offensichtlich auf der großen Bühne der Welt passiert, sondern unsichtbar auf der Ebene der eigenen Gedanken, Gefühle, Ideen und Glaubensvorstellungen, im stillen Kämmerlein der menschlichen Seele. Bis hin zu unsrem innersten Gefühl der Identität, des Selbstbildes und Gottesbildes. Unsre Aufgabe ist es den Hass nicht unbewusst zu erwidern, sondern uns selbstbewusst darüber zu erheben. Der Teufel kann nicht mit dem Beelzebub ausgetrieben werden, aber das Licht vermag den Raum zu erhellen.

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. Römer 12,21


Das Böse kann in seiner Macht sowohl überschätzt, als auch unterschätzt werden. Doch die Macht des Guten ist stets größer und triumphiert, weil Gott selbst dahinter steht ;)

Es gibt zwei Irrtümer über die Teufel, in die das Menschengeschlecht leicht verfällt.
Sie widersprechen sich und haben doch dieselbe Auswirkung. Der eine ist, ihre Existenz überhaupt zu leugnen. Der andere besteht darin, an sie zu glauben und sich in übermäßiger und ungesunder Weise mit ihnen zu beschäftigen.
(Zitat aus Vorwort von C.S. Lewis – Dienstanweisung für einen Unterteufel)



Inzwischen missachte ich häufig die negative Berichterstattung der Medien und richte meinen Geist lieber auf alles Gute und Schöne, die edlen und positiven Dinge. So ist wohl auch der Ratschlag des Apostel Paulus gemeint, wenn er davon spricht, dass wir die Waffenrüstung des Geistes anlegen sollen. Er spricht von dem Brustpanzer der Gerechtigkeit, der das Herz schützt und das Herz ist in der biblischen Sprache ein Sinnbild für die tiefste Gesinnung und geistige Einstellung des Menschen. Das einzige Ziel der Terroranschläge ist es, die Herzen mit Angst und Hass zu infizieren. Doch wenn jemand den Brustpanzer der Gerechtigkeit trägt, dann werden die Feuerpfeile des Hasses und der Angst wirkungslos an ihm abprallen.

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Re: Manchester

Beitragvon R.F. » Mo 5. Jun 2017, 18:27

SilverBullet hat geschrieben:- - -
Wobei die Anschläge auf mich mehr wie durchgeknallte Verzweiflungstaten wirken, als der geplante Angriffsakt eines „Protostaates“.

In diesem Sinne "an alle IS-Befürworter" (vermutlich sind hier keine unterwegs):
Ihr könnt durchaus ein paar Menschen umbringen, die nicht mit einem Angriff rechnen und gar keine Gelegenheit bekommen, sich zu wehren, aber insgesamt macht ihr euch damit maximal lächerlich, denn Leistung ist „etwas (das keinen Schaden verursacht) aufzubauen“ und nicht „etwas zu zerstören“ – hört auf, ständig zu versagen...

Iran zum Terror: „Das ist das Feuer, das der Westen selbst entzündet hat“

Kurz nach dem Anschlag in London hat der geistliche Führer des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, dem Westen eine verfehlte Strategie gegen Dschihadisten wie die Gruppe Islamischer Staat (IS) vorgeworfen. Mittlerweile werde der IS „aus seinem Entstehungsort im Irak und in Syrien vertrieben und in andere Länder getrieben – Afghanistan, Pakistan und sogar die Philippinen und europäische Länder“, sagte Chamenei am Sonntag in einer Fernsehansprache laut AFP.*)

*) DWN vom 05.06.2017.

Für das, was der Westen, insbesondere die USA, Frankreich und Großbritannien in einer Reihe von Ländern angerichtet haben, werden sie bluten müssen. Auf Nachsicht braucht keines der beteiligten Länder hoffen. Es ist ja auch nicht so, dass westlichen Völkern Rachegedanken fremd sind. Die vom Westen zu erwartenden Reaktionen werden Blutbäder in Ländern des Nahen/ Mittleren Ostens und in Afrika zur Folge haben...

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Re: Manchester

Beitragvon Novas » Mo 5. Jun 2017, 18:33

R.F. hat geschrieben:
Iran zum Terror: „Das ist das Feuer, das der Westen selbst entzündet hat“


Da ist was Wahres dran. Nicht die Mohammed-Karikaturen, sondern eher die Folterbilder aus Guantanamo und Abu Ghraib spielen da eine Rolle. Ein ehemaliger Häftling schrieb ein Buch darüber: das Guantanamo-Tagebuch. Das rechtfertigt keine Anschläge, denn solch ein Unrecht kann durch nichts gerechtfertigt werden (da will ich nicht missverstanden werden), aber wenn man den Terror wirklich effektiv bekämpfen will, muss man die dahinter stehende Dynamik verstehen. Der Westen agiert häufig immer noch mit der Mentalität der Kolonialherren, die sich allen anderen Völkern überlegen fühlen und auf Kosten der gesamten restlichen Welt regieren und walten, wie es ihnen gerade gefällt.

Khola Maryam Hübsch sagte dazu:

Der Islam hat nichts mit den Attentaten von Paris zu tun? Das ist unglaubwürdig. Was der Islam jetzt braucht, ist ein theologischer Disput – und einen Westen, der bereit ist, seine Außenpolitik zu überdenken.
[...]

Muslime müssen nun selbstkritisch Verantwortung übernehmen für eine versäumte innerislamische Aufklärungsarbeit. Doch eines muss klar sein: Auch der Westen muss Verantwortung übernehmen. Ja, auch der Westen kann sich nicht scheinheilig als Opfer gerieren, so als habe er nichts zu tun mit dem islamistischen Terror. Er muss sich selbstkritisch eingestehen, dass Fehler der westlichen Außenpolitik entscheidend dazu beigetragen haben, dass der Nährboden für Terrorismus entstehen konnte. Die Attentäter von Frankreich wollten sich in erster Linie an der westlichen Zivilisation rächen und nicht an jenen, die über ihren Propheten lästern. Sie nennen die CIA-Folterkammern als Motiv für ihre Anschläge, keine Koranverse. Es waren nicht die Mohammad-Bilder, die sie radikalisiert haben, sondern die Bilder von Abu-Ghraib.

Der politische Islamismus ist ein modernes Phänomen: Er ist entstanden als Reaktion auf Fremdherrschaft und Kolonialisierung. Er wurde von Demütigungserfahrungen begleitet, die bis heute anhalten und zu denen sich Perspektivlosigkeit und Frustration gesellen. Wenn völkerrechtswidrig interveniert wird, wenn Gebiete besetzt und Militärschläge gerechtfertigt werden, wenn blutige Diktaturen unterstützt werden und demokratische, säkulare Regierungen gestürzt werden, wenn Waffen an Drittstaaten geliefert werden und enge Bündnisse mit Ländern bestehen, die Dschihadisten finanzieren, darf der Westen die Augen vor seiner Mitschuld nicht verschließen. Der Westen war daran beteiligt, den sozialen und politischen Nährboden für einen Terrorismus zu legen, dessen geistiger Humus die islamistische Ideologie ist.

Cicero.de: Der Islam und der Westen sind jetzt gemeinsam gefordert


Wie so oft leiden unschuldige Menschen, weil die Mächtigen dieser Welt ohne Vernunft und Weitblick irgendeinen Mist getrieben haben. "...wenn Waffen an Drittstaaten geliefert werden und enge Bündnisse mit Ländern bestehen, die Dschihadisten finanzieren..." ~ es ist bekannt, dass Saudi Arabien die Wiege und der offizielle Sponsor der extremen salafistischen Ideologie ist. Ja, jenes Saudi Arabien, welches ein beliebter Geschäftspartner des Westens ist.

süddeutsche.de: USA und Saudi-Arabien schließen gigantischen Waffendeal. 20. Mai 2017

Bei seinem Besuch in Saudi-Arabien bahnen US-Präsident Donald Trump und die saudische Regierung ein riesiges Waffengeschäft an.

*Das arabische Land will demnach im ersten Schritt Rüstungsgüter im Wert von fast 110 Milliarden Dollar kaufen.

* Insgesamt soll das Geschäft 350 Milliarden Dollar schwer sein.

*Trump freut sich in einer ersten Reaktion über "Jobs, Jobs, Jobs" in den Vereinigten Staaten.




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closs
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Re: Manchester

Beitragvon closs » Mo 5. Jun 2017, 22:23

SilverBullet hat geschrieben:Wobei die Anschläge auf mich mehr wie durchgeknallte Verzweiflungstaten wirken, als der geplante Angriffsakt eines „Protostaates“.

In diesem Sinne "an alle IS-Befürworter" (vermutlich sind hier keine unterwegs):
Ihr könnt durchaus ein paar Menschen umbringen, die nicht mit einem Angriff rechnen und gar keine Gelegenheit bekommen, sich zu wehren, aber insgesamt macht ihr euch damit maximal lächerlich, denn Leistung ist „etwas (das keinen Schaden verursacht) aufzubauen“ und nicht „etwas zu zerstören“ – hört auf, ständig zu versagen...
Da sind wir uns mal einig.

Im Grunde ist "der IS" eine virtuelle Größe, an denen sich jeder radikalisierte Moslem psychologisch festhalten kann - umgekehrt übernimmt der IS prompt die Verantwortung für individuelle Attentate, auch wenn er von ihnen erst aus den Medien erfährt, um diesen Kreislauf "IS - unbekannte Jünger in der Welt - IS" aufrechtzuerhalten.

Die größte Gefahr bei all dem sehe ich darin, dass Europa überreagiert und eine interne Progrom-Stimmung gegenüber den 95%+x Moslems fördert, die damit nichts am Hut haben. - Dazu die neueste Zahl aus GB: Man zählt dort knapp 3000 radikale Moslems, von denen ca. 10% anschlags-bereit sein könnten - von knapp 3 Mio Moslems in GB. - Wir sprechen also von 0,1% bzw 0,01% Radikalen bzw Anschlagsbereiten.

Dass Europa vom Islam überrannt werden könne, halte ich für lächerlich - allerdings müssen wir in Europa zukünftig regelmäßig mit Anschlägen mit Todesopfern rechnen. - Und auch da eine Rechnung:

In Deutschland gibt es pro Jahr
* 125.000 Raucher-Tote
* 75.000 unmittelbare Alkohol-Tote
* 10.500 Selbst-Tötungen
* 3.200 Verkehrstote
Vielleicht gibt es demnächst eine Statistik, die pro Jahr 100 oder 500 Anschlagstote aufzählt. - Es ist NICHT zynisch, wenn man eine solche Zahl als vergleichsweise niedrig interpretiert.

Wir müssen uns bewusst machen, dass wir 70 Jahre lang in einem Friedens-Paradies gelebt haben, dass zwar wünschenswert, aber nicht normal ist. - Bei uns sterben durch Gewalt jeglicher Art pro Jahr weniger Menschen als in Syrien an einem Tag - und mein Vater gehörte einem Jahrgang an (1921), von dem die Hälfte durch Gewalt gestorben ist - das warenh locker 100.000 Tote EINES Jahrgangs pro Kriegsjahr - das sind über 250 Tote EINES Jahrgangs pro Tag. - Es ist Zeit, dass wir uns wieder Relationen bewusst werden.


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