Manchester

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Halman
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Re: Manchester

Beitragvon Halman » Mo 5. Jun 2017, 22:54

Ein trauriges Thema. Als ich noch ein Kind war, berichteten die Medien sehr viel über den RAF-Terror. Doch so einen massiven Terror wie gegenwärtig gab es noch nie in der Nachkriegszeit in Europa. Die Polizei in Großbritanien leistete hervorragende Arbeit und auch die Zivilisten reagierten so gut, wie es ihnen im Chaos und Schrecken möglich war. Diesen Schrecken den Rauchertoten pro Jahr usw. gegenüber zu stellen, halte ich für grenzwärtig.

Terror-Timer

Ich kann die Wutrede Lieberberg gut verstehen.



Natürlich hagelt es Kritik:
Aiman A. Mazyek (Twitter)
Muslime demonstrieren nicht? Der Rock am Ring-Veranstalter sollte sich entschuldigen!
Was?! Er soll sich entschuldigen?! Wo sind die Zehntausenden Demostranten? Dies kritisierte Lieberberg. In den Zeitungsartikeln und von 2000 Demostranten und von 2.500 Menschen die Rede. Damit kann man seine Kritik nicht widerlegen. Da muss ich einem Antitheisten recht geben (s. nachfolgendes Video):


Dies ist eine Stimme aus dem linken Skeptiker-Spektrum.

Hier nun zum Ausgleich eine Stimme eines Patrioten:


Der User Daliha Drizzt do'urdenvor erklärte dem YouTuber, was der Grund sein könnte:
Hagen Grell das können Sie nicht.
Sie wären Verräter und würden selbst getötet werden, dies befürchten jedenfalls einige Bekannte meinerseits.

Ex-moslimische Frauen aus frauen-schutzvereinen (Sebastina James zb.) berichten zb. Wie Frauen von ihren Familien aus der Heimat in Ländern wie Österreich, wo sie hingeflüchtet sind, "gefunden" oder besser verraten wurden.*

Durch die Tante (die in Österreich lebt und bei der Bank arbeitet)
das Mädchen ist umgezogen (untergetaucht, vermutlich bei bekannten, nicht professionell) und die Tante hat die Daten an die Familie die im Heimatland leben, weitergegeben.

Hier muss man wissen das die Mütter ebenfalls die treibende Kraft sind, denn, geben Sie eine unreine Tochter ab (der Stolz der Familie wird irgendwie in den Dreck gezogen) hat die Mutter das Problem wie eine ausgestoße Leben zu müssen oder andere... Dinge erwarten Sie.

recherchiert hierzu auch unter Layla Bilge, könnte aber ab 2013/14 schwierig werden,da noch was gescheites zu finden. (ihr werdet schon sehen warum 1+1 und so) 
Tja, ein Proton müsste man sein: Dann würde man die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf und hätte eine nahezu unendliche Lebenszeit:-) - Silvia Arroyo Camejo

Novas
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Re: Manchester

Beitragvon Novas » Mo 5. Jun 2017, 23:01

Halman hat geschrieben:Natürlich hagelt es Kritik:
Aiman A. Mazyek (Twitter)
Muslime demonstrieren nicht? Der Rock am Ring-Veranstalter sollte sich entschuldigen!
Was?! Er soll sich entschuldigen?! Wo sind die Zehntausenden Demostranten? Dies kritisierte Lieberberg. In den Zeitungsartikeln und von 2000 Demostranten und von 2.500 Menschen die Rede. Damit kann man seine Kritik nicht widerlegen. Da muss ich einem Antitheisten recht geben (s. nachfolgendes Video):






Es wäre sehr wünschenswert, wenn es gar keine Hexenjagd gibt, auch nicht gegen Muslime, denn solch eine mittelalterliche Denkweise hat im 21. Jahrhundert nichts verloren. Tut mir leid, aber ich kann die Reaktion von Aiman Mazyek verstehen, denn ich möchte ebenfalls nicht mit irgendwelchen Fanatikern und Wahnsinnigen in einen Topf geworfen werden und mich ständig vor irgendeiner Gesinnungspolizei davon distanzieren müssen. Christen müssen sich ja auch nicht ständig vom rassistisch motiverten Ku-Klux-Klan (KKK) distanzieren. Der ist übrigens auch in Deutschland aktiv.

Der Ku-Klux-Klan in Deutschland

Wer glaubt, der Ku-Klux-Klan sei ein rein US-amerikanisches Phänomen, irrt. Die Journalisten Frederik Obermaier und Tanjev Schultz kommen in "Kapuzenmänner. Der Ku-Klux-Klan in Deutschland" zu einem ganz anderen Ergebnis und weisen in ihren Recherchen sogar Verbindungen zum rechtsextremen NSU nach.


Bild


Müssen sich nun alle Christen davon distanzieren, sonst werden sie unter Generalverdacht gestellt? Nein, denn im modernen Rechtsverständnis gilt der Grundsatz im Zweifel für den Angeklagten (in dubio pro reo) anstatt Muslime unter Generalverdacht zu stellen, sollte man mit den vernünftigen und gemäßigten Muslimen zusammenarbeiten und sich solidarisieren auf der Basis der freiheitlichen demokratischen Grundordnung, wozu gleich an der obersten Stelle der Schutz der Menschwürde gehört.

"Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt."



Es gibt keine spezifisch christliche, muslimische, buddhistische, hinduistische, jüdische und atheistische Würde, es gibt nur die eine universelle Menschenwürde, die wir gegen ihre Verächter zu verteidigen haben (und die gibt es leider auf allen Seiten). Ich verweise gerne noch mal auf diese Worte:

Rembremerding hat geschrieben:Der islamistische Terror fordert die meisten Opfer unter Moslems.



Muslime sind keine homogene Gruppe, so wie auch Christen nicht. Es existiert eine Vielzahl unterschiedlicher Verständnisse des Islam und eine Vielzahl unterschiedlicher Verständnisse des Christentums. Zwischen 3,8 bis 4,2 Millionen Muslime leben in Deutschland . Davon machen Extremisten nur einen kleinen Bruchteil aus. Rein vom Wortsinn her kommt Muslim (arabisch مسلم ) von سلم salima ‚wohlbehalten sein, unversehrt sein' und أسلم aslama ‚sich hingeben, sich ergeben, sich unterwerfen': „Der sich (Gott) ergebende“. Je nach Verständnis, kann sich die gelebte Umsetzung dieser Hingabe in der Glaubenspraxis vollkommen unterscheiden. Sehr viele Muslime verbinden das primär mit Frieden und Barmherzigkeit (ich übrigens auch, denn ich assoziiere Gottergebenheit mit dem jesuanischen Vorbild)

Oder etwas provokant formuliert: Jesus zeigt uns den wahren Islam.

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Re: Manchester

Beitragvon Magdalena61 » Mi 7. Jun 2017, 00:30

Rembremerding hat geschrieben:
Magdalena61 hat geschrieben:Mich würde die geistliche Sicht interessieren. Nicht allgemein "Endzeit", sondern speziell auf GB bezogen.

Sie wollten raus aus der EU, weil sie keine Zwangszuteilung von Flüchtlingen wollten- ist das richtig?

Könnte es sein, dass Gott meint: "Wenn ihr den Armen nicht helfen wollt, dann seht zu, wie ihr alleine klar kommt" ?

Denke bitte nicht so. Vielleicht morgen gibt es einen Anschlag in D oder F und dann? Man sollte Gott nicht so viel unterstellen.
Es gibt aber auch einen Tun- Ergehens- Zusammenhang: "...des HERRN Arm ist nicht zu kurz, dass er nicht helfen könnte, und seine Ohren sind nicht taub geworden, sodass er nicht hören könnte" Jes. 59; 1-2.
England verhielt sich in der Vergangenheit teilweise sehr egoistisch und rabiat.

Andererseits: Die Kinder, die bei dem Selbstmordattentat starben, sind nun bestimmt nicht für die Sünden der Väter verantwortlich zu machen. Auch nicht die x-beliebigen Passanten, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren und ins Visier der Attentäter gerieten.
Aber wenn du eine speziell auf Europa sich beziehende geistliche Sicht willst:
In der Apokalypse lesen wir, dass Jesus den Leuchter einer Gemeinde zur Seite rücken kann. Europa begann durch die Kraft des Christentums zu leuchten, wurde zu einem Licht für die ganze Welt. Nun ist diese erste Liebe geschwunden, ja der Hass gegen Gott hat eine Mehrheit,
Das ist in den USA auch nicht anders.
Groß und stark geworden sind sie durch den Segen, der von den Auswanderern, ihren Vorfahren, "erworben" wurde. Aber lange wird das ererbte Kapital wohl nicht mehr vorhalten.
aber es wird woanders ein Licht leuchten.
Wo soll das sein?
Die VAE und alle Nachbarstaaten haben ihre diplomatischen Beziehungen zu Qatar abgebrochen, weil sich das Land nicht entschieden gegen den islamistischen Terror stellt.
Das ist erstaunlich.
Ist dort ein zarter Lichtschein einer Reform innerhalb des Islam zu sehen?
Hm... eher nicht, denke ich.
Sie haben selbst ein Problem mit dem radikalen Islam. Es würde ihre Länder und ihre Gesellschaften zerstören, so, wie es in Syrien der Fall ist, wenn sie den IS tolerieren oder sich mit dieser Ideologie identifizieren.
Der islamistische Terror fordert die meisten Opfer unter Moslems.
Ja.
In ihren Ländern wurden Christen übel verfolgt und sie standen nicht dagegen auf, obwohl der Koran die "Schriftenreligionen", also auch das Christentum respektiert.
Jetzt werden sie selbst verfolgt.
LG

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Re: Manchester

Beitragvon Magdalena61 » Mi 7. Jun 2017, 01:23

SilverBullet hat geschrieben:
Magdalena61 hat geschrieben:Sie wollten raus aus der EU, weil sie keine Zwangszuteilung von Flüchtlingen wollten- ist das richtig?

So wie ich das sehe wurden die Wähler in „England“ von politischen Verkäufern zu einem Protestverhalten verführt und haben sich danach tierisch erschrocken, dass tatsächlich so viele protestiert haben – das hat selbst die verantwortlichen Verkäufer überrascht.
Und der Verkäufer mit den gelben Haaren cancelte dann die Verantwortung.
Die Verführung funktionierte (aus meiner Sicht) über viele unterschiedliche Themen (mit falschen Zahlen?).
Die Flüchtlingsfrage, England betreffend, war, zumindest in den deutschen Medien, aber schon ziemlich präsent.
In UK herrscht wohl auch eine grosse Schere zwischen ländlichen und städtischen Gebieten mit dem grossen Finanzzentrum London. Dazu kommt eine Diskrepanz zwischen Jung und Alt.
Ich denke auch, dass sie innerhalb ihrer Grenzen eine Menge Probleme haben, und einige davon im Zusammenhang mit Briten mit Migrationshintergrund.
Magdalena61 hat geschrieben:Könnte es sein, dass Gott meint: "Wenn ihr den Armen nicht helfen wollt, dann seht zu, wie ihr alleine klar kommt" ?

Nein, ich habe eher den Eindruck, dass gerade ein versuchter religiöser Staat den Bach hinunter geht und sein ganz normales Misthaufenverhalten zeigt (wegen dem er ja auch letztlich nichts geworden ist).
:mrgreen:

John Bunyan, C. H. Spurgeon, die Wesley- Brüder--- England hatte seine Erweckungsprediger, die weit über die Grenzen des Landes hinaus wirkten und auch heute noch gelesen und gepredigt werden. Die hatten echt was drauf.
Wobei die Anschläge auf mich mehr wie durchgeknallte Verzweiflungstaten wirken,
?
Wer so etwas tut, ist wahn- sinnig.

Er folgt einem Wahn.

Jugendliche brauchen handfeste, alltagstaugliche Ideale. Und sie brauchen Lehrer, die diese überzeugend vertreten/ leben... Vorbilder, die authentisch sind.
LG

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Re: Manchester

Beitragvon Rembremerding » Mi 7. Jun 2017, 11:10

Magdalena61 hat geschrieben:Es gibt aber auch einen Tun- Ergehens- Zusammenhang: "...des HERRN Arm ist nicht zu kurz, dass er nicht helfen könnte, und seine Ohren sind nicht taub geworden, sodass er nicht hören könnte" Jes. 59; 1-2.
England verhielt sich in der Vergangenheit teilweise sehr egoistisch und rabiat.


Biblisch betrachtet hat sich Israel vom Tun-Ergehens-Zusammenhang nach dem Exil geistig getrennt. Im Buch Job findet man auch schon diese Trennung als Vorausbild.

Aber mir geht es eigentlich nur darum, dass sich Christen davor hüten sollen, allzu schnell Strafen Gottes oder ein "Verworfensein" erkennen zu wollen. Als Jesus von den umgekommenen Galiläern und den 18 Toten in Shiloach sprach (Lk 13:2-5), machte er den Menschen klar, dass sie nicht andere als Sünder der Strafe Gottes übergeben sollen, sondern vielmehr selbst darauf achten, dass sie Sünder sind und Bekehrung und Heil bedürfen.

Ob England, Berlin oder sonstwo: Dort geschieht nicht deshalb ein Anschlag, weil dort so viele Gotteslästerer wohnen, sondern weil die Finsternis (Satan, das Böse?) das Licht verdrängen will, Hass säen, Gottes geliebte Geschöpfe quälen, weil das Böse an Gott selbst nicht rankommt.
Aber an Gottes Sohn, der Mensch wurde, am Kreuz und seiner Auferstehung wissen wir Christen alle: Das Licht hat bereits gesiegt.

Servus :wave:
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Re: Manchester

Beitragvon R.F. » Mi 7. Jun 2017, 12:06

Rembremerding hat geschrieben:- - -
Ob England, Berlin oder sonstwo: Dort geschieht nicht deshalb ein Anschlag, weil dort so viele Gotteslästerer wohnen, sondern weil die Finsternis (Satan, das Böse?) das Licht verdrängen will, Hass säen, Gottes geliebte Geschöpfe quälen, weil das Böse an Gott selbst nicht rankommt.
Aber an Gottes Sohn, der Mensch wurde, am Kreuz und seiner Auferstehung wissen wir Christen alle: Das Licht hat bereits gesiegt.
- - -

Also wenn man schon die Schrift bemüht: Dieser zufolge sind die Attentate, so schlimm sie für die Betroffenen sind, im Vergleich zu den vorhergesagten Blut-Bädern ein Bluts-Tröpfchen. Es wir gewaltig dunkler werden, bevor über der verwüsteten Erde Licht sichtbar wird...

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Re: Manchester

Beitragvon Halman » Mi 7. Jun 2017, 14:56

Hier ein CNN-Bericht über eine Demostration von Muslimen! Endlich! :thumbup: :clap:



Hier aus einer anderen Perspektive.


Spoiler: anzeigen
Oh - war wohl nichts.
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Re: Manchester

Beitragvon piscator » Mi 7. Jun 2017, 18:55

Zu dem Thema gibt es einen Beitrag auf Vice
https://www.vice.com/de/article/wie-die ... verbreitet
Als Gott mich schuf wollte er angeben!

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Re: Manchester

Beitragvon SilverBullet » Mi 7. Jun 2017, 20:54

Magdalena61 hat geschrieben:Wer so etwas tut, ist wahn- sinnig.

Er folgt einem Wahn.

Ich denke, es kann bei allen möglichen Themen dazu kommen, dass sich Menschen hineinsteigern und derart drastisch reagieren, dass sie sich mit einem zeitlichen Abstand, selbst nicht mehr wieder erkennen.

Nur, dass sich jemand beim Setzen eines Zeichens (mehr kann ein Anschlag nicht sein, weil er am Ende nur für „wenige“, unerträglich drastische Auswirkungen hat) gegen eine abstrakte Menschengruppe (die Anhänger einer westlichen Lebensweise oder eher Unbeteiligte im Kampf um einen „geliebten“ Religionsstaat) wendet und sich selbst umbringt, hat schon eine eigene „Qualität“, denn dann gibt es keinen zeitlichen Abstand mehr.

Letztlich führt dies zu der Frage, welchen Anteil (bzw. Mischung) müsste man aus dem Leben der Attentäter entfernen bzw. verhindern, damit es nicht dazu kommt?

Würde es ausreichen, wenn eine grosse Zahl von „Glaubenskollegen“ demonstrierten, dass sie das nicht wollen und dass diese Taten nicht für sie sein können, oder sind die Attentäter sowieso „kleine Auserwählte“, die nicht mehr durch andere Meinungen beeinflusst werden können?

Ich persönlich würde mir natürlich eine öffentliche Debatte darüber wünschen, „warum“ bzw. „dass“ Religion nicht funktioniert und dass dort viel zu leichtfertig mit antiken Vernichtungsvorstellungen gegenüber anderen Lebensentwürfen gespielt wird.

Dies wird leider „ersetzt“ durch Slogans wie „das sind nicht die echten Gläubigen“ und „das ist nicht die Mehrheit“, was sehr schnell in „Toleranzwünschen“ für die Religion endet (einen Art „Lastumkehrung“ – nautisch: „das Rollen der Ladung“ :-))

Das führt bei mir dann zu einem reinen Achselzuckreflex und dann beschäftige ich mich halt einfach mit interessanteren Themen…

Magdalena61 hat geschrieben:Jugendliche brauchen handfeste, alltagstaugliche Ideale. Und sie brauchen Lehrer, die diese überzeugend vertreten/ leben... Vorbilder, die authentisch sind.

Nun, ich denke, das waren keine Jugendlichen mehr, sondern bereits „ausgewachsene Katastrophen-Helden“ :-)

Aber natürlich stimmt es schon: was man in den Kopf hineinsteckt, bleibt da für eine gewisse Zeit auch drin und hat Auswirkungen.

„Radikalisierung“ geht vermutlich in der Regel mit der Verengung der Perspektive einher, was in Bezug auf eine organisierte Religion samt Anderskulturreglementarien leicht geschehen kann – es ist ja letztlich auch eine „andere Lebensweise“.

Der gefährliche Trichtereffekt in der Interessenslage ist vielleicht auch das Einzige (leider negativ), was Religion sehr gut liefern kann – von „besseres Leben führen“ und „besserer Mensch werden“ ist man damit aber weiter entfernt, als ohne Religion.

Am Ende steht die erstaunliche Bilanz:
Wenn diese religiösen Chaoten, zwölf Stunden am Tag gegen eine Wand gerannt wären, hätten sie ein besseres Leben geführt, als dies jetzt der Fall ist :-)

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Re: Manchester

Beitragvon Halman » Mi 7. Jun 2017, 21:01

piscator hat geschrieben:Zu dem Thema gibt es einen Beitrag auf Vice
https://www.vice.com/de/article/wie-die ... verbreitet

Okay, dann zeige mir die nicht gestellten Bilder dieser Demostration, die es auch sonst immer gibt. Wie viele demostrierten?
Tja, ein Proton müsste man sein: Dann würde man die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf und hätte eine nahezu unendliche Lebenszeit:-) - Silvia Arroyo Camejo


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