Das Vaterunser in aramäischer Sprache

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Novas
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Das Vaterunser in aramäischer Sprache

Beitrag von Novas » Do 19. Apr 2018, 22:34

Das Vaterunser in aramäischer Sprache. Die Muttersprache Jesu. Den Klang zu hören und im Herzen zu speichern, bringt die Seele näher zu ihrem Schöpfer, als tausende Worte.









Mimi
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Re: Das Vaterunser in aramäischer Sprache

Beitrag von Mimi » Fr 20. Apr 2018, 00:02

Novalis hat geschrieben:Das Vaterunser in aramäischer Sprache. Die Muttersprache Jesu. Den Klang zu hören und im Herzen zu speichern, bringt die Seele näher zu ihrem Schöpfer, als tausende Worte.
Das liebe ich sehr, hab' auch mehrere Versionen gespeichert.
In Transliteration:
Abwûn d'bwaschmâja
Oh Du, atmendes Leben in allem, Ursprung des schimmernden Klanges. Du scheinst in uns und um uns, selbst die Dunkelheit leuchtet, wenn wir uns erinnern.
Nethkâdasch schmach
Hilf uns einen heiligen Atemzug zu atmen, bei dem wir nur Dich fühlen - und Dein Klang in uns erklinge und uns reinige.
Têtê malkuthach
Lass Deinen Rat unser Leben regieren und unsere Absicht klären für die gemeinsame Schöpfung.
Nehwê tzevjânach aikâna d'bwaschmâja af b'arha
Möge der brennende Wunsch Deines Herzens Himmel und Erde vereinen durch unsere Harmonie.
Hawvlân lachma d'sûnkanân jaomâna
Gewähre uns täglich, was wir an Brot und Einsicht brauchen: das Notwendige für den Ruf des wachsenden Lebens.
Waschboklân chaubên (wachtahên) aikâna daf chnân schvoken l'chaijabên
Löse die Stränge der Fehler, die uns binden, wie wir loslassen, was uns bindet an die Schuld anderer.
Wela tachlân l'nesjuna ela patzân min bischa
Lass oberflächliche Dinge uns nicht irreführen, sondern befreie uns von dem, was uns zurückhält.
Metol dilachie malkutha wahaila wateschbuchta l'ahlâm almîn. Amên
Aus Dir kommt der allwirksame Wille, die lebendige Kraft zu handeln, das Lied, das alles verschönert und sich von Zeitalter zu Zeitalter erneuert.
Wahrhaftige Lebenskraft diesen Aussagen! Mögen sie der Boden sein, aus dem alle meine Handlungen erwachsen. Besiegelt im Vertrauen und Glauben. Amen
http://www.bunkahle.com/Aktuelles/Relig ... Vaterunser
https://www.jenseits-des-jordan.com/

....Im Geist habt ihr angefangen, wollt ihr's denn nun im Fleisch vollenden? (Galater 3,3)

manden1804
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Re: Das Vaterunser in aramäischer Sprache

Beitrag von manden1804 » Fr 20. Apr 2018, 06:56

Der Satz : Lass oberflächliche Dinge uns nicht verführen , sondern befreie uns von dem , was uns zurückhält -

ist tatsächlich VIEL besser als der im normalen Vaterunser ! Denn der ist unverständlich !

UND diese kranke Kirche ist bisher nicht in der Lage , ihre falsche Übersetzung zu korrigieren .

Die Menschen beten seit Jahrtausenden MIST , den auch kein Mensch verstehen kann , WEIL ER FALSCH IST !

Komisch , dass den "Gläubigen" das egal ist . ( Und führe uns nicht in Versuchung - eindeutig falsch )
Gott segne euch alle .

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Ska'ara
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Re: Das Vaterunser in aramäischer Sprache

Beitrag von Ska'ara » Fr 20. Apr 2018, 08:19

Die Übersetzung kann ich nicht nachprüfen. Mir kommt die deutsche Übersetzung zu lang vor.
Beispiel: "Abwûn d'bwaschmâja"
"Oh Du, atmendes Leben in allem, Ursprung des schimmernden Klanges. Du scheinst in uns und um uns, selbst die Dunkelheit leuchtet, wenn wir uns erinnern."

Mirjam
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Re: Das Vaterunser in aramäischer Sprache

Beitrag von Mirjam » Fr 20. Apr 2018, 08:59

Guten Morgen,

Ska'ara hat Recht. Auch ohne Kenntnis des Aramäischen halte ich den Text für eine ziemlich wörtliche Übersetzung des uns geläufigen Vaterunser. Struktur und einige Vokalbeln ähneln anderen afro-asiatischen Sprachen

Schaut euch nur mal den Anfang an:
Abwûn d'bwaschmâja
Abw=Abu, Abe, Apa; heißt wohl "Vater", -un wäre ein Suffixpronomen "Unser". d'bwaschmâja wäre demnach "im Himmel", was sich weiter unten bestätigt.
Nethkâdasch schmach
Têtê malkuthach
Das -ch halte ich für das Suffixpronomen "Dein", denn malkut=Reich, analog zu melek/malik=König. Das "t" könnte sogar die selbe Femininendung sein, die auch im arabischen und ägyptischen für substantivierungen und abstrakte Begriffe verwendet wird.
Schma könnte verwandt sein mit isma(arab."Name") und eventuell mit hebr. "schma" hören?
Demnach schma-ch "dein Name" und malkuta-ch "dein Reich"
Ein vorangestelltes Verb "Nethkadasch" und "Tete" wäre für diese Sprachen ebenfalls typisch. Ob es ein Imperativ ist vermag ich nicht zu sagen.
Nehwê tzevjânach aikâna d'bwaschmâja af b'arha
Nehwe = "geschehe" o.ä., die Endung gleicht dem "Tete" weiter oben und wir erwarten das Verb an erster Stelle.
tzevjânach hat wiederum das -ch Suffix, passt zu "dein Wille".
aikâna wäre dann irgendeine Art Vergleichswort: "so wie", "gleichermaßen" o.ä., dann passt "d'bwaschmâja" exakt analog zum ersten Vers "Im Himmel", af wäre dann schlicht "und" und d'arha "auf der Erde.

Ergo: relativ wörtliche Übersetzung des Vaterunser.
Den beigestellten deutschen Text würde ich gar nicht als Übersetzungsversuch sondern als Meditation zum Thema verstehen.

liebe Grüße

Mirjam

Mimi
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Re: Das Vaterunser in aramäischer Sprache

Beitrag von Mimi » Fr 20. Apr 2018, 09:50

Mimi hat geschrieben:Novalis hat geschrieben:
Das Vaterunser in aramäischer Sprache. Die Muttersprache Jesu. Den Klang zu hören und im Herzen zu speichern, bringt
die Seele näher zu ihrem Schöpfer, als tausende Worte.
Und jeder einzelne Ton und jedes einzelne Wort erzeugt soviel weitere Regungen welche die Seele durchstreifen, derer soviele, dass die Worte niemals ausreichen würden.
Man kann aber natürlich alles auch nur stur in die sichtlich vorhandenen Wort-Bestandteile zerrupfen.
Erinnert mich an eine Aussage von Novalis in einem anderen Thread (aus dem Gedächtnis):
"Welche Worte entspringen dem Herzen?"
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Mimi
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Re: Das Vaterunser in aramäischer Sprache

Beitrag von Mimi » Fr 20. Apr 2018, 11:11

@ manden1804
Hallo manden,
Wer wann, was und wie in der Vergangenheit „übersetzte“ interessiert mich nur peripher.
Ich kann nur für mich persönlich deutlich sagen:
In meinem bisherigen, recht abenteuerlichen Leben war es niemals Gott,
der mich verführte!
https://www.jenseits-des-jordan.com/

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janosch
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Re: Das Vaterunser in aramäischer Sprache

Beitrag von janosch » Fr 20. Apr 2018, 13:22

Mimi hat geschrieben:
Novalis hat geschrieben:Das Vaterunser in aramäischer Sprache. Die Muttersprache Jesu. Den Klang zu hören und im Herzen zu speichern, bringt die Seele näher zu ihrem Schöpfer, als tausende Worte.
Das liebe ich sehr, hab' auch mehrere Versionen gespeichert.
In Transliteration:
Abwûn d'bwaschmâja
Oh Du, atmendes Leben in allem, Ursprung des schimmernden Klanges. Du scheinst in uns und um uns, selbst die Dunkelheit leuchtet, wenn wir uns erinnern.
Nethkâdasch schmach
Hilf uns einen heiligen Atemzug zu atmen, bei dem wir nur Dich fühlen - und Dein Klang in uns erklinge und uns reinige.
Têtê malkuthach
Lass Deinen Rat unser Leben regieren und unsere Absicht klären für die gemeinsame Schöpfung.
Nehwê tzevjânach aikâna d'bwaschmâja af b'arha
Möge der brennende Wunsch Deines Herzens Himmel und Erde vereinen durch unsere Harmonie.
Hawvlân lachma d'sûnkanân jaomâna
Gewähre uns täglich, was wir an Brot und Einsicht brauchen: das Notwendige für den Ruf des wachsenden Lebens.
Waschboklân chaubên (wachtahên) aikâna daf chnân schvoken l'chaijabên
Löse die Stränge der Fehler, die uns binden, wie wir loslassen, was uns bindet an die Schuld anderer.
Wela tachlân l'nesjuna ela patzân min bischa
Lass oberflächliche Dinge uns nicht irreführen, sondern befreie uns von dem, was uns zurückhält.
Metol dilachie malkutha wahaila wateschbuchta l'ahlâm almîn. Amên
Aus Dir kommt der allwirksame Wille, die lebendige Kraft zu handeln, das Lied, das alles verschönert und sich von Zeitalter zu Zeitalter erneuert.
Wahrhaftige Lebenskraft diesen Aussagen! Mögen sie der Boden sein, aus dem alle meine Handlungen erwachsen. Besiegelt im Vertrauen und Glauben. Amen
http://www.bunkahle.com/Aktuelles/Relig ... Vaterunser

Jo. das habe ich noch gar nicht so gekonnt... :thumbup:

janosch
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Re: Das Vaterunser in aramäischer Sprache

Beitrag von janosch » Fr 20. Apr 2018, 13:25

Mirjam hat geschrieben:Guten Morgen,

Ska'ara hat Recht. Auch ohne Kenntnis des Aramäischen halte ich den Text für eine ziemlich wörtliche Übersetzung des uns geläufigen Vaterunser. Struktur und einige Vokalbeln ähneln anderen afro-asiatischen Sprachen

Schaut euch nur mal den Anfang an:
Abwûn d'bwaschmâja
Abw=Abu, Abe, Apa;

Mirjam
Mein sprahen bedeutet „Apa“ wie auf deutsch übersetzt „Vati“

Und genau das zeigt, das „Jesus gebet" für uns gedacht und nicht für ihm! Er sollte auch von der Böse nicht erlöst werden, oder?? :roll:

Mirjam
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Re: Das Vaterunser in aramäischer Sprache

Beitrag von Mirjam » Fr 20. Apr 2018, 13:35

Mimi hat geschrieben: Und jeder einzelne Ton und jedes einzelne Wort erzeugt soviel weitere Regungen welche die Seele durchstreifen, derer soviele, dass die Worte niemals ausreichen würden.
Man kann aber natürlich alles auch nur stur in die sichtlich vorhandenen Wort-Bestandteile zerrupfen.
Erinnert mich an eine Aussage von Novalis in einem anderen Thread (aus dem Gedächtnis):
"Welche Worte entspringen dem Herzen?"
Leider bin ich keine so gute Dichterin. Die Worte, die meinem Herzen entspringen, sind eher schlicht. Daher bin ich froh und dankbar, immer wieder aus dem Schatz der Worte der Vorfahren schöpfen zu können.

Und es tut mir leid, Mimi, ich wollte den Text keineswegs abwerten mit meinem "zerrupfen".
Im Gegenteil, ich sehe die sprachliche Analyse stets als eine weitere Möglichkeit für ein tieferes Verständnis, die weitere Assoziationen, Strukturen und Sinn-Dimensionen eröffnen kann.
Selbstverständlich ist das nur eine von vielen Möglichkeiten, sich dem anzunähern...

Eigentlich wollte ich mit meinem Beitrag nur das Missverständnis ausräumen, das der deutsche Text unter dem aramäischen eine wörtliche Übersetzung sei

Liebe Grüße

Mirjam

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