Die Bibel: Widersprüchlich und voller Fehler?

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Magdalena61
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Re: Die Bibel: Widersprüchlich und voller Fehler?

Beitrag von Magdalena61 »

Larson hat geschrieben: Do 28. Mai 2026, 10:30 Selbst Jesus musste sich wohl in sich getäuscht haben: Lk 4,18, da wird einfach die Tenach umgedeutet:
viewtopic.php?p=627946#p627946
Sagte nun Jesus das wirklich, oder wollte Lukas, gutgemeint, die Autorität Jesu damit legitimieren, aber den Missgriff nicht bemerkte? Oder aber deutet nun Gott selber Seine eigenen Worte, Seine Aussagen, um, indem er den NT-Schreiber was anders „inspiriert“?
Hast du ein Verständnisproblem?

Das hier:
Lk. 4, 18-19 (LUT): »Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat und gesandt, zu verkündigen das Evangelium den Armen, zu predigen den Gefangenen, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen sollen, und die Zerschlagenen zu entlassen in die Freiheit und zu verkündigen das Gnadenjahr des Herrn.«
hat Jesus vorgelesen.

Mehr nicht. Das könnte man zwar da hinein phantasieren, aber das steht schlicht und ergreifend nicht DA.

Dann machte er "das Buch" zu (ich denke mal, es war eine Schriftrolle, die er vielleicht ein wenig zusammenschob und an den Diener weiterreichte) und sagte:
Vers 21: Heute ist dieses Wort der Schrift erfüllt vor euren Ohren. 
Und das, was Er vorgelesen hatte, wurde erfüllt- zur Zeit Jesu. Durch das Kommen Jesu und sein Erlösungswerk. Wie auch immer das "Gnadenjahr" interpretiert werden muss. In diesem Zusammenhang würde ich die Gnade mit dem Opfer Jesu in Zusammenhang bringen, der Folgen wegen, die es hat, wenn ein Mensch sich Jesus Christus unterstellt... dann ist nämlich für ihn der Weg frei, zu Gott. Das ist GNADE.

Jesus hat all das gepredigt, was er vorgelesen hatte. Man könnte noch darüber nachdenken, inwiefern die "Zerschlagenen" unfrei waren und wodurch. Durch das Gesetz?

Prophetien realisieren sich u.a. auch in Teilerfüllungen. Es muss ja nicht alles auf einmal sein, Jes. 61 beschreibt einen längeren Zeitraum. Wer will Gott vorschreiben, wie und wann Er zu handeln hat?
Pfingsten war auch eine Teilerfüllung.

Der Rest kommt noch.

Leute, die mit Mißtrauen an die Bibel herangehen; die Gott nicht zutrauen, dass Er der HERR ist, auch über die Schriften... blockieren ihr Denken und strangulieren ihre Erkenntnis, so denn überhaupt welche vorhanden ist.
LG
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Helmuth
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Re: Die Bibel: Widersprüchlich und voller Fehler?

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Do 28. Mai 2026, 18:47 Oder ist es vielleicht so, daß einem die Aussagen der Bibel nicht gefallen und deswegen nach Irrtümern gesucht wird ?
Ja, ich sehe das als einen der üblichen Gründe, besonders bei Athisten, um damit unseren Glauben an Gott für Null und nichtig zu erklären. Es gefällt ihnen nicht, was dort steht, denn es würde für sie ja auch fatal sein und das glauben sie nicht. Es gibt auch andere Gründe, aber den nach Fehlern zu suchen steht hier zur Diskussion.

Von mir wird dazu immer dieses Wort der Erkenntnis gegeben: Man darf nicht das Kinde mit dem Bade ausschütten. Ich halte es für eine Erkenntnis Gottes, weil sie m.E. den Nagel auf den Kopf trifft, was Bibelleugner tun.

Sie nutzen die bestehenden Ungereimtheiten um zu zeigen, dass man auf Basis eines Fehlers nicht mehr von einem göttlichen Wort sprechen kann. Das ist für mich aber nur eine billige Masche und sie würden das in ihrer eigenen Lebenswelt auch nicht anerkennen.

Man könnte z.B. einem Atheisten vorwerfen, der sein Frau über alles liebt, dass er soeben seine Ehe gebrochen hatte, weil er gerade eine andere Frau begehrlich angesehen hatte. Darauf würde er mitunter mit Eifer erbost reagieren, was ich mir für eine Frechheit anmaße. Natürlich stehe er zu seiner Frau, er ist halt auch nur ein Mensch. Und man wird ja noch schauen dürfen!

Damit würde er sich sozusagen selbst verurteilen, weil er damit auch einen Fehler gemacht hatte, der nun die Ehe in Frage stellt. Das tun sie gegenüber der Schrift desgleichen. Wir eifern nun mal auch für die Schrift wie er für seine Ehe, weil sie heilig ist. Dieses Heiden-Argument ist damit für mich hinfällig und tot.

Aber die Christen sind daran nicht unschuldig, wenn sie so behandelt werden, denn sie vergreifen sich wieder darin, die in der Schrift enthaltenen Ungeremitheiten um ihrer Dogmen willen nicht anzuerkennen. Damit laufen sie den Atheisten ins offene Messer. So ist dieser Eifer dann m.E. kein Eifer Gottes, sondern eine menschliche Eifersucht für die falsche Sache. Gott wir so nicht verteidigt.

Darum ist mein Umgang damit schon lange der, die Ungereimtheiten anzuerkennen, weil sie einfach Fakt sind und gar nicht geleugnet werden können, will man sich damit nicht lächerlich machen. Ich stelle dabei aber fest, das dies meinen Bezug zur Schrift nur noch mehr bestärkt hatte.

Es ist also keine Skepsis eingetreten, was mir öfters vorgeworfen wird, indem man meint, ich falle mit meiner Kritik vom Glauben ab. Das ist mitnichten der Fall, sondern ich sage es wurde mir ein noch tieferes Verständnis gegeben, auch wenn es nur ein Schritt ist. Warum sich andere aber der Erkenntnis Gottes verweigern, liegt nun nach meiner Beobachtung an ihrem falschen Eifer, den Gott nicht segnet.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Zippo
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Re: Die Bibel: Widersprüchlich und voller Fehler?

Beitrag von Zippo »

Rilke hat geschrieben: Mi 27. Mai 2026, 16:47
Helmuth hat geschrieben: Mi 27. Mai 2026, 07:38 Für zumindest problematisch halte ich diejenigen, welche glauben und an der Bibel festhalten, sie aber falsch verteidigen, indem sie krampfhaft versuchen alle Ungereimtheiten zu harmonisieren und dabei jeden Unsinn in Kauf nehmen. Sie schalten so absichtlich ihren eigenen Verstand aus. Und das sollte Gottes Wille sein?

Das ist m.E. kein Zeugnis für unseren lebendigen Gott und Vater, die Bibel nur um ihretwillen zu verteidigen und halte ich für falsch. Es geht ja nicht um das Buch, sondern um die Wahrheit. Bei manchen nenne ich deren Haltung sogar götzendienerisch.
Hallo Helmuth!
Ich hätte eine Frage nach deinem persönlichen Verständnis der Schrift im Hinblick auf sogenannte Fehler. Falls das deiner Meinung nach OT ist, können wir auch einen eigenen Thread eröffnen.

Wenn ich dich richtig verstehe, dann akzeptierst du Fehler in den Schriften, weil sie von Menschen verfasst wurden und nicht direkt (oder alle Teile gleichermaßen) von Gott geleitet wurden. Du siehst die Psalme zum Beispiel nicht als autoritativ bindend an, weil sie Davids Worte sind, nicht Gottes Worte, richtig?
Und auch im NT siehst du einige Fehler, die den Autoren passiert sind, wenn ich mich recht erinnere. Eben weil es sich "nur" um Zeugenberichte handelt, nicht jedoch um von Gott gesetzte Buchstaben. Bitte verbessere mich, falls ich deine Sicht falsch wiedergebe.

Sollte ich richtig liegen, dann hätte ich folgende Frage:
Inwiefern lässt sich dann irgendwas aus der Schrift mit Sicherheit feststellen? Wenn die Schrift nicht durch Gottes Macht und Willen in Ordnung gehalten wurde, woher können wir mit Gewissheit sagen, dass die Worte Jesu korrekt niedergeschrieben wurden, und das bis zu dem Punkt, dass wir sie Wort für Wort zitieren, analysieren und unsere Weltanschauung darauf bauen können?
Meine persönliche Ansicht ist, dass die gesamte Schrift von Gott fehlerfrei eingegeben wurde und derselbe Autor auch dafür sorgt, dass sein Wort niemals vergehen wird. Aufgrund dieser Gewissheit bin ich davon überzeugt, dass ich der Bibel vertrauen kann. Wenn wir aber damit beginnen, einzelne Kapitel oder Bücher aus dem Fenster zu werfen, dann stellen wir die Autorität der Schrift in Frage. Und wenn man das mit ausgewählten Passagen machen kann, woher dann die Sicherheit, dass die wirklich relevanten Stellen den Fakten und Tatsachen entsprechen?
Ich finde, du hast hier einen guten Beitrag geliefert, im Gegensatz zudem, was ich da am Anfang von dir gelesen habe.
Gott macht keinen Fehler bei der Inspiration seines Wortes.
Scheinbare Ungereimtheiten entstehen schon mal, weil etwas nicht das eigene Denken hineinzupassen scheint. Dann denkt man gleich, hier stimmt was nicht. Aber vielleicht stimmt ja die eigene Denkweise nicht und da wäre es ein Fehler direkt die eigene Übersetzungsvariante zu entwerfen.
Gerade bei Helmuth denke ich, passiert das recht schnell. Dann spricht er von dogmatischen Veränderungen und indoktrinärem Verhalten. Aber eigentlich stellt er da doch nur seine eigene Auslegung über das, was geschrieben steht.

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Larson
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Re: Die Bibel: Widersprüchlich und voller Fehler?

Beitrag von Larson »

Magdalena61 hat geschrieben: Fr 29. Mai 2026, 01:26 hat Jesus vorgelesen.

Mehr nicht. Das könnte man zwar da hinein phantasieren, aber das steht schlicht und ergreifend nicht DA.
Schau doch mal genau hin, und wie da noch etwas mehr steht:
Lk 4,21 Er fing aber an, zu ihnen zu sagen: Heute ist diese Schrift vor euren Ohren erfüllt.
Magdalena61 hat geschrieben: Fr 29. Mai 2026, 01:26 Und das, was Er vorgelesen hatte, wurde erfüllt- zur Zeit Jesu.
Und nein, es hatte sich nicht erfüllt. Man kann doch ncight Bruchteile aus eiinem Kontext reissen, und es als erfüllt bezeichnen. Wo käme man da auch hin! Am Schluss nimmt man dann noch einzelne Worte, welche sich quasi erfüllen sollen.
Magdalena61 hat geschrieben: Fr 29. Mai 2026, 01:26 Es muss ja nicht alles auf einmal sein, Jes. 61 beschreibt einen längeren Zeitraum.
Das behauptest du einfach so, und wenn, der Zeitraum passt nicht in die Zeit Jesu.
Magdalena61 hat geschrieben: Fr 29. Mai 2026, 01:26 Wer will Gott vorschreiben, wie und wann Er zu handeln hat?
Du selber etwa? Warum willst du nun Gott vorschreiben, dass sich Jes 61 erfüllt haben sollte?
Magdalena61 hat geschrieben: Fr 29. Mai 2026, 01:26 Leute, die mit Mißtrauen an die Bibel herangehen; die Gott nicht zutrauen, dass Er der HERR ist, auch über die Schriften... blockieren ihr Denken und strangulieren ihre Erkenntnis, so denn überhaupt welche vorhanden ist.
Lass doch solchen Unsinn....
Ps 74,4 Als Deine Dränger haben sie da getobt im Innersten Deines Vereinigungsstiftes, haben ihre (eigenes) Zeichen als Zeichen aufgestellt
(über das von Gott gegebenen "Zeichen" an Israel)
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Larson
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Re: Die Bibel: Widersprüchlich und voller Fehler?

Beitrag von Larson »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Do 28. Mai 2026, 19:37 Zerstört war die geistige Haltung der Menschen. Sie haben zwar fließig geopfert, aber nicht Barmherzigkeit und Gerechtigkeit geübt.
Zerstört war aber auch real Zion, Jerusalem
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Do 28. Mai 2026, 19:37 Es wurde mit Jesus initiiert, da er den Menschen zeigte, wie Gottesdienst richtig geht.
Das wurde lange vor Jesus „initiiert“, schon Mose spricht davon, vom Herz, der Liebe zu Gott usw…
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Do 28. Mai 2026, 19:37 Es wurde mit Jesus initiiert, da er den Menschen zeigte, wie Gottesdienst richtig geht.
Larson hat geschrieben: ↑28.05.2026, 19:12
Wie du sagst, es geht um Zion.
Jes 2,3 (wie Mi 4,2) Und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt und lasst uns hinaufziehen zum Berg des HERRN, zum Haus des Gottes Jakobs! Und er wird uns belehren aus seinen Wegen, und wir wollen wandeln in seinen Pfaden. Denn von Zion wird das Gesetz ausgehen, und das Wort des HERRN von Jerusalem;
Kein Jesus (welcher ja in der „alten“ Lehre predigte), kein Paulus gibt die Lehre vor, sondern allein der einzig alleine Gott Jakobs, Gott Israels.
Der Gott Israels sagte auch, dass das irdische Heiligtum ein himmlisches Vorbild hat. Das irdische Heiligtum ist nur das Provisorium gewesen und hat seinen Zweck getan. Seit fast 2000 Jahren ist es nun weg und wird nicht mehr gebraucht.
Nun, es ist ja nicht einfach der „Gott Israels“, es ist Gott der ganzen Schöpfung.
Das „irdische“ Heiligtum ist nun mal für diese Welt (und wir leben nun alle mal in dieser Welt), und ist exakt für diese Welt mitnichten ein „Provisorium“, denn es wird einst wieder errichtet sein: Hesekiel ab Kapitel 40, ist mitsamt dem Opferdienst beschreiben.

Und dieses Heiligtum wird in Zion sein, woher die Lehre Gottes kommen wird.
Sach 8
1 Und das Wort des HERRN der Heerscharen erging, indem er sprach: So spricht der HERR der Heerscharen:
2 Ich eifere für Zion mit großem Eifer, und mit großem Grimm eifere ich für dasselbe.
3 So spricht der HERR: Ich kehre nach Zion zurück und will inmitten Jerusalems wohnen; und Jerusalem wird genannt werden „Stadt der Wahrheit“ und der Berg des HERRN der Heerscharen „der heilige Berg“.
Ps 74,4 Als Deine Dränger haben sie da getobt im Innersten Deines Vereinigungsstiftes, haben ihre (eigenes) Zeichen als Zeichen aufgestellt
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Larson
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Re: Die Bibel: Widersprüchlich und voller Fehler?

Beitrag von Larson »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Do 28. Mai 2026, 19:37 Der Gott Israels sagte auch, dass das irdische Heiligtum ein himmlisches Vorbild hat.
Jes 66,1 So spricht der HERR: Der Himmel ist mein Thron, und die Erde der Schemel meiner Füße. Was wäre denn das Haus, das ihr mir bauen könntet, und was wäre der Ort zu meiner Ruhestätte?
Willst du nun Gott im Himmel in ein Allerheiligstes pferchen, wo er wohnen soll?
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Helmuth
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Re: Die Bibel: Widersprüchlich und voller Fehler?

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Fr 29. Mai 2026, 09:49 Gerade bei Helmuth denke ich, passiert das recht schnell. Dann spricht er von dogmatischen Veränderungen und indoktrinärem Verhalten. Aber eigentlich stellt er da doch nur seine eigene Auslegung über das, was geschrieben steht.
Ich stelle also meine Auslegung über das, was geschrieben steht? Das können wir gerne auch praktisch überprüfen, wie sehr ich über dem Wort Gottes stehe. Ich zitiere nochmals die strittige Stelle, die dafür der Auslöser zu sein scheint:
3. Mose 24:191-20 hat geschrieben: Und wenn jemand seinem Nächsten eine Verletzung zufügt: Wie er getan hat, so soll ihm getan werden: Bruch um Bruch, Auge um Auge, Zahn um Zahn; wie er einem Menschen eine Verletzung zufügt, so soll ihm zugefügt werden.
Ich lege nun gar nicht aus, sondern setze konkrete Namen anstelle der entspchenden Fürwörter (der bestimmten und unbestimmten) und für den Nächsten ein, denn sie stehen ja stellvertretend für konkrete Personen in einem konkreten Fall. Damit erhalten wir beispielhaft einen konkreten Schadensfall. Als Schaden nehmen wir einen Beinbruch. Ich erlaube mir unsere beiden Namen zu benutzen. Dann heißt es:
3. Mose 24:19-20 als konkreter Rechtsfall hat geschrieben: Und wenn Thomas dem Helmuth einen Beinbruch zufügt: Wie Thomas getan hat, soll Thomas getan werden. Bruch um Bruch, Auge um Auge, Zahn um Zahn; wie Thomas dem Helmuth einen Beinbruch zufügt, so soll Thomas zugefügt werden.
Nun lege du mir den Satz bitte für diesen konkreten Fall aus, lieber Thomas. Was soll in dem Fall getan werden? Ich bin gespannt auf deine Auslegung und dein Bibelverständnis.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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ProfDrVonUndZu
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Re: Die Bibel: Widersprüchlich und voller Fehler?

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Larson hat geschrieben: Fr 29. Mai 2026, 10:38 Zerstört war aber auch real Zion, Jerusalem
Dem aber die geistige Verkehrtheit vorausging und die Zerstörung von Jerusalem nur die Konsequenz dafür war. Es ist nicht so, als wäre das Unheil mit den Babyloniern über unschuldiges Jerusalem eingefallen. Und genau so ist es auch mit dem zweiten Tempel gewesen.
Larson hat geschrieben: Fr 29. Mai 2026, 10:38 Das wurde lange vor Jesus „initiiert“, schon Mose spricht davon, vom Herz, der Liebe zu Gott usw…
Es hat nur immer wieder nicht funktioniert, wie Gott ja selber beklagt. Nun kannst du gerne behaupten, dass auch das mit Jesus nicht funktioniert hätte, nur dann zeige mir die Schriften, wo Gott dies beklagt.
Larson hat geschrieben: Fr 29. Mai 2026, 10:38 Nun, es ist ja nicht einfach der „Gott Israels“, es ist Gott der ganzen Schöpfung.
Das „irdische“ Heiligtum ist nun mal für diese Welt (und wir leben nun alle mal in dieser Welt), und ist exakt für diese Welt mitnichten ein „Provisorium“, denn es wird einst wieder errichtet sein: Hesekiel ab Kapitel 40, ist mitsamt dem Opferdienst beschreiben.
Und was soll dieser Opferdienst bringen ?
Ich sehe Hesekiel 40 als "erfüllt" an. Der dort beschriebene Tempel und Dienst hätte nach dem babylonischen Exil erneuert werden sollen. Die Chance wurde nicht richtig genutzt. Man kann das noch 100 mal versuchen, es würde nicht besser werden. Zwei Chancen reichen ja wohl.

Larson hat geschrieben: Fr 29. Mai 2026, 10:38 Und dieses Heiligtum wird in Zion sein, woher die Lehre Gottes kommen wird.
Sach 8
1 Und das Wort des HERRN der Heerscharen erging, indem er sprach: So spricht der HERR der Heerscharen:
2 Ich eifere für Zion mit großem Eifer, und mit großem Grimm eifere ich für dasselbe.
3 So spricht der HERR: Ich kehre nach Zion zurück und will inmitten Jerusalems wohnen; und Jerusalem wird genannt werden „Stadt der Wahrheit“ und der Berg des HERRN der Heerscharen „der heilige Berg“.
Esra 6,14 Und die Ältesten der Juden bauten; und es gelang ihnen durch die Weissagung Haggais, des Propheten, und Sacharjas, des Sohnes Iddos; und sie bauten und vollendeten nach dem Befehle des Gottes Israels, und nach dem Befehl Kores und Darius und Artasastas, des Königs von Persien.
15 Und dieses Haus wurde beendet bis zum dritten Tage des Monats Adar, das ist das sechste Jahr der Regierung des Königs Darius.
Sacharja 1,1 Im achten Monat, im zweiten Jahre des Darius, geschah das Wort Jehovas zu Sacharja, dem Sohne Berekjas, des Sohnes Iddos, dem Propheten also:
Larson hat geschrieben: Fr 29. Mai 2026, 10:55
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Do 28. Mai 2026, 19:37 Der Gott Israels sagte auch, dass das irdische Heiligtum ein himmlisches Vorbild hat.
Jes 66,1 So spricht der HERR: Der Himmel ist mein Thron, und die Erde der Schemel meiner Füße. Was wäre denn das Haus, das ihr mir bauen könntet, und was wäre der Ort zu meiner Ruhestätte?
Willst du nun Gott im Himmel in ein Allerheiligstes pferchen, wo er wohnen soll?
Das fragst ausgerechnet du mich ? Du willst doch ein steinerndes Haus zurück. Ich brauche das nicht.
Offenbarung 1,3 Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe!
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Larson
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Re: Die Bibel: Widersprüchlich und voller Fehler?

Beitrag von Larson »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Fr 29. Mai 2026, 13:53 Dem aber die geistige Verkehrtheit vorausging und die Zerstörung von Jerusalem nur die Konsequenz dafür war.
Habe ich jemals etwas anderes gesagt?
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Fr 29. Mai 2026, 13:53 Es hat nur immer wieder nicht funktioniert, wie Gott ja selber beklagt.
Hat auch nicht mit Jesus und Paulus geklappt. Und das Christentum war ja nicht seine „Lösung“, wo es auch nicht klappte.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Fr 29. Mai 2026, 13:53 Nun kannst du gerne behaupten, dass auch das mit Jesus nicht funktioniert hätte, nur dann zeige mir die Schriften, wo Gott dies beklagt.
Weil es Gott „egal“ war und ist, was die Nationen tun, Gott lässt die Nationen machen….
Denn durch Paulus und seine Lehren, welche ja nicht auf der Tenach basieren, der Lehre Gottes, weshalb sollte da Gott intervenieren? Das Christentum ist nicht "Seine Lehre". Ist nicht Sein Bund. Und die chr. Geschichte zeigt ja höchst miserable Umstände, ohne dass Gott da irgendwas sagte.Wo ist denn da Gott, der erzieherisch und korrigierend eingreift? Und nein, nur mit dem Gottesgeist wird nichts draus. Meinst du, wenn Gott nichts sagt, es sei alles in Ordnung?

Aber bei Israel, Seinem Volk, greift Gott ein.
Jes 49,6 ja, er spricht: Es ist zu gering, dass du mein Knecht seist, um die Stämme Jakobs aufzurichten und die Bewahrten von Israel zurückzubringen; ich habe dich auch zum Licht der Nationen gesetzt, um meine Rettung zu sein bis an das Ende der Erde.
7 So spricht der HERR, der Erlöser Israels, sein Heiliger, zu dem von jedermann Verachteten, zu dem Abscheu der Nation, zu dem Knecht der Herrscher: Könige werden es sehen und aufstehen, Fürsten, und sie werden sich niederwerfen, um des HERRN willen, der treu ist, des Heiligen Israels, der dich erwählt hat.


ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Fr 29. Mai 2026, 13:53 Und was soll dieser Opferdienst bringen ?
Ich sehe Hesekiel 40 als "erfüllt" an.
Gott sieht es anders… und das Christen damit Probleme haben ist offensichtlich, denn so stimmt ihre Opferthese nicht. Oder dass dann der Fürst alias Jesus, für sich Opfer darbringen wird…. deshalb muss gestrichen werden, was der Theologie nicht passt.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Fr 29. Mai 2026, 13:53 Das fragst ausgerechnet du mich ? Du willst doch ein steinerndes Haus zurück. Ich brauche das nicht.
Du sprachst vom himmlischen Tempel… nicht ich.
Ps 74,4 Als Deine Dränger haben sie da getobt im Innersten Deines Vereinigungsstiftes, haben ihre (eigenes) Zeichen als Zeichen aufgestellt
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Re: Die Bibel: Widersprüchlich und voller Fehler?

Beitrag von Zippo »

Magdalena61 hat geschrieben: Fr 29. Mai 2026, 01:26
Larson hat geschrieben: Do 28. Mai 2026, 10:30 Selbst Jesus musste sich wohl in sich getäuscht haben: Lk 4,18, da wird einfach die Tenach umgedeutet:
viewtopic.php?p=627946#p627946
Sagte nun Jesus das wirklich, oder wollte Lukas, gutgemeint, die Autorität Jesu damit legitimieren, aber den Missgriff nicht bemerkte? Oder aber deutet nun Gott selber Seine eigenen Worte, Seine Aussagen, um, indem er den NT-Schreiber was anders „inspiriert“?
Hast du ein Verständnisproblem?

Das hier:
Lk. 4, 18-19 (LUT): »Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat und gesandt, zu verkündigen das Evangelium den Armen, zu predigen den Gefangenen, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen sollen, und die Zerschlagenen zu entlassen in die Freiheit und zu verkündigen das Gnadenjahr des Herrn.«
hat Jesus vorgelesen.

Mehr nicht. Das könnte man zwar da hinein phantasieren, aber das steht schlicht und ergreifend nicht DA.

Dann machte er "das Buch" zu (ich denke mal, es war eine Schriftrolle, die er vielleicht ein wenig zusammenschob und an den Diener weiterreichte) und sagte:
Vers 21: Heute ist dieses Wort der Schrift erfüllt vor euren Ohren. 
Und das, was Er vorgelesen hatte, wurde erfüllt- zur Zeit Jesu. Durch das Kommen Jesu und sein Erlösungswerk. Wie auch immer das "Gnadenjahr" interpretiert werden muss. In diesem Zusammenhang würde ich die Gnade mit dem Opfer Jesu in Zusammenhang bringen, der Folgen wegen, die es hat, wenn ein Mensch sich Jesus Christus unterstellt... dann ist nämlich für ihn der Weg frei, zu Gott. Das ist GNADE.
In google KI fand ich folgenden Hinweis:
Der Begriff „Gnadenjahr des Herrn“ stammt wörtlich aus Jesaja 61,2. Der Prophet kündigt dort eine von Gott gesandte Zeit der Befreiung und des Trostes an.Inhaltlich bezieht sich dieses Bild auf das Erlass- oder Jubeljahr aus der Tora in 3. Mose 25,10–13. Dieses soziale Gesetz sah alle 50 Jahre vor:Schuldenerlass: Alle Schulden wurden erlassen.Freilassung: Knechte und Sklaven kamen frei.Rückgabe: Verkauftes Land fiel an die ursprünglichen Besitzer zurück.Im Neuen Testament greift Jesus dieses Motiv in Lukas 4,18–19 auf, als er in der Synagoge von Nazareth predigt und Jesaja 61 zitiert. Er erklärt das alttestamentliche Gnadenjahr für erfüllt und angebrochen.
Magdalena

Jesus hat all das gepredigt, was er vorgelesen hatte. Man könnte noch darüber nachdenken, inwiefern die "Zerschlagenen" unfrei waren und wodurch. Durch das Gesetz?
Das Gesetz spricht nicht nur schuldig, sondern die Übertretung spielt auch in die Hände Satans, der Menschen seelisch gefangen nimmt, bis hin zur Besessenheit. Wer den geistigen Bezug nicht setzt, denkt, daß der Herr Jesus das gar nicht getan hat, was z. Bsp. in Jes 61,1 steht.

Deshalb sprach doch der Herr Jesus davon, daß er in das Haus eines Starken eindringen wolle, um ihm den Hausrat zu nehmen.
[ELB-BK: Mt 12,28] Wenn ich aber durch den Geist Gottes die Dämonen austreibe, so ist so das Reich Gottes zu euch hingekommen.
[Luther 1912: Mt 12,28] So ich aber die Teufel durch den Geist Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen.
[ELB-BK: Mt 12,29] Oder wie kann jemand in das Haus des Starken eindringen und seinen Hausrat rauben, wenn er nicht zuvor den Starken bindet? Und dann wird er sein Haus berauben.
Magdalena

Prophetien realisieren sich u.a. auch in Teilerfüllungen. Es muss ja nicht alles auf einmal sein, Jes. 61 beschreibt einen längeren Zeitraum. Wer will Gott vorschreiben, wie und wann Er zu handeln hat?
Pfingsten war auch eine Teilerfüllung.

Der Rest kommt noch.

Leute, die mit Mißtrauen an die Bibel herangehen; die Gott nicht zutrauen, dass Er der HERR ist, auch über die Schriften... blockieren ihr Denken und strangulieren ihre Erkenntnis, so denn überhaupt welche vorhanden ist.
LG
Prophetie kann zeitlich Lücken enthalten, solange, wie das Handeln an dem irdischen Volk Israel aussetzt. Es kommt auch eine Zeit, wo Prophetie noch einmal ganz anders gelesen werden kann.
Der Herr Jesus hat ja nicht weiter gelesen, denn wenn man weiterliest, dann versteht man, daß der Leser verwirrt ist und denkt, das ist ja noch nicht passiert.

Die Sprache Jesu ist doch eigentlich eine Sprache, die sich auf Geist und Seele bezieht.
[Mt 16,5-12] Und da seine Jünger waren hinübergefahren, hatten sie vergessen, Brot mit sich zu nehmen. Jesus aber sprach zu ihnen: Sehet zu und hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer! Da dachten sie bei sich selbst und sprachen: Das wird’s sein, dass wir nicht haben Brot mit uns genommen. Da das Jesus merkte, sprach er zu ihnen: Ihr Kleingläubigen, was bekümmert ihr euch doch, dass ihr nicht habt Brot mit euch genommen? Vernehmet ihr noch nichts? Gedenket ihr nicht an die fünf Brote unter die fünftausend und wie viel Körbe ihr da aufhobt? auch nicht an die sieben Brote unter die viertausend und wie viel Körbe ihr da aufhobt? Wie, versteht ihr denn nicht, dass ich euch nicht sage vom Brot, wenn ich sage: Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer! Da verstanden sie, dass er nicht gesagt hatte, dass sie sich hüten sollten vor dem Sauerteig des Brots, sondern vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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