Die Bibel: Widersprüchlich und voller Fehler?

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Helmuth
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Re: Die Bibel: Widersprüchlich und voller Fehler?

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Sa 30. Mai 2026, 18:22 Nein, ich meinte nicht diese Stelle. Da habe ich mich noch nicht mit beschäftigt.
Dann bitte ich dich darauf einzugehen. Andere habe schon w.o. gegeben, vermultich weil sie zugeben müssten, dass da wirklich ein Widerspruch vorliegt. :mrgreen:

Im Anschluss überlege ich mir auch auf deine Frage eine passende Antwort. Im meiner Eierschale habe ich schon was, aber es gehört noch ausgebrütet. ;)
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Larson
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Re: Die Bibel: Widersprüchlich und voller Fehler?

Beitrag von Larson »

Magdalena61 hat geschrieben: So 31. Mai 2026, 03:55 Wie definierst du "ein gnädiges Jahr des HERRN"?
Wie schon gesagt, das Wort hat nichts mit „Gnade“, der Gnade Gottes zu tun zu tun:
Jes 61,2 (Elberfelder) um auszurufen das Jahr der Annehmung des HERRN und den Tag der Rache unseres Gottes und zu trösten alle Trauernden;
Da steht רָצוֹן֙ (rātson) Wohlgefallen, Gunst: Abgeleitet von רָצָה (rātsāh)

Gnade, wie z.B.:
Ps 86,15 Du aber, Herr, bist ein Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und groß an Güte und Wahrheit.
חָנַן (chānan) gnädig, Gnade, begnadigen.

Der Vers aus Ps 86 könnte noch fast zu Jesaja 61 passen:
Gottes Barmherzigkeit und Gnade ist um X-mal grösser als Sein Zorn. In Jes 61: Ein Jahr der Gunst gegenüber einem Tag der Rache.

Das „Jahr“ bezeichnet wohl weniger ein Kalenderjahr, sondern der Beginn einer neuen Zeitperiode. Und was in dieser Periode passiert, wird dann weiter beschrieben. Da wird wieder aufgebaut (V4), was lange zerstört war. Fremde werden helfen. Und das Volk soll ein Priester JHWH’s genannt werden.
Und so freut sich dann Jerusalem über ihr neues „Gewand“ V10, welches Gott geben wird. Also alles unererfülltes zur Zeit Jesu.

Also hier in Jes 61 wird keine „Gnadenzeit“ christlicher Art beschrieben.

Ebenso auch
Jes 49,7-10
7 So spricht der HERR, der Erlöser Israels, sein Heiliger, zu dem von jedermann Verachteten, zu dem Abscheu der Nation, zu dem Knecht der Herrscher: Könige werden es sehen und aufstehen, Fürsten, und sie werden sich niederwerfen, um des HERRN willen, der treu ist, des Heiligen Israels, der dich erwählt hat.
8 So spricht der HERR: Zur Zeit der Annehmung habe ich dich erhört, und am Tag der Rettung habe ich dir geholfen. Und ich werde dich behüten und dich setzen zum Bund des Volkes, um das Land aufzurichten, um die verwüsteten Erbteile auszuteilen,
9 um den Gefangenen zu sagen: Geht hinaus! Zu denen, die in Finsternis sind: Kommt ans Licht! Sie werden an den Wegen weiden, und auf allen kahlen Höhen wird ihre Weide sein;
10 sie werden nicht hungern und nicht dürsten, und weder Kimmung noch Sonne wird sie treffen. Denn ihr Erbarmer wird sie führen und wird sie leiten an Wasserquellen.
Magdalena61 hat geschrieben: So 31. Mai 2026, 03:55 Aha, du weißt also offensichtlich, was die Juden damals dachten. Wow.
Juden lernten schon dazumal die Torah, die Tenach als Kinder. Denn es war ihr Lernmaterial. Also darr man ruhig davon ausgehen, dass die Gelehrten den Kontext kannten.
Magdalena61 hat geschrieben: So 31. Mai 2026, 03:55 Authentische Bibellehrer erdreisten sich nicht, die Worte Jesu zu negieren.
Wenn das Dogma über dem authentischen liegt, so ist vorprogrammiert, da Jesus sich nicht täuschen dufte, da er als eine perfekte Person dargestellt wird, ansonsten ja ein Teil des christlichen Dogmas zerbröckelt.

Also ich ein längeres chr. Seminar über Bibelstudium besuchte, was eines der Ersten Sätze: vergessen, was man weiss, sondern sich in den Text hineinlesen, hineindenken, wichtig ist der Kontext, der Adressat (was hier bei Jesus sowieso nicht passt), danach weiters Umfeld usw… also nicht eine Lehre in einen Text legen, sondern den Text verstehen zu wollen.
Magdalena61 hat geschrieben: So 31. Mai 2026, 03:55 Dein Problem ist:
Also was da geschrieben ist, passt doch treffen zum christlichen Dogma. Dass die Lehre über dem geschrieben steht. Also das ist nicht mein Problem, sondern die Vorgabe der christlichen Lehre, wie was in der Tenach zu verstehen sei.

Denn ich frage ja genau: was sagte die Bibel, respektive was spricht Gott, im Gegensatz zur ch. Theologie, welche ihre Lehre über die Texte stülpt.

Also deine haltlose Unterstellung kannst du bei deinen (angeblichen) „Authentischen Bibellehrer“ vorbringen.
Magdalena61 hat geschrieben: So 31. Mai 2026, 03:55 Ein leiblicher Nachkomme Josefs hätte aufgrund des Fluches in Jer. 22,30 kein Anrecht gehabt auf den Thron.
Tja, diese künstlichen wiedersprechenden Stammbäume Jesu, Fehlerbehaftet usw….

Um so mehr muss Jesu aber von Menschen gezeugt sein, denn die Verheissung ist nun mal auf dem Samen Davids… denn der kommende Fürst (Messias) ist ein Mensch, der und JHWH ist sein Gott…
Zuletzt geändert von Larson am So 31. Mai 2026, 20:35, insgesamt 2-mal geändert.
Ps 74,4 Als Deine Dränger haben sie da getobt im Innersten Deines Vereinigungsstiftes, haben ihre (eigenes) Zeichen als Zeichen aufgestellt
(über das von Gott gegebenen "Zeichen" an Israel)
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Larson
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Re: Die Bibel: Widersprüchlich und voller Fehler?

Beitrag von Larson »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Sa 30. Mai 2026, 13:15 Und das willst du mit deinen rhetorischen Tricks widerlegen, wie z.B. das hier:
Jetzt willst du von dir ablenken…. Schreibst Dinge, die ich aufgezeigt hatte.

Das in Lukas 4 wurde nun mal nicht erfüllt…
Ps 74,4 Als Deine Dränger haben sie da getobt im Innersten Deines Vereinigungsstiftes, haben ihre (eigenes) Zeichen als Zeichen aufgestellt
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Re: Die Bibel: Widersprüchlich und voller Fehler?

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Larson hat geschrieben: So 31. Mai 2026, 19:45 Das in Lukas 4 wurde nun mal nicht erfüllt…
Wenn es nicht erfüllt wurde, dann wurde es auch durch Jesaja nicht erfüllt, wenn sich Jesaja 61,1 auf ihn selbst bezieht.
Offenbarung 1,3 Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe!
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Magdalena61
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Re: Die Bibel: Widersprüchlich und voller Fehler?

Beitrag von Magdalena61 »

Larson hat geschrieben: So 31. Mai 2026, 19:41
Magdalena61 hat geschrieben: So 31. Mai 2026, 03:55 Wie definierst du "ein gnädiges Jahr des HERRN"?
Wie schon gesagt, das Wort hat nichts mit „Gnade“, der Gnade Gottes zu tun zu tun:
Jes 61,2 (Elberfelder) um auszurufen das Jahr der Annehmung des HERRN
---
:)
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Aber das IST Gnade: Wenn der HERR einen Menschen oder ein Volk "annimmt"; wenn Er Sünder annimmt, die diese Liebe und Fürsorge nicht verdient haben.
Das „Jahr“ bezeichnet wohl weniger ein Kalenderjahr, sondern der Beginn einer neuen Zeitperiode.
Richtig. Und diese begann mit dem Auftreten Jesu Christi.
Larson hat geschrieben: So 31. Mai 2026, 19:41 Und was in dieser Periode passiert, wird dann weiter beschrieben. Da wird wieder aufgebaut (V4), was lange zerstört war. Fremde werden helfen. Und das Volk soll ein Priester JHWH’s genannt werden.
Und so freut sich dann Jerusalem über ihr neues „Gewand“ V10, welches Gott geben wird. Also alles unererfülltes zur Zeit Jesu.
Antwort KI:
Das „Gnadenjahr des Herrn“ aus Jesaja 61 hat sich der christlichen Theologie zufolge bereits teilweise mit dem Auftreten Jesu Christi erfüllt und ist seitdem immerwährende Gegenwart. Es beschreibt die geistliche Befreiung, die durch das Evangelium in die Welt gekommen ist.

Die Erfüllung wird in zwei Dimensionen unterteilt: Bereits erfüllt (Inauguration): Jesus Christus selbst bezog sich in der Synagoge von Nazareth (nach Lukas 4,18-21) auf genau diese Jesaja-Stelle. Er schloss das Buch und erklärte, dass sich dieses Wort der Schrift „heute vor euren Ohren“ erfüllt habe. Das Gnadenjahr läuft seither.

Noch ausstehend (Vollendung): Der zweite Teil von Vers 2 spricht vom „Tag der Rache unseres Gottes“. Dieser Aspekt des Gerichts und die vollständige Wiederherstellung aller Dinge werden sich erst bei der Wiederkunft Christi am Ende der Zeit (Parusie) vollenden.
Das Konzept des Gnadenjahres ist angelehnt an das alttestamentliche Jubeljahr (3. Mose 25), in dem Schulden erlassen, Sklaven freigelassen und Grundstücke zurückgegeben wurden. Es steht symbolisch dafür, dass Gott durch Jesus einen endgültigen Neuanfang und bedingungslose Gnade
Larson hat geschrieben: So 31. Mai 2026, 19:41Also hier in Jes 61 wird keine „Gnadenzeit“ christlicher Art beschrieben.
Wie lange existiert Israel schon? so plus minus 3000 Jahre Staat Israel mit Unterbrechung von ca. 70 n. Chr. bis 1948? Und wie lange musste und muss es sich gegen Feinde zur Wehr setzen, um zu überleben?

Denkst du allen Ernstes, die Vollerfüllung der Prophetie könne vor der Wiederkunft Jesu Christi eintreten?

Das Opfer Jesu war erforderlich, damit der HERR Israel annehmen und protegieren kann. Und das begann, als Jesus in Nazareth die Verse aus der Schriftrolle Jes. 61 las.
Wenn das Dogma über dem authentischen liegt, so ist vorprogrammiert, da Jesus sich nicht täuschen dufte, da er als eine perfekte Person dargestellt wird, ansonsten ja ein Teil des christlichen Dogmas zerbröckelt.
Das "christliche Dogma" wurzelt auf dem Fundament der Lehre der Apostel; Zeitzeugen Jesu. Diese standen in einem engen Kontakt mit anderen Mitgliedern der Gemeinde Jesu.
Wollen wir es besser wissen als diese?
Larson hat geschrieben: So 31. Mai 2026, 19:41Also ich ein längeres chr. Seminar über Bibelstudium besuchte, was eines der Ersten Sätze: vergessen, was man weiss, sondern sich in den Text hineinlesen, hineindenken, wichtig ist der Kontext, der Adressat (was hier bei Jesus sowieso nicht passt), danach weiters Umfeld usw… also nicht eine Lehre in einen Text legen, sondern den Text verstehen zu wollen.
So lese auch ich die Bibel. Und mir stellt sich der Inhalt von Jes. 61 so dar, wie ich das vertrete.

Wenn du Jesus ausklammerst: Wann soll das denn dann sein mit der Erfüllung der Prophetie und unter welchen Umständen? Wenn die es 3000 Jahre lang nicht geschafft haben, Israels Sicherheit zu gewährleisten -- warum sollten sie es dann in den nächsten 3000 Jahren hinkriegen? Und wer soll das beschließen?
Die Resolutionen der Vereinten Nationen zeigen deutlich eine andere Tendenz.
Larson hat geschrieben: So 31. Mai 2026, 19:41
Magdalena61 hat geschrieben: So 31. Mai 2026, 03:55 Ein leiblicher Nachkomme Josefs hätte aufgrund des Fluches in Jer. 22,30 kein Anrecht gehabt auf den Thron.
Tja, diese künstlichen wiedersprechenden Stammbäume Jesu, Fehlerbehaftet usw….
Die widersprechen sich nicht im Geringsten. Sie werden über zwei verschiedene Söhne Davids geführt.
Larson hat geschrieben: So 31. Mai 2026, 19:41Um so mehr muss Jesu aber von Menschen gezeugt sein, denn die Verheissung ist nun mal auf dem Samen Davids…
Hättest du die pdf- Datei gelesen, wüßtest du: Die leibliche Abstammung von David läuft über Maria.
Larson hat geschrieben: So 31. Mai 2026, 19:41denn der kommende Fürst (Messias) ist ein Mensch, der und JHWH ist sein Gott…
Es ist der Menschensohn. Der Auferstandene.

Ich verstehe ja, dass man an diesem ganzen System zweifeln kann. Vielleicht gab es auch noch frustrierende Erfahrungen mit christlichen Gemeinden. Da ist halt viel Programm, und manchmal (oftmals?) findet man nicht das Echte, das man brauchen würde und nach dem das Herz Sehnsucht hat. -

Aber es ist nicht zielführend, zum Alten Bund zurück zu kehren.

Es ist gut, das alles einmal zu betrachten- der HERR schickt seine Leute durchaus auch mal in verschiedene Schulen. Aber... Jesus ist keine Erfindung, kein Hirngespinst; Er ist aktiv, Er erscheint beispielsweise in unserer Zeit einer ganzen Anzahl von Muslimen, die sich dann bekehren und ihr Leben riskieren, weil sie Ihn erkannt haben.
Wenn man den Ratschluß; das Handeln Gottes nicht versteht und deshalb den Sohn verwirft, negiert man ja auch das Zeugnis und den Willen des Gottes JHWH.

Das muss man sich alles gut überlegen.
LG
God bless you all for what you all have done for me.
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