fleischlich gesinnt vs geistlich gesinnt

Rund um Bibel und Glaube
Maryam
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fleischlich gesinnt vs geistlich gesinnt

Beitragvon Maryam » Sa 4. Aug 2018, 07:29

Insbesondere im Römerbrief nebst dem Galaterbrief, wo die fleischliche Gesinnung detailliert wiedergegeben wird,unterscheidet Paulus zwischen fleischlich gesinnt sein und geistlich gesinnt sein. Ich glaube, wenn statt fleischlich "weltlich" stehen würde, könnte man auch eher verstehen, was die Freundschaft mit der Welt (weltlich gesinnt) oder Feindschaft mit der Welt (geistlich gesinnt) anbelangt. Jedenfalls trennt fleischliche Gesinnung von Gott, so wie der Verlorene Sohn während dem Sündigen tot war, jedoch wieder lebendig wurde, also er damit aufhörte.


Denn die da fleischlich sind, die sind fleischlich gesinnt; die aber geistlich sind, die sind geistlich gesinnt. Römer 8.5Aber fleischlich gesinnt sein ist der Tod, und geistlich gesinnt sein ist Leben und Friede. Römer 8.6 Denn fleischlich gesinnt sein ist wie eine Feindschaft wider Gott, sintemal das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermag's auch nicht. Römer 8.7 Die aber fleischlich sind, können Gott nicht gefallen. Römer 8.8


Denn wo ihr nach dem Fleisch lebet, so werdet ihr sterben müssen; wo ihr aber durch den Geist des Fleisches Geschäfte tötet, so werdet ihr leben. Römer 8.13]


Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen. Galater 5.16


Ich war schon bei einigen Evangelisationen dabei. Doch nie wurde auf die Wichtigkeit hingewiesen, fleischliche Gesinnung abzulegen, um alles was von einer innigen Gottgemeinschaft trennen könnte aus dem Weg zu räumen, respektive vom breiten auf den schmalen Weg zu gehen, der innere Zufriedenheit und innige Gottverbundenheit erfahrbar macht.

Darum steht ja wohl auch in Philipper
Ein jeglicher sei gesinnt, wie Jesus Christus auch war: Philipper 2.5


Warum werden so wichtige Anleitungen für ein erfüllendes Leben in und mit Gott dermassen vernachlässigt?, Das nützt doch allein Gottes Gegenspieler, weil dieser dann ja fleischlich Gesinnte zu boshaften gottfernen Worten/Taten verführen kann. Wie seht Ihr das?

lg Maryam

Sola
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Re: fleischlich gesinnt vs geistlich gesinnt

Beitragvon Sola » Sa 4. Aug 2018, 09:38

Hallo Maryam
Wenn du hier von Evangelisationsveranstaltungen sprichst, finde ich das auch nicht verwunderlich.
Denn da geht es ja erst mal darum, Menschen überhaupt anzusprechen und zu Jesus hin zu führen.

In Veranstaltungen für Christen, in denen es um Nachfolge und Jüngerschaft geht, ist das sehr wohl ein ganz wichtiges Thema - jedenfalls bei denen, die ich besucht habe.
Liebe Grüsse
Sola

Spice
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Re: fleischlich gesinnt vs geistlich gesinnt

Beitragvon Spice » Sa 4. Aug 2018, 11:11

Maryam hat geschrieben:Warum werden so wichtige Anleitungen für ein erfüllendes Leben in und mit Gott dermassen vernachlässigt?, Das nützt doch allein Gottes Gegenspieler, weil dieser dann ja fleischlich Gesinnte zu boshaften gottfernen Worten/Taten verführen kann. Wie seht Ihr das?
lg Maryam


Hallo Maryam,
da hat natürlich viel Luther daran schuld. Wenn man (angeblich) einfach aus Gnade in den Himmel kommt, dann muss man ja nichts weiter tun. Da lässt es sich bequem leben, wie bisher. Da tut man höchstens mal "aus Dankbarkeit" Jesus den Gefallen nicht zu arg zu sündigen.

LG,
Spice

1Johannes4
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Re: fleischlich gesinnt vs geistlich gesinnt

Beitragvon 1Johannes4 » Sa 4. Aug 2018, 12:28

Hallo Maryam,

ich versuche direkt zu dem Punkt zu kommen, worin Du Dich täuschst. Dergleichen fällt vor allem anhand Deiner Ausdrucksweise auf, die beispielsweise von einem „Ablegen der fleischlichen Gesinnung“ spricht - es wäre also für den Menschen aus sich heraus möglich letztendlich Gott zu gefallen. Dagegen betont Paulus, dass es hierfür der Gnade Gottes durch Jesus Christus bedurfte, da das Fleisch so kraftlos ist, dass es dem fleischlichen Menschen an sich unmöglich ist Gott wirklich zu gefallen.
Also ist jetzt keine Verdammnis für die, welche in Christo Jesu sind. Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christo Jesu hat mich freigemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. Denn das dem Gesetz Unmögliche, weil es durch das Fleisch kraftlos war, tat Gott, indem er, seinen eigenen Sohn in Gleichgestalt des Fleisches der Sünde und für die Sünde sendend, die Sünde im Fleische verurteilte, auf daß das Recht des Gesetzes erfüllt würde in uns, die nicht nach dem Fleische, sondern nach dem Geiste wandeln.
Römer‬ ‭8:1-4‬ ‭ELB‬‬
„Nach dem Geiste wandeln“ ist also das, was Gott im Menschen vollbringt und nicht der Mensch an sich. Erkennt man das nicht, lebt man im Grunde noch immer fleischlich, denn dergleichen entspricht dem üblichen religiösen Denken in allen möglichen Religionen, wo es darum geht sich mittels Verdiensten ein Anrecht vor Gott zu erwerben. Gegen solches Denken findet Paulus im Galater-Brief sehr deutliche Worte:
Für die Freiheit hat Christus uns freigemacht; stehet nun fest und lasset euch nicht wiederum unter einem Joche der Knechtschaft halten. Siehe, ich, Paulus, sage euch, daß wenn ihr beschnitten werdet, Christus euch nichts nützen wird. Ich bezeuge aber wiederum jedem Menschen, der beschnitten wird, daß er das ganze Gesetz zu tun schuldig ist. Ihr seid abgetrennt von dem Christus, so viele ihr im Gesetz gerechtfertigt werdet; ihr seid aus der Gnade gefallen.
Galater‬ ‭5:1-4‬ ‭ELB‬‬

Natürlich geht es hier für Paulus nicht allein um eine Beschneidung, sondern wenn es unter den Galatern jemanden gab, der, nachdem er zum Glauben gekommen war, dennoch beschneiden lassen wollte, so drückte sich darin doch aus, dass die Gnade Gottes durch Jesus für eine Rechtfertigung vor Gott nicht ausreichen würde.

Gegen den Gedanken der Notwendigkeit einer Gnade durch Gott wehrt sich das Fleisch im Menschen, das alles aus Verdienst erreichen will:-(.

Wichtig zu erwähnen sind aber noch die Hoffnung des Gläubigen aus Gnade und seine durch den Glauben dann gelebte Liebe:
Denn wir erwarten durch den Geist aus Glauben die Hoffnung der Gerechtigkeit. Denn in Christo Jesu vermag weder Beschneidung noch Vorhaut etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe wirkt.
‭‭Galater‬ ‭5:5-6‬ ‭ELB‬‬

Grüße,
Daniel.

michaelit
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Re: fleischlich gesinnt vs geistlich gesinnt

Beitragvon michaelit » Sa 4. Aug 2018, 13:03

Im Mittelalter hat man das manchmal nicht so streng gesehen. Der Körper galt als "Bruder Esel", ein dummes aber auch gutmütiges Tier. Ich denke wir hängen uns zu oft am sexuellen Impuls auf und sind daran nicht gereift. Ich glaube daß Jesus bewußt das Stilmittel der Übertreibung bei sexuellen Sünden genutzt hat, eigentlich um klarzustellen daß es die hochgefürchtete fleischliche sexuelle Sünde nur selten gibt und daß sie nicht aus Masturbation und vorehelichem Sex besteht sondern aus Herabwürdigung, Vergewaltigung und so etwas besteht. Das Fleisch redet nicht und ist keine Person, da verliert man nichts wenn man es als dauernd gegenwärtigen, entlastenden Sündenbock sieht. Mit dem Teufel ist es ja auch so, erst fürchtet man ihn dann liebt man ihn beinahe weil er so ein abrufbarer Sündenbock ist. Ich denke mit unserem Gnadenbewußtsein und mit unserer Vergebungsliebe ist es nicht weit her. Wir brauchen uns nicht immerzu zu entschuldigen und zu reinigen, ich bin der Meinung daß Gott wahrhaftig Sünder selig machen will und keine sogenannten Gerechten. Das Denken in uns bläst dann die Sünde zu einem großen gefährlichen Popanz auf, und sagt, das ist Sünde, davor mußt du dich doch bewahren. Aber in Wahrheit sind die meisten von uns gar nicht solche großen Sünder und werden es auch nie sein. Es würde uns gut tun unsere Religion nicht immer nur um die Sünde kreisen zu lassen. Versucht doch lieber mal davon auszugehen daß ihr in Liebe auf die Welt gekommen seid und daß Gott uns herzlich lieb hat. Wenn diese Erkenntnis tief in euch einsinkt und wenn ihr bewußt werden daß ihr ewig leben werdet, dann solltet ihr endlich wirklich in den Frieden kommen.

Maryam
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Re: fleischlich gesinnt vs geistlich gesinnt

Beitragvon Maryam » Sa 4. Aug 2018, 20:17

Spice hat geschrieben:
Maryam hat geschrieben:Warum werden so wichtige Anleitungen für ein erfüllendes Leben in und mit Gott dermassen vernachlässigt?, Das nützt doch allein Gottes Gegenspieler, weil dieser dann ja fleischlich Gesinnte zu boshaften gottfernen Worten/Taten verführen kann. Wie seht Ihr das?
lg Maryam


Hallo Maryam,
da hat natürlich viel Luther daran schuld. Wenn man (angeblich) einfach aus Gnade in den Himmel kommt, dann muss man ja nichts weiter tun. Da lässt es sich bequem leben, wie bisher. Da tut man höchstens mal "aus Dankbarkeit" Jesus den Gefallen nicht zu arg zu sündigen.

LG,
Spice


Hallo Spice
Es gibt ja mehrere Bibelzitate von Paulus,, mit denen manche tatsächlich glauben, andere Bibelzitate von Paulus oder gar von Jesus Christus damit aufheben zu können.
Meist handelt es sich um willkürliche Identifikationen mit WIR oder IHR in jeweiligen Stellen und/oder aus dem Zusammenhang gezerrten Bibelzitate.
Wie Epheser 2.8 und 9, da folgt aber in 10, denn wir sein Werk, geschaffen in Christus Jesus und dazu berufen, in denjenigen guten Werken zu wandeln, die Gott einem jeden vorbereitet hat.

Paulus hat ja auch geschrieben, dass die zu Jesus Christus gehören ihr Fleisch kreuzigen, mit allen Lüstern und Begierden. Gal.5.24.

Bezüglich in den Himmel kommen, hat Jesus auch klar festgelegt, was hierfür himmelseits Bedingung ist. Es geht ihm immer um aufrichtig gelebte tätige Liebe, was auch Paulus und Johannes klar in den vordergtund stellen,,also den Willen des Vaters im Himmels zu tun, der Liebe ist und Liebe will.

Lg Maryam

JackSparrow
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Re: fleischlich gesinnt vs geistlich gesinnt

Beitragvon JackSparrow » Sa 4. Aug 2018, 20:28

Maryam hat geschrieben:Jedenfalls trennt fleischliche Gesinnung von Gott, so wie der Verlorene Sohn während dem Sündigen tot war, jedoch wieder lebendig wurde, also er damit aufhörte.

Der Tag hat 24 Stunden. Selbst wenn du die zeitraubendste aller Sünden begehst und 12 Stunden lang Kleidung trägst, die aus zwei verschiedenen Stoffen gefertigt ist, verbringst du ja trotzdem noch 50 Prozent des Tages in lebendigem Zustand.

Ich war schon bei einigen Evangelisationen dabei. Doch nie wurde auf die Wichtigkeit hingewiesen, fleischliche Gesinnung abzulegen,

Die wollten sich vielleicht nicht öffentlich als Heuchler outen.

Warum werden so wichtige Anleitungen für ein erfüllendes Leben in und mit Gott dermassen vernachlässigt?

Warum gehst su nicht mit gutem Beispiel voran und verbringst dein weiteres Leben (zumindest bis der Menschensohn vom Himmel herabgeschwebt kommt und dich mit ewigem Leben und Reichtümerm überhäuft) als meditierender Einsiedler nackt in einem Erdloch im Wald?

Maryam
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Re: fleischlich gesinnt vs geistlich gesinnt

Beitragvon Maryam » So 5. Aug 2018, 11:25

JackSparrow hat geschrieben:
Maryam hat geschrieben:Jedenfalls trennt fleischliche Gesinnung von Gott, so wie der Verlorene Sohn während dem Sündigen tot war, jedoch wieder lebendig wurde, also er damit aufhörte.

Der Tag hat 24 Stunden. Selbst wenn du die zeitraubendste aller Sünden begehst und 12 Stunden lang Kleidung trägst, die aus zwei verschiedenen Stoffen gefertigt ist, verbringst du ja trotzdem noch 50 Prozent des Tages in lebendigem Zustand.

Warum werden so wichtige Anleitungen für ein erfüllendes Leben in und mit Gott dermassen vernachlässigt?

Warum gehst su nicht mit gutem Beispiel voran und verbringst dein weiteres Leben (zumindest bis der Menschensohn vom Himmel herabgeschwebt kommt und dich mit ewigem Leben und Reichtümerm überhäuft) als meditierender Einsiedler nackt in einem Erdloch im Wald?


Hallo Jack, ich möchte Dich darauf hinweisen -falls Du es noch immer nicht erkannt hast- , dass ich Moses HERRN, dem u.a auch das Tragen von Kleidern aus zweierlei Materialien ein Greuel waren , nur wegen seiner beherrschten Kunst der Schlangenzauberei nicht glaube, wofür er sich gegenüber Mose ausgab. Dieser HERR (altsemitisch auch für Baale verwendeter Titel) war ja wohl dasjenige Individuum, dass fleischlich gesinnt war , dementsprechend handelt und andere dazu zwang ihm gleich zu tun, also zerstörerisch wirkte und forderte.

Ich kann zwischen einem Schöpfer und einem Zerstörer unterscheiden. Und darum halte ich mich an das von Jesus Christus vollkommen glaubwürdig mitgeteilten Gottverständnis. Dem Vater im Himmel ist es egal, ob Frauen in Männerkleidern oder auch umgekehrt ;-) oder ob diese aus zweierlei Materialien bestehen oder 2 oder 3. Wichtig ist die Herzenshaltung.

Wozu im Wald verstecken, wenn mich Gott seit längerer Zeit schon erkennbar für dies und das einzusetzen weiss, (Epheser 2.10 /2. Tim.3.17 )was so manchen Menschen half und helfen wird, wieder mehr Freude, Zuversicht in deren Leben zu haben? Gottes Gabenvernetzungssytem ist dermassen genial, dass man wirklich erkennen kann, wie es im Zwischenmenschlichen Bereich zu und her ginge, hätte der Hohe Rat, die mosaischen Greuelgesetze gekreuzigt an den Nagel gehängt und sich Jesus Gotteslehre zu eigen gemacht und entsprechend weitergelehrt.

Gott ist die Liebe und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott in ihm, lieber Jack.... ;) Ich habe sozusagen den Himmel auf Erden, seit ich erkannt habe, wie unsinnig Neid, Eifersucht sind, wenn man sich von Gott geliebt weiss....und was für von Gott trennende Auswirken sie haben könnten. Ich habe in allen Alltagssituationen vollkommenes Gottvertrauen und bin unangreifbar, unverletzlich geworden. Jesus hat mir geholfen wahres Menschsein leben zu können, das Licht des Lebens zu haben. Dafür bin ich ihm mein Leben lang dankbar.

Also lieber JackSparrow, wie wärs für Dich nurmehr im Geiste zu wandeln (wo Liebe Verständnis, gegenseitiger Respekt, uneigennützige Hilfsbereitschaft, Empathie vorherrschen) und dementsprechend zu handeln und schreiben? ;)

lg Maryam

Sola
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Re: fleischlich gesinnt vs geistlich gesinnt

Beitragvon Sola » So 5. Aug 2018, 12:40

Hallo Daniel

Danke für deinen Beitrag!

Besonders das finde ich ganz wichtig:

1Johannes4 hat geschrieben:ich versuche direkt zu dem Punkt zu kommen, worin Du Dich täuschst. Dergleichen fällt vor allem anhand Deiner Ausdrucksweise auf, die beispielsweise von einem „Ablegen der fleischlichen Gesinnung“ spricht - es wäre also für den Menschen aus sich heraus möglich letztendlich Gott zu gefallen.
...
„Nach dem Geiste wandeln“ ist also das, was Gott im Menschen vollbringt und nicht der Mensch an sich. Erkennt man das nicht, lebt man im Grunde noch immer fleischlich, denn dergleichen entspricht dem üblichen religiösen Denken in allen möglichen Religionen, wo es darum geht sich mittels Verdiensten ein Anrecht vor Gott zu erwerben.


"Geistliche Gesinnung" - das kann sehr leicht missverstanden werden als etwas, das der Mensch aus sich selbst heraus produziert, indem er das "Fleisch" mit Disziplin in Schach hält und sein Handeln an dem ausrichtet, was er über "geistliche Gesinnung" gelernt hat. Also quasi auch wieder unter einem "Gesetz" steht und und das anwendet wie etwas "Fremdes", wie eine "Zuchtrute".

So wie in Gal 4 ein sklavischer/unmündiger Gehorsam beschrieben wird und das dem "mündigen" Erben gegenübergestellt wird, der in aller Freiheit und aus ureigenster Überzeugung heraus das Richtige tut, weil ihn der "Geist der Kindschaft" in Liebe zum Vater dazu treibt.
Während ein Knecht fremdbestimmt handelt. Er beugt sich den Anweisungen seines Dienstherrn, weil er sonst entlassen wird und kein Geld mehr verdient. Nicht aus innerer Überzeugung und weil er es selbst so will und als das Beste und Richtige für sein Leben erkannt hat.

Wenn die Bibel davon spricht, dass uns der Geist regiert und uns treibt, in uns seine Frucht bringt usw, dann wird ganz klar, dass das nicht durch menschliche Leistung und Disziplin und Willensanstrengung machbar ist.
Das ist ein Geschenk und Gott allein gebührt dafür der Ruhm.
Aber das fällt uns Menschen schwer, ihm allein die Ehre zu geben und darauf zu verzichten, mit dem, was wir erreicht haben, Anerkennung zu geniessen und uns über andere zu erheben, die weniger geschafft haben als wir .....
Das hinter sich zu lassen und zu erkennen, wie wenig wir aus uns selbst das "Geistliche" machen können - das gehört mit zum Sterbeprozess, der nötig ist für eine Wiedergeburt: Joh 1, 12 Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden: denen, die an seinen Namen glauben, 13 die nicht aus menschlichem Geblüt noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes, sondern aus Gott geboren sind.
Liebe Grüsse
Sola

JackSparrow
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Re: fleischlich gesinnt vs geistlich gesinnt

Beitragvon JackSparrow » Mo 6. Aug 2018, 12:55

Maryam hat geschrieben:Hallo Jack, ich möchte Dich darauf hinweisen -falls Du es noch immer nicht erkannt hast- , dass ich Moses HERRN, dem u.a auch das Tragen von Kleidern aus zweierlei Materialien ein Greuel waren , nur wegen seiner beherrschten Kunst der Schlangenzauberei nicht glaube,

Aber dem lieben Jesulein musst du glauben, wenn er meint, das Gesetz nicht auflösen, sondern erfüllen zu wollen, und wenn er seine Zuhörer ermahnt, den Aufforderungen der Pharisäer Folge zu leisten.

Dem Vater im Himmel ist es egal, ob Frauen in Männerkleidern oder auch umgekehrt ;-) oder ob diese aus zweierlei Materialien bestehen oder 2 oder 3.

Das kannst du nicht wissen, da Jesu Vater im Himmel nie seinen Willen äußerte. Auch machte das liebe Jesulein keine Angaben über die Gesamtzahl aller Väter (oder Mütter) im Himmel. Es könnten sich im Himmel noch diverse weitere Elternteile aufhalten, von denen einige (oder alle) das Moses-Gesetz ästhetisch ansprechend finden.

Wozu im Wald verstecken,

Weil das liebe Jesulein möchte, dass du deinen gesamten Besitz auf eBay veräußerst und dich nicht darum sorgst, womit du dich kleiden, wovon du dich ernähren oder wie du Miete, Strom und Heizung finanzieren sollst. Das haben die Amseln auf der Wiese ja schließlich auch alles nicht.

Also lieber JackSparrow, wie wärs für Dich nurmehr im Geiste zu wandeln (wo Liebe Verständnis, gegenseitiger Respekt, uneigennützige Hilfsbereitschaft, Empathie vorherrschen) und dementsprechend zu handeln und schreiben?

Lieben kann ich nicht Jeden, Respekt muss man sich erarbeiten und für den Rest bin ich zu faul.


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