Abischai hat geschrieben: ↑Mi 13. Jul 2022, 23:40
Es gibt Brüder, die wetteifern in der Mission, daß ein von neuem geborener Mensch nicht verloren gehen kann. Ich würde vorsichtshalber davon ausgehen, daß es evtl. doch möglich ist. Schaden kann das nicht, weil man Gott damit nicht beleidigt, da sein Wort darüber nicht gänzlich eindeutig verschriftet bzw. erhalten ist. Also? Riskiere ich die Ewigkeit nur um einigen "des lieben Friedens Willen" nach dem Munde zu reden? Nein! Für meinen Teil zumindest, nein!
Außerdem bedrängt mich strenge Vorsicht nicht, sondern sie diszipliniert mich, und das ist gut.
Über die Eindeutigkeit der biblischen Aussagen könnte man sich noch austauschen.
Den Punkt mit der Disziplinierung finde ich interessant. Auch ich, als jemand der davon ausgeht, dass wiedergeborene Christen die Ewigkeit unter Umständen in der Gottesferne verbringen können, plagt keine Panik oder Angst. Denn dazu gibt es auch mit dieser Perspektive keinen Anlaß, im Gegenteil.
1Kor 2,2 "Denn ich hielt es für richtig, unter euch nichts zu wissen als allein Jesus Christus, ihn, den Gekreuzigten. "
frank hat geschrieben: ↑Fr 15. Jul 2022, 12:08
Im übrigens ist der Text nicht von mir - das habe ich aber geschrieben
Auch das ist mir nicht entgangen. Meine Antwort richtet sich auch nicht gegen jemand, sondern will zu klarem Denken führen, aus dem sich alles beantwortet.
Spice hat geschrieben: ↑Fr 15. Jul 2022, 11:48
Das Heil kann deshalb nur darin bestehen, dass ein solcher leidfreier Zustand für den Menschen wieder möglich wird und zwar dauerhaft, also ewig. Und nun schaue dich selbst an... Wie steht´s?
Was hat das mit dem Thema zu tun?
Wenn du noch schlechte Laune bekommst, kannst du nicht heil sein.
Spice hat geschrieben: ↑Fr 15. Jul 2022, 11:48
Im Paradies gab es weder Krankheit noch Tod oder irgend eine andere Form von Leid. Das Heil kann deshalb nur darin bestehen, dass ein solcher leidfreier Zustand für den Menschen wieder möglich wird und zwar dauerhaft, also ewig.
Das Leid vermeiden? Dann brauchen wir doch nur Buddhisten werden, oder nicht?
Ich denke nicht, dass der Buddhist Leid vermeidet. Das wäre Flucht. Aber die ist langfristig gesehen, unmöglich.
Johncom hat geschrieben: ↑Fr 15. Jul 2022, 03:30
Ein Verlust des Heils, schon die Vorstellung ist widersinnig.
Wie kommen wir zum Verlust des Unheils wäre die Frage.
Das ist ähnlich wie der Bildhauer: Haut er das Bild hinein oder befreit er es?
Heil ist, wenn es der Harmonie genügt. Manchmal aber will der Mensch auf Entdeckungsreise gehen, die jenseits der Harmonie liegt, er verspürt den Drang dazu und ist zu Gunsten der Neuentdeckung bereit, in Gefahr zu laufen, die Harmonie damit zu verlassen. - Diese Zwiespältigkeit erlebte der Mensch offenbar zum ersten Mal in der Beschreibung des Sündenfalls.
Spice hat geschrieben: ↑Fr 15. Jul 2022, 13:12
Ich denke nicht, dass der Buddhist Leid vermeidet. Das wäre Flucht. Aber die ist langfristig gesehen, unmöglich.
Vom Buddhismus so wenig Ahnung wie vom hiesigen Thema?
Leiden (Sanskrit: duhkha; Pâli: dukkha) ist ein zentraler Begriff buddhistischer Existenzerfahrung. Leiden ist jene Konstante, die allem Dasein zugrunde liegt; es entsteht dadurch, dass wir uns an eine Welt binden, in der nichts von Bestand ist und bewahrt werden kann. Die Überwindung des Leidens lässt sich demnach nur in der Überwindung welthafter Existenz (siehe Samsara (Buddhismus)) erreichen.
Der Begriff »Leiden« wird im Buddhismus viel weiter gefasst als in der christlich-abendländischen Denktradition. Leiden ist mehr als nur Schmerz, Traurigkeit, Drangsal, Angsterfahrungen, Isolation, Todesgewissheit usw.. Leiden ist ein Teil unseres selbst geschaffenen Wesens; es ist ein Ausdruck für die karmische Gebundenheit (siehe Karma (Buddhismus)) und all das, was den Menschen an die Bedingungen dieser Welt fesselt, was ihn seinen Wünschen, Sehnsüchten und Leidenschaften ausliefert (Leidenschaft ist das, was Leiden schafft!).
Leiden ist das grundlegende Charakteristikum einer jeden Existenz, denn in allem, was entsteht und sich vollzieht, ist das Ende immer schon mitangelegt. Unbeständigkeit, Vergänglichkeit, Wesenlosigkeit sind somit die Merkmale, die allem Dasein anhaften und mit dem Begriff »Leiden« gekennzeichnet werden.
Spice hat geschrieben: ↑Fr 15. Jul 2022, 13:12
Ich denke nicht, dass der Buddhist Leid vermeidet. Das wäre Flucht. Aber die ist langfristig gesehen, unmöglich.
Vom Buddhismus so wenig Ahnung wie vom hiesigen Thema?
Wieso?
Leiden (Sanskrit: duhkha; Pâli: dukkha) ist ein zentraler Begriff buddhistischer Existenzerfahrung. Leiden ist jene Konstante, die allem Dasein zugrunde liegt; es entsteht dadurch, dass wir uns an eine Welt binden, in der nichts von Bestand ist und bewahrt werden kann. Die Überwindung des Leidens lässt sich demnach nur in der Überwindung welthafter Existenz (siehe Samsara (Buddhismus)) erreichen.
Der Begriff »Leiden« wird im Buddhismus viel weiter gefasst als in der christlich-abendländischen Denktradition. Leiden ist mehr als nur Schmerz, Traurigkeit, Drangsal, Angsterfahrungen, Isolation, Todesgewissheit usw.. Leiden ist ein Teil unseres selbst geschaffenen Wesens; es ist ein Ausdruck für die karmische Gebundenheit (siehe Karma (Buddhismus)) und all das, was den Menschen an die Bedingungen dieser Welt fesselt, was ihn seinen Wünschen, Sehnsüchten und Leidenschaften ausliefert (Leidenschaft ist das, was Leiden schafft!).
Leiden ist das grundlegende Charakteristikum einer jeden Existenz, denn in allem, was entsteht und sich vollzieht, ist das Ende immer schon mitangelegt. Unbeständigkeit, Vergänglichkeit, Wesenlosigkeit sind somit die Merkmale, die allem Dasein anhaften und mit dem Begriff »Leiden« gekennzeichnet werden.
Der Text bestätigt meine Aussagen. Der Buddhist flieht nicht vor dem Leid, sondern löst sich von den Leid verursachenden Faktoren. So lange er das tut, geht er voran und erreicht sicher eines tages sein Ziel. Geht er im praktischen Leben nicht voran, erreicht er auch nicht sein Ziel.
Christen meinen, sie müssten nicht praktisch vorangehen. Deshalb entsteht auch so eine unsinnige Frage, die du aufgegriffen hast.