Reichtum

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Helmuth
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Re: Reichtum

Beitrag von Helmuth »

Sorry Prof VonUndZu, ich erwarte mir eine Diskussion unter Einbeziehung des Wort Gottes. Falls du deine sozialpolitische Haltung hier wieder einbringst, sei dir das unbenommen, ich kenne sie mittlerweile auch, aber sie tangiert dann für mich das Thema nur peripher.

Es konnte nicht gezeigt werden, dass das 10. Gebot Gottes vorwiegend für Reiche geschrieben wäre. Das war die Frage. Ebenso kann man kein Gebot finden, dass vorwiegend für Arme gelten würde. Es wäre m.E. auch Unsinn anzunehmen, Gott schreibe seine Gebote abhängig vom Sozialstatus. Ich bin heilfroh, dass Gott die Person nicht ansieht.

Genau das tut man, falls man den sozialen Status ansieht. Man bewertet damit falsch. Dann läuft im Inneren ein Programm, das aber nicht vom HG motiviert wird. Davor sollte man sich als Christ distanzieren, den Reichtum z.B. grundsätzlich als böse anzusehen. Konsequenterweise müsste dann Armut etwas Gutes und Erstrebenwertes sein.

Und den Menschen zeige mir, der gerne hungert und bettelt, und das Stück, das er ergattert, sofort einem anderen weiterreicht, da er ja nichts besitzen darf, come on! Von der Sorte gibt es in der Tat auch Einzelfälle, nur sind diese Spinner, d.h. Sektierer oder sie folgen sogar einem damönischen Kult.

Es werden uns z.B. die Erzväter Israels als reich beschrieben. Wo hätte sich Gott dem in den Weg gestellt? Es wird nicht differenziert, das sagte ich schon Zippo. Nicht das reich sein ist das Problem, sondern der Umgang und eine damit verbundene Haltung. Wer z.B. sein Geld mehr liebt als Mitmenschen, der ist der Geldliebe verfallen, das betrifft Arme wie Reiche.

Also nicht das Geld ist ein Problem, sondern das Gieren nach Geld, diese innere Haltung. Das geht einher mit Immer reicher werden zu wollen. Es macht dabei keinen Unterscheid ob zu deine armselig zusammengekratzen 100€ vermehren willst, nur des Geldes wegen, oder dein 10 Mill Jahreseinkommen im nächsten Jahr unbedingt um 10% steigern willst. Das genau macht keinen Sinn, da man so am Willen Gottes vorbeilebt.

Aber das Reich sein selbst ist für sich nichts Böses. Damit würde man sagen, dass Gott böse wäre, wenn er dich über die Maßen segnet. Gott ist die reichste Instanz im gesamten Universum. Nun zwei Worte aus Jesu Mund, damit auch ich mir nicht nachsagen lasse, ich beziehe das Wort Gottes nicht ein:
Lk 6,38 hat geschrieben: Gebt, und euch wird gegeben werden: Ein gutes, gedrücktes, gerütteltes und überlaufendes Maß wird man in euren Schoß geben; denn mit demselben Maß, mit dem ihr messt, wird euch wieder zugemessen werden.
Joh 10,10 hat geschrieben: Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu verderben. Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Überfluss haben.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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ProfDrVonUndZu
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Re: Reichtum

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Helmuth hat geschrieben: Sa 27. Aug 2022, 23:16 Es konnte nicht gezeigt werden, dass das 10. Gebot Gottes vorwiegend für Reiche geschrieben wäre. Das war die Frage. Ebenso kann man kein Gebot finden, dass vorwiegend für Arme gelten würde. Es wäre m.E. auch Unsinn anzunehmen, Gott schreibe seine Gebote abhängig vom Sozialstatus. Ich bin heilfroh, dass Gott die Person nicht ansieht.
Da hast du mich missverstanden. Ich habe nicht gesagt und nicht sagen wollen, dass die 10. Gebote für Reiche geschrieben sind, als wäre Reichtum nach beliebiger Definition der Maßstab für ihre Geltung. Die 10. Gebote gelten heute für Jeff Bezos als Vertreter des Reichtums genau so wenig, wie für irgendeinen Sozialhilfeempfänger der Industrienationen oder Slumbewohner sonst wo auf der Welt. Aber auch wenn die 10 Gebote nicht für diese gelten, so gilt doch Gottes unterschiedlicher Maßstab, der nichts damit zu tun hat, dass Gott die Person ansehen würde.
Lukas 12,47 Jener Knecht aber, der den Willen seines Herrn wußte und sich nicht bereitet, noch nach seinem Willen getan hat, wird mit vielen Schlägen geschlagen werden; 48 wer ihn aber nicht wußte, aber getan hat, was der Schläge wert ist, wird mit wenigen geschlagen werden. Jedem aber, dem viel gegeben ist, viel wird von ihm verlangt werden; und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man desto mehr fordern.
Nach welchem Maßstab wird hier also zur Verantwortung gezogen ? Nach der eigenen Erkenntnis. Oder noch genauer : Nach dem Bekenntnis zur eigenen Erkenntnis. Also nicht nach dem, was man tatsächlich weiß, sondern nach dem, für was man seine Erkenntnis hält.
Johannes 9,41 Jesus sprach zu ihnen: Wenn ihr blind wäret, so würdet ihr keine Sünde haben; nun ihr aber saget: Wir sehen, so bleibt eure Sünde.
Es ist demnach nicht Gott, der die Person ansieht, sondern Gott lässt die Menschen auflaufen, die selber viel von sich halten. Die werden nach ihrem eigenen Wort und Maßstab gerichtet, so wie auch David über sich selbst das Todesurteil sprach, als er sich über die Figur in Nathans Rede empörte.

Helmuth hat geschrieben: Sa 27. Aug 2022, 23:16 Genau das tut man, falls man den sozialen Status ansieht. Man bewertet damit falsch. Dann läuft im Inneren ein Programm, das aber nicht vom HG motiviert wird. Davor sollte man sich als Christ distanzieren, den Reichtum z.B. grundsätzlich als böse anzusehen. Konsequenterweise müsste dann Armut etwas Gutes und Erstrebenwertes sein.
1. Ich glaube nicht, dass Gott die persönlichen Lebensumstände von Menschen unberücksichtigt lässt. Allerdings ist Gott dabei nicht selber des Menschen Anwalt, der das Bestmögliche für den Angklagten raus holen will. Dass muss der Mensch schon selber besorgen und seine eigene Situation reflektieren und erklären können. Es kommt darauf an, welches Bewusstsein er für seine eigene Situation hat und unter welchem Leidensdruck er steht. Nicht anders ist es zu erklären, dass David, der König, Person in höchster Position, trotz seiner ganzen Laster doch auf ziemlich hohen Niveau in den Psalem jammern darf und letztlich von Gott gerecht gesprochen wird. David war nicht die geborene Rampensau, er spielte eine Rolle, mit der er total überfordert war. Er lebte in dem Bewusstsein, dass er eigentlich nur ein kleines und schwaches Licht war. Heute würde man es wahrscheinlich als Impostor Syndrom beschreiben. So wie wir ihn aus den Königsbüchern und Psalem kennen, so kannten ihn die Menschen seiner zeit nicht. Nein, Gott sieht nicht die Person an, sondern wir müssen uns Gott zeigen, wie wir sind.

2. Grundsätzlichen Reichtum gibt es schon gar nicht, als sei das irgendwie objektiv feststellbar. Wie immer Reichtum definiert ist, da geht es um Werte die ein Mensch für sich hat oder die ein Kollektiv durch Konventionen beschlossen hat. Die Zahlen auf den Computer oder auf den Bankkonten sind nur deswegen was wert, weil wir alle diesen Wertmaßstab direkt oder indirekt akzeptieren oder hinnehmen.

Wenn man mit Paulus gesprochen Nahrung und Bedeckung hat (1. Timotheus 6,8), ist man im Sinne von Paulus wohl nicht arm. Wohl aber sieht er jenen bescheidenen Status als etwas Gutes oder Erstrebenswertes. Ich weiss ja nicht, unter welcher kognitiven Verzerrung man leiden muss, um nicht zu erkennen, dass Paulus genau dies meint. Ob man seine Ansicht teilt, ist ja wieder eine ganz andere Frage.

Menschen die Papierbatzen unter dem Kopfkissen oder Zahlen auf Bankkonten haben, sind nach Gottes Definition nicht reich. Da haben sich die Menschen ihre eigene fiktive Welt geschaffen, die ihnen nur über dem Kopf zusammen krachen wird. Ist ja auch oft schon passiert. Hiob und Abraham hatten weder viel Gold noch ein dickes Konto. Auch hatten sie noch keine Gefriertruhen, wo sie Obst und Gemüse übermäßig lange lagern konnten.

Und über den König Israels lautet es in 5. Mose 17,17 schon vorsorgend, dass er sich Gold und Silber nicht mehren soll. Wie viel mehr muss das wohl fürs gemeine Volk gelten ? Der König ist davon eben nur keine Ausnahme. Salomo tat dies trotzdem und es war ihm kein Segen.
Helmuth hat geschrieben: Sa 27. Aug 2022, 23:16Nun zwei Worte aus Jesu Mund, damit auch ich mir nicht nachsagen lasse, ich beziehe das Wort Gottes nicht ein:
Lk 6,38 hat geschrieben:Gebt, und euch wird gegeben werden: Ein gutes, gedrücktes, gerütteltes und überlaufendes Maß wird man in euren Schoß geben; denn mit demselben Maß, mit dem ihr messt, wird euch wieder zugemessen werden.
Aber dir ist schon wirklich bewusst, dass hier das Geben die Bedingung ist und du darüber nicht hinweg liest ? Der Punkt ist doch, dass man geben kann nur das, was man auch hat. Und es ist auch nicht gesagt, dass das Gut, was man investiert auf gleiche Weise nur verfielfältigt zurück kommt. Wer viel hat, der muss auch viel geben. Wer aber 50 € verschenkt, wird nicht den doppelten oder x-fachen Eurobetrag zurück bekommen. Die Schätze im Reich Gottes sind eine andere Währung.

Wenn Jesus in Lukas 6,38 von Geben spricht, meint er nicht mit dem Reichtum zu kleckern, sondern das Hergeben des selben. Passt doch zu Matthäus 19,21.
Offenbarung 1,3 Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe!
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PastorPeitl
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Re: Reichtum

Beitrag von PastorPeitl »

Es ist demnach nicht Gott, der die Person ansieht, sondern Gott lässt die Menschen auflaufen, die selber viel von sich halten. Die werden nach ihrem eigenen Wort und Maßstab gerichtet, so wie auch David über sich selbst das Todesurteil sprach, als er sich über die Figur in Nathans Rede empörte.
Das ist und bleibt ein Irrtum. Wenn ich nicht viel von mir halte, halte ich auch nichts von Gott. Denn der hat ja die Menschen angeblich gemacht. Ausser wir einigen uns doch darauf, dass der Mensch eigentlich von seinem Chefingeneur Teufel geschaffen wurde. Dann hat Gott Vater den Menschen nur in Auftrag gegeben. Etwas das vielleicht dem Satz:
1Mo 1,26 Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht.
Etwas, dass dem Satz etwas näher kommen dürfte. Gott war Auftraggeber, der Teufel der beauftragte Entwickler.

Wenn ich allerdings den Glauben vertrete, dass Gott Vater, oder gar Jesus, die Menschen gemacht hat, zweiteres wäre dann schon langsam absurd, weil dann hätte Modell Mensch 2.0 das Modell Mensch 1.0 gebaut, dann sage ich ja gleichzeitig, dass Gott Vater oder Jesus nicht gut sind, wenn ich die Meinung vertrete, dass ich nicht gut bin.
1Kor 15,45 Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, »wurde zu einem lebendigen Wesen« (1. Mose 2,7), und der letzte Adam zum Geist, der lebendig macht.
Übrigens auch ein Satz der zum Nachdenken anregen sollte:

1.) Er spricht von zwei Menschen
2.) Er legt die Reihenfolge fest, in welcher die Menschen entstanden
3.) Er zeigt einen irdischen Adam, den ersten Adam und einen zweiten Adam, den später himmlischen

Wenn ich allerdings keine gute Meinung von mir habe, erkläre ich, dass Gott Vater als Auftraggeber beider Modelle schlechte Modelle bauen liess. Das ist eine Missachtung von Gott Vater.

Ich finde daher die Einstellung von Paulus von Tarsus, wir wären göttlichem Geschlechts für nicht einmal so falsch.
Apg 17,29 Da wir nun göttlichen Geschlechts sind, sollen wir nicht meinen, die Gottheit sei gleich den goldenen, silbernen und steinernen Bildern, durch menschliche Kunst und Gedanken gemacht.
Weil nur das eine Achtung vor Gott Vater verkörpert.
Mt 6,33 Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.
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Helmuth
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Re: Reichtum

Beitrag von Helmuth »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: So 28. Aug 2022, 05:37 Aber auch wenn die 10 Gebote nicht für diese gelten, so gilt doch Gottes unterschiedlicher Maßstab, der nichts damit zu tun hat, dass Gott die Person ansehen würde.
Du redest von Beurteilung, nicht vom Maßstab, das bei gleichem Tatbestand durchaus unterschiedlich ausfallen kann. Der Maßstab bleibt dabei ein und derselbe, das geht nicht anders, wenn man die Person nicht ansieht. Ich denke, hier mangelt es am Vermögen juristisch präziser zu differenzieren. Ja, dem begegnet man oft.

Der soziale Status hat auch mit dem Charakter eines eines Menschen nichts zu tun. Alle sündigen und mangeln an Herrlichkeit Gottes, nur jeder auf seine eigene Weise. So kennen ich reiche Neider und arme, reiche Gierige und arme.

Das kann man anhand simpler Beobachtungen feststellen. Ich war z.B. in einem All-You-Can-Eat Lokal, das ausnehmend billig war. Was du da an Freßgier des einfachen Volkes beobachten kannst ist sensationell. Aber Reiche tun es nicht weniger, sie geben dafür bloß mehr Geld aus.

Ebenso ist die Sünde des Stolzes über alle Schichten hinweg anzutreffen. Ich habe einen Fall beschrieben, dass man zu stolz war, sich einladen zu lassen, obwohl sich der arme Schlucker das Preisnievau nicht leisten konnte. Lieber geht man finanziell krachen als Hilfe dankbar annzuehmen. Viele missachten das Saat-Ernte-Prinzip, das Paulus in 2 Kor. 8-9 anspricht.

Die Jammerei, dass man nichts hat und andere zu viel, macht auf mich heute keinen Eindruck mehr, wenn ich feststelle, es wurde nicht richtig gesät. Die Hilfe besteht dann nicht in Geldleistung, sondern in der Motivation seinen A... hochzubekommen und auch etwas zu tun. Almosen sind da sogar kontraproduktiv.

Jesus sagt zum Geben nämlich beides, und zwar gebt und gebt auch nicht. Ich stelle seine Worte gegenüber:
Lk 6,30 hat geschrieben: Gib jedem, der dich bittet, und von dem, der dir das Deine nimmt, fordere es nicht zurück.
Mt 7,6 hat geschrieben:
Gebt nicht das Heilige den Hunden; werft auch nicht eure Perlen vor die Schweine, damit sie diese nicht etwa mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen.
Gott kennt nicht das Gießkannenprinzip humanistischer Sozialinstitutionen, wobei nicht alle auch so sind. Man muss jede Situaion einer geistlichen Beurteilung unterziehen. Darin hat mir Gott einige Lektionen in Sachen Barmherzigkeit erteilt, denn das sah ich früher anders, indem man Jesu Wort nur einseitig betrachtet.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: So 28. Aug 2022, 05:37 2. Grundsätzlichen Reichtum gibt es schon gar nicht, als sei das irgendwie objektiv feststellbar.
Jo heast, auf welchem Planeten lebst du? Es gibt Listen über die Superreichen. Der objektive Maßstab ist simpel die Bezifferung ihres Vemögens. Hier eine der Listen: https://www.wiwo.de/erfolg/trends/forbe ... 81100.html Und noch besser als wir kennen sie Gottes Diener als Beamte der Finanzämter. ;)
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: So 28. Aug 2022, 05:37 Hiob und Abraham hatten weder viel Gold noch ein dickes Konto.
Du lebst wirklich in einer andere Welt, denn auch für diesen Fall exisitert eine objektive Wortgrundlage, diesmal sogar biblischer Natur:
1. Mo 13,2 hat geschrieben: Und Abram war sehr reich an Vieh, an Silber und an Gold.
So steht es geschrieben, deine Worte passen dazu aber nicht. Und ich sagte, Gott hat mit keinem Wort etwas dagegen gesprochen. Hiob war ebenso reich, nur lasse ich das Buch für exegetische Betrachtungen außen vor. Es lehrt mich darin nicht.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: So 28. Aug 2022, 05:37 Aber dir ist schon wirklich bewusst, dass hier das Geben die Bedingung ist und du darüber nicht hinweg liest ?
Natürlich, aber ehe wir dazu kommen hast du schon mehrere Torpedos gegen den grundsätzlichen Besitz abgefeuert. Ich hatte dazu zuvor schon Aspekte bzgl. für und wider das Geben gegeben. Dort kannst du gerne anknüpfen.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Zippo
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Re: Reichtum

Beitrag von Zippo »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Sa 27. Aug 2022, 19:28
Helmuth hat geschrieben: Sa 27. Aug 2022, 18:16 Nur wittere ich das Problem auch woanders. Wenn Leute mit dem Besitz anderer ein Problem haben, aber Gott gefallen wollen, dann sollten sie hinterfragen, wie es bei ihnen mit diesem Gebot steht:
2. Mo 20,17 hat geschrieben: Du sollst nicht begehren das Haus deines Nächsten; du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten noch seinen Knecht, noch seine Magd, noch sein Rind, noch seinen Esel, noch alles, was dein Nächster hat.
Dieses Gebot, wie auch alle anderen, sind nicht den Armen und Eigentumslosen gegeben.
Eigentlich schon, denn sie geraten schon mal in Versuchung.

Aber nicht nur, denn die Reichen haben immer schon die Armen ausgebeutet. Das haben sie nicht Diebstahl genannt, aber in Gottes Augen ist es das. Wenn man z. Bsp. in unserer Gesellschaft mit der Parole "Nimm, was du kriegen kannst", mehr nimmst, als was es die Sache wirklich wert ist.
Oder ich spekuliere mit Aktien und mache mich an den geldgierigen Machenschaften mancher Banken und Firmen schuldig.

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Zippo
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Re: Reichtum

Beitrag von Zippo »

Oleander hat geschrieben: Sa 27. Aug 2022, 20:15
Zippo hat geschrieben: Sa 27. Aug 2022, 20:02 vielleicht ist ja ihr Reichtum schuld, daß sie unglücklich sind.
Das ist so ne Sache..

Ich sah den Film: https://de.wikipedia.org/wiki/Cocktail_(Film)
Ja, nur ein Film, aber man kann daraus lernen!

Der eine war reich und hatte viele"Freunde"
Freunde? Oder nur, weil er reich war? und er fühlte sich trotz allem "einsam"

Er erkannte mit der Zeit....
Und dann? Ich glaub, er brachte sich um...weiß nimma so genau :|
Ja, wie schrecklich !!! Diese Erkenntnisse hatte übrigens schon Salomo und er empfahl, sich nicht um das Reichwerden zu bemühen. Da sollte man seine Weisheit sparen.

Hätte übrigen der Reiche von seinem Reichtum an Hilfsbedürftige abgegeben, hätte er vielleicht bessere Freunde gehabt. Und vor allen Dingen Gott auf seiner Seite. Ausprobieren.
Noch besser ist es natürlich, sich an dem Gemeindewerk zu beteiligen. Dazu muß man natürlich gläubig sein. Das Volk Israel sollte damals den Zehnten an die Leviten abliefern. Leider sind sie zu Jesu Zeiten nicht gut damit umgegangen. Mt 23,23 Auch sogenannte fromme Menschen geraten in Versuchung.

Aber dieses Richtmaß ist von verschiedenen Christen übernommen worden.
Gläubige Christen sollen sich ja auch mit ihrem Geld an dem Gemeindewerk beteiligen. 2 Kor 9,7 Unter anderem mußte die Urgemeinde in Jerusalem unterstützt werden.

Heute sind Missionswerke in aller Welt auf Unterstützung angewiesen.

Gruß Thomas
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Spice
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Re: Reichtum

Beitrag von Spice »

Heute sind wir ja in unseren Breiten alle reich. Wer aber den Reichtum, um des Reichtums Willen liebt, ist der Erlösung fern, denn er verlässt sich auf den Reichtum und entwickelt sich deshalb nicht. Reichtum kann nur dazu dienen, dass wir dadurch freie Zeit haben, um uns der Erkenntnis der Wahrheit und damit der Lösung unserer Probleme widmen können.
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Helmuth
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Re: Reichtum

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: So 28. Aug 2022, 10:29 Oder ich spekuliere mit Aktien und mache mich an den geldgierigen Machenschaften mancher Banken und Firmen schuldig.
Es würde etwas zu weit führen inwieweit ein Mensch an den Geldgeschäften anderer mitverantwortlich gemacht werden kann, aber grundsätzlich stimme ich zu. Ich lehnte mehrere Angebote von sog. Keilern und Maklern ab.

Es gab auch vor Jahren in unserer Gemeinde eine echte Krise, nachdem einer unserer Pastoren sich in ein sog. Schneeballsystem verfangen hatte und Werbung dafür betrieben hatte. Die Sache ging dann so aus, das jeder sein investiertes Geld verloren hatte.

Der Missbrauch, der hier betrieben wurde, dass Gott uns eine Türe geöffnet hatte und dass es eben so nicht wie üblich als anderswo abläuft, klingt heute noch in meinen Ohren. Ich warnte meinen Pastor und wagte sogar prophetisch aufzutreten und es ging auch so aus, wie ich meinte. Ich habe hier in Sachen prophetischer Gabe aber auch meine Lektionen erhalten, es war auch bei meinem Auftreten nicht alles kosher, wiewohl ich zu 100% behalten sollte.

Ich meine, dass wir alle mal auf Fallen reintappen, egal in welchem Bereich, und Gott offenbart nicht schon von Anfang an, was Sache ist. Soll heißen er lehrt uns auch so, indem wir hin und wieder auf die Schnauze fallen, aber dieser eine Grundsatz nicht dem Geld nachzurennen wurde schon längst durch dieses Wort klar gesprochen:
Lk 16,13 hat geschrieben: Kein Hausknecht kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird einem anhangen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.
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Re: Reichtum

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

PastorPeitl hat geschrieben: So 28. Aug 2022, 06:51 Das ist und bleibt ein Irrtum. Wenn ich nicht viel von mir halte, halte ich auch nichts von Gott. Denn der hat ja die Menschen angeblich gemacht. Ausser wir einigen uns doch darauf, dass der Mensch eigentlich von seinem Chefingeneur Teufel geschaffen wurde. Dann hat Gott Vater den Menschen nur in Auftrag gegeben. Etwas das vielleicht dem Satz:
1Mo 1,26 Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht.
Etwas, dass dem Satz etwas näher kommen dürfte. Gott war Auftraggeber, der Teufel der beauftragte Entwickler.
Deiner Theorie vom satanischen Chefingenieur will ich keinerlei Anknüpfungspunkte bieten.

Mir geht es um eine demütige Haltung des Menschen, die hat nichts damit zu tun, dass man folglich auch nichts von Gott halten würde. Das Gegenteil ist der Fall. Je weniger ich von mir halte, desto mehr bleibt Raum für Ehre des anderen, in diesem Fall Gott. Es geht nicht um die Verallgemeinerung, dass der Mensch sich als Mensch als wertlos sieht. Solch eine Haltung gibts ja auch, die vor allem in Anbetracht der Naturwissenschaft und der Weite des Universums den Menschen als unbedeutend erachtet. Und schon David fragte in den Psalmen "Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst..."
Es geht aber darum, dass der Mensch sich vor anderen Menschen nicht erhöhen soll. Sprich : Wer viel von sich hält, der hält ungleich weniger von seinen Mitmenschen. Und der hält auch wenig bis gar nichts von Gott, weil er allen Erfolg seiner eigenen selbstgemachten Genialität und Leistung zuschreibt. So ein abgehobenes Verhalten will Gott nicht und davor warnte er die Israeliten schon vor Einzug in das Heilige Land. Dass ihnen die dortigen Annehmlichkeiten nicht zu Teil werden sollen, weil sie so gute und gerechte Menschen waren und Gott hier eine Elite selektierte, sondern allein um seines Versprechens an Abraham. Eigentlich ist es doch so, dass Gott das unter den Menschen verachtete erwählt.
Offenbarung 1,3 Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe!
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Re: Reichtum

Beitrag von PastorPeitl »

Zippo hat geschrieben: ↑So 28. Aug 2022, 11:29
Oder ich spekuliere mit Aktien und mache mich an den geldgierigen Machenschaften mancher Banken und Firmen schuldig.

Es würde etwas zu weit führen inwieweit ein Mensch an den Geldgeschäften anderer mitverantwortlich gemacht werden kann, aber grundsätzlich stimme ich zu. Ich lehnte mehrere Angebote von sog. Keilern und Maklern ab.

Es gab auch vor Jahren in unserer Gemeinde eine echte Krise, nachdem einer unserer Pastoren sich in ein sog. Schneeballsystem verfangen hatte und Werbung dafür betrieben hatte. Die Sache ging dann so aus, das jeder sein investiertes Geld verloren hatte.
Also Aktien als Snowballsystem zu bezeichnen finde ich grausam. Häufig sind Aktien nichts anderes als Beteiligungen an neuen Unternehmen mit inovativen Ideen, welchen ansonsten das Grundkapital fehlen würde.

Aktien, also Firmenbeteiligungen, abzulehnen, weil diese unchristlich wären, sehe ich nicht so.
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