Gebetshaltungen

Rund um Bibel und Glaube
frank

Gebetshaltungen

Beitrag von frank »

Wir hatten in einem anderen Thread das Thema Gebetshaltungen
Helmuth hat geschrieben: Do 20. Okt 2022, 07:59 Das nenn ich einmal deine Gebetsform, so wie ich meine habe. Diese Dinge sind m.E. sehr individuell und jeder muss seinen Weg finden
Das entspricht unserem heutigen Zeitgeist der Freiheit, Eigenständigkeit und Akzeptanz für die eigenen Wünsche will - ich möchte dem mal widersprechen.

Es gibt in der heiligen Schrift vier Gebetshaltungen:
So standen Abraham (1Mose 18,22) und Hanna (1Sam 1,26) vor dem Herrn, Salomo (1Kön 8,54) und Daniel (Dan 6,10) knieten vor Ihm. Mose und Aaron fielen auf ihr Angesicht (4Mose 16,22), wie es auch Jesus tat (Matth 26,39). König Salomo und der Apostel Paulus hoben beim Beten die Hände, was ihr Flehen und auch ihre Bereitschaft, von Gott etwas zu empfangen, ausdrückte.
https://www.jesus.ch/information/gebet/ ... ungen.html

Stehen, knieen, liegend und mit erhobenen Händen = gewiss wenn man "muss" ist das ein Zwang. Man sollte diese Haltungen schon freiwillig einnehmen und dann hineinspüren

In den alt-lutherischen Kirchen (SELK) ist vor dem Altar auf der Stufe eine Polsterung, so dass man sich beim Empfang des Saktamentes hinknieen kann. Tut man dies bewusst, so ist ein ganz eigene Erfahrung, die auch die innere Haltung verändert.

Bei kirchlichen Gottesdiensten gibt es vorgesetzte Zeiten, in denen mal aufsteht - vor allem bei der Evangelienlesung - und auch hier: steht man bewusst in der Zeit des Hörens vor Gott - dann ist auch die innere Haltung eine andere, als wenn man in der Kirchenbank lümmelt

hochgehobene Hände sind vor allem im Lobpreis einer Freikirche eine inneres Bedürfnis, sich empfangend zu Christus auszustrecken - wenn man beim Lobpreis sitzenbleibt....ist auch schön, aber die innere Erfahrung ist anders.

In Exerzitien, oder auch bei Klosteraufenthalten gibt es oft das "Hinlegen" vor dem Altar = und wer diese Erfahrung schon einmal bewusst vollzogen hat, kann hier durchaus eine besondere innere "Weihe" erlebt haben

Gebetshaltungen - pflegt ihr sie in eurem Gebetsleben, auch zu Hause = oder lehnt ihr das als zwanghaftes religiöses Verhalten ab? - oder mit einer anderen Begründung
Zuletzt geändert von frank am Do 20. Okt 2022, 14:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Corona
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Re: Gebetshaltungen

Beitrag von Corona »

frank hat geschrieben: Do 20. Okt 2022, 13:52 Gebetshaltungen - pflegt ihr sie in eurem Gebetsleben, auch zu Hause
Ja
Jer 23
Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da werde ich dem David einen gerechten Sproß erwecken; In seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel sicher wohnen;
Ziska
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Re: Gebetshaltungen

Beitrag von Ziska »

Es ist also egal, welche Haltung man beim Beten einnimmt.
Man kann sogar ganz still im Herzen beten. Z.B. im Bus, im Zug…

Voraussetzung für die Erhörung des Gebetes ist, dass es in Übereinstimmung mit Gottes Willen ist.
Um einen Sechser im Lotto zu beten ist genauso sinnlos, wie darum zu beten, dass einen Feind der Blitz treffen soll!
Zuletzt geändert von Ziska am Do 20. Okt 2022, 14:04, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüße von Ziska

„Warum gehen Jehovas Zeugen nicht in den Krieg?“

Schreib mir PN! :wave:

:Herz2: “Jehova hat die Menschen erschaffen,
weil er die Freude am Leben mit anderen teilen wollte.“
:Herz2:
frank

Re: Gebetshaltungen

Beitrag von frank »

Corona

und welche und wie begründest du sie - welche Erfahrungen hast du gemacht?
frank

Re: Gebetshaltungen

Beitrag von frank »

Ziska hat geschrieben: Do 20. Okt 2022, 14:01 Es ist also egal, welche Haltung man beim Beten einnimmt.
Man kann sogar ganz still im Herzen beten. Z.B. im Bus, im Zug…
Gewiss - aber es ging um diese vier Gebetshaltungen und die Frage war, ob ihr sie schon mal (freiwillig) ausgeübt habt und wie euer Erleben war.
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Oleander
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Re: Gebetshaltungen

Beitrag von Oleander »

frank hat geschrieben: Do 20. Okt 2022, 13:52 Eigenständigkeit und Akzeptanz für die eigenen Wünsche will..
Was kann beim Lobpreisen(singen) passieren?
Bei David liest man, er hüpfte "nackt" (Metapher) durch die Gegend...
Ich fand es toll, so völlig "nackt" (natürlich mit Kleidung)durchs Zimmer zu hüpfen und war total fröhlich dabei...
Was kann der individuelle Auslöser dafür sein?
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben ...
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Helmuth
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Re: Gebetshaltungen

Beitrag von Helmuth »

frank hat geschrieben: Do 20. Okt 2022, 13:52 Stehen, knieen, liegend und mit erhobenen Händen = gewiss wenn man "muss" ist das ein Zwang. Man muss diese Haltungen schon freiwillig einnehmen und dann hineinspüren
Das freiwillig zu praktizeren ist gottgefällig, aber darin etwas vorzuschreiben wäre falsch. Dann richtet man ein Gesetz auf, das Gott nicht gefordert hätte. Die einzige Sache, die ich lese, dass er aufgefordert hatte sich die Schuhe auszuziehen, weil man auf heiligem Boden stehe. Das war's aber auch schon.

Es hätte Jesus dazu etwas gesagt, als er darum gebeten zu lehren wie man betet. Und auch als er darüber geredet hat, dass man sich in seine Kammer zum Gebet zurückzieht redet er kein Wort von einer bestimmten Körperhaltung.

Es gebietet einem der Anstand, dass man sich keiner anstößigen Form hingibt, wenn man gemeinsam oder gar öffentlich betet. Wie ich aber zu Hause alleine bete, sorry das geht nur mich und Gott etwas an, und er sieht auch dort nicht auf das Äußere, sondern in mein Herz.
frank hat geschrieben: Do 20. Okt 2022, 13:52 Gebetshaltungen - pflegt ihr sie in eurem Gebetsleben, auch zu Hause = oder lehnt ihr das als zwanghaftes religiöses Verhalten ab? - oder mit einer anderen Begründung
Ob der Größe Gottes lag ich schon öfter mit dem Angesicht zu Erde am Boden. Wenn ich diese Dinge tue, dann treibt mich darin der HG dazu an. Bestimmte Formen lehne ich auch ab. Ich werde keinen Rosenkranz bedienen oder Kreuze und Statuen küssen und dergleichen. Oder vor Bildwerk werde ich mich nicht hinknien, selbst wenn es die ganze Gemeinde tut.

Vor kurzer Zeit gab es die Kindersegnung meines jüngsten Enkels, das meine Tochter organisiert hatte. Ich wurde gebeten mitzuwirken. Aber ich habe es abgelehnt und dort auch ausgesprochen mich nicht bestimmten Ritualen zu unterwerfen, die ich als grenzwertig angesehen habe.

Ich habe dann meinen Segen über meinen Enkel ausgesprochen und dabei dem Kindesvater gesagt, er darf seinem Sohn die Hände auflegen, wenn er das möchte während ich das Gebet für den Segen spreche. Das hat er auch getan und ich konnte miterleben, wie ihn der HG innerlich dabei auch berührt hatte.
Zuletzt geändert von Helmuth am Do 20. Okt 2022, 14:39, insgesamt 1-mal geändert.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Corona
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Re: Gebetshaltungen

Beitrag von Corona »

frank hat geschrieben: Do 20. Okt 2022, 14:03 Corona

und welche und wie begründest du sie - welche Erfahrungen hast du gemacht?
Die täglichen Gebete sitzend und stehend. Stehend, wenn ich vor den Ewigen trete um ihn anzusprechen. Ich spüre einfach, dass ich konzentrierter bin in diesem Moment wenn ich stehe, und mich nicht ablenken lasse.

Hinlegen oder Knien nur in speziellen Situationen aber auch zu Yom Teruah und Yom Kippur, da es dort zum Priesterdienst gehört den wir beten. Da merke ich doch dadurch, dass der Akt des sich Hinwerfens auf den Boden wie nichtig wir Menschen doch sind vor dem Ewigen, und ihm sozusagen ausgeliefert.
Jer 23
Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da werde ich dem David einen gerechten Sproß erwecken; In seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel sicher wohnen;
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Oleander
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Re: Gebetshaltungen

Beitrag von Oleander »

Helmuth hat geschrieben: Do 20. Okt 2022, 14:36 Wie ich aber zu Hause alleine bete, sorry das geht nur mich und Gott etwas an...
Das gilt dann aber auch für andere ebenso , wie Johncom es auf seine Art praktiziert...
Und auch ich beginne damit, meine Atmung zu kontollieren....um mal zur Ruhe zu kommen, der Geist wird bei mir dadurch freier...
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben ...
frank

Re: Gebetshaltungen

Beitrag von frank »

Corona hat geschrieben: Do 20. Okt 2022, 14:39 Die täglichen Gebete sitzend und stehend. Stehend, wenn ich vor den Ewigen trete um ihn anzusprechen. Ich spüre einfach, dass ich konzentrierter bin in diesem Moment wenn ich stehe, und mich nicht ablenken lasse.

Hinlegen oder Knien nur in speziellen Situationen aber auch zu Yom Teruah und Yom Kippur, da es dort zum Priesterdienst gehört den wir beten. Da merke ich doch dadurch, dass der Akt des sich Hinwerfens auf den Boden wie nichtig wir Menschen doch sind vor dem Ewigen, und ihm sozusagen ausgeliefert.
Das entspricht der christlichen Praxis, wie so vor allem in der Orthodoxie aber auch im Katholizismus praktiziert wird = ich nehme an, dass der Rabbiner Jesus aus Nazareth auch nicht anderes betete.

Danke
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