Das entspricht unserem heutigen Zeitgeist der Freiheit, Eigenständigkeit und Akzeptanz für die eigenen Wünsche will - ich möchte dem mal widersprechen.
Es gibt in der heiligen Schrift vier Gebetshaltungen:
https://www.jesus.ch/information/gebet/ ... ungen.htmlSo standen Abraham (1Mose 18,22) und Hanna (1Sam 1,26) vor dem Herrn, Salomo (1Kön 8,54) und Daniel (Dan 6,10) knieten vor Ihm. Mose und Aaron fielen auf ihr Angesicht (4Mose 16,22), wie es auch Jesus tat (Matth 26,39). König Salomo und der Apostel Paulus hoben beim Beten die Hände, was ihr Flehen und auch ihre Bereitschaft, von Gott etwas zu empfangen, ausdrückte.
Stehen, knieen, liegend und mit erhobenen Händen = gewiss wenn man "muss" ist das ein Zwang. Man sollte diese Haltungen schon freiwillig einnehmen und dann hineinspüren
In den alt-lutherischen Kirchen (SELK) ist vor dem Altar auf der Stufe eine Polsterung, so dass man sich beim Empfang des Saktamentes hinknieen kann. Tut man dies bewusst, so ist ein ganz eigene Erfahrung, die auch die innere Haltung verändert.
Bei kirchlichen Gottesdiensten gibt es vorgesetzte Zeiten, in denen mal aufsteht - vor allem bei der Evangelienlesung - und auch hier: steht man bewusst in der Zeit des Hörens vor Gott - dann ist auch die innere Haltung eine andere, als wenn man in der Kirchenbank lümmelt
hochgehobene Hände sind vor allem im Lobpreis einer Freikirche eine inneres Bedürfnis, sich empfangend zu Christus auszustrecken - wenn man beim Lobpreis sitzenbleibt....ist auch schön, aber die innere Erfahrung ist anders.
In Exerzitien, oder auch bei Klosteraufenthalten gibt es oft das "Hinlegen" vor dem Altar = und wer diese Erfahrung schon einmal bewusst vollzogen hat, kann hier durchaus eine besondere innere "Weihe" erlebt haben
Gebetshaltungen - pflegt ihr sie in eurem Gebetsleben, auch zu Hause = oder lehnt ihr das als zwanghaftes religiöses Verhalten ab? - oder mit einer anderen Begründung