Oleander hat geschrieben: ↑Do 17. Nov 2022, 14:36
19 Denn ich bin durchs Gesetz ⟨dem⟩ Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe;
Das Gesetz spricht schuldig. Und eigentlich müßte ein schuldiger Mensch bestraft werden. Wer kann das Gesetz außer Kraft setzen ? Nach dem Verständnis Gottes nur jemenad, der bereit ist, die Strafe für den schuldig gewordenen Menschen zu übernehmen.
Wenn man von dem Beispiel eines Schuldscheines ausgeht Kol 2,13-14 , dann wird dieser Schuldschein ans Kreuz geheftet, dort, wo Gott selbst zunächst einmal bereit ist, die Strafe für unsere Vergehen zu übernehmen.
Wie kann man das im eigenen Leben erkennen, daß da jemand eine Schuld bezahlt hat ?
Bei mir war da zunächst nicht viel zu merken, ich sah mich aber plötzlich mit der Bibel in der Hand, auf einem Weg zu meinem Arbeitskollegen, der mich zu christlichen Veranstaltungen eingeladen hatte und dann kam ich in eine Brüdergemeinde und alles weitere nahm seinen Lauf.
Einmal hatte ich noch eine Zeit der Erkenntnis und Buße, da fielen mir plötzlich alle Sünden der Jugend wieder ein und ich brachte das vor Gott. Da war ich erleichtert und merkte etwas davon, daß Gnade und Vergebung in mein Leben hineingekommen war.
Durch den Tod des Herrn Jesus wurde das Volk Israel aus dem Bund des Gesetzes befreit und sollte nun in den neuen Bund eintreten, den der Herr Jesus mit seinem Blut und Leib gegründet hat. Mt 26,26-28
Diesem Bund des Gesetzes waren sie nun gestorben und konnten nun durch das Gesetz nicht mehr verurteilt werden.
Jetzt herrscht der Herr Jesus Christus in der Kraft des Heiligen Geistes, der die Seele des Menschen erforscht, und alles Gericht ist in seine Hände gegeben. Joh 5,22-30
Das war natürlich damals nicht zu übersehen, daß einige Nachfolger Jesus aus dem Bund des Gesetzes ausgetreten sind und gesagt haben, wir treten ein in den neuen Bund.
Nicht einmal, um den alten Bund aufzuheben, sondern um ihn zu erfüllen, allerdings nicht dirch die Werke des Gesetzes, sondern durch das Werk Jesu. Rö 3,31
Das ganze Gesetz spricht von dem Werk Jesu.
Alle Welt darf in den Bund der Gnade eintreten. Den Bund des Gesetzes brauchen wir nicht verlassen, wir hatten ja nur unser Gewissen und manchmal eine gute Erziehung.
Wer in den Bund mit dem Herrn Jesus eintritt, der wird dadurch auffallen, daß er von der Gnade erzählt, die ihm zuteil geworden ist. 1 Petr 3,15 Und natürlich erwartet Gott, daß wir in der Gemeinschaft des Heiligen Geistes ein Leben führen, wie es ihm gefällt. Und das müßte eigentlich für jeden Menschen zu erkennen sein, was da anders geworden ist. Mt 7,16
Oleander
ich bin mit Christus gekreuzigt, 20 und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir;
was ich aber jetzt im Fleisch lebe, lebe ich im Glauben⟨, und zwar im Glauben⟩ an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.
https://www.bibleserver.com/ELB/Galater2%2C20
Meine Frage dazu wäre, wie man an sich selber erkennen kann (nicht die anderen an einem erkennen) ob Christus im eigenen Leben
immer mehr Gestalt angenommen hat?
[/quote]
Ja, natürlich kann man da was erkennen. Der Heilige Geist hat mich z. Bsp. dazu bewegt, Zeugnis von meinem Glauben abzulegen. Vor meiner Familie und vor meinen Freunden, die es mit Mißtrauen zur Kenntnis genommen haben oder mit stoischer Gleichmut.
Später ging ich dann in eine Gemeinde und da haben wir dann gemeinsam Lieder gesungen, Traktate und Kalender verteilt. Ich war bei den Gideons und da haben wir überall neue Testamente verteilt.
Ich habe Menschen begleitet, wo Gott Gnade dazu gegeben hat.
Leider war nach ca. 7 Jahren erstmal alles aus. Da kanen dann Depressionen und ich kam mir vor, als würde ich von bösen Mächten regelrecht belagert.
Was ist denn bei dir passiert, Oleander, nachdem du mit der Kreuzesbotschaft konfrontiert worden bist ?
Oleander
Die Schwächen des Fleisches kennt man ja selber...
Und was genau an einem selber IST mit Christus gekreuzigt worden? (ich mein die Praxis) nicht so theologische Aussagen wie: Der alte Mensch...
Ich gebe offen zu, dass die "Sprache" des biblischen Paulus manchmal schwer verständlich/nachvollziehbar sein kann, also was genau(in der Praxis) er damit meint...
Wen da ein Schuldkonto bei der Bank gelöscht wird, dann merkst du das zunächst einmal nicht. Du siehst nur zunächst, das jemand deine Schuld getilgt hat.
Mit der Schuld vor Gott ist es ähnlich, es sei denn, dich hat etwas im Gewissen ganz ordentlich geplagt.
Aber gewöhnlich Leben wir ja mit der Schuld und verdrängen sie. In der Finsternis fallen Sünden nicht so auf, andere leben ja auch so und was früher mal war, wen geht das schon was an ?
Erst wenn man zu dem Licht kommt und Gott uns entweder frei, oder auf Bitte hin, die eigene Sünde zeigt, dann fällt der Selbstbetrug auf und alles Schlechte kommt wieder zum Vorschein. Joh 3,20
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.