Lea hat geschrieben: ↑So 20. Nov 2022, 14:35
Zippo hat geschrieben: ↑So 20. Nov 2022, 11:56
Du erfährst aber Gottes Liebe erst, wenn du im Gehorsam zu seinem Wort tust, was er dir sagt. Da kannst du keine Vorleistung erwarten.
Erwarten, im Sinne von: "so wie ich es verstehen will" vielleicht nicht. Aber erfahren kann man genau das.
... wie es auch in
1. Joh. 4,19
gesagt wird: "ER (Gott) hat uns zuerst geliebt - und darum können auch wir lieben.... und wollen es auch, wenn wir Gottes Liebe an uns erkennen.
DAS ist die Art, wie ich persönlich Gottes Liebe erlebe. Und aus dieser Erfahrung heraus, entwickelt sich erst der Wunsch, auch andere Menschen zu lieben. Meistens wird es umgekehrt gepredigt. Aber genau deshalb wird es oft schwierig, andere Menschen zu lieben, wenn man glaubt, man müsse Gott und die Menschen lieben, weil Gott das fordert - nicht, weil ER genau diese Liebe zuerst schenkt, DAMIT überhaupt Liebe erfahrbar wird, und nicht nur reine Theorie ist.
Kannst du den Herrn Jesus lieben, weil er für deine Sünden am Kreuz bezahlt hat ? Und ist das dann deine Motivation um andere Menschen zu lieben ?
Lea
Zippo hat geschrieben: ↑So 20. Nov 2022, 11:56
Der Herr Jesus wollte mit seinem Kreuzeswerk die unvermeidliche Strafe Gottes für uns ertragen und damit abwenden. Diese Liebe wird von vielen Menschen nicht verstanden.
Ich denke auch nicht, dass man es genau
SO verstehen sollte. Wobei ich weiß, dass es von vielen Christen so verstanden wird. Ich denke sogar, Gott straft nicht, sondern ER hilft, Böses mit Gutem zu überwinden.... wie es auch in
Römer 12,21 heißt.
Wie interpretierst du dann Jes 53,4-7. Letztere Verse werden in Apg 8,32-33 von dem Kämmerer der Kandaze aus Äthiopien zitiert. 2 Kor 5,21; 1 Petr 2,24
Mit welcher Haltung feierst du das Abendmahl ? Mt 26,26-28
Lea
Das, was von Menschen meistens als Strafe Gottes verstanden wird, ich schlicht und einfach eine Folge der eigenen Fehler. Dass Menschen dafür Opfer gefordert und dargebracht haben, ist von Anfang an von Menschen so gewählt.
Für mein Verständnis hat Jesus sich genau darum geopfert, damit die Menschen nicht ständig bei der Frage nach der "Schuld" stehen bleiben - und diese erst als gelöst betrachten, wenn "Strafe" ausgeübt wurde.
Hier sprichst du doch von Strafe, die der Herr Jesus stellvertretend für den aus Adam abstammenden Menschen ertagen hat.
Lea
So verstehe ich auch diesen Vers:
So spricht der Herr der Heere, der Gott Israels: Häuft nur Brandopfer auf Schlachtopfer und esst Opferfleisch! Denn ich habe euren Vätern, als ich sie aus Ägypten herausführte, nichts gesagt und nichts befohlen, was Brandopfer und Schlachtopfer betrifft. Vielmehr gab ich ihnen folgendes Gebot: Hört auf meine Stimme, dann will ich euer Gott sein und ihr sollt mein Volk sein. Geht in allem den Weg, den ich euch befehle, damit es euch gut geht. Jer. 7,21-23
Mit diesen Opfern wurde Leben geopfert, das anstatt der Menschen mit Sünden beladen, bestraft und getötet wurde. Z. Bsp. der Sündenbock in 3 Mo 16.
Der Mensch war von Sünde frei, aber das Tier mußte sterben.
Und weil ein Tier zuwenig ist, um anstelle der sündigen Menschen zu sterben, sollte eben ein von Gott erfüllter Mensch mit Sünden beladen, bestraft und getötet werden.
Irgendwelche Opfer haben Gott nie gefallen, da kam es immer auf die Herzenshaltung an. Und natürlich hat er sich umso mehr gefreut, wenn das Volk Israel so gelebt hat, daß Strafe gar nicht so nötig war.Hos 6,6
Trotzdem gehören die Opfer zum Gesetz und sie mußten gebracht werden, um den Bund vom Sinai einzuhalten. Das übersehen die Juden immer, seit kein Tempel mehr vorhanden ist.
Lea
Jesus hat in seinem irdischen Leben und mit seinem Opfer immer auf Gott verwiesen. Und so klingt auch die Hauptbotschaft im AT: Kommt her zu MIR (nicht: tue dies oder das, damit ich dich annehmen kann). Sieger waren im AT immer auch sündige Menschen, die einfach immer dafür sorgten, dass sie mit Gott in Verbindung blieben.
Im AT hat Gott schon gesagt, tue das, damit du lebst. 3 Mo 18,5 Und wer nicht bleibt bei allen Worten des Gesetzes, der ist verflucht. 5 Mo 27,26
Die Menschen des AT sollten mit Gott in Verbindung bleiben und das nennt man Glauben. Das war mit Sicherheit das wichtigste. Aber sie sollten auch tun, was er sagt.
Dann haben sie Gott gelebt.
Das ist tatsächlich im alten und neuen Testament das Gleiche. Nur, daß es im neuen Bund eine andere Lehre gibt, in der man leben soll. Und kraft des Werkes, daß der Herr Jesus vollbracht hat, entsteht eine lebendige Gottesbeziehung. Das Gesetz wird aufgerichtet, denn seine Bedeutung wird klar. Und die Forderungen, die wir selbst nicht erfüllen können, werden von dem Herrn Jesus getragen, denn wir sind ja mit ihm gestorben und was von uns übrig bleibt, wird nur das sein, was aufersteht. 1 Kor 15,31; Gal 2,20
Sollten wir dieses Ziel einmal erreichen, denn die es mit der Nachfolge Jesu einmal angefangen haben, leben nicht immer so, daß Gott noch Gefallen an ihnen findet. Der verführerische Reichtum hat schon Viele von der Nachfolge abgebracht. Mt 13,22
Und in den schweren Zeiten sind schon manche Nachfolger vom Glauben abgekommen. 1 Kor 10,5
Gruss Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.