Galater 2 - Damit ich Gott lebe....

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Oleander
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Re: Galater 2 - Damit ich Gott lebe....

Beitrag von Oleander »

Lea hat geschrieben: So 20. Nov 2022, 14:35 Ich denke sogar, Gott straft nicht, sondern ER hilft, Böses mit Gutem zu überwinden
Ich möchte dazu Folgendes- aus der Bibel- nochmals zitieren...weils mir grade in den Sinn kam, vielleicht möchte sich jemand auch dazu äußern, wie er selber das versteht:
1Petr 4,8 Vor allen Dingen aber habt untereinander eine anhaltende Liebe!
Denn die Liebe bedeckt eine Menge von Sünden.
Früher dachte ich immer, diese Liebe deckt der anderen Sünden zu (vielleicht ist es tatsächlich so gemeint)
Dann kam mir der Gedanke, dass es doch anders gemeint sein könnte, im Sinne:
Wenn ich anderen diese Liebe zukommen lasse, werden dadurch meine eigenen Vergehn zugedeckt...
(Also wenn die Liebe "echt" ist (ich will das wirklich), aus einem selber kommt-NICHT als Anweisung, nur zu befolgen=Gebot)
Hat in dem Sinne auch mit dem "Vergeben" zu tun...
(Mt 6,12 und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben; )
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben ...
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Lea
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Re: Galater 2 - Damit ich Gott lebe....

Beitrag von Lea »

Oleander hat geschrieben: So 20. Nov 2022, 15:05 Früher dachte ich immer, diese Liebe deckt der anderen Sünden zu (vielleicht ist es tatsächlich so gemeint)
Dann kam mir der Gedanke, dass es doch anders gemeint sein könnte, im Sinne:
Wenn ich anderen diese Liebe zukommen lasse, werden dadurch meine eigenen Vergehn zugedeckt...
(Also wenn die Liebe "echt" ist (ich will das wirklich), aus einem selber kommt-NICHT als Anweisung, nur zu befolgen=Gebot)
Ja stimmt - so könnte es auch verstanden werden. Guter Gedanke. :thumbup:
Ich hatte es bis jetzt auch so verstanden wie du.
Glauben (an Gott) funktioniert nicht, indem man "über" den Glauben redet, sondern indem man Glauben LEBT.
Sichtbar werden die Spuren indem sie hinführen zu Gott. Denn Gott findet man nur bei Gott selbst.
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Zippo
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Re: Galater 2 - Damit ich Gott lebe....

Beitrag von Zippo »

Lea hat geschrieben: So 20. Nov 2022, 14:35
Zippo hat geschrieben: So 20. Nov 2022, 11:56 Du erfährst aber Gottes Liebe erst, wenn du im Gehorsam zu seinem Wort tust, was er dir sagt. Da kannst du keine Vorleistung erwarten.
Erwarten, im Sinne von: "so wie ich es verstehen will" vielleicht nicht. Aber erfahren kann man genau das.
... wie es auch in
1. Joh. 4,19
gesagt wird: "ER (Gott) hat uns zuerst geliebt - und darum können auch wir lieben.... und wollen es auch, wenn wir Gottes Liebe an uns erkennen.

DAS ist die Art, wie ich persönlich Gottes Liebe erlebe. Und aus dieser Erfahrung heraus, entwickelt sich erst der Wunsch, auch andere Menschen zu lieben. Meistens wird es umgekehrt gepredigt. Aber genau deshalb wird es oft schwierig, andere Menschen zu lieben, wenn man glaubt, man müsse Gott und die Menschen lieben, weil Gott das fordert - nicht, weil ER genau diese Liebe zuerst schenkt, DAMIT überhaupt Liebe erfahrbar wird, und nicht nur reine Theorie ist.
Kannst du den Herrn Jesus lieben, weil er für deine Sünden am Kreuz bezahlt hat ? Und ist das dann deine Motivation um andere Menschen zu lieben ?
Lea
Zippo hat geschrieben: So 20. Nov 2022, 11:56 Der Herr Jesus wollte mit seinem Kreuzeswerk die unvermeidliche Strafe Gottes für uns ertragen und damit abwenden. Diese Liebe wird von vielen Menschen nicht verstanden.
Ich denke auch nicht, dass man es genau SO verstehen sollte. Wobei ich weiß, dass es von vielen Christen so verstanden wird. Ich denke sogar, Gott straft nicht, sondern ER hilft, Böses mit Gutem zu überwinden.... wie es auch in
Römer 12,21 heißt.
Wie interpretierst du dann Jes 53,4-7. Letztere Verse werden in Apg 8,32-33 von dem Kämmerer der Kandaze aus Äthiopien zitiert. 2 Kor 5,21; 1 Petr 2,24
Mit welcher Haltung feierst du das Abendmahl ? Mt 26,26-28
Lea

Das, was von Menschen meistens als Strafe Gottes verstanden wird, ich schlicht und einfach eine Folge der eigenen Fehler. Dass Menschen dafür Opfer gefordert und dargebracht haben, ist von Anfang an von Menschen so gewählt.
Für mein Verständnis hat Jesus sich genau darum geopfert, damit die Menschen nicht ständig bei der Frage nach der "Schuld" stehen bleiben - und diese erst als gelöst betrachten, wenn "Strafe" ausgeübt wurde.
Hier sprichst du doch von Strafe, die der Herr Jesus stellvertretend für den aus Adam abstammenden Menschen ertagen hat.
Lea

So verstehe ich auch diesen Vers:
So spricht der Herr der Heere, der Gott Israels: Häuft nur Brandopfer auf Schlachtopfer und esst Opferfleisch! Denn ich habe euren Vätern, als ich sie aus Ägypten herausführte, nichts gesagt und nichts befohlen, was Brandopfer und Schlachtopfer betrifft. Vielmehr gab ich ihnen folgendes Gebot: Hört auf meine Stimme, dann will ich euer Gott sein und ihr sollt mein Volk sein. Geht in allem den Weg, den ich euch befehle, damit es euch gut geht. Jer. 7,21-23
Mit diesen Opfern wurde Leben geopfert, das anstatt der Menschen mit Sünden beladen, bestraft und getötet wurde. Z. Bsp. der Sündenbock in 3 Mo 16.
Der Mensch war von Sünde frei, aber das Tier mußte sterben.
Und weil ein Tier zuwenig ist, um anstelle der sündigen Menschen zu sterben, sollte eben ein von Gott erfüllter Mensch mit Sünden beladen, bestraft und getötet werden.

Irgendwelche Opfer haben Gott nie gefallen, da kam es immer auf die Herzenshaltung an. Und natürlich hat er sich umso mehr gefreut, wenn das Volk Israel so gelebt hat, daß Strafe gar nicht so nötig war.Hos 6,6
Trotzdem gehören die Opfer zum Gesetz und sie mußten gebracht werden, um den Bund vom Sinai einzuhalten. Das übersehen die Juden immer, seit kein Tempel mehr vorhanden ist.
Lea

Jesus hat in seinem irdischen Leben und mit seinem Opfer immer auf Gott verwiesen. Und so klingt auch die Hauptbotschaft im AT: Kommt her zu MIR (nicht: tue dies oder das, damit ich dich annehmen kann). Sieger waren im AT immer auch sündige Menschen, die einfach immer dafür sorgten, dass sie mit Gott in Verbindung blieben.
Im AT hat Gott schon gesagt, tue das, damit du lebst. 3 Mo 18,5 Und wer nicht bleibt bei allen Worten des Gesetzes, der ist verflucht. 5 Mo 27,26

Die Menschen des AT sollten mit Gott in Verbindung bleiben und das nennt man Glauben. Das war mit Sicherheit das wichtigste. Aber sie sollten auch tun, was er sagt.
Dann haben sie Gott gelebt.
Das ist tatsächlich im alten und neuen Testament das Gleiche. Nur, daß es im neuen Bund eine andere Lehre gibt, in der man leben soll. Und kraft des Werkes, daß der Herr Jesus vollbracht hat, entsteht eine lebendige Gottesbeziehung. Das Gesetz wird aufgerichtet, denn seine Bedeutung wird klar. Und die Forderungen, die wir selbst nicht erfüllen können, werden von dem Herrn Jesus getragen, denn wir sind ja mit ihm gestorben und was von uns übrig bleibt, wird nur das sein, was aufersteht. 1 Kor 15,31; Gal 2,20
Sollten wir dieses Ziel einmal erreichen, denn die es mit der Nachfolge Jesu einmal angefangen haben, leben nicht immer so, daß Gott noch Gefallen an ihnen findet. Der verführerische Reichtum hat schon Viele von der Nachfolge abgebracht. Mt 13,22
Und in den schweren Zeiten sind schon manche Nachfolger vom Glauben abgekommen. 1 Kor 10,5

Gruss Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Lea
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Re: Galater 2 - Damit ich Gott lebe....

Beitrag von Lea »

Zippo hat geschrieben: Do 24. Nov 2022, 10:21 Kannst du den Herrn Jesus lieben, weil er für deine Sünden am Kreuz bezahlt hat ? Und ist das dann deine Motivation um andere Menschen zu lieben ?
Ich kann Jesus lieben, weil er mich zuerst geliebt hat. Er hat mir seine Liebe m ganz realen Leben hier und jetzt gezeigt - und zeigt sie mir täglich und spürbar. Und weil ich diese Liebe empfange, kann ich daraus schöpfen und weitergeben.
Zippo hat geschrieben: Do 24. Nov 2022, 10:21 Wie interpretierst du dann Jes 53,4-7. Letztere Verse werden in Apg 8,32-33 von dem Kämmerer der Kandaze aus Äthiopien zitiert. 2 Kor 5,21; 1 Petr 2,24
Jesus nahm alles auf sich, was uns/mich davon abhält, mit Gott in Verbindung zu bleiben. Nicht, weil Gott sich von mir getrennt hat, sondern, weil ich mich von ihm abgewandt habe ... durch Ablenkung/Sünde/Blickrichtung.
Zippo hat geschrieben: Do 24. Nov 2022, 10:21 Mit welcher Haltung feierst du das Abendmahl ? Mt 26,26-28
Indem ich mich innerlich an das Abendmahl mit seinen Jüngern erinnere, gedenke und daran teilnehme.
Zippo hat geschrieben: Do 24. Nov 2022, 10:21 Hier sprichst du doch von Strafe, die der Herr Jesus stellvertretend für den aus Adam abstammenden Menschen ertagen hat.
Ich spreche von einer Strafe, welche Menschen Menschen auferlegen, als Sühne/Rache/Gerechtigkeitsempfinden. Weil die Menschen ihren Blick nicht von der Schuldfrage abwenden können - nahm Jesus die von Menschen auferlegte Schuld auf sich . Damit der Blick frei werden kann, um Böses mit Gutem zu überwinden - so wie Jesus es auch mehrmals gepredigt und vorgelebt hat.
Zippo hat geschrieben: Do 24. Nov 2022, 10:21 Trotzdem gehören die Opfer zum Gesetz und sie mußten gebracht werden, um den Bund vom Sinai einzuhalten.
Eben nicht ... weil Jesus das Gesetz erfüllt hat, mit seinem vollkommenen Opfer, das nicht zu übertreffen ist ... und damit die Zusammenfassung des Gesetzes auf die Liebe gelenkt hat.

.... das ist eben meine Interpretation der biblischen Texte. Ich erwarte von niemandem, dass er es genauso interpretiert. Weil ich denke, dass es nicht auf die Interpretation der biblischen Texte ankommt, um den Weg zu Gott zu finden. Es kommt IMMER NUR auf die Herzenshaltung des einzelnen Menschen an. Wer Gott sucht, wird ihn finden - auf dem Weg, auf dem er sich gerade befindet. Weil von Gott aus IMMER die Verbindung offen steht. Es geht nur darum, dass der Mensch sich Gott zuwendet und offen dafür ist, SEINE Signale wahrzunehmen - und umzusetzen.
.
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Travis
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Re: Galater 2 - Damit ich Gott lebe....

Beitrag von Travis »

Oleander hat geschrieben: Do 17. Nov 2022, 14:36 Meine Frage dazu wäre, wie man an sich selber erkennen kann (nicht die anderen an einem erkennen) ob Christus im eigenen Leben immer mehr Gestalt angenommen hat?
Bei mir war und ist es daran erkennbar, dass mein Denken und Handeln immer mehr dem zustimmt(e), was Gott in seinem Wort als Richtig bzw. als falsch deklariert hat.
Oleander hat geschrieben: Do 17. Nov 2022, 14:36 Und was genau an einem selber IST mit Christus gekreuzigt worden? (ich mein die Praxis) nicht so theologische Aussagen wie: Der alte Mensch...
Paulus beschreibt eine grundsätzliche Änderung im Sein, woraus sich die zuvor beschriebenen praktischen Auswirkungen ableiten. Daher schreibt er auch, Ich bin..., damit...

Die Erlösung durch Christus dient also nicht dem Selbstzweck, sondern sie ist eine "Indienststellung" oder eine "Befähigung zum Dienst", die nicht nur die Änderung im Sein und Tun des Erlösten, sondern das Heil des Nächsten und damit die Verherrlichung Gottes zum Ziel hat.

Die Briefe des Paulus sind neben ihrer theologischen Tiefe sehr praktisch. All seine praktischen Aussagen basieren auf dem geänderten Sein bzw. setzen es voraus. Denn Paulus lehrt keine tote Religion.
Oleander hat geschrieben: Do 17. Nov 2022, 14:36 Ich gebe offen zu, dass die "Sprache" des biblischen Paulus manchmal schwer verständlich/nachvollziehbar sein kann, also was genau(in der Praxis) er damit meint...
Das ging schon dem Petrus so.
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Re: Galater 2 - Damit ich Gott lebe....

Beitrag von Spice »

Travis hat geschrieben: Di 29. Nov 2022, 07:37 Die Erlösung durch Christus dient also nicht dem Selbstzweck, sondern sie ist eine "Indienststellung" oder eine "Befähigung zum Dienst", die nicht nur die Änderung im Sein und Tun des Erlösten, sondern das Heil des Nächsten und damit die Verherrlichung Gottes zum Ziel hat.
Das mag ein Aspekt, aber nicht der wichtigste, sein. Die Erlösung hat in erster Linie zum Ziel, den Menschen von allem Übel zu befreien. Wenn man diese wachsende Befreiung persönlich erlebt, geht einem von selbst der Mund über, so dass man ganz ungezwungen Zeugnis gibt. Ein "Dienst" am Nächsten ergibt sich auch ganz natürlich. Und Gott wird nicht durch Worte verherrlicht, sondern eben durch bereits geschehenes Heil.
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Travis
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Re: Galater 2 - Damit ich Gott lebe....

Beitrag von Travis »

Spice hat geschrieben: Di 29. Nov 2022, 09:03 Das mag ein Aspekt, aber nicht der wichtigste, sein.
Bisher fand ich in der Bibel keinen wichtigeren Aspekt.
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Re: Galater 2 - Damit ich Gott lebe....

Beitrag von Spice »

Travis hat geschrieben: Di 29. Nov 2022, 09:12
Spice hat geschrieben: Di 29. Nov 2022, 09:03 Das mag ein Aspekt, aber nicht der wichtigste, sein.
Bisher fand ich in der Bibel keinen wichtigeren Aspekt.
Dir ist also anderen predigen, was du selbst nicht erfahren hast, wichtiger als Heil erst einmal zu erfahren?
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Re: Galater 2 - Damit ich Gott lebe....

Beitrag von Travis »

Spice hat geschrieben: Di 29. Nov 2022, 09:15 Dir ist also anderen predigen, was du selbst nicht erfahren hast, wichtiger als Heil erst einmal zu erfahren?
Ich meinte meine Aussage im Ganzen, nicht nur den Teil den Du herausnimmst.
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Re: Galater 2 - Damit ich Gott lebe....

Beitrag von Spice »

Travis hat geschrieben: Di 29. Nov 2022, 09:20
Spice hat geschrieben: Di 29. Nov 2022, 09:15 Dir ist also anderen predigen, was du selbst nicht erfahren hast, wichtiger als Heil erst einmal zu erfahren?
Ich meinte meine Aussage im Ganzen, nicht nur den Teil den Du herausnimmst.
Muss denn jeder, der erlöst werden will, predigen oder "dienen"?
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