
philosophie lassen wir mal außen vor

ps
noch was, die philosophie ist ihrem wesen nach keine einzeldisziplin

Das Problem daran ist: es ist Weltbild.
closs hat unrecht und du damit auch, wenn du ihm zustimmst.SilverBullet hat geschrieben: ↑So 25. Jun 2023, 09:05Das Problem daran ist: es ist Weltbild.
In meinem Weltbild teile ich diese Auffassung - von daher kommt eigentlich kein Gegenwind.
Den Knackpunkt sehe ich hier in "ist wahr" und in "besitzt".
Meine Situation hierzu ist, dass ich keinen Grund habe einen Tatsachenstatus zu bestreiten, aber ich komme nicht direkt an diesen Status heran, weder für "ist ein Öl-Gemälde", noch für "zur Zeit ist das Bild im Louvre".
Hier sagst du es eigentlich schon etwas besser "dem Anhänger kommt das Attribut zu", d.h. übersetzt: "wir sollten dem Anhänger das Attribut geben/zugestehen"
Überprüfbar nur für diejenigen, die zur besagter Zeit Zugang zu "Anhänger im Orbit" oder "Anhänger nicht im Orbit" haben können.
Es geht überhaupt nichts vom Gegenstand aus. Und Anhänger reflektieren nichts, denn sie haben kein Bewusstsein. Jedoch ist eine Aussage über diesen konkreten Gegenstand wahr (aber nicht über den, der mit dem Gegenstand umgeht und auch nicht "über dessen Geist", was beides keinerlei Sinn ergibt). Es ist von dem Sternanhänger wahr, dass er im Orbit war in dem einen Fall, im anderen Falle ist es nicht wahr. Es ist ein Attribut des Sternanhängers, der im Orbit war, dass er im Orbit war. Das ist sogar eine wesentliche ontische Eigenschaft von ihm, wesentlich nämlich für Howard und Bernadette.SilverBullet hat geschrieben: ↑So 25. Jun 2023, 11:53 Aus meiner Sicht geht es zu weit, wenn man "besitzt" wortwörtlich nimmt à la "es geht vom Gegenstand aus".
Ich sehe nicht, wie der Gegenstand durch seinen Transport eine Fähigkeit gewonnen haben könnte, dieses Geschehen andernorts zu reflektieren.
Das sehe ich auch so.
Würdest du beim Anhänger nachschauen, wenn du überprüfen müsstest, ob er im Orbit war?Thaddäus hat geschrieben: ↑So 25. Jun 2023, 12:46Es ist von dem Sternanhänger wahr, dass er im Orbit war in dem einen Fall, im anderen Falle ist es nicht wahr. Es ist ein Attribut des Sternanhängers, der im Orbit war, dass er im Orbit war. Das ist sogar eine wesentliche ontische Eigenschaft von ihm, wesentlich nämlich für Howard und Bernadette.
Das ist erst einmal nur Weltbild, denn ich durchschaue noch nicht, worauf du mit "Attribut für alle Zeiten unwiderruflich haben" abzielst.
Ist schon klar: wenn man den Attributen eine Art "Existenz" zugesteht, dann hätte man es mit der Negation in jedem Zeitpunkt und an jedem Ort mit einem ganz netten Umfang an "neuen Attributen" zu tun.Thaddäus hat geschrieben: ↑So 25. Jun 2023, 12:46Nicht im Orbit gewesen zu sein ist übrigens kein eigenes Attribut des Sternanhängers, denn es handelt sich lediglich um die Negation des anderen. Über den Anhänger, der nicht im Orbit war, ist zwar die Aussage wahr, dass er nicht im Orbit war, aber etwas nicht-zu-sein, kann kein eigenständiges Attribut sein. Ansonsten hätte jeder Gegenstand unendlich viele Attribute.
Das will keiner. Die Frage lautet, wie man das Wort "Attribut" definiert. Wenn zu meinen Lebzeiten ein Sack Reis in China umfällt: Ist dann diese Reis-Sack-Umfallerei ein Attribut von MIR?Thaddäus hat geschrieben: ↑So 25. Jun 2023, 09:45 Ist eine attributive Aussage über einen (in diesem Fall dinglichen) Gegenstand (der Sternanhänger) wahr, dann besitzt der Gegenstand dieses Attribut. Will man das bestreiten, dann muss man die Existenz bewusstseinsunabhängiger Gegenstände bezweifeln.