Gott für alles danken? Wirklich für alles?

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Magdalena61
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Re: Gott für alles danken? Wirklich für alles?

Beitrag von Magdalena61 »

Oleander hat geschrieben: Sa 8. Jul 2023, 14:21 Ich danke für das, was...
Und im selben Augenblick kommt mir aber in den Sinn, was manchen andren Schlimmes wiederfährt (naja, das Theodizzeproblem oder so...)
Ich meine wirklich auch Dinge... Zustände... Erlebnisse... Beziehungen... die uns in irgendeiner Weise belasten.

Nicht nur freundliche Erfahrungen oder Herausforderungen.

Der durchschnittliche Gläubige schreibt anstrengende, stressige, auch schmerzliche oder niederschmetternde Phasen... Verlusterfahrungen... unbefriedigte Bedürfnisse... nicht unbedingt dem Willen und Wirken Gottes zu.

Wir sollen daran wachsen. Und: Aushalten.
In der Bibel heißt es: Überwinden.

Wenn ich berücksichtige, dass eine Situation, die ich als Mangelzustand empfinde, von Gott (mindestens zugelassen) sein kann, dann entwickele ich eine andere Haltung dazu. Ich versuche nicht mehr mit aller Kraft, abzuwehren, was mir nicht gefällt... Weichen zu stellen... darum zu kämpfen, dass Dinge oder Entwicklungen sich nach meinen Vorstellungen gestalten, damit ich mich wohler fühle.
Da kommt dann schon eher die Frage auf: "Was erwartest du von mir, Herr?"-- "Wie verhalte ich mich jetzt richtig, Gott?"

Wenn man annimmt, die Anfechtung kommt von Satan, wird man sie logischerweise bekämpfen und aus dem Leben heraus haben wollen.
Wenn ich dagegen Gott dahinter sehe... dann gefällt mir dies und das vielleicht zwar immer noch nicht. Aber es ist für mich nicht mehr so bedrohlich. Ich muss nicht meine Kraft dafür verschwenden, mich zu "verteidigen".
Warum nicht?

- Weil ich nicht gegen Gott streiten will und werde.
LG
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Johncom
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Re: Persönliches

Beitrag von Johncom »

Abischai hat geschrieben: Sa 8. Jul 2023, 15:20 Aber mal ganz ohne Flax, ich habe neulich wieder völlig ausgebremst mich verfahren und kam zu spät. Da kam mir der Gedankle Gott dafür zu danken. Das klingt infantil, aber ich tat das im Ernst, denn vielleicht war dieses Ungemach am Ende gut?
Ich kam nicht wirklich zu spät, hatte mich eingangs geärgert, nun aber leichten Herzens mein Tagwerk begonnen. Gott allein weiß, wozu das gut war, ich weiß es nicht. Aber ich möchte ihm immer auch für das Ungemach danken. I
Jeder Tag bietet einen Moment der Prüfung. Aber? "Dein Wille geschehe".
Sein Wille geschieht so wie so.
Der Bus ist vor meiner Nase weggefahren. Oh Mist. Wenn ich jetzt fluche, bin ich wieder mal durchgefallen. Vielleicht nutze ich die geschenkte Zeit um den Baum gegenüber zu betrachten. Ein besinnliches Gebet?
Jeder Tag bietet Gelegenheit, mal Danke zu sagen.
Gerade neulich bat mich meine Vorgesetzte, ein bestimmtes Detail meiner Arbeit zu beachten, ich bedankte mich für den Hinweis, und alles war gegessen, sofort. Ich bedanke immer bei unserem Schöpfer für jede Gelegenheit, nichts persönlich nehmen zu müssen.
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Magdalena61
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Re: Gott für alles danken? Wirklich für alles?

Beitrag von Magdalena61 »

:) Wenn ich einen Bus verpassen würde, dann würde ich dafür wohl nicht danken und auch nicht Bäume betrachten, weil ich ja schließlich irgendwo hin wollte oder sollte. Wahrscheinlich würde ich Gott bestürmen: "Herr... was mache ich jetzt?? -- Hilf' mir da raus, bitte!".

Und dafür, dass Er hört und mich ernst nimmt und vermutlich sofort nach Möglichkeiten sucht, um mir zu helfen, kann ich dann wirklich ehrlich danken.
LG
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Abischai
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Re: Persönliches

Beitrag von Abischai »

Oleander hat geschrieben: Sa 8. Jul 2023, 19:32 Monchmoi denk i, wär eh ka Fehler.
I sag dir auch warum:
Das eine hat Gott so befunden und war sehr betrübt. Aber das bist nicht Du, Dir geht es gut im Verhältnis zu dem, was Gott damals alles mit ansehen mußte.

Außerdem geht das 1. Buch Mose noch weiter. Dann nämlich legt Gott fest, daß er nicht noch einmal die Erde derart vernichten wolle, und er schloß darob mit Noah einen Bund, und das Zeichen - man nimmt an daß dies der Regenbogen sei - ist heute noch immer deutlich und oft traumhaft schön anzusehen, wenn Gott Gewölk über der Erde zusammenzieht...
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
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Johncom
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Re: Gott für alles danken? Wirklich für alles?

Beitrag von Johncom »

Magdalena61 hat geschrieben: So 9. Jul 2023, 13:17 :) Wenn ich einen Bus verpassen würde, dann würde ich dafür wohl nicht danken und auch nicht Bäume betrachten, weil ich ja schließlich irgendwo hin wollte oder sollte.
Dann geschah Sein Wille. 8-)
Wahrscheinlich würde ich Gott bestürmen: "Herr... was mache ich jetzt?? -- Hilf' mir da raus, bitte!".
Ja, in in wirklicher Not, in Verzweiflung würde ich Gott bestürmen, aber wegen einem verpassten Bus? Vielleicht ließ mich Gott den Bus verpassen, damit ich lerne mal frühzeitiger aus dem Haus zu gehen.
Und dafür, dass Er hört und mich ernst nimmt und vermutlich sofort nach Möglichkeiten sucht, um mir zu helfen, kann ich dann wirklich ehrlich danken.
Ich finde, man könnte das in den Alltag einbauen, zB in einem Tagebuch sich regelmäßig erinnern: wofür kann ich mich heute bedanken.
Zu Gebet fällt mir ein ... warum soll ich um Dinge bitten, die ich auch selber erledigen kann. Pünktlicher werden, freundlicher werden, Egoismus abbauen, schlechte Eigenschaften aufgeben ... das Grundsätzliche, was auch Jesus anmahnt.

Auf Gott hören in der Stille und ja sicher, ich kann auch meine Sorgen und Wünsche vortragen, aber das geht dann endlos weiter.
Wenn ich nicht zuhöre, wenn ich keinen Raum gebe, in dem Gott übernimmt. Wirklich heilig zu werden, das kann gelingen, wenn die eigenen Wünsche abgegeben wurden.
Ich sterbe täglich. -
Also das geht ja nicht. Einmal tot, immer tot. Es kann nur gemeint sein, mein Kleinkram stirbt täglich. Die Person, der alte Mensch ..
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Helmuth
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Re: Persönliches

Beitrag von Helmuth »

Magdalena61 hat geschrieben: Sa 8. Jul 2023, 00:30
Helmuth hat geschrieben: Sa 17. Jun 2023, 07:21 Dann möchte ich das an der Stelle auch mal tun (hier für nicht alles, aber einiges).
Ich meinte eigentlich die Leute, die einem auf die Nerven gehen.
Gott wird schon wissen, was Er damit beabsichtigt, dass er sie uns über den Weg laufen lässt.
Er wird auch wissen, warum du es zulässt, dass manche uns über Gebühr nerven köennen, wo er es doch in deine Hände legt, dass du das auch eliminieren kannst. Ich meine nicht rausschmeißen, aber ein klares Wort oder das Eliminieren eines Beitrages deinerseits schafft da mehr als 100 Danksagungen.

Vielleicht machst du Ermahnungen via PN an denjenigen öfter als ich annehme. Dass du es an sich tust, davon gehe ich aus, weil ich feststelle, dass gewisse Elemente ihr elementares Verhalten tatsächlich auch einstellen oder weitere bestimmte Elemente gar nicht mehr aktiv sind.

Dafür danke ich dir auf jeden Fall. Ich wäre auch dankbar, wenn das öfter publik gemacht wird, denn es gibt Fälle, dass manches auch offen getan werden soll. Paulus z.B. weist an auch offen zurechtzuweisen und im Falle Petrus hat er ihm einmal sogar deftig eins vor versammelter Mannschaft über die Rübe gezogen.

Er weist auch an solches ohne Ansehen der Person zu tun, es darf deine Sympathie oder Antisympathie bzw. Christ oder Nichtchrist dabei keine Rolle spielen. Und wer das draufhat, dem danke ich nicht nur, den bewundere ich auch.

Letzteres misse ich, aber ich danke, dass du es zur Kenntnis nimmst und sicher auch darüber nachdenkst. Ich bin sicher, dass du das tust, daher danke ich dafür schon im Voraus. Was mich betrifft bin ich eher der offene Typ, ich muss nicht jeden Sch... vie PN abwickeln oder ich halt einfach meinen Mund.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Lena
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Re: Gott für alles danken? Wirklich für alles?

Beitrag von Lena »

Magdalena61 hat geschrieben: Do 15. Jun 2023, 19:11 Habt ihr es eigentlich schon einmal verwirklicht, Gott für alles zu danken?
Ja. Es passt zu einem andern Bibelvers:
Römer 8,28 hat geschrieben: Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.
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Oleander
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Re: Gott für alles danken? Wirklich für alles?

Beitrag von Oleander »

Lena hat geschrieben: Mo 10. Jul 2023, 13:54
Römer 8,28 hat geschrieben: Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.
Wenn man den Satz einfach so liest, mag es einem "einleuchtend" erscheinen.

Aber kommt man dann tatsächlich in eine Situation, die einem so richtig durchbeutelt, also so richtig an die Substanz geht, dann ?
Ja was dann?

Redet man sichs dann immer noch so einfach?

Der Pastor, dessen Tochter brutal vergewaltigt und ermordet wurde(ich erzählte mal davon), soll er Gott dafür danken?
Was soll daran zum Besten dienen?
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben ...
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Lea
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Re: Gott für alles danken? Wirklich für alles?

Beitrag von Lea »

Oleander hat geschrieben: Mo 10. Jul 2023, 14:03 Der Pastor, dessen Tochter brutal vergewaltigt und ermordet wurde(ich erzählte mal davon), soll er Gott dafür danken?
Was soll daran zum Besten dienen?
okay - das ist ein Extremfall.... das sind Minderheiten.
Ich denke die Aufforderung, für alles zu danken, ist eher für die "Normalfälle" gedacht.
Aber selbst für einen Normalfall denke ich, dass es nicht darum geht, für das Leiden zu danken.
Ich würde es eher dem Vers Psalm 103,2 zuordnen
Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat
Beim danken geht es nicht darum, Leiden zu glorifizieren, sondern darum, dass man über alles Klagen hinaus nicht vergisst, was Gott schon Gutes getan hat in *meinem* Leben.

Wenn man es zulässt, sich zu erinnern, kann es passieren, dass die Erinnerung an die guten Gaben das Leiden in den Schatten stellt. Und manchmal kann man dann auch im Leiden etwas Gutes finden ... in dem Ergebnis, was daraus entsteht, wenn man sein Leiden MIT Gott erlebt, wie Gott aus unguten Situationen etwas Gutes machen kann.
Glauben (an Gott) funktioniert nicht, indem man "über" den Glauben redet, sondern indem man Glauben LEBT.
Sichtbar werden die Spuren indem sie hinführen zu Gott. Denn Gott findet man nur bei Gott selbst.
renato23
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Re: Gott für alles danken? Wirklich für alles?

Beitrag von renato23 »

Magdalena61 hat geschrieben: Do 15. Jun 2023, 19:11 abgetrennt aus: Persönliches

Habt ihr es eigentlich schon einmal verwirklicht, Gott für alles zu danken?
Dazu zählen auch die Menschen, mit denen Er uns in Kontakt bringt.
LG
Also ich danke Gott für jede Begegnung mit unterschiedlichen Menschen. So kann ich auch in mich gehen und erkennen, ob ich seit meinem herzhaften JA für ein künftiges Leben in Christus wirklich jedem Menschen hassfrei begegnen kann.

Oftmals kam ich mit Menschen gerade dann in Kontakt, wenn ich ihnen, oder sie mir für einen von Gott in die Wege geleiteten Auftrag den not-wendigen Tipp geben konnten... das entlockte mir dann zusätzlich ein dankbares Lächeln gegen den Himmel.
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