Gedanken zum Buch der Könige

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Klee
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Gedanken zum Buch der Könige

Beitrag von Klee »

Das 1. Buch der Könige beginnt mit einer merkwürdigen Trennung weil es mit dem Alter Davids beginnt. Die Taten Davids sind davor.

1.Könige 1: Und da der König David alt war und wohl betagt, konnte er nicht warm werden, ob man ihn gleich mit Kleidern bedeckte. Seine Heldentaten sind im Buch Samuel. Diese Trennung ist nicht rein zufällig. Als ich damals bei Samuel mit der Auslegung war, kam der Gedanke: Habe ich nicht bei Sokrates Fragetechnik ähnliches gehört? In der Richterzeit gab es sehr begabte „Seher“, d.h. Weise die das Volk führten. Dann aber wollte es wie andere Völker einen König haben. Der Schönste sollte es sein. Das ging schief.

Befragt man die alten Historiker, so kommt wenig oder gar nichts zu der Zeit. Die Apokryphen schildern den Verlust aller Aufzeichnungen. Josefus Flavius bringt Bruchstücke von Schreibern: Mantheo, der die ägyptischen Herrscher schildert, aufbewahrte Briefe von Syrern, Menander von Ephesus. Auch den Chaldäer Berosos erwähnt er, der im Auftrag Alexander des Großen eine Weltchronik erfasst hat. Da sind nur Bruchstücke die er schreibt und nichts von David. Das Buch der Kelten (um 600) ist schon besser. Es versteckt in den Evangelien ein Bild von ägyptischer Mumie. Genau kann ich es nicht sagen wo es ist, nur zugeben, dass ich mich vor langer Zeit darüber wunderte.
Bei den römischen Überlieferungen findet sich Geplauder um die merkwürdigen Verwandlungseigenschaften eines Königs, dessen „Gespür“ für Dinge und ganz andere Einstellungen, nicht lange vor dem Zerfall Ägyptens.

Tacitus forschte zur Zeit Titus im römischen Priesterkollegium. Wer sind die Juden so eigentlich? Gewaltsam durch Naturgewalten vertriebene aus Kreta hätten die entferntesten Gegenden Lybiens besiedelt. Einige meinten, der Bevölkerungsüberschuss und andere Gründe hätten zur Auswanderung in fruchtbarere Gegenden bewogen, andere schrieben den ruhmvollen Ursprung, Solymer sind sie, die sich gegen die Gewaltherrschaft uralter Tradition stellten vor der Flut, und überlebten. Deshalb erzählte Solon den Griechen von gleichem Ursprung. Sie erzählen von Noah mit anderen Namen.

Die meisten Schriftsteller schrieben, so bringt Flavius es vor, dass eine Seuche die Bevölkerung befiel und diese ausgetrieben wurde in die Wüste. Fern von den „Fleischtöpfen Ägyptens“ sind sie wieder gesund geworden. Tacitus beklagt deren Sitten, die alles anders zu machen scheinen und mit Sturheit befolgen. Darüber hinaus nennt er die Araber im Land und als Nachbarvolk. Dies erzählt die Geschichte Abrahams auch.

Im Geschichtsatlas wurde ich auch nicht fündig zum Reich Davids. Die haben glatt Jahrhunderte übersprungen. Dabei werden die von David eroberten Gebiete genannt. So kommt mir eher die Vermutung, das Nord- und Südreich von dem die ägyptische Beschreibung ist, könnte auch etwas mit dem anderen Bruch zu tun haben. Wer weiß, auf was alles der Thronsessel Davids in einem Museum in Ägypten hinweist.

1.Könige 1: Und da der König David alt war und wohl betagt, konnte er nicht warm werden, ob man ihn gleich mit Kleidern bedeckte.

David zog sich in seinem Alter in der Nähe seines Geburtsortes Bethlehem als Schriftsteller zurück. Dort ist es wärmer als hier. Er wurde mit vielen Lügen oder Täuschungen בגד (Kleidern ) bedeckt, aber er konnte nicht warm werden. Da versuchten sie es mit einem anderen Mittel:
Klee
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Re: Gedanken zum Buch der Könige

Beitrag von Klee »

1.Könige 2: Da sprachen seine Knechte zu ihm: Laßt sie meinem HERRN Könige eine Dirne, eine Jungfrau, suchen, die vor dem Könige stehe und sein pflege und schlafe in seinen Armen und wärme meinen HERRN, den König. 3 Und sie suchten eine schöne Dirne in allen Grenzen Israels; und fanden Abisag von Sunem und brachten sie dem Könige. 4 Und sie war eine sehr schöne Dirne; ...

Es wird nicht weiter geschildert was geschah. Nur der Name Abisag. Ich stolperte, weil ich ihn mit seiner Frau Abigajl beim Lesen verwechselte. Da wurde ich sofort rot, erinnerte es mich doch an eine Blamage. Als Kind sagte ich das mir unbekannte Wort „geil“ zu irgendwas und erhielt eine gute Ohrfeige. Jahre später wurde das Wort erklärt in einem Kloster, zu dem die älteren Klassen für einem Aufklärungsvormittag gefahren wurden. Ich weiß nicht wozu der nötig war, war doch damals auf vielen Weiden ein Stier und jeder sah was er machte. Es wurde auch vom 6. Gebot erzählt. Einige wurden rot und ich wusste noch immer nicht um was es ging. Die Ohrfeige musste wohl irgendwas mit Sexualkunde zu tun gehabt haben. Die angeblichen Fleischesfreuden verhindern die Freuden der Seele, die dann den Zugang zur Quelle des Lebens sehr erschweren. Das ist wohl ein Grund, warum im ersten Christentum das Klosterleben entstand.

Was kann es bedeuten, an allen Grenzen Israels suchten sie eine junge Frau. Als erstes, wo es doch das Land nicht gab, anscheinend nach meinem Geschichtsatlas. Jungfrau ist auch noch übersetzt, aber eigentlich nicht das richtige Wort, weil weiblich Jugend steht. Die fanden אבישג השונמית. Es gab zwei Abigal. Eine sehr schöne hatte David davor bewahrt Unheil zu begehen und sie wurde später seine Frau. Der Name heißt „der (oder mein) Vater freut sich“, laut Internet. Was ist Abisug? Irgendwo gab es Gekritzel mit Wurzel ziehen, eines davon war נסג und ich dachte noch an נשג mit entfernen, das andere mit erreichen. Ich weiß nicht mehr genau wie ich dazu kam. Die Teilung von „Abisag“ ergibt, mein Vater /oder wollen ist שג wobei es zwei Varianten gibt: Schutz, wie eine Hecke, oder Irrtum.

Eine Dirne ist auch Jugend und als Verb abschütteln. Die Jugend will selbständig sein. Wenn statt dem „Schlaf“ das „ändern“ genommen wird, kommen so allerlei Gedanken zu den erzählten Geschichten auf. Vom Kriegseroberer zum begabten und hellseherischen Schriftsteller ist jedenfalls eine Änderung. Es würde zum Hinweis der Historiker passen, dass bewundernswerte Weisheitslehren damals entstanden sind.
Klee
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Re: Gedanken zum Buch der Könige

Beitrag von Klee »

Wer mit der Erklärung nicht zufrieden ist, und sich wundert, warum statt ausführlichem Geschichtsunterricht erklärt wird, was die Dirne zu tun hätte und wie sie heißt, der mag gern ein großes Blatt nehmen, alle Wörter und weitere Bedeutungen draufschreiben.

Er kann dann durchweg mit solchen Verbindungen mehr Sätze bilden und wird recht erstaunt über die Aussagen sein, falls er es gut macht. Es verlieren sich auch unsinnige Gottesvorstellung und es kommt gewaltige Achtung vor Gottes Lehren auf, die mit Gutem in Fleisch und Blut übergehen.

Vergehen werden die nur halbverstandenen, die wenige „Gebildete“ zur Unterdrückung anderer Menschen einsetzten und welche ihre Regeln angeblich geheim hielten.
Vermutlich blieb die Hälfte ungelernt.
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