Wesen und Wirken des Heiligen Geistes

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R.F.
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Re: Wesen und Wirken des Heiligen Geistes

Beitrag von R.F. »

Jesus, das Lamm Gottes, wurde an einem Passah getötet. Wie in der Schrift vorgesehen wurde der heilige Geist fünfzig Tage danach, an Pfingsten, ausgegossen. Das biblische Pfingsten fällt dieses Jahr auf den 16. Juni. Nur wenige Gemeinschaften beachten diesen Termin.
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Helmuth
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Re: Wesen und Wirken des Heiligen Geistes

Beitrag von Helmuth »

R.F. hat geschrieben: Mo 3. Jun 2024, 16:26 Jesus, das Lamm Gottes, wurde an einem Passah getötet. Wie in der Schrift vorgesehen wurde der heilige Geist fünfzig Tage danach, an Pfingsten, ausgegossen. Das biblische Pfingsten fällt dieses Jahr auf den 16. Juni. Nur wenige Gemeinschaften beachten diesen Termin.
Das verhält sich wie das Abendmahl. Dieser Tag ist nicht heiliger als andere. Es zeigt sich keine besondere Wirkung durch das Feiern eines solchen Feiertages unter Beobachtung eines bestimmten Tages. Das ist Pseudo-Gottesdienst:
Kol 2,16 und 23 hat geschrieben: So richte euch nun niemand wegen Speise oder wegen Trank oder hinsichtlich eines Festes oder Neumondes oder von Sabbaten, die ein Schatten der zukünftigen Dinge sind, der Körper aber ist des Christus. ...

... die zwar einen Schein von Weisheit haben, in eigenwilligem Gottesdienst und in Demut und im Nichtverschonen des Leibes, und nicht in einer gewissen Ehre), zur Befriedigung des Fleisches.
Durch die Einhaltung dieses Festes wird man keine Ausgießung des HG hervorrufen. Das wäre also ein eigenwilliger Gottesdienstes. Wäre es nicht effektiver Gott darum zu bitten, dass er solches wiederholt? Und zwar egal zu welcher Zeit?

Der HG soll über alles Fleisch ausgegossen werden. Damit erschöpft es sich nicht auf die erstmalige Ausgießung, bei der lediglich der Startschuß zur Verkündgung des Evangeliums gegeben wurde. Inzwischen hat es viele weitere Ausgießungen gegeben. Aber immer beobachtet man zwei typische Reaktionsmuster:

Reaktionsmuster 1:
Apg 2,12 hat geschrieben: Sie gerieten aber alle außer sich und waren in Verlegenheit und sagten einer zum anderen: Was mag dies wohl sein?
Reaktionsmuster 2:
Apg 2,13 hat geschrieben: Andere aber sagten spottend: Sie sind voll von süßem Wein.
Interessant zu beobachten ist, dass Reaktion 1 zumeist heute die heidnische Welt erfasst. Aus ihr bekehren sich auch Menschen, was auch der Sinn der Ausgießungen ist, während Reaktion 2 ein typisch religiöses Verhaltesnmuster charakterisiert.

Zu Reaktion 2 gehört der Großteil der Christen, indem sie sie das Geschehen entweder verspotten oder auch als dämonisches Wirken einstufen, was sie nicht nur aus Unwissenheit, sondern auch aufgrund ihre Bosheit tun. Sie verhalten sich nicht anders als spottende religiöse Juden bei der ersten Ausgießung nach Jesu Himmelfahrt, für die der HG aber ausgegossen wurde.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
Jakobgutbewohner
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Re: Wesen und Wirken des Heiligen Geistes

Beitrag von Jakobgutbewohner »

Helmuth hat geschrieben: Di 4. Jun 2024, 03:00Zu Reaktion 2 gehört der Großteil der Christen, indem sie sie das Geschehen entweder verspotten oder auch als dämonisches Wirken einstufen, was sie nicht nur aus Unwissenheit, sondern auch aufgrund ihre Bosheit tun. Sie verhalten sich nicht anders als spottende religiöse Juden bei der ersten Ausgießung nach Jesu Himmelfahrt, für die der HG aber ausgegossen wurde.
Du würdest Wirken des Heiligen Geistes als "Philosophie" verwerfen und auf deine "schriftgelehrten" Spekulationen setzen?
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Helmuth
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Re: Wesen und Wirken des Heiligen Geistes

Beitrag von Helmuth »

Jakobgutbewohner hat geschrieben: Di 4. Jun 2024, 09:23 Du würdest Wirken des Heiligen Geistes als "Philosophie" verwerfen und auf deine "schriftgelehrten" Spekulationen setzen?
Wie kommst du darauf? Liest du eigentlich was ich schreibe? Erläutere wie du zu dieser Frage kommst, denn ich kann sie nicht nachvollziehen.
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R.F.
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Re: Wesen und Wirken des Heiligen Geistes

Beitrag von R.F. »

Hallo Helmuth!

Die Bedeutung der Ausgießung des heiligen Geistes kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ohne den heiligen Geist wäre ewiges Leben nicht möglich.

Zu Deinen weiteren Argumenten werde ich mich später, wahrscheinlich morgen äußern. Nur so viel im Moment: Sie enthalten erhebliche Fehlannahmen.
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Helmuth
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Re: Wesen und Wirken des Heiligen Geistes

Beitrag von Helmuth »

R.F. hat geschrieben: Mi 5. Jun 2024, 15:58 Die Bedeutung der Ausgießung des heiligen Geistes kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ohne den heiligen Geist wäre ewiges Leben nicht möglich.
Die Ausgießung des HG hat nichts mit dem ewigen Leben zu tun. Der HG war schon immer existent und er zieht in den Menschen ohne erkennbare äußere Merkmale ein, wenn dieser sich Gott zuwendet und sich vom Bösen abwendet. Die Wirkungen, die sich zu Pfingsten ereigent haben, sind eine andere Sache.

Beides sind Wirkungen, die eine aber nicht sichtbar. Man erkennt eine Bekehrung erst anhand der Früchte, die ein Mensch bringt, welche er zuvor nicht hervorgebracht hatte.

Die andere ist ein souveränes Wirken Gottes. Sie hat das Ziel Menschen darauf aufmerksam zu werden. Dazu entsendet er auch die Verkündiger mit einer Botschaft. Heute weist diese auf den Sohn Gottes hin, was als Evangelium verkündigt werden soll. Wenn sich jemand aufgrunddessen bekehrt, dann kehrt der HG in diesen Menschen ein. Dazu muss dann nichts weiter ausgegossen werden.

Solche Wirkungen sind nicht erst mit dem Pfingstereignis nach Jesu Himmelfahrt geschehen. Schon früher hatte Gott seinen Geist ausgegossen, z.B. als der sich dem Volk Israel geoffenbart hatte und immer schon nimmt der HG im Gläubigen Wohnung, wenn dieser sich Gott zuwendet.

Man muss die unterschiedlichen Wirkungen voneinander differenzieren. Die grundsätzlliche Unterscheidung erfolgt nach Wesen und Wirkung, Wirkungen wieder gibt es viele. Das ist die Hauptschwierigkeit, die ich allgemein feststelle, dass sie kaum jemand korrekt unterscheidet. Man schert zuviel über einen Kamm.
R.F. hat geschrieben: Mi 5. Jun 2024, 15:58 Zu Deinen weiteren Argumenten werde ich mich später, wahrscheinlich morgen äußern. Nur so viel im Moment: Sie enthalten erhebliche Fehlannahmen.
Da sie vermutlich zum Thema keinen Bezug haben, danke nein, kein Bedarf. Ich möchte nicht deine Steckenpferde bereiten. Erstelle dir dafür bitte ein eigenes Thema. Dort kannst du deine Vorstellungen kundtun. Hier ist Wesen und Wirken des HG Thema und nicht welche Endzeitvorstellungen iu verfolgst. Ich hoffe du hast dafür Verständnis.
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renato23
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Re: Wesen und Wirken des Heiligen Geistes

Beitrag von renato23 »

Helmuth hat geschrieben: Mi 5. Jun 2024, 17:09 Der HG war schon immer existent und er zieht in den Menschen ohne erkennbare äußere Merkmale ein, wenn dieser sich Gott zuwendet und sich vom Bösen abwendet. Die Wirkungen, die sich zu Pfingsten ereigent haben, sind eine andere Sache.
Hierin stimme ich vollkommen mit Dir überein, ebenso damals schon Petrus, mit den klaren Worten:
Apg 5,32 Und wir sind Zeugen dieses Geschehens und mit uns der Heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen.
Helmuth hat geschrieben:Man erkennt eine Bekehrung erst anhand der Früchte, die ein Mensch bringt, welche er zuvor nicht hervorgebracht hatte.
Ja, getreuliche Jüngerschaft Jesus Christus eröffnet neue Perspektiven. Christus in uns gibt uns Kraft und Mut, uns dort zu engagieren, wo es unsern uns von Gott geschenkten Begabungen und zeitlichen Möglichkeit entspricht, somit unsere gewonnene Stärke zum Wohle von Schwachen einsetzen können, wo es Gott vorbereitet hat. Eph 2,10
Helmuth hat geschrieben:.Die andere ist ein souveränes Wirken Gottes. Sie hat das Ziel Menschen darauf aufmerksam zu werden. Dazu entsendet er auch die Verkündiger mit einer Botschaft.Heute weist diese auf den Sohn Gottes hin, was als Evangelium verkündigt werden soll. Wenn sich jemand aufgrunddessen bekehrt, dann kehrt der HG in diesen Menschen ein. Dazu muss dann nichts weiter ausgegossen werden
.
Genau, wo man alle unrein machenden, von der Liebe Gottes trennenden Gedanken, ebensolche fleischliche Gesinnung und alle bisherige Bosheit als störend für segensreiche getreuliche Nachfolge Jesus Christus aus dem Tempel allmählich bis vollkommen "entfernt" hat, kann nebst Vater und Sohn auch der HG in ihm Wohnung nehmen, und uns darin bestärken an der Realisation Gottes Reiches, wie im Himmel so auf Erden mitzuwirken.
Mk 1,15 Erfüllt ist die Zeit, und nahe gekommen ist das Reich Gottes. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!
Lk 4,43 Er aber sagte zu ihnen: Ich muss auch den anderen Städten das Evangelium vom Reich Gottes verkündigen, denn dazu bin ich gesandt worden.
R.F.
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Re: Wesen und Wirken des Heiligen Geistes

Beitrag von R.F. »

Am kommenden Sonntag, dem 16. Juni, ist gemäß der Schrift das diesjährige Pfingsten. Fünfzig Tage vor der Ausgießung des heiligen Geistes wurde Jesus, das Lamm Gottes, getötet. Außer den Angehörigen der jüdischen Glaubensgemeinschaft beachten nur wenige Christen diesen Tag. Vertrauen nur so wenige Gläubige den biblischen Zeitangaben? Oder sind diese nicht wichtig?
oTp
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Re: Wesen und Wirken des Heiligen Geistes

Beitrag von oTp »

Ich will euch ja nicht weiter stören, möchte aber diese Meinung einfügen:

Sundar Singh zum Heiligen Geist gefragt:
„Als ich zum ersten Male den Himmel betrat, blickte ich rings um und fragte: ,Aber wo ist Gott? Und man sprach zu mir: ,Gott wird hier ebensowenig erschaut wie auf Erden, denn Gott ist unendlich. Aber da ist Christus! Er ist Gott. Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes und nur in Ihm können wir Gott erblidten, im Himmel wie auf Erden." " ııVon Christus ausströmend gewahre ich gleichsam leuchtende und friedenbringende Wellen, die zwischen den Heiligen und Engeln und durch sie hindurdıflossen und überall hin Erquickung brachten, so wie in der Hitze der Regen die Bäume erquickt. Dies erkannte ich als den Heiligen Geist."
Quelle:
DER SADHU
CHRISTLICHE MYSTIK
in einer indischen Seele

Suchbegriff:
PNMY69-Der_Sadhu_Christliche_Mystik-Streeter_Appasamy.pdf
Zuletzt geändert von oTp am Mi 12. Jun 2024, 12:53, insgesamt 2-mal geändert.
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Helmuth
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Re: Wesen und Wirken des Heiligen Geistes

Beitrag von Helmuth »

oTp hat geschrieben: Mi 12. Jun 2024, 10:49 Sundar Singh zum Heiligen Geist gefragt:
Kling aufs erste interessant, aber was sagt man dazu:
Und man sprach zu mir: ,Gott wird hier ebensowenig erschaut wie auf Erden, denn Gott ist unendlich. Aber da ist
Christus! Er ist Gott. Er ist das Ebenbild des unsidıtbaren Gottes ...
Der erste Satz ist ein typisch philosophischer Satz. Keine Sau im Himmel würde m.E. solchen Stuss wie "Gott ist unendlich" reden. Das sind Gedanken wie von griechischen Philosophen oder modernen Agnostikern. Aber noch interessanter ist der zweite Satz. Was ist Jesus nun? Gott oder das Ebenbild dessen? Man sollte sich entscheiden. ;)

Und danach erfogt eine gefühlsbetonte Schwärmerei über den HG. Nun gut, was sagt das Wort Gottes aber dazu, das wir dazu auf Erden haben? Diese Grundlage wird der gesamte Himmel nicht ändern können. Und ich habe vieles hier dazu schon dargelegt.

Danke aber für das Einstellen. Hat mit dem HG meiner Meinung nach nichts zu tun. Die Geschichte ist nett, aber aufgrund solcher theologischer Dinge klingt es auch nicht als ein authentisches Erlebnis mit der Himmeslwelt. Immerhin haben wir dazu einige biblische Vergleiche, die anderes bezeugen.

Waren es nun Dämonen? Dafür ist mir diese eine Geschichte zu wenig, und ich kenne Singhs Lebensweg auch nicht, aber insgesamt habe ich den Verdacht, weil du auch auf diesem Singh wie ein Angeklebter herumreitest. Auch das macht verdächtig. Du bist zu sehr von diesem Menschen fasziniert oder bloß auf ihn zu sehr fixiert. Ein Tipp: Es gibt noch andere Zeugen Jesu.
1. Thes 5,19-22 hat geschrieben: Den Geist löscht nicht aus; Weissagungen verachtet nicht; prüft aber alles, das Gute haltet fest. Von jeder Art des Bösen haltet euch fern.
Deine Kurz-Geschichte ist für mich durchgefallen als Zeugnis, zumindest als Beschreibung für den HG.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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