Betrachtet man den Kontext so wird Gott als der Wahrhaftige bezeichnet, und danach ebenso Jesus. Da steht das griechische alethinos, was echt, wahr, wirklich bedeutet, zum Unterschied zu etwas, was nur scheint zu sein.1.Joh 5,19 Wir wissen, daß wir aus Gott sind, und die ganze Welt liegt in dem Bösen. 20 Wir wissen aber, daß der Sohn Gottes gekommen ist und uns Verständnis gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen (Gott) erkennen; und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.
Im letzten Satz bezieht sich das Wort dieser nicht auf Jesus, es gibt ebenso andere Stellen in der Bibel, wo es genau nicht so ist, dass es rückbezüglich auf die zuletzt erwähnte Person ist (Apg 7,18-19). Da hier das Hauptthema das erkennen dieses wahren Gottes ist, und das Sein im „wahren“ Jesus dazwischen geschoben wurde, bezieht sich der Ausdruck am Schluss des Verses auf Gott.
Somit bezeugt der Vers nicht, dass Jesus Gott ist. In Joh 17,3 besagt Jesus selber, wie schon aufgeführt, dass der Vater der allein wahre (wahrhaftige) Gott ist.
PS: im NT gibt es mir zu viele kontroverse Aussagen, welche nicht mit der Tenach harmonieren, und bin da eher kritisch, da ich im Zweifelsfall der Tenach den Vorrang gebe, denn es muss mit dem, was Gott in der Tenach sprach, harmonieren, da Gott dem Volke Israel gesagt hatte, dass Er ihm alles vorgelegt hatte, was im Himmel, auf der Erde und unter der Erde sei. Und dass an den Aussagen der Tenach nichts zu rütteln gibt, bestätigte selbst auch Jesus,