Helmuth hat geschrieben: ↑Fr 28. Mär 2025, 14:53
Abischai hat geschrieben: ↑Fr 28. Mär 2025, 14:02
Gottes Angesicht zu sehen ist das zu sehen, was Gott von sich sehen lassen will. ...
Bei Jesus ist das auch der Fall, aber schon auch anders. Er ist unserer Schöpfung, somit hatte er Gesicht, Mund, Augen und Ohren, also war beides möglich. Die Jünger konnten ihn ins Angesicht und ebenso ins Gesicht sehen.
Der Mensch Jesus war eigentlich nichts besonderes. Es war der Geist in ihm, der besondere Dinge sprach und besondere Werke tat.
Den Geist Gottes erkennt man an der Wirkung. Es ist ähnlich, wie beim Wind, sagt Jesus Joh 3,8, weswegen ja auch eine hebräische Wortverwandtschaft zwischen Geist und Wind besteht. "ruach" ist das hebräische Wort. Der Herr Jesus bezieht es nur auf die Wiedergeburt, aber ich denke das ist überall, wenn Gottes Geist tätig ist und so könnte man doch sagen, entsteht das Angesicht Gottes.
Helmuth
Als er sich später Saul gezeigt hatte, konnte er außer einem Licht nichts sehen, sondern ihn nur hören. Er war dann nicht mehr dieser Schöpdfung, sondern der neuen.
Der Herr Jesus war nach der Auferstehung auch Bestandteil der neuen Schöpfung 1 Kor 15,30 , aber er war doch vorher schon ein Bewohner der Himmelswelt, der dort bei Gott dem Vater gelebt hat Joh 17,5 und dann herabkam, um in dem Fleisch des Menschen Jesus sein Werk zu vollbringen. Wie verstehst du Jesu Aussagen, zu seinem Vorleben ?
Helmuth
Der Herr besitzt heute als Auferstandener in seinem himmlischen Leib völlig erweiterte Fähigkeiten, sodass er nicht nur steuern kann, was du siehst, sondern auch wer ihn hören kann und wer nicht, wenn er sich offenbart. Er kann das auch via Traum oder sonstigen Vision.
Ich glaube, diese Fähigkeiten hatten er schon vorher als er in göttlicher Gestalt im Himmel gelebt hat. Phil 2,6-7 Und als er auf Erden war, hatte er diese Fähigkeiten auch und hat mitgeholfen, den Menschen Jesus zu verteidigen.
Jeder Engel hat übrigens die Fähigkeit, Menschen geistig zu begleiten, gedanklich zu reden, Wollust zu erzeugen , Träume zu schaffen usw. Auf diese Weise können Menschen getäuscht werden, denn sie denken Gott schafft diese Wirkung, in Wirklichkeit ist es des Angesicht Satans. 2 Kor 11,14
Als der Herr Jesus auferstanden ist, hatte er vermutlich die gleichen Fähigkeiten die er immer schon hatte. Und jedenfall nicht die Fähigkeiten, die Gott der Vater hat. Wie kommst du auf diese Idee ?
Helmuth
Er hat nun dieselben Fähigkeiten, die sein Vater immer schon hatte, wenn er sich geoffenbart hatte. Und was er physischer Natur den Propheten mit ihren Augen sehen hat lassen, das hat m.E. nicht mit seinem Wesen zu tun. Eine sog. Gestalt konnte nicht gesehen werden. Mose bestätigt das mit seinem Wort:
5. Mo 4,12 hat geschrieben: Und JHWH redete zu euch mitten aus dem Feuer; die Stimme der Worte hörtet ihr, aber eine Gestalt saht ihr nicht – nur eine Stimme.
In früheren Tagen, war es der HERR, der sich in dem Engel des HERRN den Menschen offenbart hat. Ich sehe da deutliche Parallelen zwischen dem Geist, der damals mit Mose geredet hat und dem Geist, der in dem Herrn Jesus
dem Volk Israel entgegentrat.
Helmuth
Also hat dieses Wort für mich eine anderen Bedeutung:
2. Mo 33,11 hat geschrieben: Und JHWH redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freund redet ...
Wie ein Mann mit seinem Freund, das denke ich hat die eigentliche Sinntiefe, was damit ausgesagt werden soll als eine innige Freundschaft. Das kann man heutzutage auch via Telefon, man muss sich dabei nicht physisch sehen. So meine Deutung.
Angesicht Gottes ist unsichtbar und wird nur an den Wirkungen erkannt. Das sehe ich auch so. Wie sieht es mit der schriftlichen Offenbarung Gottes aus. Ist der Blick in Gottes Wort auch ein Blick in sein Angesicht ?
Es steht doch geschrieben, daß der Heilige Geist uns die Tiefen der Gottheit erschließt und Gott offenbart und das tut er doch durch die Schrift.
Gruß Thomas
2 Kor 13,14 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.