David und der Krieg

Themen des alten Testaments
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Hans-Joachim
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David und der Krieg

Beitrag von Hans-Joachim »

Wir haben ja viele Leute hier, die sehr viel Wert auf das Bibelstudium legen. Also nehme ich jetzt mal die wohlbekannte Geschichte von David und Goliath. Wir finden die Geschichte hier: https://www.bibleserver.com/LUT/1.Samuel17.
Spoiler: anzeigen
Die Philister boten ihre Heere zum Kriege auf. Und sie schlugen ein Lager zwischen Socho und Aseka bei Efes-Dammim auf. Saul aber und die Israeliten sammelten sich und bezogen ein Lager im Terebinthental und rüsteten sich zum Kampf gegen die Philister. Da trat aus den Reihen der Philister der Vorkämpfer namens Goliat hervor, ein Gatiter, der sechs Ellen und eine Spanne hoch war; er trug einen ehernen Helm auf dem Kopfe und hatte einen Schuppenpanzer an, dessen Gewicht fünftausend Schekel Erz betrug. An den Beinen trug er eherne Schienen und zwischen den Schultern einen ehernen Wurfspieß; der Schaft seines Speeres war wie ein Weberbaum, und die Spitze seines Speeres bestand aus sechshundert Schekel Eisen. Er stellte sich hin und rief den in Reihen stehenden Israeliten die Worte zu: „Warum zieht ihr aus, euch in Schlachtordnung aufzustellen? Bin ich nicht ein Philister und ihr die Knechte Sauls? Wählt euch einen Mann aus, der komme zu mir herab!

Als Saul und alle Israeliten diese Worte des Philisters hörten, erschraken sie und fürchteten sich sehr. David aber war der Sohn jenes Efratiters aus Betlehem in Juda, der Isai hieß und acht Söhne hatte. Er kam zur Wagenburg, als das Heer gerade in Schlachtordnung ausrückte und man das Kriegsgeschrei erhob. Da fragte David die Männer, die bei ihm standen: „Wie soll der Mann belohnt werden, der diesen Philister da erschlägt und Israel von der Schande befreit? Wer ist denn dieser Philister, dieser Heide, dass er die Schlachtreihen des lebendigen Gottes beschimpfen darf?“

Als man nun hörte, wie David sich ausgesprochen hatte, hinterbrachte man es dem Saul, und dieser ließ ihn zu sich kommen. Da sagte David zu Saul: „Kein Mensch braucht um den da den Mut zu verlieren! Dein Knecht will hingehen und mit diesem Philister kämpfen.“

Saul aber antwortete ihm: „Du kannst diesem Philister nicht entgegentreten, um mit ihm zu kämpfen; denn du bist noch ein Jüngling, er aber ist ein Kriegsmann von Jugend an!“

34 Da entgegnete David dem Saul: „Dein Knecht hat seinem Vater das Kleinvieh gehütet; wenn da ein Löwe oder ein Bär kam und ein Stück aus der Herde wegtrug,
so lief ich ihm nach und erschlug ihn und riss es ihm aus dem Rachen; leistete er mir aber Widerstand, so packte ich ihn am Bart und schlug ihn tot. Löwen so gut wie Bären hat dein Knecht erschlagen, und diesem Philister, diesem Heiden, soll es ebenso ergehen wie jenen allen; denn er hat die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verhöhnt!“

Dann fuhr David fort: „Der Herr, der mich aus den Krallen der Löwen und aus den Klauen der Bären errettet hat, der wird mich auch aus der Hand dieses Philisters erretten.“ Da sagte Saul zu David: „So gehe hin! Der Herr wird mit dir sein!“

Hierauf legte Saul dem David seine Rüstung an: Er setzte ihm einen ehernen Helm aufs Haupt und zog ihm einen Panzer an; weiter musste David Sauls Schwert über seinen Waffenrock gürten und bemühte sich dann zu gehen; denn er hatte es noch nie versucht. Aber er sagte zu Saul: „Ich kann darin nicht gehen, denn ich bin nicht daran gewöhnt.“ So legte David denn alles wieder ab, nahm nur seinen Stecken in die Hand, suchte sich aus dem Bach fünf glatte Kieselsteine aus und tat sie in die Hirtentasche, die ihm als Tasche diente; dann nahm er seine Schleuder in die Hand und ging auf den Philister los.

Der Philister aber kam immer näher an David heran, während sein Schildträger vor ihm herschritt. Als nun der Philister hinblickte und David sah, verachtete er ihn, weil er noch so jung war, ein rotbrauner Jüngling von schmuckem Aussehen. Daher rief der Philister dem David zu: „Bin ich etwa ein Hund, dass du mit Stöcken zu mir kommst?“ Hierauf verfluchte der Philister den David bei seinem Gott und rief dem David zu: „Komm nur her zu mir, damit ich dein Fleisch den Vögeln des Himmels und den Tieren des Feldes gebe!“

David aber erwiderte ihm: „Du trittst mir mit Schwert und Lanze und Wurfspieß entgegen, ich aber trete dir entgegen im Namen des Herrn der Heerscharen, des Gottes der Schlachtreihen Israels, die du verhöhnt hast. Am heutigen Tage wird dich der Herr in meine Hand fallen lassen, dass ich dich erschlage und dir den Kopf abhaue; und deinen Leichnam und die Leichen des Philisterheeres werde ich noch heute den Vögeln des Himmels und den wilden Tieren des Landes übergeben, damit alle Welt erkennt, dass Israel einen Gott hat! Und alle, die hier versammelt sind, sollen erkennen, dass der Herr nicht Schwert und Spieß braucht, um Rettung zu schaffen; denn der Kampf ist des Herrn, und er wird euch in unsere Hand geben!“

Als sich nun der Philister in Bewegung setzte und auf David losging, lief dieser eilends aus der Schlachtreihe, dem Philister entgegen; dabei griff er mit der Hand in die Tasche, nahm einen Stein heraus, schleuderte ihn und traf den Philister an der Stirn, sodass ihm der Stein in die Stirn eindrang und er vornüber zu Boden fiel. So überwältigte David den Philister mit der Schleuder und dem Stein, besiegte den Philister und tötete ihn, ohne ein Schwert in der Hand zu haben. Dann lief er hin, trat an den Philister heran, nahm dessen Schwert, zog es aus der Scheide und tötete ihn vollends, indem er ihm den Kopf damit abhieb. Als nun die Philister sahen, dass ihr stärkster Mann tot war, ergriffen sie die Flucht.
Im Spoiler habe ich die Geschichte zusammengefaßt.

Halten wir mal fest:


Die Philister ziehen gegen Israel in den Krieg. Goliath tritt hervor und verdreht die Tatsachen, in dem er sagt: „Warum zieht ihr aus, euch in Schlachtordnung aufzustellen?"
Er ist ein mächtiger Krieger und niemand traut sich, es im Zweikampf mit ihm aufzunehmen.

Nun kommt David, ein junger Hirte, in das israelische Heerlager, um seine Brüder mit Lebensmittel zu versorgen und bekommt das ganze Theater mit. Er wollte nicht zulassen, dass Goliath die Schlachtenreihen Israels beschimpft, in dem er sie beschuldigt, sich in Schlachtordnung aufgestellt zu haben.

David passte in keine Rüstung. Sie war zu schwer. So nahm er seine Schleuder und fünf glatte Steine. Er fürchtete Goliaths aggressive Worte nicht, sondern antwortete nicht weniger aggressiv. Dann griff er Goliath voller gottvertauen an und besiegte ihn.

Ich lerne daraus, dass David in seinem Handeln, Israel zu verteidigen, gerechtfertigt war. Auch unter der Regierung Sauls. Und hier hatten wir es mit einem übermächtigen Gegner zu tun, dem der kleine und mutige David nur eine Steinschleuder entgegen zu setzen hatte.

Interessant finde ich, dass sich der Aggressor zum Opfer gemacht hat. Die Israeliten wurden als Bedrohung empfunden, gegen die man sich nur wehren wollte.

Gott antwortete durch David mit einem glatten Stein.
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Kingdom
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Kingdom »

Hans-Joachim hat geschrieben: Mo 31. Mär 2025, 16:12 Gott antwortete durch David mit einem glatten Stein.
Ja, warum weil Goliath den Höchsten verhöhnte und seine Truppe sich am Land Gottes vergreifen wollte.

Im AT bedeuteten zwei Todsünden der sofortige Bann Fluch, sofern Israel treu wahr.

In diesem Wissen ist David dem Goliath gegenüber gestanden.

Das AT ist das eine, das NT ist die Gnadenzeit, das gibt es gewisse Dinge die man beachten muss, bis zum Tage des Gerichtes.

Lg Kingdom
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Helmuth
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Helmuth »

Was wir hier thematisiert?

Es gibt David, Goliath und den Krieg als Schlagworte, Soweit schön und gut, wobei ich 1. Sam. 17 auch selbst lesen kann und meine eigenen Gedanken zu habe, aber was ist das Ziel dieses Threads? Wohin soll die Reise gehen?
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Ziska
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Ziska »

Hans-Joachim hat geschrieben: Mo 31. Mär 2025, 16:12
Ich lerne daraus, dass David in seinem Handeln, Israel zu verteidigen, gerechtfertigt war. Auch unter der Regierung Sauls. Und hier hatten wir es mit einem übermächtigen Gegner zu tun, dem der kleine und mutige David nur eine Steinschleuder entgegen zu setzen hatte.

Interessant finde ich, dass sich der Aggressor zum Opfer gemacht hat. Die Israeliten wurden als Bedrohung empfunden, gegen die man sich nur wehren wollte.

Gott antwortete durch David mit einem glatten Stein.
Wie schon gesagt, wurde der Gott Israels verhöhnt.
Das allein war der Grund, warum David im Namen Jehovas
und mit 5 glatten Steinen dem Philister entgegentrat.
1.Samuel 17:45 NWÜ
45 David antwortete ihm: „Du trittst mir mit Schwert und Speer und Wurfspieß entgegen,
ich aber trete dir im Namen von Jehova, dem Herrn der Heere, entgegen –
dem Gott des Heeres Israels, den du verhöhnt hast
Es ging ihm nicht darum, Gottes Volk zu verteidigen.
Aber auch Gottes Volk zog daraus Nutzen. Laut Vers 51 ergriffen die Philister dann die Flucht.
Die Israeliten verfolgten sie und plünderten deren Lager.

Heute sind die Anbeter Gottes und Nachfolger Jesu auf der ganzen Erde zu finden.
Das Volk Gottes wohnt nicht mehr zusammen in einem Land oder einer Region,
wie das Volk Gottes, die Israeliten, damals.
LG Ziska

Jesus wird alle Kriege beenden!

https://www.jw.org/de/bibliothek/artike ... e-beenden/
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Hans-Joachim
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Hans-Joachim »

Ziska hat geschrieben: Mo 31. Mär 2025, 18:10 Es ging ihm nicht darum, Gottes Volk zu verteidigen.
„Warum zieht ihr aus, euch in Schlachtordnung aufzustellen?"

Das war die lügenhafte Aussage Goliaths. Und darin sah David eine Schmähung des Gottes Israels. Goliath interessierte keine Gottheit, er war ein Krieger. Und so verteidigte David den Gott Israels und auch sein Volk. Ich sehe keinen Grund, das eine vom anderen zu trennen. Goliath griff das israelische Herr an und forderte zum Kampf heraus und David stellte sich zu diesem Kampf. Er stellte die Frage: „Wie soll der Mann belohnt werden, der diesen Philister da erschlägt und Israel von der Schande befreit? Wer ist denn dieser Philister, dieser Heide, dass er die Schlachtreihen des lebendigen Gottes beschimpfen darf?“
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Ziska
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Ziska »

Hans-Joachim hat geschrieben: Mo 31. Mär 2025, 18:45
Ziska hat geschrieben: Mo 31. Mär 2025, 18:10 Es ging ihm nicht darum, Gottes Volk zu verteidigen.
„Warum zieht ihr aus, euch in Schlachtordnung aufzustellen?"

Das war die lügenhafte Aussage Goliaths. Und darin sah David eine Schmähung des Gottes Israels. Goliath interessierte keine Gottheit, er war ein Krieger. Und so verteidigte David den Gott Israels und auch sein Volk. Ich sehe keinen Grund, das eine vom anderen zu trennen. Goliath griff das israelische Herr an und forderte zum Kampf heraus und David stellte sich zu diesem Kampf. Er stellte die Frage: „Wie soll der Mann belohnt werden, der diesen Philister da erschlägt und Israel von der Schande befreit? Wer ist denn dieser Philister, dieser Heide, dass er die Schlachtreihen des lebendigen Gottes beschimpfen darf?“
Ich hätte schreiben sollen:
Es ging ihm nicht NUR darum, Gottes Volk zu verteidigen!“

Sorry für das Mißverständnis.
LG Ziska

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Hans-Joachim
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Hans-Joachim »

Ziska hat geschrieben: Mo 31. Mär 2025, 20:05 Sorry für das Mißverständnis.
Kein Problem.
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Hans-Joachim
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Hans-Joachim »

Helmuth hat geschrieben: Mo 31. Mär 2025, 17:38 Was wir hier thematisiert?

Es gibt David, Goliath und den Krieg als Schlagworte, Soweit schön und gut, wobei ich 1. Sam. 17 auch selbst lesen kann und meine eigenen Gedanken zu habe, aber was ist das Ziel dieses Threads? Wohin soll die Reise gehen?
Das Ziel ist offen. Es reicht, sich darüber Gedanken zu machen und eigene Lehren daraus zu ziehen. Wenn da was zusammenkommt, können alle daraus lernen. Es gibt also kein festgesetzes Ziel, nicht nur die einzig wahre Auslegung.
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ProfDrVonUndZu
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Re: David und der Krieg

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Weil David ein Kriegsmann war, durfte er den Tempel Jahwes nicht selber bauen.
Offenbarung 1,3 Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe!
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Abischai
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Abischai »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Di 1. Apr 2025, 00:20 durfte er
...sollte er, steht da durfte?
Der Kontext ist ein ganz anderer...
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
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