geistliches Leben als Sehnsuchtsort des Fleischlichen

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Hans-Joachim
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Re: geistliches Leben als Sehnsuchtsort des Fleischlichen

Beitrag von Hans-Joachim »

Abischai hat geschrieben: Di 1. Apr 2025, 21:30 Wie gesgt, und ich sprach das ja nicht ohne Grund an. Die Begrifflichkeit ist nicht homogen. Ich versetehe was Du meinst, aber ich selbst verwende die Begriffe anders, andere auch, wundere Dich also nicht, wenn es Mißverständnisse gibt. Darum ging es mir.
Ich lese ja mit. Wie ich schon vom Pfarrer schrieb. Hier haben wir es mit einem geistlichen Dienst zu tun.
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Helmuth
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Re: geistliches Leben als Sehnsuchtsort des Fleischlichen

Beitrag von Helmuth »

Abischai hat geschrieben: Di 1. Apr 2025, 21:01
Hans-Joachim hat geschrieben: Di 1. Apr 2025, 20:58 Ich kenne den geistig gesinnten Menschen und den Geistlichen als Pfarrer.
OK, das gibt dann aber stets Wirrung in der Begrifflichkeit, da müssen wir dann achtgeben, sonst reden wie aneinander vorbei.
Wie in vielen Themen sollten erst die Begrifflichkeiten geklärt werden, sonst haben wir das übliche Schlamassel gefolgt von unnötigen persönlichen Belangen, die ich z.B. für ungeistlich halte, aber dazu muss mal klar sein was ist was. Es gab eine ältere ELB-Bibel, die schrieb immer "geistig", und später änderte man das auf "geistlich". Dazu muss es einen Grund gegeben haben.

Beides geht von dem einen Geist Gottes aus, ist aber nicht dasslebe. Ich denke man kann die Unterscheidung wie folgt vornehmen. Zu einer geistigen Denk- und Betrachtungsweise sind alle Menschen zu gleichen Bedingungen befähigt, je nach der Befähigung wie von Gott vorgegeben. Eine geistliche Betrachtungsweise bleibt aber denen vorbehalten, die in einer persönlichen Beziehung mit Gott stehen.

Es ist als eine Unterscheidung, wie Paulus in 1. Kor 2 vorgenommen hat, zwischen dem seelisch/natürlichen und dem geistlichen Menschen. Der geistliche Mensch kann beide Ebenen bedienen, also die geistige als auch geistliche, der seelische/natürliche Mensch nur die geistige.

Seelische/natürliche Menschen können hochintelligent sein, d.h. ihr IQ überragt meinen um Hochhäuser, aber sie haben keine Ahnung was das Reich Gottes oder die Sache Jesu anbelangt. Dort stehen sie wie die Kuh vor einem neuen Tor. Geht es aber um Mathematik, leisten derart Befähigte auch Unglaubliches

Sind diese Begriffssetzungen für euch auch so gegeben, oder anders? Wenn anders, dann bitte darstellen. Und erst dann meine ich können wir zu den innersten Sehnsüchten unseres Herzens voranschreiten.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
Spice
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Re: geistliches Leben als Sehnsuchtsort des Fleischlichen

Beitrag von Spice »

Hoger hat geschrieben: Sa 29. Mär 2025, 10:44 Ich baue auf einem Text von Spice auf
Spice hat geschrieben: Sa 29. Mär 2025, 06:33
Hoger hat geschrieben: Fr 28. Mär 2025, 19:07
Spice hat geschrieben: Fr 28. Mär 2025, 18:10 Tja, was ist ein Gott? Jemand, der ewig in sich ruht, ewig in Frieden lebt, ewig in Glückseligkeit schwelgt, frei von allem Negativen ist.
Das klingt einfach nur langweilig
Für die Ohren eines fleischlichen Menschen vielleicht.tt, wie Reichelt schreibt.
Ich nehme das, was Spice als geistges Leben mit all seiner Heiligung und ewigem Frieden und Glückseligkeit nicht nur als langweilig, sondern als als Projektion des Fleischlichen wahr.
Weil du das Evangelium nicht kennst, sondern mich diffamieren willst. Der fleischliche Mensch hat keine geistlichen Ambitionen. Der kann sich seine Glück nur als ein Sinnliches vorstellen.
Da will jemand Wohlstand, Glück und Frieden auf Dauer haben und bleibt dabei in seinem fleischlichen Denken verhaftet.
Das ist deine Verfälschung meines Denkens. Wahres Glück und Frieden und damit Wohlergehen, ist unabhängig von allem Sinnlichen/"Fleischlichen": "Das Himmelreich ist in Dir", "Wahrer Friede"
Was bei diesem ganzen spirituellem Fantasieland nicht beachtet wird ist, das die Nachfolge Christi über das Kreuz und dem Leiden geht, also dem Absterben.
Genau, und das hast du offenbar noch nicht so gut begriffen, wie ich.

Was haltet ihr von dem "Heilungsweg" des Herren Spice? Ernstzunehmendes Ziel - oder einfach nur die fleischlichen Projektion von Leidfreiheit und ewiger Glückseligkeit?
Nun, weißt du jetzt die Antwort? Aber du wolltest ja gar keine.
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Re: geistliches Leben als Sehnsuchtsort des Fleischlichen

Beitrag von Spice »

Philippus hat geschrieben: Di 1. Apr 2025, 14:38 Interessant ist in diesem Zusammenhang das Paradiesbild des Islam laut Koran und den Hadithen...
Das hat mich überzeugt, dass der Islam gar nicht göttlichen Ursprungs sein kann.
Reine männliche Fleischeslust des Mohammed.
Angefangen von den bekannten 72 Jungfrauen im Paradies für die tapferen Gotteskrieger bis hin zu den "Huris", gleichaltrig und heißliebend (Sure 56) bis mit "großen Augen" (Sure 37) die entjungfert werden dürfen (Sure 55) hin zu Frauen im Paradies mit "großen Brüsten" (Sure 78) doch ein recht fleischliches Paradiesbild, oder?
Ich denke aber, dass auch dieses Paradiesbild nicht unbedingt sinnlich gedacht ist.
Spice
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Re: geistliches Leben als Sehnsuchtsort des Fleischlichen

Beitrag von Spice »

Sara Funkelstein hat geschrieben: Di 1. Apr 2025, 15:46
Hoger hat geschrieben: Sa 29. Mär 2025, 10:44 Was bei diesem ganzen spirituellem Fantasieland nicht beachtet wird ist, das die Nachfolge Christi über das Kreuz und dem Leiden geht, also dem Absterben.

Was haltet ihr von dem "Heilungsweg" des Herren Spice? Ernstzunehmendes Ziel - oder einfach nur die fleischlichen Projektion von Leidfreiheit und ewiger Glückseligkeit?
Kindische Traumtänzerei, um es mal ganz deutlich zu machen. Wirkt auf mich wie ein Kind, das immer seine Bedürfnisse rundum vollversorgt haben will. Stelle ich mir langweilig vor im Dauerzustand und ist nichts, wonach ich persönlich strebe. Es fehlen die Herausforderungen, das Wachstum, auch über sich hinaus, die Entwicklung. Also alles, was das Leben interessant macht. Muss jeder für sich entscheiden. Wem sowas gefällt... Keine Religion könnte mich mit Versprechungen vom Paradies und ewiger Glückseligkeit locken.
Ja, wenn das so ist, kannst du ja weiter in einer stets bedrohlicher werdenden Welt hilflos leben. Das ist die Perspektive, die alle die haben, die den Weg der Erlösung - aus "fleischlichen Gründen" - ablehnen.
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Re: geistliches Leben als Sehnsuchtsort des Fleischlichen

Beitrag von oTp »

Ich mag keine Erklärungen, die so plump und irreführend sind wie diese Paradiesvorstellungen, Spice.
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
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Re: geistliches Leben als Sehnsuchtsort des Fleischlichen

Beitrag von oTp »

Spice hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 11:35
Sara Funkelstein hat geschrieben: Di 1. Apr 2025, 15:46
Hoger hat geschrieben: Sa 29. Mär 2025, 10:44 Was bei diesem ganzen spirituellem Fantasieland nicht beachtet wird ist, das die Nachfolge Christi über das Kreuz und dem Leiden geht, also dem Absterben.

Was haltet ihr von dem "Heilungsweg" des Herren Spice? Ernstzunehmendes Ziel - oder einfach nur die fleischlichen Projektion von Leidfreiheit und ewiger Glückseligkeit?
Kindische Traumtänzerei, um es mal ganz deutlich zu machen. Wirkt auf mich wie ein Kind, das immer seine Bedürfnisse rundum vollversorgt haben will. Stelle ich mir langweilig vor im Dauerzustand und ist nichts, wonach ich persönlich strebe. Es fehlen die Herausforderungen, das Wachstum, auch über sich hinaus, die Entwicklung. Also alles, was das Leben interessant macht. Muss jeder für sich entscheiden. Wem sowas gefällt... Keine Religion könnte mich mit Versprechungen vom Paradies und ewiger Glückseligkeit locken.
Ja, wenn das so ist, kannst du ja weiter in einer stets bedrohlicher werdenden Welt hilflos leben. Das ist die Perspektive, die alle die haben, die den Weg der Erlösung - aus "fleischlichen Gründen" - ablehnen.
Was ist denn bitte langweilig am ständigen Glückszustand des ewigen Lebens. Von Langeweile, davon ist nirgendwo die Rede. Ausser in der Geschichte vom Bayern im Himmel. In den Himmeln kann man bis in alle Ewigkeit erfüllt leben und auch ewig dazulernen.

Spice, was von dir kommt, kann ich auch nicht alles nur verteufeln. Wie man so sagt: "Wo er recht hat, hat er recht". Aber für mich sortiere ich das, was du sagst, schon auseinander.


Zuletzt geändert von oTp am Mi 2. Apr 2025, 12:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: geistliches Leben als Sehnsuchtsort des Fleischlichen

Beitrag von Spice »

oTp hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 11:39 Ich mag keine Erklärungen, die so plump und irreführend sind wie diese Paradiesvorstellungen, Spice.
Du meinst die islamischen?
Na, mit gutem Willen würde ich sie so deuten: Das Paradies gibt dir so tolle Freuden, wie du sie dir nur im Irdischen mit schönen Frauen vorstellen kannst.
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Re: geistliches Leben als Sehnsuchtsort des Fleischlichen

Beitrag von oTp »

Spice hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 11:53
oTp hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 11:39 Ich mag keine Erklärungen, die so plump und irreführend sind wie diese Paradiesvorstellungen, Spice.
Du meinst die islamischen?
Na, mit gutem Willen würde ich sie so deuten: Das Paradies gibt dir so tolle Freuden, wie du sie dir nur im Irdischen mit schönen Frauen vorstellen kannst.
Ja, wenn da ausdrücklich darauf hingewiesen würde, dass dort mehr und bessere himmlische Freuden anderer Art sind, als wie wir uns anhand von irdischen Freuden vorstellen können.

Wer nämlich so naiv ist, das mit den Jungfrauen zu glauben, der wird höchstens im Wunsch nach irdischen Freuden noch bestärkt.
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Abischai
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Re: geistliches Leben als Sehnsuchtsort des Fleischlichen

Beitrag von Abischai »

Helmuth hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 11:00 Es gab eine ältere ELB-Bibel, die schrieb immer "geistig", und später änderte man das auf "geistlich". Dazu muss es einen Grund gegeben haben.
Ich kenne das nur so, daß man eben eine Abgrenzung vornehmen mußte zwischen dem umgangssprachlich geistigen und dem gegeisteten in der Bibel, also was mit dem übernatürlilchen Wirken durch den Heiligen Geist zu tun hat. Daher hatte Hans-Joachim schon richtig die sog,. "Geistlichen" in den Pfarrern verortet, weil die irgendwie synonym für das stehen sollten(!) was biblisch als geistlich gemeint ist.

Wenn jemand fähig ist Musik zu komponieren, wie die Beethoven oder Mozart, dann ist das nicht mehr normal, dann ist das gehoben geistig, aber mit Göttlichkeit hat das nicht unbedingt zu tun.

Daher die notwendige Untescheidung, die zugegebenermaßen, sicher künstlich ist.
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
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