Die Lehre des Arian

Rund um Bibel und Glaube
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Hoger
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Re: Die Lehre des Arian

Beitrag von Hoger »

Ziska hat geschrieben: Di 26. Aug 2025, 14:35 Sein Name ist ihm sehr wichtig!
Jehova ist nicht bereit, die Ehre, die ihm zusteht, mit irgendwelchen Götzen zu teilen.
ja - hinterfrage bei einem RKK-Mitglied die Marienverehrung = und du wirst gegen Mauern laufen
hinerfrage bei einem ZJ den Namen Jehova = und du wirst gegen Mauern laufen

schon lustig
5 So spricht Gott, der Ewige, der die Himmel schafft und sie ausspannt, der die Erde ausbreitet mit ihren Gewächsen, der dem Volk auf ihr Atem gibt, und Geist denen, die darauf wandeln: 6 Ich, der Ewige, ich habe dich gerufen in Gerechtigkeit und ergreife deine Hand. Und ich will dich behüten und dich setzen zum Bund des Volkes, zum Licht der Nationen: 7 um blinde Augen aufzutun, um Gefangene aus dem Kerker herauszuführen, und aus dem Gefängnis, die in der Finsternis sitzen. 8 Ich bin der Ewige, das ist mein Name; und meine Ehre gebe ich keinem anderen, noch meinen Ruhm den geschnitzten Bildern
Gott = Elohim - das wird übersetzt in das im deutschen verständliche "Gott"
Ewige = JHWH - warum setzt man da Vokale ein und übersetzt nicht.

Was bedeutet denn der Name?
Jahweh; Jah
Mit „Jahweh“ wurde der im AT über 6800-mal vorkommende Gottesname JHWH (unvokalisierte
Konsonantenschreibweise) wiedergegeben.
Die Aussprache des so genannten Tetragrammatons (Vierbuchstabenwortes) ist nicht gesichert. Sie
muss von 2Mo 3,14–16 her erschlossen werden, wo Gott sagte: ehjeh aschär ehjeh („Ich werde sein,
der ich sein werde“,
bzw. „Ich bin ‹immer› der, der ich ‹ständig› bin“). Mose sollte in der 3. Person
davon sprechen („er wird sein ‹und ist immer›, der er ist ‹und sein wird›“, heb. jihjeh aschär jihjeh),
also: „Jihjeh … hat mich zu euch gesandt.“
Die Schreibweise JHWH scheint zu resultieren aus den
Konsonanten von jihjeh: JHJH – nach alter Schreibweise jahweh, also ja- statt ji- und -weh statt -jeh.
https://jettel.ch/wp-content/uploads/20 ... ug2023.pdf

"Ich bin der ich bin" so nennt sich Gott für sich - "Er ist, der Er ist" ist sein Name für alle die in der 3. Person vom ihm reden, ihn anreden, von ihm sprechen usw.

JHWH = jihjeh aschär jihjeh = jihJeh = HHJH = statt Ji - ja / statt jehe = weh
All das ist hebräisch = die Bedeutung ist = Er wird sein, der Er ist. = der Ewige

Was du da anbetest (sorry) ist ein Name, so wie die Heiden ihre Götzen. Du hast einen Namen ohne Bedeutung. Da kannst du auch zu Baal, oder Wodan beten - das sind ebenso Namen.

Der Ewige / der Seiende / oder auch der Herr (denn er ist Herr über alles) ist der Name mit Sinn und Aussage und genau das was der Ewige zu Mose gesagt hat: sage zu ihnen: Er ist der er ist = der Ewige

Was willst du mit Jehova, oder Jahweh oder JHWH = das sind Lautansammlungen
Die segnende Seele wird fettgemacht - und wer tränkt wird selber getränkt / Spr 11,25
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Ziska
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Re: Die Lehre des Arian

Beitrag von Ziska »

Danke für deine Informationen.

Allein, dass der Name Gottes fast 7000x in der Bibel vorkommt, müßte den aufrichtigen Bibelleser zu denken geben.

In Deutschland ist nun mal die Schreibweise Jehova seid Jahrhunderten bekannt.
Da kann man nichts ändern.
Siehe meine Links wo auf auf alten Gebäuden Gottes Name Jehova steht.
Die Jehovataler habe ich vor einiger Zeit während eine Bibelausstellung sehen dürfen.
Neben uralten Bibelübersetzungen, die Gottes Namen enthielten.

Warum wird von der Kirche ständig versucht, den wunderbaren Namen Gottes zu verschleiern, zu bekämpfen und aus der Bibel zu entfernen?

Gottes Name Jehova ist nun mal seid Jahrtausenden bekannt und wird weiter bekannt gemacht werden. Er hat sogar ein Volk, das seinen Namen trägt!

Natürlich steht es dir frei, Gottes Namen auszusprechen oder einfach HERR zu sagen.

Mir und viele Millionen anderer Menschen steht es auch frei,
den Vater unseres Herrn Jesus mit dem Namen Jehova anzusprechen. :wave:
Liebe Grüße von Ziska
Widerspricht sich die Bibel?
Anhand von Grundregeln können vermeintliche Widersprüche aufgelöst werden!
Welche sind das? Schreib mir PN!
:wave:
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Johncom
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Re: Die Lehre des Arian

Beitrag von Johncom »

Ziska hat geschrieben: Di 26. Aug 2025, 16:45 Allein, dass der Name Gottes fast 7000x in der Bibel vorkommt, müßte den aufrichtigen Bibelleser zu denken geben.
Wie oft liest man Jahwe oder Jehowa im neuen Testament?
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Hoger
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Re: Die Lehre des Arian

Beitrag von Hoger »

Ziska hat geschrieben: Di 26. Aug 2025, 16:45 Er hat sogar ein Volk, das seinen Namen trägt!

Du meinst deine Glaubensgemeinschaft - und da wird es halt schräg

Natürlich dürft ihr das, aber letztendlich ist das nicht anderes als die Marienverehrung...

ok
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Ziska
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Re: Die Lehre des Arian

Beitrag von Ziska »

Johncom hat geschrieben: Di 26. Aug 2025, 16:59
Ziska hat geschrieben: Di 26. Aug 2025, 16:45 Allein, dass der Name Gottes fast 7000x in der Bibel vorkommt, müßte den aufrichtigen Bibelleser zu denken geben.
Wie oft liest man Jahwe oder Jehowa im neuen Testament?
Das kommt auf die Übersetzer an. Wenn Verse mit Gottes Namen aus dem AT zitiert werden, haben einige Übersetzer so zitiert, wie er im AT geschrieben stand.

Schau hier: http://www.bibelarchiv-vegelahn.de/
Rechte Spalte - Gottes Name im NT god‘s name in the NT Neu
Liebe Grüße von Ziska
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Kingdom
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Re: Die Lehre des Arian

Beitrag von Kingdom »

Johncom hat geschrieben: Di 26. Aug 2025, 16:59
Ziska hat geschrieben: Di 26. Aug 2025, 16:45 Allein, dass der Name Gottes fast 7000x in der Bibel vorkommt, müßte den aufrichtigen Bibelleser zu denken geben.
Wie oft liest man Jahwe oder Jehowa im neuen Testament?
Zig mal aber eben in den meisten Übersetzungen, wird es mit Herr ersetzt, in einigen zumindest noch mit HERR gross geschrieben.

Oder eben wenn Jesus über ihn sprach, spricht er vom Vater! Herr ist eben neutral, ein wahrer Gläubiger weiss, das Jahwe gemeint ist, für Ungläubige ist es eben dann der unpersönliche Gott, den sie Ihn Ihrer Vorstellung als Herr sich vorstellen und das ist der eigentliche Grund warum man es ersetzte, damit man die Vielgötterei predigen kann und eben jeder wenn man Herr sagt meint, damit ist seine persönliche Vorstellung als Herr gemeint und nicht der welcher am Sinai die Gebote gab und Israel aus Ägypten heraus führte.

Durch die Wiedergeburt und den Heiligen Geist sollten wir zu dieser Beziehung gelangen:
Mr 14:36 Und er sprach: Abba, Vater! Es ist dir alles möglich; nimm diesen Kelch von mir! Doch nicht, was ich will, sondern was du willst.

Rö 8:15 Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, daß ihr euch abermal fürchten müßtet, sondern ihr habt einen Geist der Kindschaft empfangen, in welchem wir rufen: Abba, Vater!

Ga 4:6 Weil ihr denn Söhne seid, hat Gott den Geist Seines Sohnes in eure Herzen gesandt, der schreit: Abba, Vater!
Eine gesunde Beziehung eben aber immer auch sehen die Heiligkeit des Vaters, eben nicht ein liederliches Vater Sohn oder Vater Tochter Verhältnis. Wenn eben das Wort seines Namen fehlt, können Religiöse Menschen oft nicht erkennen, wer eigentlich gemeint ist!

Lg Kingdom
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Zippo
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Re: Die Lehre des Arian

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: Di 26. Aug 2025, 07:40
Zippo hat geschrieben: Mo 25. Aug 2025, 08:56 Was hat eigentlich zur Ablehnung dieser Lehre geführt ?
Das hatte Athanasius, ein erbitterter Ariusgegener erklärt, der gerade durch ihn zu einem Machtkampf unter den Bischöfen wurde. Die Lösung wurde politisch im Konzil zu Nicäa gefunden, auf dem Kaiser Konstantin ein Ende des Streites befohlen und auf Einigkeit gedrängt hatte.

Im Vordergrund stand m.E. nicht länger die theologische Klärung, wie es die Apostel und Vorsteher im 1. Jh. getan hätten, die der Heilige Geist geleitet hatte, sondern wer den stärkeren poltischen Einfluss ausüben konnte. Allem Anschein nach hatte den die Anhängerschaft des Athanasius.
Athanasius hatte im Konzil von Nicäa recht bekommen, das heißt aber nicht, daß er Recht hatte. Wer war wohl dabei, als darüber entschieden wurde ?
Helmuth

Für mich war das ein Kampf unter Antichristen, vor denen schon der 1. Joh. Brief gewarnt hatte:
1. Joh 2,18-19 hat geschrieben: Kinder, es ist die letzte Stunde, und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt, so sind auch jetzt viele Antichristen geworden; daher wissen wir, dass es die letzte Stunde ist. Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns; denn wenn sie von uns gewesen wären, so würden sie wohl bei uns geblieben sein; aber damit sie offenbar würden, dass sie alle nicht von uns sind.
Die Bischöfe dieses Disputes sind m.E. Vertreter dieses Antichristentums, wobei Arius noch etwas weniger als Athanasius von der Lehre ersten Urchristen abwich, wie sie noch gelehrt worden sind, aber Tendenzen sind ebenfalls schon erkennbar.
An den Christus haben doch alle Bischöfe geglaubt, nur Athanasius war mit seiner Auslegung ein bißchen zu weit gegangen.
Helmuth

Die Lehre des Arius war in mehreren Punkten auch schon nicht mehr konform mit der Lehre der Apostel und Lehrer des 1. Jh., also derer, von denen wir die heutige Bibel haben, aber zumindest lehnte er die ewige Präexistenz bzw. den Trinitarismus ab.
Arius hat wohl gesagt, daß der Sohn Gottes einen Anfang hatte. Und eigentlich hat jeder Sohn einen Anfang, ob im Himmel oder auf Erden.
Wenn ich von dem Erstgeborenen vor aller Schöpfung lese, dann kann man durchaus auch an den Ersten der Himmelswelt denken.
[Luther 1912: Kol. 1,15] welcher ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor allen Kreaturen.
Helmuth

Die damals wahren Christen beteiligten sich an dem Disput nicht, weil es so auch der Heilige Geist lehrt. Wären nicht auch vom Geist geleitete Christen in der Welt gewesen, so hätten wir heute gar keine gültige Bibel. Der sich allmählich bildende Klerus hatte die Traditionspflege der Schriften durch aufrechte Christen (darunter waren vermutlich viele Mönche) zwar gewürdigt, aber letztenlich okkupiert und eigenmächtig kanonisch festgelegt.
Wer war denn bei dem Konzil von Nicäa ? Laut Internet google waren es 2000 Teilnehmer darunter 200-300 Bischöfe, die da zusammenkamen.
Teilnehmer: Insgesamt etwa 2000 Teilnehmer (davon vermutlich 200–300 Bischöfe)
Einberufen von: Konstantin dem Großen
Themen: Christologie (Gottheit Christi); Arianismus; Häretikertaufe; Kastration; Wegzehrung

Zu den berühmtesten Mitgliedern der Versammlung zählten der heilige Alexander von Alexandria, Eustathius von Antiochia, Makarius von Jerusalem, Eusebius von Nikomedia, Eusebius von Caesarea und Nikolaus von Myra . Einige hatten während der letzten Verfolgung gelitten, andere waren mit der christlichen Theologie nur unzureichend vertraut.
Alexander von Alexandria war der erste Streitpartner des Arian, der ihn für seine Dreieinigkeitsansichten verurteilte.
Arian wurde verbannt und kam bei Eusebius von Nikomedia unter, deshalb nehme ich an, daß die Bischöfe durchaus auch die Lehre des Arian vertraten. Aber vielleicht durch Abstimmung hat man sich für die athanaische Lehre entschieden.
Helmuth

Ich denke, dass in Zuge dieser Kanonisierung auch einiges eingefügt worden ist, was nicht von den Orignaltexten stammt, womit die Lehre des Athanasius bzw. das, was später als katholisch gelten sollte, sich als biblisch begründen lässt. So ist die heutige Lehre immer noch eine Vermischung aus wahrer Erkenntnis und antichristlichen Einflüssen seit Nicäa. Es beeinflusst seither auch vom Heiligen Geist geleitete Nachfolger, darum auch heute die ständige Uneinigkeit.
Ich glaube wenig daran, daß man die Bibel verändert hat, um der Dreieinigkeit mehr Gewicht zu schenken. Es bleibt doch mehr eine Sache der Auslegung.
Helmuth

NIcht ohne Grund stellte man das Mt-Ev an die erste Stelle des NT und tradiert es seither so. Auf deren finalen Texten begründen sich die meisten katholischen Dogmen. Wenn du das Mt-Ev herausnehmen würdest, dann zerbröckelt das ganze katholische Gebäude.
Das kann ich auch nicht nachvollziehen, kannst du das mal erläutern ?
Helmuth

Ein weiteres Kennzeichen sind dogmatisch vorgenommene Übersetzungen an mehreren Stellen des gesamten NT, die das trinitarische bzw. präexistente Denken, wie es Athanasius begründet hat, weiter fördern.
Gegen das präexistenze Denken habe ich nichts einzuwenden. Soviel ich weiß, sah Arius in dem Sohn Gottes das erste Geschöpf das aus Gott hervorgegangen ist, eben der Erstgeborene des Himmels. Durch seinen Wunsch ist dann alles weitere entstanden.
Quelle: Was denkt Arius über die Präexistenz Jesu ? google KI

Ich glaube das mittlerweile auch so, was spräche dagegen ?

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Zippo
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Re: Die Lehre des Arian

Beitrag von Zippo »

Ziska hat geschrieben: Di 26. Aug 2025, 08:25 Um die Lehre der Dreieinigkeit biblisch zu begründen, wurden Verse hinzugefügt.

In einigen älteren Bibelübersetzungen kann man in 1. Johannes 5:7 Folgendes lesen:
im Himmel: der Vater, das Wort und der Heilige Geist, und diese drei sind eins.“

Zuverlässige alte Bibelhandschriften zeigen jedoch,
dass diese Worte im ursprünglichen Bibeltext nicht vorhanden waren,
sondern später eingefügt wurden.
Darum ist diese Einfügung in verlässlichen, neuen Übersetzungen nicht enthalten.
Also bei mir steht:
[Luther 1912: 1. Joh. 5,7] Denn drei sind, die da zeugen: der Geist und das Wasser und das Blut;
[Luther 1912: 1. Joh. 5,8] und die drei sind beisammen.
Ziska

Auch das Umschreiben des Namens Gottes, das Ersetzen mit dem Titel Herr,
ist nicht ohne Absicht vorgenommen worden.
So weiß der Leser nicht, wer genau gemeint ist. Entweder Jehova/Jahwe/JHWH oder Jesus.
Jehova ist mit Sicherheit nicht gemeint. Und in den Zitaten des AT ist HERR gemeint, als Ersatz für das Tetragramm JHWH. Ansonsten wird Jesus Christus " Herr" genannt. Mit dieser Anrede schreibt Paulus meistens, wenn er Jesus Christus erwähnt.
Z. Bsp.
[ELB-CSV: Phlm. 3] Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
Gruß Thomas
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Helmuth
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Re: Die Lehre des Arian

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Di 26. Aug 2025, 19:09 Athanasius hatte im Konzil von Nicäa recht bekommen, das heißt aber nicht, daß er Recht hatte. Wer war wohl dabei, als darüber entschieden wurde ?
Soweit die Berichte wahr sind, war Arius am Konzil gar nicht anwesend und es gab nur eine MInderheit der Vertreter der Arianer. Dadurch konnte Athanasius seinem Einfluss Geltung verschaffen. Dass sich die Wahrheit aber nicht um irdische Machtverhälnisse schert, weiß derjenige, der an der Wahrheit mehr interessiert ist als nur seine Eigeninteressen zu vertreten.
Zippo hat geschrieben: Di 26. Aug 2025, 19:09 An den Christus haben doch alle Bischöfe geglaubt, nur Athanasius war mit seiner Auslegung ein bißchen zu weit gegangen.
Hier wird der Begriff Antrichrist vielleicht nicht richtig verstanden. Es sind damit nicht Christusgegner gemeint, die Jesus völlig verleugnen, sondern sie haben einen anderen Christus aufgenommen als der, der von Jesus und seinen Aposteln verkündigt worden ist.

Im 1. Jh ware es solche, die ihn schon nicht als Mensch wahrgenommen hatten (im Fleisch gekommen). Deren Lehren wurde immer mehr entstellt, bis wir dann bei Arius und schlimmer noch bei Athanasius landen.

Das ist aber nichts Neues unter der Sonne. Die Pharisäer und Schriftgelehrten zur Zeit Jesu, die Jesus verurteilt hatte, glaubten an Gott und hatten sein Wort ständig im Mund und meinten ihm zu dienen. Die Sadduzäer waren wieder dafür bekannt weder an Engel noch an die Auferstehung zu glauben. So sagte Jesus zu ihnen:
Joh 8,19 hat geschrieben: Da sprachen sie zu ihm: "Wo ist dein Vater?" Jesus antwortete: "Ihr kennt weder mich noch meinen Vater; wenn ihr mich gekannt hättet, würdet ihr auch meinen Vater gekannt haben."
Die Konsequenz daraus ist, dass sie damit weder die Schriften noch die Kraft Gottes kannten, wie auch das Jesus ihnen attestiert hatte. Das Wort Gottes war beständig auf ihren Lippen, aber nicht in ihr Herz geschrieben.
Zippo hat geschrieben: Di 26. Aug 2025, 19:09 Arius hat wohl gesagt, daß der Sohn Gottes einen Anfang hatte. Und eigentlich hat jeder Sohn einen Anfang, ob im Himmel oder auf Erden.
Eben, aber ist es dein Ziel, Arius Lehre auf Gültigkeit zu untersuchen? Mir genügt es darzulegen, dass sie nicht mehr mit der Lehre Jesu und seiner Apostel konform ging. Die KI ist dazu ein recht gutes Werkzeug, aber die Historizität muss gesondert geprüft werden, da die KI auch von Antichristen gefüttert wird.
Zippo hat geschrieben: Di 26. Aug 2025, 19:09 Ich glaube wenig daran, daß man die Bibel verändert hat, um der Dreieinigkeit mehr Gewicht zu schenken. Es bleibt doch mehr eine Sache der Auslegung.
Keine Ursache, aber zumindest hat Ziska ein klares Beispiel gebracht, das in der Forschung unumstritten eine Ergänzung war. Man nennt es das "Comma Johanneum". Hier Details dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Comma_Johanneum

Und nun eine Frage: Hast du einen Beleg für eine unbiblische Ergänzung, ist es zur zweiten noch mehr? Insbesondere aber fällt so das Dogma der Unfehlbarkeit der Schrift. Solche Dogmen wurden kreiert um z.B. keine DIskussion um den Finaltext zuzulassen. Das sind Dinge, welche die Juden im AT nicht kannten, daher ist der AT-Kanon auch homogener und derart textlich zuverlässiger als der NT-Kanon.

Natürlich muss man das mit Maß und Ziel sagen. Es geht nicht darum, dass wir 50% der Texte kritisieren, wie mir das mancher zur Last legt, denn dann wäre die gesamte Bibel für den Ofen.

Es genügen aber ein paar Samen Unkraut, wie es Otto treffend ausgelegt hatte, und darauf bauen Antichristen komplette antibiblische Lehren auf und stellen damit die halbe Bibel auf den Kopf. Solche sind es daher, welche die Bibel für sich unbrauchbar machen, nicht der aufrichtige Textforscher und Nachfolger des Herrn.
Zippo hat geschrieben: Di 26. Aug 2025, 19:09 Ich glaube das mittlerweile auch so, was spräche dagegen ?
Für mich spricht dagegen, dass Jesus nicht ein Jod gegen die Vorgabe der Schöpfung verstoßen kann, weil sie Gott so geschaffen hat wie er sie gem. Genesis geschaffen hat und nicht anders.

Ein Mensch kann nicht präexistent sein, sonst wäre er ein anderes Gesdchöpf, weshalb manche auch glauben er sei ein Engel. Warum aber sollte es für den Sohn Gottes eine Ausnahme geben? Weiters spricht dagegen, dass sein Sühneopfer kein rechtsgültiger Ausgleich wäre, da er gar nicht von unserer Schöpfung wäre.

Ich danke dem Herrn, dass sein irdisches Blut mich erlöst, aber ich mache daraus keine philosophische Lehre, die mich Gott kein Jod näherbringt und nur den intellektuellen Geist füttert. Das aber ist das Wesen der Antichristen.

Ich denke auch, dass wir dein Thema nicht wenden sollten um in die 1000 und erste Präexistenzdebatte zu fallen, sondern die Lehre des Arius neutral untersuchen. Dazu lässt sich sagen, sie ist für meine Begriffe bereits nicht mehr "biblisch". Sie ist aber im Vergleich zu Athanasius das kleinere Übel.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Abischai
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Re: Die Lehre des Arian

Beitrag von Abischai »

Ziska hat geschrieben: Di 26. Aug 2025, 08:25 Auch das Umschreiben des Namens Gottes, das Ersetzen mit dem Titel Herr,
ist nicht ohne Absicht vorgenommen worden.
Aufgrund der nicht einfachen Verschriftung hat z.B. Luther korrekterweise "HERR" eingeführt, was den Namen Gottes nicht direkt nennt, ihn aber zweifelsfrei als Konstante mit dieser eindeutigen Variable "HERR" (und nicht "Herr") hervorhebt. Neuere Versionen der "Bibel", die diese eindeutige Hervorhebung nivellieren schreiben neuderings "Herr" anstatt "HERR", was rückübersetzt dann "Baal" bedeutet, und sowas geht natürlich nicht!
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
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