Helmuth hat geschrieben: ↑Di 26. Aug 2025, 20:41
Zippo hat geschrieben: ↑Di 26. Aug 2025, 19:09
Athanasius hatte im Konzil von Nicäa recht bekommen, das heißt aber nicht, daß er Recht hatte. Wer war wohl dabei, als darüber entschieden wurde ?
Soweit die Berichte wahr sind, war Arius am Konzil gar nicht anwesend und es gab nur eine MInderheit der Vertreter der Arianer. Dadurch konnte Athanasius seinem Einfluss Geltung verschaffen. Dass sich die Wahrheit aber nicht um irdische Machtverhälnisse schert, weiß derjenige, der an der Wahrheit mehr interessiert ist als nur seine Eigeninteressen zu vertreten.
Das stimmt, google KI bestätigt mir, daß Arius auf dem Konzil zu Nlcäa nicht anwesend war. Er ist wohl in Alexandria geblieben.
Wahrheit schert sich nicht um Machtverhältnisse, aber sie kann mit Macht unterdrückt werden. So hat Kaiser Konstantin wahrscheinlich darauf bestanden, daß die Lehre des Athanasius akzeptiert werden soll und die Arianer wurden verbannt.
Später, so sagt man, wurde Konstantin aber von Arian getauft, er hat also die Lehre des Athanasius selbst nicht angenommen.
Helmuth
Zippo hat geschrieben: ↑Di 26. Aug 2025, 19:09
An den Christus haben doch alle Bischöfe geglaubt, nur Athanasius war mit seiner Auslegung ein bißchen zu weit gegangen.
Hier wird der Begriff Antrichrist vielleicht nicht richtig verstanden. Es sind damit nicht Christusgegner gemeint, die Jesus völlig verleugnen, sondern sie haben einen anderen Christus aufgenommen als der, der von Jesus und seinen Aposteln verkündigt worden ist.
Im 1. Jh ware es solche, die ihn schon nicht als Mensch wahrgenommen hatten (im Fleisch gekommen). Deren Lehren wurde immer mehr entstellt, bis wir dann bei Arius und schlimmer noch bei Athanasius landen.
Ich denke schon, daß die Antichristen, von denen Johannes spricht, leugnen, daß Jesus Christus in das bzw. im Fleisch gekommen ist.
1 Joh 4,3LÜ
und ein jeglicher Geist, der da nicht bekennt, dass Jesus Christus ist in das Fleisch gekommen, der ist nicht von Gott. Und das ist der Geist des Widerchrists, von welchem ihr habt gehört, dass er kommen werde, und er ist jetzt schon in der Welt.
ElbÜ
und jeder Geist, der nicht Jesus Christus im Fleisch gekommen bekennt, ist nicht aus Gott; und dies ist der Geist des Antichrists {O. das Wesen des Antichrists (w. ist das des Antichrists).}, von dem ihr gehört habt, dass er komme, und jetzt ist er schon in der Welt.
Ich würde hier die LÜ vorziehen, weil ich denke, daß hier der Sohn Gottes gemeinsam mit Gott dem Vater in das Fleisch gekommen ist. Es heißt ja "Gott war in Christus", 2 Kor 5,19 Der Erstgeborene war es, der vom Himmel herabkam, um gemeinsam mit seinem Vater dieses Werk durchzuführen, daß für die Erlösung der Menschen notwendig war.
Im AT spricht man vom Engel des Bundes, der kommen sollte Mal 3,1, es jst auch der Engel des HERRN, der auf dem Berg Sinai den Bund mit Israel geschlossen hat. 2 Mo 24, Apg 7,38
Damals waren sie in Mose, für den neuen Bund waren sie in dem Leib, den Gott dafür geschaffen hatte und das ist Jesus.
[ELB-CSV: Heb. 10,5] Darum, als er in die Welt kommt, spricht er: „Schlachtopfer und Speisopfer hast du nicht gewollt, einen Leib aber hast du mir bereitet;
Helmuth
Zippo hat geschrieben: ↑Di 26. Aug 2025, 19:09
Arius hat wohl gesagt, daß der Sohn Gottes einen Anfang hatte. Und eigentlich hat jeder Sohn einen Anfang, ob im Himmel oder auf Erden.
Eben, aber ist es dein Ziel, Arius Lehre auf Gültigkeit zu untersuchen? Mir genügt es darzulegen, dass sie nicht mehr mit der Lehre Jesu und seiner Apostel konform ging. Die KI ist dazu ein recht gutes Werkzeug, aber die Historizität muss gesondert geprüft werden, da die KI auch von Antichristen gefüttert wird.
Kann es sein, daß du alle als Antichristen bezeichnest, die nicht deiner Meinung sind ? Klar, man muss KI schon kritisch bewerten, deswegen konzentriere ich mich in theologischen Fragen nur auf die Bibel.
Ich bin aber der Meinung, daß KI schon mal ganz gute Ansätze und Auslegung hat.
Helmuth
Zippo hat geschrieben: ↑Di 26. Aug 2025, 19:09
Ich glaube wenig daran, daß man die Bibel verändert hat, um der Dreieinigkeit mehr Gewicht zu schenken. Es bleibt doch mehr eine Sache der Auslegung.
Keine Ursache, aber zumindest hat Ziska ein klares Beispiel gebracht, das in der Forschung unumstritten eine Ergänzung war. Man nennt es das "Comma Johanneum". Hier Details dazu:
https://de.wikipedia.org/wiki/Comma_Johanneum
Ich kann es mir gerne mal durchlesen, obwohl solche Bibelkritik wirklich das das Allerletzte sind, was ich annehmen will. Über das Wort Gottes hat doch Gott gewacht und wie leicht ist es geschehen, daß Menschen irren und die Bibel für sich umschreiben wollen, damit alles paßt. Ich komme mit meinen Gedanken bisher ganz gut aus, ohne die Bibel zu verändern.
Meine Gedanken zur Lehre von Arian und Athanasius beziehen sich auf die Bewertung der Gottesbezeichnung. Nach meinem Verständnis gibt es nur einen wahren und ewigen Schöpfergott und sein Erstgeborener vor aller Schöpfung ist in den Stand eines Gottes erhoben worden.
Im AT erscheint er mit seinem Gott und Vater mit dem Namen HERR. 2 Mo 3,1...
Im NT wird der Erstgeborene als Gott in der Schöpfung eingesetzt, die er sich von seinem Vater erbeten hat.
[ELB-CSV: Heb. 2,7] Du hast ihn ein wenig unter die Engel erniedrigt; mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt und ihn gesetzt über die Werke deiner Hände;
Siehe auch Hebr 1,2
Helmuth
Zippo hat geschrieben: ↑Di 26. Aug 2025, 19:09
Ich glaube das mittlerweile auch so, was spräche dagegen ?
Für mich spricht dagegen, dass Jesus nicht ein Jod gegen die Vorgabe der Schöpfung verstoßen kann, weil sie Gott so geschaffen hat wie er sie gem. Genesis geschaffen hat und nicht anders.
Ein Mensch kann nicht präexistent sein, sonst wäre er ein anderes Gesdchöpf, weshalb manche auch glauben er sei ein Engel. Warum aber sollte es für den Sohn Gottes eine Ausnahme geben? Weiters spricht dagegen, dass sein Sühneopfer kein rechtsgültiger Ausgleich wäre, da er gar nicht von unserer Schöpfung wäre.
Gott kann aber IN einen Menschen hineinkommen, wie es in 2 Kor 5,19 heißt. Und dieser Gott war der Erstgeborene mit seinem Vater. Der Herr Jesus Christus sagt ja an mancher Stelle, daß er vom Himmel herabgekommen ist. Z. Bsp Joh 6,38. Und mit ihm war der Vater.
In Analogie dazu sagt der Engel des HERRN, daß er vom Himmel herabgekommen ist 2 Mo 3,8 Und mit ihm war der HERR bzw. Vater.
So, wie sie schon den Bund am Sinai gemeinsam geschlossen haben, nur war damals Mose der Mittler. Für den neuen Bund war Mose nicht geeignet, da mußte es der Leib eines Sündlosen sein, den Gott geschaffen hat. Hebr 10,5
Und warum sollte Gott nicht in diesen Menschen hineinkommen ?
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.