Luthers Rechtfertigungslehre vs Jesus Evangelium Reich Gottes

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renato23
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Luthers Rechtfertigungslehre vs Jesus Evangelium Reich Gottes

Beitrag von renato23 »

Hallo zusammen.

Jesus Christus, als auch insbesondere Paulus und auch Jünger rufen im Hinblick auf Schaffung Reiches Gottes wie im Himmel so auf Erden immer wieder einstige Sünder dazu auf, alle Bosheit abzulegen unrein machende Gedanken wie Neid, Hass etc. zu bereuen. Denn ungerechtes, liebloses Verhalten hat ihm Reich Gottes, dem himmlischen Vater nichts verloren.

Wenn man Gottsuchenden einredet, es sei zeitlebens gar nicht möglich, Jesus Gebote zu halten, sei auch nicht nötig, da nur wer an Jesus glaube und ihn als seinen Erlöser annehme, würde vor Gott als Gerechtfertigt bestehen, werden sie wohl eher schwerlich eine wahrhaft geistliche Neugeburt aus Gott erleben..

Jene, welche sich auf Paulusworte berufen, scheinen gefliessentlich zu übersehen, dass Paulus klar sagte, natürlich geht es bei GESETZ um jene GEBOTE die mittels nurmehr gelebter Liebe, Ablegen aller bisheriger Bosheit klar und problemlos erfüllt werden können. Rö 13, 8-10, Gal 5,14
Rö 2,13 Denn vor Gott sind nicht gerecht, die das Gesetz hören, sondern die das Gesetz tun, werden gerecht sein.

1Thess 2,10 Ihr und Gott seid Zeugen, wie heilig und gerecht und untadelig wir bei euch, den Gläubigen, gewesen sind.


Na, bei soooooo vielen Christen weltweit, die sich zu Jesus Christus gehörig zählen müsste man doch längst Fortschritte in der Schaffung, Reiches Gottes wie im Himmel so auf Erden erkennen.

Am genialen, durchaus praktikablen "Bauplan" des wahrhaftigen unsichtbaren Gottes, den er durch den Mund seines Sohnes Jesus Christus überall verkünden liess, liegt es nicht, dass es sich nicht so wie vor 2000 Jahren begonnen..weiterentwickelt hat.
Darüber freut sich natürlich Gottes Widersacher. Denn wer Sünde tut ist der Sünde Knecht...und bleibt es, bis er von Jesus Christus und seinen Jüngern ein nurmehr gottgefälliges Leben sich angeeignet hat.

Gesegnete Grüsse renato
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Lena
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Re: Luthers Rechtfertigungslehre vs Jesus Evangelium Reich Gottes

Beitrag von Lena »

renato23 hat geschrieben: Di 9. Dez 2025, 10:20 Wenn man Gottsuchenden einredet, es sei zeitlebens gar nicht möglich, Jesus Gebote zu halten, sei auch nicht nötig, da nur wer an Jesus glaube und ihn als seinen Erlöser annehme, würde vor Gott als Gerechtfertigt bestehen, werden sie wohl eher schwerlich eine wahrhaft geistliche Neugeburt aus Gott erleben..
Was würdest du diesen Gottsuchenden vorschlagen, damit sich das ändert?
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Zippo
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Re: Luthers Rechtfertigungslehre vs Jesus Evangelium Reich Gottes

Beitrag von Zippo »

Lena hat geschrieben: Fr 12. Dez 2025, 13:15
renato23 hat geschrieben: Di 9. Dez 2025, 10:20 Wenn man Gottsuchenden einredet, es sei zeitlebens gar nicht möglich, Jesus Gebote zu halten, sei auch nicht nötig, da nur wer an Jesus glaube und ihn als seinen Erlöser annehme, würde vor Gott als Gerechtfertigt bestehen, werden sie wohl eher schwerlich eine wahrhaft geistliche Neugeburt aus Gott erleben..
Was würdest du diesen Gottsuchenden vorschlagen, damit sich das ändert?
Die Frage ist ja auch, in welcher Reihenfolge Neugeburt erlebt werden soll. Luther spricht in seiner Rechtfertigungslehre von dem rettenden Glauben, der sich zunächst einmal durch Buße und Bekenntnis äußert. Durch dieses Vertrauen, kommt der Heilige Geist als Sachwalter und Lehrmeister zu jedem gläubigen Christen.
So liest man es ja z. Bsp. in der Apostelgeschichte, es kommt auch in vielen Bibelversen zum Ausdruck, daß der Heilige Geist durch den Glauben kommt :
[Gal. 5,5] Denn wir erwarten durch den Geist aus Glauben die Hoffnung der Gerechtigkeit.
Die Gerechtigkeit kommt auch aus dem Glauben an das Werk Jesu. Aber Gott erwartet, daß die Nachfolger Jesu nicht nur durch ein stilles Bekenntnis ihren Glauben zum Ausdruck bringen, sondern " durch gute Werke den Menschen das Maul stopfen sollen ", wie Luther es zum Ausdruck brachte.

Deswegen ist doch die Neugeburt nicht eine Belohnung für die Einhaltung der Gebote. Ich denke, so wollte es Gott eben gerade nicht haben.

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
renato23
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Re: Luthers Rechtfertigungslehre vs Jesus Evangelium Reich Gottes

Beitrag von renato23 »

Lena hat geschrieben: Fr 12. Dez 2025, 13:15
renato23 hat geschrieben: Di 9. Dez 2025, 10:20 Wenn man Gottsuchenden einredet, es sei zeitlebens gar nicht möglich, Jesus Gebote zu halten, sei auch nicht nötig, da nur wer an Jesus glaube und ihn als seinen Erlöser annehme, würde vor Gott als Gerechtfertigt bestehen, werden sie wohl eher schwerlich eine wahrhaft geistliche Neugeburt aus Gott erleben..
Was würdest du diesen Gottsuchenden vorschlagen, damit sich das ändert?
Hallo Lena, mir hat die empfohlene Psychohygiene von Johannes sehr geholfen. Für ihn war klar, dass wer irgendwann in der Liebe BLEIBEN will der REINIGT sich von den UNREIN machenden Gedanken.
1Joh 3,3 Und jeder, der solche Hoffnung auf ihn hat, der reinigt sich, wie auch jener rein ist.
Denn wenn man dann reinen Herzens geworden ist, bietet man dem Verführer zu gottlosem Reden, Handeln schon mal keine Angriffsflächer mehr und das nurmehr Tun Gottes Willen wird zur liebgewordenen Selbstverständlichkeit.,
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Lena
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Re: Luthers Rechtfertigungslehre vs Jesus Evangelium Reich Gottes

Beitrag von Lena »

Hört sich gut an. :)
Spr. 4,23 hat geschrieben: Mehr als auf alles andere achte auf deine Gedanken, denn sie entscheiden über dein Leben.
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Hoger
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Re: Luthers Rechtfertigungslehre vs Jesus Evangelium Reich Gottes

Beitrag von Hoger »

renato23 hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 17:00
Hallo Lena, mir hat die empfohlene Psychohygiene von Johannes sehr geholfen. Für ihn war klar, dass wer irgendwann in der Liebe BLEIBEN will der REINIGT sich von den UNREIN machenden Gedanken.
1Joh 3,3 Und jeder, der solche Hoffnung auf ihn hat, der reinigt sich, wie auch jener rein ist.
Denn wenn man dann reinen Herzens geworden ist, bietet man dem Verführer zu gottlosem Reden, Handeln schon mal keine Angriffsflächer mehr und das nurmehr Tun Gottes Willen wird zur liebgewordenen Selbstverständlichkeit.,
Der Text von Johannes im Zusammenhang:
Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen – und wir sind es auch! Darum kennt uns die Welt nicht; denn sie kennt ihn nicht. 2 Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber: wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.
3 Und ein jeder, der solche Hoffnung auf ihn hat, der reinigt sich, wie auch jener rein ist. 4 Wer Sünde tut, der tut auch Unrecht, und die Sünde ist das Unrecht. 5 Und ihr wisst, dass er erschienen ist, damit er die Sünden wegnehme, und in ihm ist keine Sünde. 6 Wer in ihm bleibt, der sündigt nicht; wer sündigt, der hat ihn nicht gesehen und nicht erkannt.

Martin Luther, Die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers (1984); Bible. German. Die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers (1984). (Deutsche Bibelgesellschaft, 1984), 1. Joh 3,1–6.
Es geht um die Hoffnung auf das Offenbarwerden unserer Kindschaft, die aber von Gott ausgeht. Vers 5 ist sehr hilfreich: Nicht wie nehmen (uns ) die Sünden weg, sondern Jesus Christus
Nur wenn du in Christus bleibst, wirst du auch rein.
Christus, der menschgewordene Sohn Gottes, ist das vollkommene, unübertreffbare, eingeborene Wort des Vaters. In ihm sagt der Vater alles, und es wird kein anderes Wort geben als dieses (Katechismus der RKK Nr. 65)
renato23
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Re: Luthers Rechtfertigungslehre vs Jesus Evangelium Reich Gottes

Beitrag von renato23 »

Hoger hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 21:26 Es geht um die Hoffnung auf das Offenbarwerden unserer Kindschaft, die aber von Gott ausgeht. Vers 5 ist sehr hilfreich: Nicht wie nehmen (uns ) die Sünden weg, sondern Jesus Christus
Nur wenn du in Christus bleibst, wirst du auch rein.
Lieber Hoger, Jesus Christus hat mit seiner im seitens wahrhaftigem Gott aufgetragenen Version von künftiger Erfüllung bisher gepredigter Gesetze und Propheten, Mt 22.37-40, Mt 7.12 die in Wahrheit zu Sündern werden lassenden Tötungsgesetze so auch die gesetzliche Forderung Böses mit Bösem zu vergelten ausser Kraft gesetzt......(Denn Gott ist Liebe und wer in der Liebe BLEIBT)

Somit hat Jesus das oben Genannte entfernt, weggenommen was einige im damaligen Judentum zu Verlorenen (unwissentlich sündigenden) Schafen des Hauses Israel werden liess, aus der Jesus als Guter Hirte kam sie zu ERRETTEN (siehe oben) .

Jesus war ja der schon im AT vorausgesagte Messias, Erlöser Israels von ihren Sünden.

Reinen Herzens -geworden- sein, kann nur jemand, der sich seinen "Tempel"von z.B. unrein machenden Gedanken, wie Neid, Hass, Eifersucht trennte, oder mit Paulus Worte den segensreichen Gesinnungswandel von fleischlich zu geistlich in Angriff genommen habe Gal 5,19-24 (24 Jene die Christus angehören haben Gal 5,19-21 an den Nagel gehängt)

Wer sich reinigte wie Jesus rein ist, resp. gemäss Paulus Worten nurmehr geistlich gesinnt lässt Gott den himmlischen Vater erkenen , dass man die Lebensführung mit ganzem Herzen seinem Sohn, Jesus Christus anvertraut hat und nicht nur als fruchtloses Lippenbekenntnis.
1.Joh 3,3 Und jeder, der solche Hoffnung auf ihn hat, der reinigt sich, wie auch jener rein ist. 4 Wer Sünde tut, der tut auch Unrecht, und die Sünde ist das Unrecht. 5 Und ihr wisst, dass er erschienen ist, damit er die Sünden wegnehme, und in ihm ist keine Sünde. 6 Wer in ihm bleibt, der sündigt nicht; wer sündigt, der hat ihn nicht gesehen noch erkannt. 

7 Kinder, lasst euch von niemandem verführen! Wer die Gerechtigkeit tut, der ist gerecht, wie auch jener gerecht ist. [/size]

8 Wer Sünde tut, der ist vom Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre. 9 Wer aus Gott geboren ist, der tut keine Sünde; denn Gottes Same bleibt in ihm, und er kann nicht sündigen; denn er ist aus Gott geboren. 10 Daran wird offenbar, welche die Kinder Gottes und welche die Kinder des Teufels sind: Wer die Gerechtigkeit nicht tut, der ist nicht von Gott, und auch, wer seinen Bruder nicht lieb hat. 


Auch Johannes widerspricht klar der unsinnigen These von Martin Luther, ein Christ sei ein Sünder und Gerechter zugleich.

Gesegnete Grüsse renato
Zuletzt geändert von renato23 am Mi 28. Jan 2026, 09:45, insgesamt 1-mal geändert.
renato23
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Re: Luthers Rechtfertigungslehre vs Jesus Evangelium Reich Gottes

Beitrag von renato23 »

Lena hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 17:09 Hört sich gut an. :)
Spr. 4,23 hat geschrieben: Mehr als auf alles andere achte auf deine Gedanken, denn sie entscheiden über dein Leben.
Genau so ist es liebe Lena. :-)
Mt 12,35 Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus seinem guten Schatz; und ein böser Mensch bringt Böses hervor aus seinem bösen Schatz.
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Hoger
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Re: Luthers Rechtfertigungslehre vs Jesus Evangelium Reich Gottes

Beitrag von Hoger »

renato23 hat geschrieben: Mi 28. Jan 2026, 09:35 Auch Johannes widerspricht klar der unsinnigen These von Martin Luther, ein Christ sei ein Sünder und Gerechter zugleich.
Ja - da würde ich dir zustimmen. Die evangelische Kirche und die katholische Kirche haben dazu eine gemeinsame Erklärung gefunden
Die Lehre von der Rechtfertigung war für die Reformation von zentraler Bedeutung und blieb lange Zeit Streitpunkt zwischen den Konfessionen. Die "Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre", die am 31. Oktober 1999 in Augsburg zwischen der katholischen und der evangelischen Kirche vereinbart wurde, ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Überwindung der Kirchenspaltung. Die Theologie fragt mit "Rechtfertigung" oder "Rechtfertigungslehre" nach dem Zentrum des Glaubens: Wie kann der sündige Mensch vor Gott gerecht werden und das Heil erlangen? Wie kann sich der Mensch aus seinen ausweglosen Verlorenheiten lösen und zu einem versöhnten und befreiten Leben finden? "Rechtfertigung" ist in der Bibel einer der Begriffe für dieses Ziel; die Heilige Schrift gebraucht dafür jedoch auch noch andere Worte wie "Befreiung zur Freiheit" (Gal 5, 1-6), "Frieden mit Gott" (Röm 5, 1), "neue Schöpfung" (2 Kor 5, 17) und "Heiligung in Christus Jesus" (1 Kor 1, 2). Die Antwort des Glaubens ist, dass der Mensch sich nicht selbst retten, sondern dass nur Gott allein im Geschenk des Glaubens ihn befreien und versöhnen kann. Nur durch die Gerechtigkeit Gottes gibt es eine Rechtfertigung des Menschen. In dem Wort "Rechtfertigung" sind drei besondere Akzente gesetzt: Es geht 1. um die alleinige Initiative Gottes und nicht um das eigene Tun; 2. ist Gottes Zuwendung an keine Voraussetzung gebunden, sie ist bedingungslos und reine Gnade; 3. kann der Mensch diese neue Gerechtigkeit allein im Glauben empfangen. Mit dieser Formel haben die Theologen wieder eine grundsätzliche Einigung im Verständnis der Rechtfertigung erzielt.
https://katholisch.de/lexikon/1348-rechtfertigung

Für mich eine klare Aussage, die meinem Verständnis entspricht. Man muss dann allerdings von sich selber weg, zu Gott schauen
Christus, der menschgewordene Sohn Gottes, ist das vollkommene, unübertreffbare, eingeborene Wort des Vaters. In ihm sagt der Vater alles, und es wird kein anderes Wort geben als dieses (Katechismus der RKK Nr. 65)
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